Milchlinge sind bei Pilzsammlern sehr beliebt. Eingelegt gelten sie als unübertroffen. Im Wald kann man jedoch auf einen falschen Milchling stoßen. Dieser kann völlig harmlos sein, aber auch giftig und schwere Vergiftungen verursachen.
Inhalt
- 1 Gibt es falsche Milchpilze?
- 2 Welche Pilze können als falsche Milchpilze klassifiziert werden?
- 3 Pilze, die den Milchpilzen ähneln
- 4 Ungenießbare und giftige Pilze, die Milchpilzen ähneln: So erkennen Sie sie
- 5 Tipps von erfahrenen Pilzsammlern zur Unterscheidung von echten Milchpilzen und falschen
Gibt es falsche Milchpilze?
Es gibt keine falschen Milchpilze, sondern nur Arten, die ihnen sehr ähnlich sehen. Daher lautet die Antwort auf die Frage „Gibt es falsche Milchpilze?“ eindeutig Nein. Solche Pilze existieren in der Natur nicht. Genauso wenig wie giftige Milchpilze. Dennoch führen einige westliche Pilzführer Milchpilze unter den ungenießbaren Pilzen auf.
In Russland gelten Milchpilze als bedingt essbar; sie können verzehrt werden, nachdem sie zubereitet wurden und ihre Bitterkeit verloren haben. Dieser Prozess dauert je nach Sorte 24 bis 72 Stunden.
Welche Pilze können als falsche Milchpilze klassifiziert werden?
Der Weiße Milchling gilt als der Klassiker unter den Milchlingen; viele Pilzsammler halten andere Sorten für falsch. Die bekanntesten Sorten werden im Folgenden beschrieben. Einige gelten als essbar, andere als ungenießbar.
Filz-Milchmütze, Fiddlehead-Milchmütze (Lactarius vellereus)

Der Pilz wächst in dichten Gruppen in Laub- und Nadelwäldern. Der Hut ist groß und erreicht einen Durchmesser von 8 bis 26 cm. Seine Farbe variiert von gelblich bis rötlich, mit Flecken auf der Oberfläche. Der Stiel wird bis zu 8 cm hoch. Die Oberfläche des Pilzes ist filzig. Das Fleisch ist brüchig und scharf, der milchige Saft hingegen weniger. Die Lamellen können einen grünlichen oder gelblichen Schimmer aufweisen.
Fotogalerie der Violine
Pfeffermilchpilz (Lactarius piperatus)
Dieser Pilz ist in Zentralrussland weit verbreitet und wächst vom Sommer bis zum Herbst in verschiedenen Wäldern. Sein Hut hat einen Durchmesser von 6 bis 18 cm und ist von gewölbt bis trichterförmig. Er ist weiß oder cremefarben mit matter Oberfläche, die rötliche Flecken und Risse aufweisen kann. Der Stiel ist bis zu 8 cm hoch und verjüngt sich an der Basis. Er hat die gleiche Farbe wie der Hut, kann aber mit zunehmendem Alter ockerfarbene Flecken bekommen. Der Pilz ist sehr scharf, die Bitterkeit verschwindet jedoch nach dem Einweichen. Er wird in der Volksmedizin häufig zur Behandlung von Bindehautentzündung und Nierensteinen eingesetzt. Getrocknete Pilze werden Gewürzen für ein würziges Aroma beigefügt.
Fotogalerie von pfeffrigen Milchpilzen
Kampfermilchhut (Lactarius camphoratus)

Dieser kleine Pilz hat einen Hutdurchmesser von 2–6 cm, ist leicht eingedrückt und hat gewellte Ränder. Die Oberfläche ist matt. Die gewölbte Form fällt im Laufe der Zeit ab, manchmal mit einer Vertiefung in der Mitte, manchmal mit einem Höcker. Die Farbe ist dunkelrot oder rotbraun. Die Lamellen sind dicht, breit und rötlich. Beim Anschneiden verströmt er einen kampferartigen Duft, der mitunter an den Geruch eines zerquetschten Insekts erinnert. Das Fruchtfleisch ist rotbraun. Der Stiel ist maximal 5 cm hoch, dünn, an der Basis spitz zulaufend und locker; er besitzt eine innere Höhlung. Seine Farbe entspricht der des Hutes. Der Kampfer-Milchpilz unterscheidet sich von anderen Milchpilzen nicht nur durch seinen Duft, sondern auch durch seine dunkle Farbe, die sich bis in die Lamellen erstreckt. Er wächst meist von August bis September in Nadelwäldern.
Fotogalerie der Kampfer-Seidenpflanze
Goldgelber Milchpilz (Lactarius chrysorrheus)

Der Hut ist 4 bis 6 cm im Durchmesser, breit ausladend und mit stark eingerollten Rändern. Er ist ockerfarben und weist konzentrische Zonen und Streifen auf. Der Stiel ist bis zu 8 cm hoch, zylindrisch und verdickt sich an der Basis. Das weiße Fleisch ist sehr zart und nimmt beim Anschneiden einen gelblichen Schimmer an. Er ist geruchlos, aber sehr scharf im Geschmack. Er unterscheidet sich vom klassischen Milchling durch die Farbe seiner Lamellen: Mit zunehmendem Alter verfärben sie sich von rosa-weiß zu rötlich-orange.
Fotogalerie goldgelber Milchpilze
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Pilze, die den Milchpilzen ähneln
Weißer Milchling (Russula delica)

Der Hut ist trocken, trichterförmig mit gebogenen Rändern. Sein Durchmesser beträgt 10–30 cm, er ist weiß und verfärbt sich mit zunehmendem Wachstum braun. Der Stiel ist weiß und fest und weist kleine braune Flecken auf.
Sie wächst hauptsächlich in Laubwäldern und ist in Nadelwäldern äußerst selten.
Ein essbarer Pilz. Der Geschmack ist mittelmäßig, das Fleisch jedoch sehr aromatisch.
Fotogalerie von weißen Milchlingen
Weiße Wolnuschka (Lactarius pubescens)
Dieser relativ kleine Pilz hat einen Hutdurchmesser von 4–8 cm und ist flach bis trichterförmig. Die Haut ist weiß, die Mitte dunkler als der Rand, und die Oberfläche stark behaart. Der Stiel ist 2–4 cm hoch und hohlt mit zunehmendem Alter. Der Pilz verfärbt sich mit der Zeit gelb. Er unterscheidet sich vom Milchling dadurch, dass sein Hut nicht glatt, sondern behaart ist.
Fotogalerie der weißen Milchkappe
Schwein (Paxillus)

Nach eingehender Untersuchung der Eigenschaften des Pilzes wurde er als ungenießbar eingestuft. Er wächst vorwiegend in Birkenwäldern, ist aber auch in Nadelwäldern zu finden. Die Fruchtkörper reifen von August bis September. Mit zunehmender Reife nimmt der Hut eine trichterförmige Gestalt an, ist zunächst olivfarben und verfärbt sich dann braun. Die Lamellen erstrecken sich den Stiel hinab und sind schmutziggelb. Der Stiel ist kurz und glatt. Beim Brechen nimmt das gelbliche Fleisch einen bräunlichen Schimmer an. Der Schweinepilz unterscheidet sich vom Milchling durch seinen flexibleren Hut und sein Fleisch, das sich bei Druck braun verfärbt.
Fotogalerie des Schweins
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Ungenießbare und giftige Pilze, die Milchpilzen ähneln: So erkennen Sie sie
Anfänger beim Pilzesammeln können von der Vielfalt der Pilzarten im Wald überwältigt werden. Deshalb finden sie statt Milchlingen manchmal giftige Pilze, die ihnen nur entfernt ähneln. Im Folgenden gehen wir auf die Hauptunterschiede zwischen Milchlingen und giftigen Pilzen ein.
Fichtenreihe (Tricholoma aestuans)
Der Gemeine Milchling (Tricholoma) ist ein ungenießbarer Pilz der Gattung Tricholoma; übermäßiger Verzehr kann zu Magenbeschwerden führen. Sein Hut ist glockenförmig, 3 bis 10 cm im Durchmesser, mit einer markanten Einbuchtung in der Mitte und gelblich-braun mit dunklerem Zentrum. Der Stiel ist lang, hohl und verdickt sich nach oben. Der Gemeine Milchling bevorzugt schattige, moosige Standorte in Nadelwäldern, während der Gemeine Milchling eher in Birkenwäldern wächst. Der Pilz schmeckt bitter und sondert einen geringen Milchsaft ab. Der Hauptunterschied zum Milchling liegt, neben dem Standort und dem Milchsaft, in der Hutform. Während der Milchling trichterförmig ist, ist der Hut des Gemeinen Milchlings eher gewölbt und nimmt die Trichterform erst bei älteren Exemplaren an.
Fotogalerie der Fichten-Eberesche
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Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)
Der Grüne Knollenblätterpilz verdankt seinen Namen der weißen Farbe seiner Lamellen, seines Stiels und seines Sporenpulvers. Der Hut selbst kann jedoch von weiß über olivgrün bis bräunlich variieren. Junge Pilze können weiße „Warzen“ auf dem Hut aufweisen, die aber schnell vom Regen abgewaschen werden. Der Hauptunterschied zum Milchling besteht im Vorhandensein eines Rings und einer sackartigen Volva am Stielansatz. Das Fleisch bleibt nach dem Anschneiden unverändert. Der Grüne Knollenblätterpilz wächst in verschiedenen Wäldern und bevorzugt helle Lichtungen. Er ist hochgiftig.
Fotogalerie des Totenkopfschmetterlings
Tipps von erfahrenen Pilzsammlern zur Unterscheidung von echten Milchpilzen und falschen
Schwarze Milchlinge sind fast unmöglich mit anderen Pilzen zu verwechseln. Ihre Farbe und Form sind so unverwechselbar, ebenso wie ihr Lebensraum – an Hängen, sogar an steilen Küstenhängen und Schluchtenhängen, unter einer Erdschicht begraben. So sieht ein schwarzer Milchling aus:
Verschiedene weiße Milchlinge sind selbst mit ihren Verwandten, den Milchlingen und Stiellingen, schwer zu verwechseln. Diese unterscheiden sich in der Farbe, haben oft zu lange Hüte und ein würziges oder heringsartiges Aroma. So sieht ein weißer Milchling aus:
Es gibt einen Pilz, der botanisch gesehen zur Gattung der Täublinge (Russula) gehört, aber oft mit dem Milchling verwechselt wird. Er heißt Weißer Milchling (Russula spp.). Von der Form seines Hutes und seinem Standort her ähnelt er dem Milchling zum Verwechseln ähnlich, ist aber aus irgendeinem Grund sehr trocken. Der Milchling sondert keinen milchigen Saft ab; ihm fehlt dieses charakteristische Merkmal, weshalb er von Wissenschaftlern als Täubling klassifiziert wurde. So sieht der Weiße Milchling aus:
Es gibt viele Arten von Milchpilzen.
Sie unterscheiden sich in Wert und Geschmack. Unerfahrene Pilzsammler meiden viele Arten ganz, weil sie sich vor ihnen fürchten. Erfahrene Pilzsammler suchen mitunter gezielt nach dem echten Milchling, während andere ihn ignorieren.
Man verwechselt den weißen Milchling oft mit diesem; hier ist der Pilz auf dem Foto:
mit einem Podgruzdok, der so aussieht:
Stimmt das? Sie sind sich so ähnlich, dass man sie nicht sofort unterscheiden kann.



























































