Brunnenkresse ist ein Gemüse mit leicht bitterem Geschmack. Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Ihr ungewöhnlicher Geschmack ist auf das in den grünen Teilen des Krauts enthaltene Senföl zurückzuführen.
Die wohltuenden Eigenschaften dieser Heilpflanze sind seit der Antike bekannt. Hippokrates berichtete von der heilenden Wirkung der Brunnenkresse, ihrer Fähigkeit, das Blut zu reinigen, und ihrer allgemein stärkenden Wirkung auf den Körper. Im alten Ägypten wurde sie zur Verbesserung der Männergesundheit und zur Steigerung der Potenz eingesetzt.
Dank ihrer Unkompliziertheit findet man sie immer häufiger in den Gartenbeeten und auf den Fensterbänken russischer Bewohner.
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Beschreibung der Brunnenkresse
Diese krautige Pflanze kann ein- oder zweijährig sein. Sie gilt als Nahrungspflanze.
Die Brunnenkresse ist unter verschiedenen Namen bekannt: Wasserkresse, Günsel und Zitterkresse. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Budidae. Ursprünglich stammt sie aus dem Iran, wächst aber auch wild in Ägypten, Äthiopien und Asien. Im Mittelmeerraum war sie bereits in der Antike bekannt, wo die ersten erfolgreichen Anbauversuche stattfanden.
Der Strauch erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm und besitzt ein einfaches Wurzelsystem. Die Blätter sind, wie die Triebe, hellgrün. Die Blüten erscheinen in verschiedenen Farben, darunter Weiß und Rosa. Nach der üppigen Blüte im Juni und Juli bilden sich schotenartige Früchte. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gedeiht am besten in neutralem bis leicht saurem, nährstoffreichem Boden bei mäßiger Bewässerung. Die Vermehrung erfolgt durch Samen.
Es gibt mehrere Unterarten dieser Pflanze: die Aussaatvariante, die Variante mit glatten Blättern und die Variante mit gekräuselten Blättern. Sie alle unterscheiden sich im Aussehen.
Die Krause Kresse bildet eine halbhohe Rosette und ihre Blätter sind äußerst ungewöhnlich und geschnitzt. Der Strauch hat einen Durchmesser von etwa 15–17 cm. Die gängigsten Sorten sind „Azhur“ sowie früh- und mittelfrühe Sorten.
Ganzblättriger Kopfsalat bildet eine flachere, größere Rosette mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm. Er kann bis zu 5-6 cm hoch wachsen. Zu dieser Sorte gehören spät reifende Sorten wie beispielsweise 'Ducat'.

Die Gartenkresse ist eine Kreuzung der beiden anderen Arten. Sie bildet eine große, halbaufrechte Rosette und Blätter mit großen, leicht eingeschnittenen Lappen. Zu ihr gehören die frühreifenden Sorten wie ‚Zabava‘ und ‚Dansky‘.
Arten und Sorten der Brunnenkresse
Die Tabelle zeigt die beliebtesten Sorten.
| Sicht | Vielfalt | Besonderheiten |
| Mit ganzen Blättern | Dukaten | Sie zeichnet sich durch ihre frühe Reife aus. Im Durchschnitt benötigt sie zwei Wochen vom Austrieb bis zur Marktreife. Die maximale Höhe beträgt 15 cm, der Durchmesser 25 cm. Die Anzahl der Blätter variiert zwischen 8 und 16; sie sind groß und hellgrün. Ihr Geschmack erinnert an Senf mit einer leichten Säure. |
| Breitblättrig | Diese Sorte ist mittelfrüh. Sie ist bereits einen Monat nach der Pflanzung erntereif. Sie wächst sehr schnell und erreicht eine Länge von 12 cm. Die Blätter sind zart, grün und haben einen angenehm pikanten Geschmack. Sie werden in Fleisch- und Fischgerichten verwendet und eignen sich auch für Salate. | |
| Lockig | Durchbrochene | Diese mittelfrühe Sorte ist in 3–4 Wochen erntereif. Sie erreicht eine Höhe und Breite von bis zu 25 cm. Sie kann im Freien, im Gewächshaus und in Innenräumen angebaut werden. |
| Lockig | Diese Sorte ist ebenfalls mittelfrüh, reift aber später, 40–45 Tage nach der Pflanzung. Die Sträucher bleiben etwas kleiner und erreichen eine Breite und Höhe von 20–22 cm. Alle Pflanzenteile sind essbar, auch die jungen Triebe vor dem Austrieb. | |
| Aussaat | Spaß | Diese frühreife Sorte eignet sich für den Anbau in Innenräumen, Gewächshäusern und im Freiland. Sie wird als Gewürz verwendet und verleiht Salaten eine pikante Note. |
| dänisch | Diese Sorte reift am frühesten – bereits 10 Tage nach dem Austrieb ist sie genussreif. Sie ist frosthart und daher für den Anbau in Russland unverzichtbar. Laub und Stängel sind reich an Eisen und Eisensalzen, Vitamin C, Kalzium und Jod. | |
| Gelockt | Diese frühreife Sorte zeichnet sich durch einen hohen Ertrag aus. Ihr Geschmack ist recht scharf, ähnlich wie Senf. Sie ist 17 Tage nach der Keimung erntereif. |
Methoden zum Anbau von Brunnenkresse
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Brunnenkresse anzubauen: auf der Fensterbank, im Gewächshaus und im Freiland. Vor der Aussaat ist es jedoch wichtig, den Boden und die Samen vorzubereiten.
Diese krautige Pflanze gehört zu den anspruchslosesten, was die Wachstumsbedingungen angeht. Sie kann sogar auf einem einfachen, mit Wasser angefeuchteten Papiertuch keimen. Dennoch lohnt es sich, einige Regeln zu beachten, um eine reiche Ernte zu gewährleisten:
- Beim Anpflanzen auf der Fensterbank ist es ratsam, Erde im Fachhandel zu kaufen, anstatt sie aus dem eigenen Garten zu verwenden. Der Grund dafür ist, dass die Erde Larven und Eier des Kreuzblütler-Erdflohs enthalten kann, eines Schädlings, der Brunnenkresse schädigt.
- Bei der Freilandpflanzung sollten Sie Beete meiden, die zuvor mit Kohl oder Wurzelgemüse (Karotten, Rote Bete, Knoblauch usw.) belegt waren. Eine gute Ernte ist dort nicht zu erwarten; wählen Sie am besten einen anderen Standort.
Sobald ein geeigneter Pflanzplatz ausgewählt ist, können die Samen vorbereitet werden. Die Samen der Pflanze sind groß, leicht länglich und ähneln Senfkörnern. Geben Sie sie in ein Gefäß und füllen Sie es mit Wasser, sodass es knapp über der Oberfläche steht. Lassen Sie die Samen 10–15 Stunden einweichen. Anschließend können Sie mit der Aussaat beginnen.
Anpflanzen von Brunnenkresse-Setzlingen
Brunnenkresse im Freien anzubauen ist nicht immer möglich, aber im Haus lässt sie sich ganz einfach und ganzjährig vorziehen. Dafür müssen die Samen regelmäßig, alle 7–10 Tage, neu ausgesät werden. Bereiten Sie dazu Töpfe mit 8–10 cm Erde vor. Säen Sie die Samen entweder direkt in die Erde oder lassen Sie sie auf feuchter Watte oder einem Papiertuch keimen und setzen Sie sie anschließend in den vorbereiteten Topf.

Für diese Anbauart ist kein separater Topf erforderlich; Brunnenkresse gedeiht gut neben anderem Gemüse und Kräutern. Alle Wasserformen dieser Pflanze, wie beispielsweise Ducat und Podmoskovny, eignen sich.
Brunnenkresse auf der Fensterbank anbauen
Am besten sät man die Samen in der zweiten Septemberhälfte aus, wenn die Hitze nachlässt, die Tage aber noch lang sind. So wird verhindert, dass die Pflanze zu schnell wächst und umkippt.
Bereiten Sie im Voraus einen speziellen Anzuchtbehälter vor. Legen Sie den Boden mit Watte oder einer 2–4 cm dicken Schicht nährstoffreichem Substrat aus. Geben Sie anschließend Sägemehl oder eine Schicht für Sämlinge oder Zimmerpflanzen geeignete Erde hinzu. Füllen Sie dann die Samen ein und bedecken Sie sie mit 1,5–2 cm Erde. Gießen Sie vorsichtig, decken Sie den Behälter mit Glas, Hartfaserplatte oder Frischhaltefolie ab und stellen Sie ihn an einen dunklen Ort, bis die ersten Keimlinge erscheinen.
Brunnenkresse keimt am besten bei Temperaturen zwischen 5 und 6 °C; in diesem Bereich entwickelt sie ein kräftiges Wurzelsystem. Sobald die ersten Blätter erscheinen, entfernen Sie das Abdeckmaterial und stellen Sie den Topf an einen wärmeren Ort mit einer Temperatur von 15 °C.
Es ist wichtig, den Topf an einen halbschattigen Platz zu stellen und ihn täglich zu drehen. Ein isolierter Balkon oder eine Loggia auf der Nordseite des Hauses eignen sich ideal für diese Anbaumethode. Achten Sie auf ausreichendes Gießen und lassen Sie die Erde nicht vollständig austrocknen. Besprühen Sie die Pflanzen regelmäßig mit einer Sprühflasche. Düngen Sie den Salat mit einem Volldünger, Superphosphat oder Raduga.
Auch bei kürzeren Tagen benötigt die Pflanze kein zusätzliches Licht. Sie ist erntereif, sobald sie eine Höhe von 8–10 cm erreicht hat. Schneiden Sie sie dazu vorsichtig mit einer scharfen Schere direkt über dem Boden ab.
Brunnenkresse im Freien anbauen
Die Aussaat im Freiland kann von der zweiten Aprilhälfte bis Mitte Mai erfolgen. Dabei ist neben dem Zeitpunkt auch die Temperatur zu beachten: Der Boden muss mindestens 4 cm tief aufgetaut sein und die Lufttemperatur 6 bis 8 °C erreichen. Bei geplanter Winteraussaat ist es wichtig, diese vor dem ersten Frost durchzuführen, da die Samen sonst absterben.
Leicht saurer oder neutraler Boden ist besser.
Es wird nicht empfohlen, die Brunnenkresse nach oder neben Kohl anzubauen; eine gute Ernte wird nicht erzielt, da die Brunnenkresse vom Kohl durch den Kreuzblütler-Flohkäfer befallen werden kann.
Das Beet sollte im Herbst vorbereitet werden: Umgraben und Superphosphat oder gut verrotteten Mist einarbeiten. Im Frühjahr, kurz vor der Pflanzung, kann zusätzlich mit Ammoniumsulfat gedüngt werden.
Ziehen Sie im aufgelockerten Boden 0,5 bis 1 cm tiefe Furchen im Abstand von 10 bis 20 cm. Entfernen Sie die austreibenden Triebe und lassen Sie einen Radius von 10 cm um jeden Strauch frei.
Es ist besser, sie im Halbschatten zu pflanzen, da sie in Beeten mit viel Licht schnell austreibt und dann ungenießbar wird.
Brunnenkresse sollte je nach Trockenheit des Bodens regelmäßig gedüngt werden. Nach dem Befeuchten kann die Erde zwischen den Pflanzen vorsichtig aufgelockert werden. Düngen Sie nach dem Keimen mit äußerster Vorsicht, da die Wachstumsphase der Pflanze sehr kurz ist und aufgenommene Nitrate nicht verstoffwechselt werden können, was eher schadet als nützt.
Brunnenkresse im Gewächshaus anbauen
Der Anbau dieser Pflanze im Gewächshaus unterscheidet sich nicht vom Anbau im Freien. Sie kann im Frühjahr früher gepflanzt werden als im Freiland, beispielsweise bei anhaltenden Spätfrösten. Regelmäßige Belüftung ist erforderlich, damit frische Luft eindringen kann.
Besonderheiten bei der Pflege von Brunnenkresse
Für die Pflege dieser Pflanze gibt es nur wenige Grundregeln. Wichtig ist, sie rechtzeitig und ausreichend zu gießen, aber nicht zu viel.
Wenn man eine Pflanze zu viel gießt, kann sie eingehen. Das ist besonders wichtig beim Anbau von Salat in Innenräumen, da überschüssige Feuchtigkeit in dem begrenzten Topf einfach nicht entweichen kann.
Es ist außerdem wichtig, den richtigen Pflanzort zu wählen, der nicht zu heiß oder sonnig ist. Dies gilt sowohl für Wohnungen als auch für Freiflächen.
Schädlinge und Krankheiten der Brunnenkresse
Aufgrund ihres schnellen Wachstums hat die Brunnenkresse oft gar keine Zeit, von Schädlingen befallen oder von Krankheiten befallen zu werden.
Manchmal kommt es jedoch zu Situationen, in denen es beeinträchtigt wird. Die folgende Tabelle erläutert die häufigsten Probleme, die durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden.
| Problem | Manifestation | Eliminierungsmaßnahmen |
| Schwarzbein Verrotten |
Bei hoher Bodenfeuchtigkeit verfärben sich erst der Stängel und dann die Blätter schwarz. | Kranke Sträucher müssen entfernt werden. Es wird nicht empfohlen, im nächsten Sommer am selben Standort neu zu pflanzen. |
| Kreuzblütler-Flohkäfer | Die Blätter der Pflanze sind angenagt. | Behandeln Sie die Pflanze mit Tabakstaub oder Tabakaufguss. Um einen erneuten Befall zu verhindern, verlegen Sie die Beete mit Brunnenkresse an einen Standort fernab von Kreuzblütlern. |
Top.tomathouse.com informiert: die wohltuenden Eigenschaften von Brunnenkresse
Brunnenkresse besitzt heilende Eigenschaften: Neben ihrem hohen Wassergehalt löscht sie den Durst und ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie enthält die Vitamine A, E, K, B, C, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Selen, Cholin, Eisen, Zink und viele weitere.
Laut aktuellen Forschungsergebnissen verringert der tägliche Verzehr dieser Pflanze das Risiko, an Krankheiten wie Prostatitis, Katarakten und bösartigen Tumoren zu erkranken.
Der hohe Jodgehalt verbessert die Schilddrüsenfunktion und senkt das Risiko von Schilddrüsenerkrankungen. Regelmäßiger Verzehr normalisiert den Schlaf und steigert die allgemeine Leistungsfähigkeit. Besonders im Frühling ist es vorteilhaft, da dann das Risiko eines Vitaminmangels besonders hoch ist.
Dieses wundersame Kraut ist jedoch für Menschen mit Magen-Darm-Problemen kontraindiziert, insbesondere während akuter Krankheitsschübe.
Sie sollten außerdem nicht mehr als 4 Esslöffel grünes Gemüse pro Tag essen, da es sonst zu Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt kommen kann: Durchfall, weicher Stuhl, Magenschmerzen.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jedes Heilmittel, selbst das harmloseste, in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden sollte.
Brunnenkresse ist eine wunderbare Pflanze, die sich leicht anbauen lässt, nicht nur im Garten, sondern auch auf der Fensterbank. Bei richtiger Pflege erfreut sie nicht nur mit ihrem köstlichen Geschmack, sondern auch mit ihren schönen Sträuchern.

