Rucola (früher: Arugula) eignet sich gut für die Gartenbepflanzung. Die Pflanze stammt aus den Mittelmeerländern und wurde einst als Unkraut betrachtet. Doch nach und nach lernten Liebhaber ihren Geschmack zu schätzen. Sie fand immer häufiger Verwendung in den Küchen der privilegierten Gesellschaftsschichten.
Es ist bekannt, dass Rucola bereits im Römischen Reich angebaut wurde. In diesen Ländern galt er als Aphrodisiakum. Bis in die 1990er-Jahre wurde Rucola hauptsächlich wild gesammelt. Nach sorgfältigen Laborstudien wurde die Pflanze jedoch kultiviert. Mit der Zeit fand sie auch in Russland Anklang.
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Beschreibung von Rucola
Rucola (auch bekannt als Indau-Rucola) ist eine krautige Pflanze. Der Stängel erreicht eine Höhe von bis zu 40 cm, ist verzweigt und leicht überhängend. Alle Blätter sind fleischig, spärlich behaart, und manchmal sind die Stängel ganz kahl. Die Blüten verströmen einen charakteristischen Duft und haben stark gesägte Ränder. Die Blütenstände stehen in einer Traube. Die Blüten weisen blassgelbe – manchmal leuchtend gelbe – Adern mit einem violetten Schimmer auf.
Die Blütenblätter dieser Pflanze erreichen eine Länge von 22 cm. Manchmal weisen diese Blätter eine kleine Einkerbung auf.
Die am besten geeigneten Rucola-Sorten für den Anbau
Rucola ist mit dem Kohl verwandt. Seine Blätter werden in der Küche verwendet. Sie haben einen sehr feinen, nussigen Geschmack mit einer leichten Bitternote. Der größte Vorteil dieser Pflanze liegt jedoch in ihrem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Rucola ist besonders reich an Vitamin C. Die Blätter enthalten außerdem Vitamin B, und die Blättchen enthalten Flavonoide und Phytosterole. Darüber hinaus ist Rucola reich an Mikro- und Makronährstoffen. Es gibt zahlreiche Sorten.
Um die richtige Sorte auszuwählen, müssen Sie die Eigenschaften jeder einzelnen Pflanze betrachten.
Die Pfeile des Liebesgottes ähneln Löwenzahn. Die Samen bringen eine beständige Ernte. Mit zunehmender Reife bilden sich hellgelbe Blütenstände. Diese Knospen sind relativ klein. Der Strauch kann über 30 cm hoch werden.
Die Blätter der Sorte Dikovinka erreichen eine Länge von 20 cm. Der Stängel ist relativ aufrecht und leicht behaart. Im reifen Zustand bildet er kleine, braune Blüten. Die Blätter dieser Sorte haben einen leicht süßlichen Geschmack.
Die Poker-Sorte hat große Blätter. Der Strauch ist sehr üppig. Eine einzelne Blattrosette kann bis zu 26 Blätter enthalten. Der Geschmack ist leicht süßlich mit einer dezenten Bitternote.
Die Sorte Olivetta zeichnet sich durch ihr besonders intensives Aroma aus. Der Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 20 cm. Seine Blätter sind leierförmig und an der Spitze leicht abgerundet. Der größte Vorteil der Pflanze liegt in ihrem hohen Ertrag. Sie lässt sich problemlos über weite Strecken transportieren.
Rucola im Freiland anbauen
Rucola wird im Freiland angebaut. Der Anbau ist einfach und anspruchslos. Er wächst und reift schnell und ist bereits nach einem Monat verzehrfertig. Daher kann die Pflanze mehrmals im Jahr ausgesät werden. Die erste Aussaat erfolgt im April. Wichtig ist dabei, dass der Boden 10 °C warm ist. Die Pflanze liebt Wärme, die Bodentemperatur spielt eine entscheidende Rolle.
Viele Gärtner ziehen es vor, Rucola im Gewächshaus auszusäen. Nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge innerhalb von 5-6 Tagen.
Manchmal werden Setzlinge umgepflanzt. Achten Sie beim Umpflanzen darauf, dass das Wurzelsystem intakt bleibt. Diese Methode eignet sich am besten, wenn Sie kleine Erdmengen zum Umpflanzen auswählen. Im Freien pflanzen Sie die Setzlinge am besten in Reihen. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 10 cm betragen. Wenn die Pflanzen gut gedeihen, schmecken sie hervorragend.
Zeitpunkt für die Aussaat von Rucola
Die ideale Wachstumsperiode erstreckt sich von Ende April bis Mitte August. Da Rucola kälteempfindlich ist, ist es wichtig, die Wetterbedingungen genau zu beobachten. Während des Pflanzmonats sollten keine starken Temperaturschwankungen auftreten.
Auf kurze Frostperioden sollte kein plötzlicher Anstieg der Lufttemperatur folgen. Beispielsweise können die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt -7 °C erreichen.
Üblicherweise beträgt der Abstand zwischen den Aussaaten bis zu zwei Wochen. Rucola ist anspruchsvoll, was die Nachbarpflanzen angeht. Für ein gesundes Wachstum benötigt er sorgfältige Pflege. Die Pflanze liebt volle Sonne. Sie sollte nicht zu stark von anderen Pflanzen beschattet werden. Allerdings sollte sie auch nicht dauerhaft der prallen Sonne ausgesetzt sein.
Vorbereitung des Pflanzmaterials
Saatgut sollte in Fachgeschäften erworben werden. Beim Kauf von Saatgut von Privatpersonen muss dieses vorher desinfiziert werden, um Schädlinge zu entfernen. Es besteht immer ein Risiko einer Oberflächeninfektion. Ein Gramm Indau-Samen enthält etwa 350 Samen. Die Samen müssen entfettet werden. Dazu bereitet man eine schwache Kaliumpermanganatlösung zu und weicht die Samen etwa eine Viertelstunde darin ein. Anschließend spült man sie unter fließendem Wasser ab. Die Samen werden auf ein sauberes Tuch gegeben und an der Luft getrocknet. Eine weitere Behandlung ist nicht erforderlich. Diese Samen keimen sehr gut. Es ist wichtig, die Hinweise zur Lagerung der Samen zu beachten.
Gute und schlechte Vorgänger und Nachbarn
In der Praxis werden Rucolabeete durch hohe Pflanzen vor Sonnenlicht geschützt. Dazu gehören beispielsweise Mais oder Bohnen, deren Hülsen an speziellen Stängeln emporranken. An exponierten Standorten wächst Rucola sehr schnell. Die Hülsen bilden sich rasch. Auch die rauen Blätter entwickeln sich schnell. Ihr leicht bitterer Geschmack ist sortenspezifisch. Es ist außerdem wichtig zu wissen, was zuvor auf der Fläche angebaut wurde, auf der sich aktuell Rucola befindet. Erbsen oder andere Hülsenfrüchte gedeihen dort am besten. Karotten, Tomaten, Kartoffeln und Kürbisse eignen sich hervorragend als Vorfrüchte.
Wichtig ist jedoch zu beachten, dass Kreuzblütler erst nach 3–5 Jahren nach Rucola angebaut werden sollten. Der Grund dafür ist, dass Parasiten im Boden verbleiben, die das Wachstum dieser Pflanzen beeinträchtigen.
Vorbereitung des Bodens für die Anpflanzung von Rucola
Es ist auch wichtig, auf die Bodenbeschaffenheit zu achten, in der der Sämling wächst. Der Standort sollte ausreichend Licht erhalten. Der Boden sollte leicht sauer oder sogar neutral sein. Ein leicht alkalischer pH-Wert ist ebenfalls akzeptabel.
Typischerweise werden Rucolablätter in direktem Sonnenlicht etwas zäh und bitter. Im Schatten verlieren die Blätter dieser Pflanze ihre Farbe und ihr Aroma.
Der Boden für die Bepflanzung muss sorgfältig vorbereitet werden. Er muss aufgelockert und eingeebnet werden. Ist der Boden zu sauer, wird Kalk hinzugefügt. Alternativ kann fein gemahlene Kreide untergemischt werden. Dolomit- oder Kalkmehl kann als Kreideersatz verwendet werden. Die Konzentration des Mehls richtet sich nach dem Säuregrad des Bodens.
Rucola im Freiland anpflanzen
Die Samen werden in 2 cm tiefe Löcher mit einem Abstand von bis zu 5 cm gesät. Der Abstand zwischen benachbarten Reihen beträgt bis zu 30 cm. Jedes Loch sollte mindestens 2–3 Samen enthalten. Die Samen keimen recht zuverlässig.
Nach 7 Tagen, wenn die ersten gesunden Triebe erscheinen, wird jedes Pflanzloch neu bepflanzt. Zwischen den einzelnen Sämlingen sollte ein Abstand von 10 cm eingehalten werden.
Nachbehandlung
Rucola ist einfach anzubauen. Einmal gepflanzt, benötigt er kaum Pflege. Wichtig ist, den Boden aufzulockern, regelmäßig Unkraut zu jäten und ausreichend zu gießen. Die ideale Temperatur für die Aussaat liegt zwischen +5 und +12 °C. Für optimales Wachstum und eine gute Entwicklung benötigt die Pflanze Temperaturen zwischen +18 und +24 °C. Normalerweise benötigt sie kein zusätzliches Wasser. Wenn der Boden zu trocken wird, vertrocknen die Blätter und schmecken bitter. Am besten gießt man morgens und abends. Auf größeren Flächen kann ein Gartenschlauch zum Bewässern verwendet werden.
Manche Gärtner behaupten, Rucola benötige keinen Dünger. Das liegt daran, dass sich im Wurzelsystem schädliche Substanzen wie Nitrate oder Nitrite anreichern können. Am besten düngt man Rucola mit Hühnermist oder Kuhdung. Die Nährstoffe sollten jedoch idealerweise im Herbst zugeführt werden. Torf oder Kompost eignen sich hierfür gut. Ohne spezielle Düngung wächst Rucola nur sehr schlecht. Die Ernte beginnt, sobald die Blätter die auf der Samenpackung angegebene Größe erreicht haben. Normalerweise dauert es von der Keimung bis zum Rückschnitt etwa 25 Tage. Gegebenenfalls muss die gesamte Pflanze auf einmal zurückgeschnitten werden.
Schädlinge und Krankheiten
Diese köstliche mediterrane Pflanze ist sehr wenig anfällig für Schädlinge. Der häufigste Schädling ist der Kreuzblütler-Erdfloh. Dieser Käfer ist leicht auf den Blättern der Pflanze zu entdecken. Zum Schutz der Pflanze verwenden Gärtner Lutrasil. Während der Behandlung empfehlen erfahrene Gärtner, die Sträucher mit Holzasche zu bestreuen. Dies vertreibt zwar nicht die Fliegen, düngt aber die Beete hervorragend.
Pilzinfektionen treten häufig an den Blättern auf. Dies liegt daran, dass der Boden unter den Sträuchern stets feucht ist. Wenn diese Infektionen das Wurzelsystem befallen, wird das Pflanzenwachstum beeinträchtigt. Erfahrene Gärtner empfehlen, solche Sträucher umgehend zu entfernen, um eine Ansteckung benachbarter Sträucher zu verhindern. Reife Blätter sollten am besten kühl gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie zu starker Fäulnis führen kann.
Sie eignen sich hervorragend als Würzmittel für Fleischgerichte oder als Beilage zu Salaten. Die Pflanze harmoniert wunderbar mit Olivenöl. Käse- oder Tomatenstücke passen ebenfalls gut in den Salat. Sie wirkt stets festlich, sowohl auf dem normalen Esstisch als auch in Festtagsgerichten. Die Stängel dieser Pflanze sind im Kaukasus als essbar bekannt. Sie lässt sich wunderbar mit vielen Gewürzen kombinieren und wird Ihre Gäste mit Sicherheit begeistern.


