Wie man Kartoffeln in einer Wohnung lagert: 7 optimale Orte und 4 Bedingungen

Es ist kein Wunder, dass Kartoffeln als „zweites Brot“ gelten. Sie sind aus der Ernährung vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Suppen ohne sie sind undenkbar, und sie passen hervorragend zu Fleisch- und Fischgerichten. Kartoffeln werden fast in jedem Garten angebaut. Die Erntezeit beginnt im August und kann bis Oktober dauern. Wer einen geräumigen Keller hat, ist am glücklichsten. Dort lässt sich die Ernte am besten lagern. Aber was ist mit Wohnungsbesitzern? Ganz einfach: Schauen Sie sich in Ihrer Wohnung um – Sie finden bestimmt einen geeigneten Platz. Jetzt müssen Sie nur noch den passenden Behälter auswählen und mit der Vorbereitung der Knollen beginnen.

Kartoffeln in einer Wohnung lagern

Besonderheiten der Kartoffellagerung in einer Wohnung

Kartoffeln lassen sich problemlos in der Wohnung lagern, wenn man einige wichtige Hinweise beachtet. Nach der Ernte sollten die Kartoffeln nicht sofort in der Wohnung aufbewahrt werden. Sie müssen richtig vorbereitet werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Vorbereitung

Alle Kartoffeln, ob selbst geerntet oder auf dem Markt gekauft, müssen für die Lagerung vorbereitet werden. Sobald man das Gemüse nach Hause gebracht hat, stellt sich sofort die Frage, wie man es richtig lagert, damit es möglichst lange haltbar ist. Meistens bietet sich dafür ein Balkon oder Keller für Erdgeschossbewohner an. Manchmal haben Bewohner von Hochhäusern eigene Keller, in denen sie die Ernte ebenfalls lagern können, sofern diese Räume während der Saison nicht überflutet werden.

Kartoffeln im Keller

Egal welchen Standort Sie wählen, die Knollen müssen ordnungsgemäß vorbereitet werden. Dazu müssen Sie eine Reihe spezifischer Bedingungen beachten:

  • TrocknungDieses Verfahren wird unmittelbar nach dem Ausgraben der Knollen durchgeführt. Dabei werden die Kartoffeln etwa 2–3 Stunden in die Sonne gelegt, damit sie trocknen und sich die Erde lockert. Dies verringert das Fäulnisrisiko. Anschließend sollten die Kartoffeln an einem dunklen, gut belüfteten Ort gelagert werden. Idealerweise beträgt die Luftfeuchtigkeit 95 % und die Lufttemperatur 12–18 °C. Diese Zeit hilft, eventuelle Beschädigungen durch Gartengeräte beim Ausgraben zu heilen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Fäulniskrankheiten. Sollten an den Knollen Triebe erscheinen, müssen diese entfernt werden.
  • Aufrechterhaltung der TemperaturbedingungenKartoffeln können leicht verderben, wenn sie bei der falschen Temperatur gelagert werden. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Kartoffeln während der Lagerung „atmen“. Zwischen den Knollen entsteht ein spezielles Mikroklima mit Feuchtigkeit und Kohlendioxid. Bei zu hohen Temperaturen verformen sich die Kartoffeln oder schrumpeln aufgrund der starken Verdunstung. Solche Kartoffeln schmecken dann natürlich nicht mehr gut. Deshalb gedeihen Kartoffeln am besten bei Temperaturen zwischen 3 und 7 °C. Erfahrene Gärtner legen die Kartoffelreihen mit Ebereschen- oder Wermutblättern aus, um Fäulnis und Bakterienbefall vorzubeugen. Die Ernte sollte regelmäßig sortiert werden, wobei verdorbene oder faulende Knollen entfernt und austreibende Triebe abgeknipst werden.
  • Die richtige Sorte auswählenBeim Kartoffelanbau oder beim Kauf von geernteten Kartoffeln, die lange gelagert werden sollen, ist die Sorte entscheidend. Frühkartoffeln sind nicht lange haltbar und sollten fast sofort nach der Ernte verzehrt werden. Mittelfrühe Sorten lassen sich bis zu drei Monate lagern. Am besten eignen sich jedoch mittel- bis spätreifende Sorten. Bei richtiger Lagerung halten sie sich problemlos bis zum Frühjahr. Die Lagerfähigkeit hängt von der Bodenbeschaffenheit, den Wachstumsbedingungen, dem Wetter bei der Ernte und sogar der Mondphase ab. Erfahrene Gärtner wissen, dass zu viel Stickstoffdünger die Haltbarkeit von Kartoffeln deutlich verkürzt.
  • SortierungVor der Einlagerung der Ernte sollten Sie diese nochmals gründlich prüfen. Entfernen Sie Knollen mit Gebrauchsspuren von Gartengeräten, da sich Bakterien in beschädigten Bereichen schnell vermehren. Diese Kartoffeln sind zwar essbar, solange sie keine Fäulnisspuren aufweisen und innen nicht schwarz geworden sind. Werden diese Kartoffeln in einem gemeinsamen Behälter gelagert, können sie schnell faulen und die umliegenden Kartoffeln infizieren.

Kartoffeln zu Hause zu lagern ist weder besonders schwierig noch kompliziert. Befolgen Sie einfach ein paar einfache Regeln, bereiten Sie einen geeigneten Lagerplatz vor, und Sie können den ganzen Winter über leckere Kartoffeln genießen.

Kartoffeln lagern

Notwendige Bedingungen für die Lagerung von Kartoffeln in einer Wohnung

Natürlich kann man heutzutage das ganze Jahr über Gemüse kaufen. Auch die Lagerung ist kein Problem; selbst in der kleinsten Wohnung findet sich immer Platz für ein paar Kilogramm Kartoffeln. Doch in letzter Zeit erfreut sich selbst angebautes Gemüse immer größerer Beliebtheit. Es schmeckt besser und enthält viele weitere gesunde Inhaltsstoffe.

Aufbewahrungsmöglichkeiten zu Hause

Dann machen sich Gärtner Gedanken über den Lagerplatz. Ein Keller ist dafür ideal. Aber was, wenn man keinen hat? Auch in der Wohnung findet sich bestimmt ein geeigneter Platz, also keine Sorge.

Luftfeuchtigkeit

Die Einhaltung der erforderlichen Luftfeuchtigkeit ist für die Lagerung zu Hause unerlässlich. Optimale Luftfeuchtigkeitswerte liegen bei 80–90 %. Ist das Raumklima jedoch zu warm, beginnen die Knollen zu keimen.

Wie erreichen Sie die richtige Luftfeuchtigkeit für Ihre Pflanzen?

  • Sorgen Sie für ausreichende Belüftung in dem Bereich, in dem Sie Kartoffeln lagern.
  • Für ausreichende Luftzirkulation sorgen.
  • Kartoffeln sollten nicht an Orten gelagert werden, an denen viel Wasser verdunstet.
  • Stellen Sie die Behälter mit dem Gemüse nicht zu nah an die Wand, da sich sonst Kondenswasser an den Knollen bildet.
  • Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, können die Knollen mit trockenem Stroh abgedeckt werden.
  • Es wird absolut nicht empfohlen, Kartoffeln neben anderem Gemüse zu lagern; Rote Beete ist der einzig geeignete Platz dafür.

Wenn Sie die Knollen in der Küche lagern, achten Sie darauf, dass die Dunstabzugshaube beim Kochen immer eingeschaltet ist. Andernfalls bilden sich Kondenswasser und die Knollen beginnen zu faulen oder zu keimen.

Isolierung einer Kartoffelkiste

Temperatur

Die größte Herausforderung bei der Lagerung von Kartoffeln in Innenräumen ist die Gewährleistung einer angenehmen Temperatur. Temperaturen zwischen 3 °C und 7 °C sind natürlich ausgeschlossen. Doch eine sehr nützliche Eigenschaft der Kartoffel bietet Abhilfe: Sie kann nach der Ernte ein bis drei Monate in einem Ruhezustand verharren. Daher ist selbst ein fehlender Balkon kein Hindernis für die Lagerung Ihrer Ernte zu Hause. Die Temperatur lässt sich auf verschiedene Weise regulieren:

  • Die Schachtel darf niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sobald die Knolle durch ultraviolette Strahlung grün wird, bildet sie das gefährliche Solanin und wird ungenießbar.
  • In jedem Haus gibt es einen unbeheizten Ort. Das kann ein Flur, eine Speisekammer oder ein Balkon sein. Dort sollten Sie Ihre Kartoffeln lagern.
  • Schützen Sie Obst vor dem Einfrieren, das mit dem ersten Frost eintritt. Wenn Gemüse auf dem Balkon gelagert wurde, sollte es nach Einsetzen der Kälte wieder ins Haus geholt werden.
  • Kartoffeln sollten nicht in der Nähe von Heizgeräten platziert werden.
  • Legen Sie ein Thermometer in den Behälter, um die Temperatur jederzeit im Blick zu haben.

Kartoffeln werden zwar am besten bei Temperaturen zwischen 2 und 7 °C gelagert, halten sich aber in einer Wohnung auch bei 16 bis 19 °C bis zu sechs Monate. Allerdings lässt sich die Haltbarkeit durch falsche Lagerung, insbesondere in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit, leicht verkürzen. Damit Ihre gesamte Ernte nicht innerhalb weniger Wochen verdirbt, sollten Sie diese grundlegenden Empfehlungen beachten.

Aufbewahrungskiste

Wenn das Thermometer auf dem Balkon unter den Gefrierpunkt sinkt, steigt die Gefahr, dass die Früchte gefrieren. Nach dem Auftauen verändert sich ihr Geschmack drastisch, sodass sie zum Kochen unbrauchbar werden.

Beleuchtung

Bevor Kartoffeln endgültig eingelagert werden, sollten sie etwa zwei Stunden lang bei trockenem, sonnigem Wetter im Freien trocknen. Dadurch werden auch eventuell anhaftende Erdreste entfernt. Anschließend sollten die Kartoffeln eine Weile an einem dunklen, gut belüfteten Ort ruhen, bevor sie in Säcke verpackt werden.

Kartoffeln sollten nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sie dadurch Solanin, eine gefährliche Substanz, bilden. In sehr geringen Mengen hemmt Solanin die Aktivität krankheitserregender Mikroorganismen. Steigt die Konzentration jedoch an, verfärben sich die Früchte grünlich und werden ungenießbar. Gemüse, das auf dem Balkon gelagert wird, sollte daher gut abgedeckt werden.

Grüne Kartoffeln

Versuchen Sie, während der gesamten Lagerzeit der Kartoffeln eine gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten; dies trägt dazu bei, das Risiko von Fäulnis und die Anzahl der Keime zu verringern.

Luftzugang

Um die Haltbarkeit von Kartoffeln zu verlängern, sollte der Lagerraum regelmäßig gelüftet werden. Dies trägt zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei. Gemüse, das in Säcken, Netzsäcken oder Plastikboxen mit Löchern an den Wänden gelagert wird, kann am besten atmen. Auch Holzbehälter sollten über Belüftungslöcher verfügen.

Aufbewahrung in Beuteln

Kartoffeln sollten niemals in Plastiktüten oder -verpackungen aufbewahrt werden. Dieses Material ist völlig undurchlässig, und die Knollen beginnen schnell zu faulen und zu schimmeln. Dann sind diese Kartoffeln nicht mehr genießbar.

Wie man Kartoffeln in einer Wohnung lagert: Die Wahl des richtigen Lagerorts

Die Lagerung einer großen Ernte in einer Stadtwohnung ist alles andere als einfach. Es geht hier nicht um ein paar Kilogramm Lebensmittel, sondern um mehrere Säcke. Da die optimale Temperatur bei +2 bis +4 °C liegt, ist es schlichtweg unrealistisch, solche Bedingungen in einer Wohnung zu schaffen.

Zudem ist der verfügbare Platz begrenzt, da Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer als Lagerorte ausscheiden – schließlich möchte niemand neben Knollen schlafen. Die Möglichkeiten sind daher eingeschränkt. Balkon und Küche sind die gängigsten Lagerorte. Manchmal wird die Ernte auch im Vorraum oder Eingangsbereich gelagert. Jede Lagermethode hat ihre Vor- und Nachteile.

Im Flur oder Eingangsbereich

Nicht alle Wohnungen bieten ausreichend Platz; manche haben nicht einmal einen Abstellraum oder gar einen Balkon oder eine Loggia. Daher bleibt der Flur die einzige Möglichkeit, Kartoffeln zu lagern.

Kartoffeln im Flur lagern

In manchen Wohngebäuden teilen sich mehrere Wohnungen einen gemeinsamen Vorraum mit einer gemeinsamen Tür. Nach Absprache mit Ihren Nachbarn können Sie dort eine Kartoffelkiste aufstellen. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, die Kiste am Boden zu verankern und den Deckel mit einem Vorhängeschloss zu sichern.

Im Eingangsbereich gibt es meist einen Platz, wo man eine Kiste Kartoffeln hinstellen kann. Dort ist es viel kühler als zu Hause, daher ist die Lagerung von Kartoffeln dort eine hervorragende Idee; sie verderben unter diesen Bedingungen nicht und werden auch im Sommer nicht grün. Durch das Öffnen der Türen wird für Belüftung gesorgt.

Die Methode des Korridorzugangs zur Lagerung von Ernteprodukten bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Ermöglicht es Ihnen, Platz in Ihrer Wohnung zu sparen.
  • Es herrscht eine günstigere Temperatur, die manchmal die gewünschten +4 °C erreicht, die Kartoffeln so lieben.
  • Die Ernte ist stets zum Greifen nah.
  • Kartoffeln benötigen keine besondere Pflege.

Diese Methode hat jedoch sehr erhebliche Nachteile:

  • Um problemlos Kartoffeln im Eingangsbereich anpflanzen zu können, benötigt man die Zustimmung aller Bewohner.
  • Kisten werden oft mit Tierzeichnungen versehen.
  • Die Temperatur im Eingangsbereich ist instabil. Da Türen und Fenster ständig geöffnet und geschlossen werden, schwankt sie ständig, was zum Verderben der Kartoffeln führt.
  • Kartoffeln lassen sich nicht lange lagern. Selbst spät reifende Sorten können problemlos so lange gelagert werden, wie ihre physiologische Ruhephase andauert. Diese dauert in der Regel ein bis vier Monate nach der Ernte. Daher können die Kartoffeln gegen Ende des Winters austreiben.

Auf dem Balkon

Ein Balkon oder eine Loggia gelten als idealer Lagerort für Kartoffeln. Ist der Balkon oder die Loggia nicht verglast, müssen die Kartoffelbehälter zusätzlich isoliert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Temperatur im Inneren nicht unter 1 °C sinkt. Üblicherweise wird Schaumstoff als Isolierung verwendet, um die Behälter auszukleiden. Bei sehr kaltem Wetter werden sie mit Winterjacken oder zusammengeknüllten Decken abgedeckt.

Thermobox

Die Lagerung von Gemüse auf dem Balkon muss unter Einhaltung bestimmter Regeln erfolgen:

  • Verwenden Sie zur Aufbewahrung ausschließlich Holzkisten.
  • Verwenden Sie unbedingt verschiedene Arten von Isolierung, sei es Schaumstoff oder warme Lappen.
  • Bei extremer Kälte doppelwandige Kartons verwenden.

Ein unverglaster Balkon oder eine Loggia ist allen Winden ausgesetzt. Dort gelagerte Kartoffeln müssen besonders sorgfältig geschützt werden. Sie können einen warmen Behälter selbst bauen. Nehmen Sie zwei unterschiedlich große Holzkisten und stellen Sie eine in die andere. Füllen Sie die entstandenen Zwischenräume mit Sägemehl.

Die Kartoffeln in einen kleineren Karton geben und diesen gut verschließen. Bei Bedarf mit einer warmen Jacke abdecken. Um die Kartoffeln optimal vor Frost zu schützen, sollten zwischen den Kartonwänden mindestens 5–7 cm Platz sein.

Der Anbau von Nutzpflanzen auf einem Balkon hat Vorteile:

  • Die Lufttemperatur bleibt relativ stabil.
  • Es ist möglich, den Feuchtigkeitsgehalt zu regulieren, für Belüftung zu sorgen und den Zustand der Knollen zu überprüfen.
  • Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, können Kartoffeln bis Mitte des Frühlings gelagert werden.

Die Methode hat aber auch Nachteile, darunter:

  • Gefahr des Einfrierens der Knollen. Dies kann durch plötzliche Änderungen der Tag- und Nachttemperaturen verursacht werden.
  • Das Auftreten von Fäulnis ist auf mangelnde Luftzirkulation und unzureichende Belüftung zurückzuführen.
  • Die Notwendigkeit, den Lagerraum abzudunkeln, um eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Vor der Einlagerung sollten Kartoffeln an der Sonne getrocknet werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen und eventuelle Erdreste zu lösen. Anschließend muss der Lagerraum desinfiziert werden: Die Innenseiten der Kisten sollten mit einer Lösung aus Kaliumpermanganat (100 g auf 10 Liter Wasser) oder Bleichmittel (400 g auf 10 Liter Wasser) behandelt werden. Um das Austreiben neuer Triebe zu verhindern, können Schichten aus trockenem Stroh zwischen die Kartoffelbeete gelegt werden.

Erfahrene Gärtner empfehlen, statt Stroh Kreide oder Zwiebelschalen zu verwenden. Getrocknete Minzzweige, Wermutblätter und Holunderbeeren sind ebenfalls wirksam gegen Fäulnis und Feuchtigkeit.

In der Küche

Wenn Ihre Wohnung weder Speisekammer noch Balkon hat und der Flur sich überhaupt nicht zur Lagerung geernteten Gemüses eignet, bleibt nur die Möglichkeit, es in der Küche zu lagern. Ideal ist ein ausreichend großer Raum. In jedem Fall sollten Sie bei dieser Methode einige Regeln beachten:

  • Wähle den dunkelsten und kühlsten Bereich der Küche.
  • Idealerweise überschreitet die Lufttemperatur in der ausgewählten Ecke +18 °C nicht.
  • Kartoffeln sollten nur in Holzkisten oder Weidenkörben gelagert werden.
  • Der Lagerraum muss gut belüftet und nicht dem Licht ausgesetzt sein.

Der Platz unter der Spüle wird oft zur Lagerung von Gemüse genutzt. Dies kann jedoch zu hoher Luftfeuchtigkeit führen. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren und Fäulnis vorzubeugen, legen Sie Wermut, Giersch, Eberesche oder Minzblätter zwischen die Kartoffelschichten.

Die moderne Technologie hat sich stark weiterentwickelt, und heute sind funktionelle Kartoffelkisten erhältlich, die gleichzeitig als Schrank oder Hocker in der Küche dienen können. Sie fassen bis zu 20 kg Gemüse.

Im Kühlschrank

Ob man Kartoffeln im Kühlschrank lagern kann, hängt ganz von ihrer Größe ab. In Modelle mit kleinem Gemüsefach passt kaum ein Kilogramm Kartoffeln. Große, multifunktionale Kühlschränke hingegen bieten mehr Platz und deutlich mehr Komfort. So lässt sich beispielsweise die Luftfeuchtigkeit regulieren und die gewünschte Temperatur einstellen. Aber selbst dann passt die gesamte Gartenernte sicher nicht in den Kühlschrank.

Kartoffeln und Kühlschrank

Die Temperatur in einem Haushaltskühlschrank liegt üblicherweise bei etwa 4 °C. Manche Kartoffelsorten sind selbst bei dieser Temperatur nicht lange haltbar. Das liegt daran, dass Kälte den Stärkeabbau beschleunigt. Je weniger Stärke eine Kartoffel enthält, desto süßer schmeckt sie nach dem Kochen. Außerdem können Sauerstoffmangel und hohe Luftfeuchtigkeit zu Fäulnis führen. Dies passiert oft, wenn Kartoffeln in dicken Plastiktüten gelagert werden. Die Kondensation lässt die Kartoffeln feucht werden und bietet so einen idealen Nährboden für Fäulnis. Eine dicke Papiertüte ist eine Alternative zu Zellophan.

Viele Wohnungen bieten aber noch eine andere Möglichkeit zur Kartoffellagerung. Jeder kennt wohl den „Chruschtschow-Kühlschrank“. Es handelt sich dabei um einen Schrank unter dem Küchenfenster. Heute kleiden ihn manche Hausbesitzer mit Plastikfolie aus und verwandeln ihn in einen vollwertigen Gemüsekühlschrank, wobei nur eine Öffnung zur Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung bleibt.

Die Aufbewahrung von Gemüse im Kühlschrank bietet mehrere Vorteile:

  • Die Kisten müssen weder isoliert noch desinfiziert werden.
  • Die Temperatur im Inneren bleibt stabil.

Aber, wie Sie sich wahrscheinlich schon gedacht haben, gibt es noch viele weitere Nachteile. Dazu gehören:

  • Unfähigkeit, große Mengen an Gemüse zu verarbeiten.
  • Die Schwierigkeit bei der Auswahl der Aufbewahrungsbehälter: Man möchte keine schmutzigen Knollen in saubere Kisten legen; in Plastik verrotten sie, und Papiertüten sind schwer zu finden.
  • Die Langzeitlagerung führt zum Abbau von Stärke, was einen charakteristischen süßlichen Geschmack zur Folge hat. Dies beeinträchtigt nicht nur den Geschmack der Kartoffel, sondern reduziert auch ihren Nährwert.

Für diese Art der Lagerung sollten Sie Knollen wählen, die nicht zu groß sind, und diese nicht länger als 10 Tage im Haus lagern.

Im Gefrierschrank

Kartoffeln gehören zu den Gemüsesorten, die nach dem Auftauen ihren ursprünglichen Geschmack nie wiedererlangen. Niedrige Temperaturen führen zum Abbau der Stärke, was einen süßlichen Geschmack zur Folge hat.

Kartoffeln im Gefrierschrank aufbewahren

Man kann aber trotzdem eine kleine Menge blanchiertes Gemüse einfrieren. Die Vorbereitung ist ganz einfach:

  • Die Kartoffeln waschen und schälen.
  • Schneiden Sie die Knollen in Streifen von maximal 1,5 cm Breite.
  • Die Stärke unter fließendem Wasser in einem Sieb abspülen.
  • Die so erhaltene Menge Kartoffeln muss drei Minuten lang in kochendes Wasser gegeben werden.
  • Nachdem Sie das Produkt aus dem kochenden Wasser genommen haben, werfen Sie es sofort in Eiswasser.
  • Anschließend die Scheiben trocknen lassen und in Gefrierbeutel geben.

Füllen Sie den Beutel nicht zu voll; es ist besser, die Kartoffeln portionsweise einzufrieren. Nach dem Auftauen können Sie sie nicht mehr in den Kühlschrank legen.

Gekochte Kartoffeln im Gefrierschrank

Wer das Kochen vereinfachen oder Gäste bewirten möchte, kann gekochte oder pürierte Kartoffeln einfrieren und in Behältern vorverpacken. Zum Aufwärmen die Kartoffeln einfach in der Pfanne, der Mikrowelle oder im Backofen erhitzen.

In der Speisekammer

Nicht jede Wohnung verfügt über einen Abstellraum. Wenn Sie also einen haben, können Sie sich glücklich schätzen. Diese Räume sind in der Regel unbeheizt, daher ist die Temperatur dort niedriger als im Rest der Wohnung. Unter bestimmten Bedingungen kann Ihre Ernte dort bis zum Frühjahr gelagert werden.

Kartoffeln in der Speisekammer

Darüber hinaus bietet diese Methode der Kartoffelplatzierung weitere Vorteile:

  • Gemüse stört niemanden und lässt sich lange lagern.
  • Sie brauchen sich keine Sorgen um Temperaturschwankungen und Schäden an der Wärmedämmung zu machen.

Doch selbst eine so einfache und bequeme Aufbewahrungsmethode erfordert die Einhaltung bestimmter Regeln:

  • Die Knollen müssen vor Licht geschützt werden.
  • Zur Aufbewahrung eignen sich Taschen aus atmungsaktivem Material; eine zusätzliche Isolierung ist nicht erforderlich.
  • Um die Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten, können Sie ein feuchtes Tuch aufhängen oder einen elektrischen Luftbefeuchter mehrere Stunden lang laufen lassen.

Es ist wichtig, längere Lichteinwirkung zu vermeiden, da dabei große Mengen Solanin entstehen, das für den Menschen gefährlich ist.

Tipp! Damit Ihre Kartoffeln möglichst lange haltbar sind und ihren Geschmack behalten, wählen Sie Kartoffelsorten mit langer Haltbarkeit. Diese Eigenschaften werden in der Regel bereits vom Hersteller in der Sortenbeschreibung angegeben.

Kartoffelaufbewahrungsbehälter

Damit Kartoffeln lange haltbar sind, ohne zu faulen oder zu schimmeln, ist die Wahl des richtigen Behälters oder Lagerbehälters entscheidend. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kartoffeln über den Winter zu lagern:

  • Plastikbeutel – nur geeignet zur kurzfristigen Lagerung von Kartoffeln im Kühlschrank oder zum Transport von Knollen.
  • Ein Stoffbeutel lässt die Luft gut durch, sodass das Gemüse atmen kann.
  • Nylongewebe ist preiswert und sorgt für Luftzirkulation zwischen den Knollen.
  • Kunststoffbehälter sind einfach zu handhaben, haben Löcher an den Seiten und am Boden, sind leicht erhältlich und werden manchmal sogar kostenlos in Geschäften angeboten.
  • Ein Weidenkorb ist gut belüftet und lässt keine Schimmelbildung zu.
  • Pappkartons sind nicht die beste Lösung, aber sie funktionieren gut, wenn man den Boden mit Zeitungspapier auslegt, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.
  • Für die Lagerung von Kartoffeln eignet sich am besten eine Holzkiste; sie kann über Belüftungsöffnungen oder doppelwandige Isolierung verfügen.

Säcke und Kisten sind die gängigsten Aufbewahrungsmethoden für Kartoffeln. Eine Holzkiste hält bei richtiger Behandlung und Desinfektion jahrelang. Auch ein Sack kann bei sorgfältiger Handhabung mehrere Saisons lang verwendet werden.

Aufbewahrungsboxen

Wie man die Haltbarkeit von Kartoffeln in einer Wohnung verlängert

Damit Ihre Kartoffeln möglichst lange haltbar sind, reicht eine sorgfältige Vorbereitung nicht aus. Sie müssen die Kisten gründlich desinfizieren, wenn Sie sie verwenden möchten. Eine Kupfersulfat- oder Bleichmittellösung eignet sich zur Desinfektion. Nach der Desinfektion müssen die Kisten getrocknet werden. Das Auslegen der Reihen mit Stroh verlängert die Haltbarkeit. Es empfiehlt sich, die Kisten mit Fichtenzweigen oder einer Reihe Rüben abzudecken, da diese überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.

Wie man Kartoffeln für die Pflanzung in einer Wohnung haltbar macht

Nicht alle geernteten Kartoffeln werden zum Verzehr verwendet. Beim Sortieren werden aus der gesamten Ernte Knollen ausgewählt, die im Herbst und Winter zum Kochen verwendet werden. Ein Teil der geernteten Kartoffeln sollte jedoch für die Aussaat im nächsten Jahr aufbewahrt werden, insbesondere wenn der Ertrag dieser Pflanzen gut war. Hierfür benötigt man glatte, feste und nicht zu große Knollen. Achten Sie darauf, dass keine Spuren von Spaten oder Mistgabel vorhanden sind, da die Kartoffel sonst erkranken und die benachbarten Knollen infizieren kann. Erfahrene Gärtner wissen, dass kurzes Sonnenlicht die Haltbarkeit von Gemüse verlängern kann. Die Solaninsynthese beginnt bereits nach wenigen Stunden. In großen Mengen ist Solanin schädlich für den Verdauungstrakt, in kleinen Dosen bildet es jedoch einen natürlichen Schutz gegen Krankheitserreger.

Lagerung von Saatkartoffeln

Beachten Sie bei der Auswahl von Saatkartoffeln für die Lagerung zu Hause folgende Empfehlungen:

  • Versuchen Sie nicht, die größten Knollen auszuwählen; sie sollten nicht riesig sein, sonst überleben sie möglicherweise nicht lange genug, um eingepflanzt zu werden.
  • Saatkartoffeln sollten nicht sofort eingelagert werden. Am besten lässt man sie ein paar Wochen an der frischen Luft lagern. Dadurch können die Knollen austrocknen und die benötigte Menge an Solanin produzieren.
  • Kartoffeln mögen keine Wärme; sie gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 4 und 7 °C. Sie müssen jedoch schrittweise an die höheren Temperaturen gewöhnt werden, indem man die Temperatur jeden Tag um einige Grad senkt.
  • Bis zum ersten Frost können Saatkartoffeln problemlos auf dem Balkon oder der Loggia gelagert werden.
  • Um zu verhindern, dass sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt, können Sie eine Schicht Rote Bete auf die Kartoffeln legen. Durch ihre Struktur kann die Oberfläche der Roten Bete überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.

Sobald die Nachttemperaturen draußen unter den Gefrierpunkt sinken, bringen Sie die geernteten Kartoffeln ins Haus. Stellen Sie den Karton aber nicht in die Nähe einer Heizung. Kartoffeln bevorzugen kühle Temperaturen.

Kartoffeln sollten nicht zu oft bewegt oder umgerührt werden, sondern regelmäßig auf Fäulnisanzeichen kontrolliert werden. Neu austreibende Triebe sollten umgehend entfernt werden. Etwa einen Monat vor dem Pflanzen sollte das Wachstum der Kartoffeln angeregt werden. Dazu stellt man die Kartoffeln an einen wärmeren Ort und erhöht die Temperatur idealerweise täglich um 1–2 Grad Celsius. Je besser die Keimung (je mehr Triebe austreiben), desto besser wurzeln die Kartoffeln und desto größer fällt die Ernte aus.

Häufige Fehler

Es gibt keinen Zaubertrick, um Kartoffeln richtig zu lagern. Doch manchmal verdirbt die Ernte, wird unförmig oder trocknet aus. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Schauen wir uns die häufigsten Lagerfehler an:

  • Die Sortierung erfolgte nur oberflächlich, und beschädigte Knollen wurden in die Gesamtmasse miteinsortiert.
  • Für die Lagerung wurden frühe Sorten ausgewählt, die nicht für diese Zwecke gedacht waren.
  • Neben den Kartoffeln wurden noch andere Gemüsesorten angebaut.
  • Das Temperaturregime wurde nicht eingehalten und die Feuchtigkeitsindikatoren wurden nicht beachtet.
  • Der Lagerbereich für die Ernte war schlecht vorbereitet.

Tipps von Top.tomathouse.com

In letzter Zeit erfreut sich der Hausgarten immer größerer Beliebtheit. Jeder möchte frisches, selbst angebautes Obst und Gemüse genießen. Doch nicht alle Gärten liegen in der Nähe von Wohnhäusern, die im Winter bewohnt werden. Daher sind viele Hobbygärtner gezwungen, ihr geerntetes Gemüse drinnen zu lagern. Das ist durchaus möglich, wenn man im Voraus plant und ein paar Regeln beachtet, wie unser Portal http://top.tomathouse.com Sie daran erinnert:

  • Es ist aufgrund der hohen Temperaturen im Juli und August deutlich schwieriger, neue Kartoffeln, die Sie im Sommer verzehren möchten, in ihrem ursprünglichen Zustand zu erhalten. Um die von der Oberfläche der Knollen verdunstete Feuchtigkeit wieder aufzufüllen, stellen Sie einen mit Wasser gefüllten Behälter in den Lagerraum.
  • Einer der besten Aufbewahrungsorte für einen Teil der Ernte ist eine Schublade unter der Spüle. Kartoffeln sollten idealerweise in einem belüfteten Behälter gelagert werden. Manche Hausfrauen verwenden dafür Körbe oder perforierte Schachteln.
  • Kartoffeln sollten von allen anderen Gemüse- und Obstsorten ferngehalten werden; dieses Gemüse verträgt fast keine Nachbarn.
  • Wermut, Eberesche und Minze, die zusammen mit der Ernte in die Kiste gegeben werden, helfen dabei, das Erscheinen der ersten Triebe zu verlangsamen.
  • Stellen Sie Kisten niemals zu nah an eine Wand. Dadurch kann sich Kondenswasser bilden. Stehen sie auf einem Betonboden, bauen Sie eine provisorische Plattform, zum Beispiel aus 10 cm hohen Balken.
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