Kurkuma ist eine Pflanze mit einzigartigen Geschmacks- und Aromaeigenschaften. Sie stammt ursprünglich aus Indien. Aus ihren Rhizomen und Blättern wird ein weltweit beliebtes Gewürz hergestellt. Ihr Geschmack ähnelt dem von Safran, sie ist jedoch deutlich günstiger. Stängel und Wurzeln enthalten den natürlichen Farbstoff Curcumin, der ihnen eine gelbliche Farbe verleiht. Daher findet die Pflanze Verwendung in der Küche, der Lebensmittelindustrie sowie in der Textil- und Kosmetikherstellung.
Kurkuma anbauen
Diese Pflanze besticht nicht nur durch ihren hervorragenden Geschmack, sondern auch durch ihr attraktives Aussehen. Sie kann sowohl im Garten als auch in Innenräumen angebaut werden. Der Anbau im Garten eignet sich besonders für die südlichen Regionen Russlands (wo der Frühling früh einsetzt und der Winter erst spät Frost bringt), da zwischen Aussaat und Ernte etwa neun Monate vergehen. In den zentralen und nördlichen Regionen Russlands kann Kurkuma nur in Töpfen im Haus kultiviert werden.
Kurkuma im Freiland anpflanzen
Die Pflanze kann im Halbschatten oder an hellen Standorten angebaut werden. Kurkuma gedeiht am besten in nährstoffreichem Lehmboden. Sie wächst aber auch in sandigen Böden.
Die Pflanzung erfolgt im März-April, wenn die Gefahr von wiederkehrenden Nachtfrösten gebannt ist:
- Graben Sie die Stelle 20 cm tief aus.
- Den Boden auflockern.
- Graben Sie 15 cm tiefe Löcher und lassen Sie einen Abstand von 15-20 cm zwischen ihnen.
- Setzen Sie 2-3 Rhizomsegmente mit jeweils 1-2 Knospen in die Pflanzlöcher. Die Segmente sollten beim Einpflanzen nach oben zeigen.
- Füllen Sie die Löcher mit Erde (Fülldicke mindestens 2 cm).
- Das Pflanzmaterial wässern.
Kurkumapflege im Freiland
Dieses Gewürz ist pflegeleicht. Befolgen Sie einfach diese einfachen Regeln:
| Kriterium | Empfehlungen |
| Bewässerung | Kurkuma ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, daher ist regelmäßiges und sachgemäßes Gießen unerlässlich. Bei Wassermangel verkümmert die Pflanze und welkt. Bei Staunässe können die Wurzeln faulen. Der Bewässerungsplan hängt von den klimatischen Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit ab. Es ist wichtig, dass die oberste Bodenschicht nicht austrocknet. Das Wasser sollte sich setzen und von der Sonne erwärmt werden. |
| Topdressing | Für Zierpflanzen mit hohem Phosphorgehalt werden komplexe Mineraldünger benötigt. Die Düngermenge sollte der Hälfte der auf der Verpackung angegebenen Menge entsprechen. Die Sträucher sollten erstmals während der Blütenstandsbildung gedüngt werden, wenn sich die Blütenblätter gerade zu öffnen beginnen. Die Düngung sollte zwei Wochen nach der Blüte wiederholt werden. |
| Bildung | Für ein ansprechendes und gepflegtes Erscheinungsbild sollten Sie vertrocknete Blätter und verwelkte Blüten entfernen. |
| Lockerung | Nach jedem Gießen oder Niederschlag anwenden. Unkraut währenddessen entfernen. |
| Ernte | Das Rhizom muss vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit ausgegraben werden. Der oberirdische Teil sollte zu welken beginnen.
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| Lagerung der Ernte | Die Rhizome werden in mit feuchtem Sand gefüllte Behälter gestellt. Die Raumtemperatur sollte nicht über +10…+12 °C liegen. Die zerkleinerten Zutaten sollten in einem dicht verschlossenen Glas aufbewahrt werden. Kühl und dunkel lagern, maximal 3 Jahre haltbar. Bitte beachten Sie, dass das Gewürz Gerüche stark annimmt. |
Kurkuma zu Hause anpflanzen
Kurkuma lässt sich nicht durch Samen, sondern nur durch Rhizome vermehren. Pflanzmaterial ist in Fachgeschäften oder online erhältlich. Im letzteren Fall ist es wichtig, den Anbieter sorgfältig auszuwählen und Bewertungen zu lesen.
Wählen Sie zum Einpflanzen einen geräumigen Topf: mindestens 30 cm tief und 30–34 cm breit, mit guter Drainage (sonst geht die Pflanze ein). Sie können 1–2 Rhizomsegmente in einen solchen Topf setzen. Die Erde sollte lehmig, locker und nährstoffreich sein.
Weichen Sie das Rhizom zunächst mehrere Stunden in warmem Wasser ein. Erst dann können Sie es einpflanzen. Dies ist zu jeder Jahreszeit möglich, jedoch ist der späte Winter oder das frühe Frühjahr am besten geeignet. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Teilen Sie das Pflanzmaterial in mehrere Teile, sodass jeder Teil mindestens 2-3 Knospen hat.
- Füllen Sie den vorbereiteten Topf mit feuchter Erde. Desinfizieren Sie vorher den Topf und die Erde, um Infektionen vorzubeugen (z. B. durch Erhitzen im Backofen).
- Platzieren Sie die Rhizomstücke in einer Tiefe von 5 cm, wobei die Knospen nach oben zeigen.
- Großzügig mit warmem Wasser befeuchten.
- Stellen Sie den Topf an einen dunklen, warmen Ort. Die empfohlene Temperatur liegt zwischen 30 und 35 °C. Bei kühleren Temperaturen wachsen die Triebe schlecht, und die Wurzeln können faulen.
- Sobald die ersten Triebe erscheinen, kann der Topf auf eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Fensterbank gestellt werden. Steht die Pflanze in der Nähe eines nach Süden ausgerichteten Fensters, sollte sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Bei warmem Wetter ist es am besten, die Sträucher ins Freie zu stellen, zum Beispiel auf einen Balkon, eine Terrasse oder in den Garten.
Kurkuma zu Hause pflegen
Wenn Sie die notwendigen Wachstumsbedingungen schaffen, wird sie Sie mit einer reichen Ernte und üppiger, duftender Blüte erfreuen:
| Faktor | Empfehlungen |
| Temperaturbedingungen | Die optimale Temperatur liegt zwischen +20 und +35 °C. Fällt die Temperatur unter +18 °C, stellt der Strauch sein Wachstum ein und kann absterben. |
| Bewässerung und Luftfeuchtigkeit | Die oberste Erdschicht sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Andernfalls faulen die Wurzeln und die Pflanze verwelkt. Besprühen Sie die Pflanze ein- bis zweimal täglich mit warmem, weichem Wasser. Stellen Sie eine Schale mit feuchtem Moos oder Blähton neben den Topf. |
| Düngemittel | Einmal im Monat einen flüssigen Universaldünger für Zierpflanzen an die Wurzeln geben. Bei nährstoffarmem Boden alle vier Wochen zweimal düngen. |
Bei sachgemäßer Pflege wird Kurkuma selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Wird die Pflege jedoch nicht ordnungsgemäß durchgeführt, können folgende Probleme auftreten:
| Krankheit/Schädling | Schilder | Kontrollmaßnahmen |
| Spinnmilbe |
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| Wurzelfäule |
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Eine Heilung der Pflanze ist nur im Anfangsstadium der Krankheit mit geringfügigen Schäden möglich:
Sie können Cuproxat, Bordeauxbrühe oder kolloidalen Schwefel verwenden. Wenn das nicht hilft, muss der Busch verbrannt werden. |
| Blattflecken |
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Kurkuma ist ein köstliches und aromatisches Gewürz, das weltweit angebaut werden kann. Bei ungünstigen klimatischen Bedingungen lässt es sich auch im Topf auf der Fensterbank ziehen. Bei richtiger Pflege sind die Sträucher resistent gegen Krankheiten und werden selten von Schädlingen befallen. Vom Frühling bis zum ersten Frost erfreuen sie mit wunderschönen Blüten, und im Herbst liefern sie eine Ernte, aus der ein beliebtes Gewürz hergestellt werden kann.


