Vermehrung von Thuja durch Stecklinge und Samen im Topf und Pflege

Die Thuja, auch Lebensbaum genannt, ist ein immergrüner Nadelbaum mit weichen, nadelförmigen Blättern. Die Zimmerthuja gehört zur orientalischen Thuja-Art. Sie ist pflegeleicht, sieht schön aus und wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sie sich problemlos vermehren.

Thuja vermehrt sich auf zwei Arten: durch Samen und Stecklinge.

Thuja im Topf

Samen

Zur Vorbereitung der Samen für die Aussaat werden die Zapfen vom Baum abgeschnitten und zum Trocknen an einen warmen Ort gelegt. Schließlich fallen die Samen von selbst heraus. Die Anzucht von Thuja aus Samen ist ein arbeitsintensiver und zeitaufwändiger Prozess, weshalb er selten angewendet wird. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  • Die trockenen Samen werden für 24 Stunden in ein feuchtes Tuch gewickelt, das gelegentlich mit Wasser befeuchtet wird, damit sie nicht austrocknen.
  • Geben Sie Drainagematerial und die vorbereitete Erdmischung in den Topf, gießen Sie ihn an, legen Sie einen Thujasamen hinein (nicht zu tief vergraben) und bestreuen Sie ihn mit Sägemehl. Gießen Sie gelegentlich nach.
  • Der Samen keimt in etwa einem Monat.
  • Aus dem Trieb wird erst nach fünf Jahren ein ausgewachsener Strauch.

Stecklinge

Dies ist eine wesentlich schnellere Methode und garantiert zudem den Erhalt der Sorteneigenschaften, die bei der Vermehrung durch Samen oft verloren gehen.

Zeitpunkt der Stecklinge

Im Frühling erwachen die Thujasträucher aus ihrer Winterruhe und ihre Zweige erhalten das Signal zum kräftigen Wachstum. Daher schneidet man Stecklinge zur Vermehrung am besten von Ende März bis Ende April, wenn die Zweige bereit sind, Wurzeln zu schlagen.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, im Herbst Stecklinge zu schneiden. Wählen Sie dafür einen bewölkten Tag Mitte Oktober, wenn der Saftfluss im Stamm nachlässt. Diese Stecklinge brauchen zwar länger zum Bewurzeln, wurzeln aber zuverlässiger und leiden nicht unter Trockenstress.

Richtiges Schneiden von Stecklingen

Für Stecklinge eignet sich der obere Teil einer gesunden, kräftigen Pflanze. Stecklinge aus dem unteren Bereich sind nicht empfehlenswert, da dies zu einem krummen Stamm des zukünftigen Sämlings führen kann.

Geeignete Triebe befinden sich an den Triebenden und sind 10-15 Zentimeter lang. Ihre Stängel sind mit junger Rinde bedeckt.

Ist die Rinde alt und rau, wurzelt der Steckling nicht. Sämlinge mit glatten Stängeln ohne Rinde sind noch nicht wurzelfähig.

Der Ast sollte von Hand, von oben nach unten, zusammen mit einem Rindenstreifen – dem sogenannten „Fersenbereich“ – abgerissen werden. Dieser enthält wertvolle Nährstoffe, die den Steckling für einige Zeit ernähren.

Bei fachgerechter Durchführung und anschließender Pflege stellt das Anwurzeln von Thuja keine besonderen Schwierigkeiten dar.

Stecklinge vorbereiten

Es wird nicht empfohlen, Stecklinge über längere Zeit zu lagern. Falls nötig, sollten sie an einem dunklen Ort in ein feuchtes Tuch gewickelt aufbewahrt werden. Am besten ist es jedoch, nach entsprechender Vorbereitung so bald wie möglich mit dem Einpflanzen zu beginnen.

  • Entfernen Sie Äste und Rinde vom unteren Teil des Stammes – diese könnten anfangen zu faulen.
  • Behandeln Sie die Stecklinge mit einem Wurzelwachstumsstimulator – stellen Sie sie für 12 Stunden hinein.

Bodenvorbereitung

Für die Bewurzelung von Stecklingen eignet sich sauberer Flusssand oder ein lockeres Erdgemisch, das im Handel erhältlich ist oder durch Mischen von Sand, Torf und Laubhumus im Verhältnis 1:1:1 hergestellt werden kann.

Eine Desinfektion ist erforderlich: Dem Boden wird eine blassrosa Lösung aus Kaliumpermanganat beigemischt und der Sand anschließend abgekocht.

Die Erde wird in einen flachen Anzuchttopf mit Löchern für die Luftzufuhr und den Wasserablauf gefüllt.

Der Wurzelungsprozess

Vorausgesetzt, sowohl der Boden als auch die Stecklinge selbst sind bereit, können Sie mit dem Pflanzen beginnen:

  1. Die Äste werden ein paar Zentimeter tief in die Erde gesteckt, allerdings nicht gerade, sondern in einem Winkel von 45°.
  2. Der Abstand zwischen den Stecklingen sollte mindestens 5 Zentimeter betragen.
  3. Der Boden um die Basis der Stecklinge wird leicht verdichtet und angefeuchtet.
  4. Der Topf wird mit Plastikfolie oder einem Plastikdeckel abgedeckt.
  5. Ein Zeichen für erfolgreiche Bewurzelung sind neue Triebe an den Stecklingen.

Thuja-Stecklinge

Wurzeln in Kartoffeln

Unter Pflanzenzüchtern ist auch eine unkonventionelle Methode zur Bewurzelung von Thuja-Stecklingen verbreitet – in einer Kartoffelknolle:

  1. Eine gesunde, mittelgroße Kartoffel wird gewaschen und die Augen werden entfernt.
  2. Mit einer Ahle oder einem Nagel ein etwa vier Zentimeter tiefes Loch stechen, in das das Ende des Astes eingeführt wird.
  3. Die Kartoffel wird in Nährboden in einer Holzkiste gelegt.
  4. Die Rutsche ist mit einer Kuppel aus einer halben Plastikflasche abgedeckt.
  5. Beim Gießen wird die Kuppel nicht abgenommen, sondern nur der Flaschenverschluss abgeschraubt.

Pflege von Stecklingen

Thuja-Sämlinge sollten bei Temperaturen zwischen 18°C ​​und 23°C und einer Luftfeuchtigkeit von 70% gehalten werden. Regelmäßige Belüftung ist unerlässlich.

Darüber hinaus ist eine diffuse Beleuchtung erforderlich, direktes Sonnenlicht darf jedoch keinesfalls auf die Sämlinge fallen.

Bei hellem Licht trocknen die Pflanzen aus, ihre Nadeln vergilben und fallen ab.

Gießen Sie, sobald die Erde trocken ist. Übermäßiges Gießen ist für Thuja nicht empfehlenswert. Am besten gießt man mit einer Sprühflasche, damit die Nadeln nicht nass werden und die Schnittstelle nicht austrocknet.

Sobald die ersten jungen Triebe erscheinen, sollten die Sämlinge an die frische Luft gewöhnt werden, wobei die Belüftungszeit allmählich verlängert wird. Dadurch können sich die jungen Pflanzen an die neuen Wachstumsbedingungen anpassen.

Umpflanzen in einen Topf

Für das Umpflanzen von Thuja an einen endgültigen Standort eignet sich jede Art von Topf.

Wählen Sie keinen zu kleinen Topf, da dies das Wurzelwachstum behindern kann. Achten Sie außerdem darauf, dass der Boden genügend Löcher hat, damit Wasser abfließen kann.

Algorithmus:

  1. Als Drainagematerial wird beispielsweise Blähton auf den Boden geschüttet.
  2. Die Transplantation erfolgt zusammen mit dem Wurzelballen.
  3. Fügen Sie eine leicht saure Erdmischung hinzu. Sie können diese selbst herstellen, indem Sie Sand, Kiefernerde und Laubkompost im Verhältnis 1:2:4 mischen.
  4. Der Bodenpegel relativ zum Stamm sollte gleich bleiben. Vermeiden Sie außerdem, den Boden um den Stamm herum zu stark zu verdichten.

Wichtig ist, dass man beim Umtopfen (das alle ein bis zwei Jahre erfolgen sollte) am besten eine andere Erdmischung verwendet. Für ausgewachsene Pflanzen empfiehlt sich ein Gemisch aus Sand, Torf und Rasenerde im Verhältnis 1:2:2.

Pflege von Thuja zu Hause

Thuja ist eine anspruchslose Pflanze und benötigt keine besondere Pflege, aber einige Nuancen sollten beachtet werden.

Temperatur

Der Thuja-Topf gedeiht am besten im Halbschatten, in einem Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein guter Standort ist eine erhöhte Fläche (z. B. ein Blumenständer) in der Nähe eines Ost- oder Westfensters, vorausgesetzt, das Fenster ist an sonnigen Tagen beschattet.

Die optimale Raumtemperatur liegt bei +20 bis +25 °C. In den wärmeren Monaten kann die Pflanze an einen schattigen Platz im Freien gestellt werden. Im Winter ist eine etwas kühlere Temperatur (+14 bis +16 °C) ideal, beispielsweise durch Aufstellen des Topfes auf einem verglasten Balkon.

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sollte nicht unter 40 % fallen.

Bei trockener Luft ist es notwendig, die Pflanze mit warmem Wasser zu besprühen.

Bewässerung

Gießen Sie die Thuja mehrmals pro Woche mit abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur, damit die Erde weder austrocknet noch zu nass wird.

Topdressing

Im Sommer kann der Boden bis zu zweimal monatlich gedüngt werden. Verwenden Sie Dünger, der speziell für Nadelbäume entwickelt wurde, aber nur die Hälfte der empfohlenen Menge. Im Frühjahr empfiehlt sich stickstoffhaltiger, im Sommer kaliumhaltiger Dünger.

Vorteile von Thuja in Innenräumen

Die Thuja ist nicht nur eine attraktive Zimmerpflanze, sondern bietet auch praktische Vorteile, indem sie Phytonzide in die Luft abgibt. Diese ätherischen Öle verströmen einen angenehmen Duft, der an Fichtenharz erinnert, und wirken antibakteriell, indem sie schädliche Mikroorganismen in Innenräumen abtöten.

Einen Kommentar hinzufügen

;-) :| :X :verdreht: :lächeln: :Schock: :traurig: :rollen: :razz: :Hoppla: :O :mrgreen: :Lol: :Idee: :Grinsen: :teuflisch: :weinen: :Cool: :Pfeil: :???: :?: !

Wir empfehlen die Lektüre

Tropfbewässerung zum Selbermachen + Vergleich von Fertigsystemen