Ficusbäume erfreuen sich seit Langem großer Beliebtheit bei Zimmerpflanzenliebhabern. Sie gedeihen prächtig und produzieren viel Sauerstoff. Manchmal verfärben sich die Blätter jedoch gelb und fallen ab. Die Ursachen können vielfältig sein, von einfachem Blattverlust bis hin zu ernsthaften Krankheiten. Wir empfehlen Ihnen, diesem Problem genauer nachzugehen.
Inhalt
- 1 Wann ist es normal, dass Ficusblätter abfallen?
- 2 Ficus-Blattfall aufgrund von Stress
- 3 Pflegefehler als Ursache für Blattverlust bei Ficus
- 4 Krankheiten als Ursache für Blattverlust bei Ficus und Fehler bei deren Bekämpfung
- 5 Blattverlust bei Ficus durch Schädlinge und wie man sie bekämpfen kann
- 6 Hilfreiche Tipps von Top.tomathouse.com, wie man das Abfallen von Ficusblättern verhindern kann.
Wann ist es normal, dass Ficusblätter abfallen?
Der Blattfall ist ein natürlicher Prozess für viele Pflanzen. Auch Ficusbäume bilden da keine Ausnahme. Bei manchen Arten gilt ein Abfall von 30–50 % des gelben Laubs als normal. Bei Zugluft kann dieser Wert höher ausfallen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Pflanze abgestorben ist. Dieses Phänomen tritt typischerweise zu Beginn des Herbstes auf. Nach etwa drei bis vier Monaten beginnen neue Blätter zu wachsen. Blattfall ist bei aufrecht wachsenden Ficusbäumen am häufigsten.

Einige Feigenarten, wie beispielsweise der Färberfeigenbaum, werfen ihre Blätter sowohl im Herbst als auch im Frühjahr ab. Neue Blätter erscheinen an den Triebspitzen, die meisten älteren Blätter bleiben jedoch am Stamm erhalten. Dies zeigt an, dass die Pflanze lebt und bald neues Laub austreiben wird.

Am häufigsten ist Ficus Benjamina (oder, wie sie allgemein bekannt ist, Birke). Es gibt über 20 Arten. Diese Pflanze gedeiht in Wärme, daher fallen ihre Blätter ab, sobald die Lufttemperatur unter 20 °C sinkt. Dieses Phänomen ist ungewöhnlich, da der Ficus immergrün ist. Stress kann zu Krankheiten führen. Daher ist es wichtig, die Wachstumsbedingungen zu überwachen, ihn im Winter alle 10 Tage zu gießen und regelmäßig zu besprühen.

Viele immergrüne Ficus-Arten zeichnen sich durch hohe Stämme und große, ungewöhnlich geformte Blätter aus. So ähnelt beispielsweise der Geigenfeigenbaum (Ficus lyrata) aufgrund seiner markanten Blattform und der ungewöhnlichen Größe von einem halben Meter einer Leier. Der Gummibaum (Ficus elastica) besitzt dicke, fettreiche Blätter, die auch als Robusta bezeichnet werden.
Ein saisonaler Blattverlust von 10–15 Blättern ist normal. Dies geschieht im Vorfeld des Winters und ist kein Grund zur Sorge. Mit dem Einsetzen der Frühlingswärme und der längeren Tage wachsen neue Blätter anstelle der abgefallenen.
Wenn die Pflanze gesund aussieht und keine Anzeichen von Krankheiten zeigt, sollte sie in Ruhe gelassen werden. Vermeiden Sie es, sie an einen anderen Standort zu stellen oder künstlichem Licht auszusetzen.
Doch manchmal fallen Blätter außerhalb der Jahreszeit ab, und zwar in alarmierender Menge. In diesem Fall muss eine andere Ursache für diesen Vorgang gesucht werden.
Ficus-Blattfall aufgrund von Stress
Pflanzen können, wie alle Lebewesen, Stress erleiden. Dies ist häufig die Ursache für Blattfall bei Ficus-Pflanzen in Innenräumen.
Jede Veränderung, selbst die kleinste, kann Stress verursachen: ein Standortwechsel, Umtopfen, Umstellen oder sogar das Drehen des Topfes. Wenn ein Ficus gut wächst und sein Zustand keine Anlass zur Sorge gibt, sollte man ihn am besten in Ruhe lassen. Falls die Blätter abgefallen sind, weil die Pflanze in einen anderen Raum gestellt wurde, sollte sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht werden. Dies gilt übrigens auch für alle anderen Pflanzen. Es besteht kein Grund, sie in der Wohnung umzustellen, wenn sie an ihrem aktuellen Standort gut gedeihen.
Pflegefehler als Ursache für Blattverlust bei Ficus
Der Blattfall bei Ficus-Pflanzen wird häufig durch falsche Pflege verursacht. Obwohl diese Pflanze relativ pflegeleicht ist, benötigt sie ausreichend Wasser, sorgfältiges Umtopfen und ein spezifisches Mikroklima.
Unzureichende Bedingungen: Beleuchtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit
Ficusbäume reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Sobald die Lufttemperatur unter 16 °C sinkt, verfärben sich die Blätter, insbesondere die unteren, sofort gelb und fallen ab. Zugluft und offene Fenster können ebenfalls zu Kahlheit am Stamm führen.

Wichtig! Jegliche Veränderungen des Mikroklimas (z. B. Abnahme oder Zunahme von Luftfeuchtigkeit, Licht oder Temperatur) können Blattfall verursachen. Es ist unerwünscht, den natürlichen Lebenszyklus des Ficus zu stören.
Bei extrem hohen Temperaturen, wenn das Thermometer über 30 °C steigt, werden die Blätter schwach, verfärben sich und fallen schließlich ab. Daher ist es sehr wichtig, die Eigenschaften der gewählten Sorte zu beachten, da deren Pflegeansprüche leicht variieren können.
Ficus-Pflanzen gedeihen am besten bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Ist die Luft zu trocken, steigt das Risiko von Blattfall deutlich an. Dies gilt insbesondere, wenn der Topf auf einer Fensterbank in der Nähe eines Heizkörpers steht oder wenn es draußen extrem heiß ist.

Um die Luftfeuchtigkeit anzupassen, können Sie einen Behälter mit Wasser in die Nähe der Blume stellen oder spezielle Geräte – Luftbefeuchter – verwenden.
Ficus-Arten mit gleichmäßig grünen, sattgrünen Blättern gedeihen problemlos im Halbschatten. Sorten mit panaschierten Blättern benötigen hingegen viel Licht. Je heller der Standort, desto kräftiger und lebendiger wirkt die Pflanze.
Oft ist es Lichtmangel, der Pflanzen welken lässt, ihre Elastizität mindert und sie austrocknen lässt. Fast alle Ficus-Arten gedeihen an einem dunklen Standort schlecht, selbst bei ausreichender Bewässerung und Düngung.
Fehler beim Gießen
Zu viel Wasser kann dazu führen, dass der Ficus seine Blätter verliert. Allerdings schadet auch zu wenig Wasser und das Austrocknen der Erde seiner Gesundheit. Ständig nasse Erde macht die Wurzeln anfällig für verschiedene Krankheiten. Es können sich Fäulnis oder Schimmel bilden. Dies erkennt man an einem charakteristischen, unangenehmen Geruch, der von der Erde ausgeht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wurzeln von der Erde bedeckt sind und daher schwer zu erkennen sind. Krankheiten lassen sich auch am milchigen Saft erkennen – zupfen Sie dazu ein Stück des Triebs ab. Wenn der Saft braun statt weiß wird, ist es Zeit für eine Behandlung. Wenn nur an einem Ast Blätter abgefallen sind, sollte dieser Ast entfernt werden.
So helfen Sie einem Ficus:
- Das Gießen einstellen.
- Sollte innerhalb der nächsten Tage keine Besserung eintreten, müssen Sie die Pflanze aus dem Topf nehmen und die Wurzeln mit warmem Wasser abspülen, nachdem Sie die Erde abgeschüttelt haben.
- Falls Wurzeln betroffen sind und Anzeichen einer Krankheit aufweisen, müssen diese vorher mit einer desinfizierten, scharfen Schere abgeschnitten werden.
- Die Schnittflächen müssen mit zerstoßenen Aktivkohletabletten bestreut werden.
- Pflanzen Sie den Ficus in frische Erde um und lassen Sie ihn dann 2-3 Wochen lang in Ruhe, ohne ihn auch nur zu gießen.
Manchmal schrumpeln die Blätter. Das kann auf unzureichende Feuchtigkeit hindeuten. Besprühen kann hier Abhilfe schaffen.
Falsche Transplantation
Wie bereits erwähnt, mögen Ficus-Pflanzen Standortwechsel nicht und dulden keine Störungen ihres ruhigen Daseins. Selbst ein erzwungenes Umtopfen bedeutet Stress für die Pflanze, worauf sie umgehend reagiert.
Wenn eine Blume aus ihrem Topf herausgewachsen ist und mehr Platz benötigt, sollte sie äußerst vorsichtig umgetopft werden – indem man sie zusammen mit der vorhandenen Erde an den neuen Standort setzt. Füllen Sie den verbleibenden Platz mit angefeuchteter Erde auf. Anschließend sollte die Pflanze 7–10 Tage lang nicht gegossen werden. Auch direkt nach dem Umtopfen sollte nicht gegossen werden.
Manchmal beginnt eine Pflanze, nachdem sie in einen neuen Topf umgepflanzt wurde, aktiv ihre Blätter abzuwerfen. Es ist wichtig zu verstehen, was ihr nicht gefällt:
- Man nahm einen Topf, der zu groß war; er war mehr als 4 cm breiter als der vorherige.
- Das Land wurde reichlich bewässert.
In beiden Fällen muss der Ficus umgetopft werden, wobei die gemachten Fehler berücksichtigt werden müssen. Wurde alles korrekt durchgeführt, ist es gut möglich, dass der Blattfall eine Stressreaktion ist. Die Pflanze benötigt nun etwas Zeit zur Anpassung, was ein bis vier Monate dauern kann.
Mangel an Mikro- und Makroelementen
Ein Mangel an Makro- und Mikronährstoffen führt dazu, dass Pflanzen kleine Blätter entwickeln. Dies kann auch dazu führen, dass diese abfallen.
Ist der Boden nährstoffarm und ausgelaugt, muss die Blume entweder richtig gedüngt oder in neue Erde umgepflanzt werden.
Zimmerpflanzen gedeihen am besten mit Stickstoffdünger. Dieser fördert ein üppiges Blattwachstum. Ein Magnesiummangel führt zum Verblassen und Vergilben der Blätter. In diesem Fall können Magnesiumsulfat, Kaliummagnesiumsulfat oder Dolomitmehl als Dünger verwendet werden. Manche Gärtner bevorzugen Spezialdünger wie Emerald. Bei niedrigem Eisengehalt im Boden sollte Ferrovit oder Eisenchelat zugegeben werden, um Blattfall vorzubeugen.
Wichtig! Dünger sollte nur auf gut durchfeuchteten Boden ausgebracht werden. Am ersten Tag gründlich wässern und erst am dritten oder vierten Tag mit dem Düngen beginnen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Wurzeln verbrennen.
Falls der Ficus zu schwach erscheint, sollte die vom Hersteller empfohlene Konzentration des Präparats halbiert werden.
Die Pflege von Zimmerpflanzen sollte zwischen März und September erfolgen, wenn die Pflanze in ihrer Wachstumsphase am stärksten ist. Mit Beginn des Winters geht der Ficus in eine Ruhephase über, die Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln nimmt ab und die Photosynthese stellt sich ein.
Viele Baumarten, insbesondere der Birkenfeigenbaum (Ficus benjamina), werfen regelmäßig ihre Blätter ab, wenn die Konzentration von Makro- und Mikronährstoffen im Boden abnimmt. Sind alle anderen Ursachen für dieses Verhalten ausgeschlossen, sollte ein spezieller Dünger für Zimmerpflanzen verwendet werden. Am besten sorgt man für eine ausreichende Nährstoffversorgung der Pflanze und düngt sie zweimal jährlich während der Wachstumsphase.
Wichtig! Beim Umtopfen eines Ficus in einen neuen Topf mit vorbereiteter Erde ist kein zusätzlicher Dünger nötig – die Spezialerde enthält bereits ausreichend Nährstoffe. Düngen Sie erst nach 1–1,5 Monaten. Eine zu frühe Düngung kann die Wurzeln leicht schädigen.
Damit Ihr Ficus gut wächst und schön grün bleibt, sollten Sie ihn im Frühling und Sommer regelmäßig düngen. Düngen Sie zweimal im Monat und wechseln Sie dabei am besten die Nährstoffe ab. Zu den essentiellen Makronährstoffen gehören Stickstoff, Kalium, Phosphor, Magnesium und das biogene Element Eisen.
Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, empfiehlt es sich, Fertigpräparate wie beispielsweise Ideal oder Palma zu kaufen.
Ein interessantes Video über die Pflege eines Gummibaums (Gießen, Düngen und warum Blätter abfallen, austrocknen und gelb werden):
Krankheiten als Ursache für Blattverlust bei Ficus und Fehler bei deren Bekämpfung
Häufig bilden sich Flecken unterschiedlicher Form auf den Blättern. Diese können auf einen Pilzbefall hinweisen. Fungizide können helfen, diesen zu bekämpfen; das bekannteste ist Kupferoxychlorid.
Werden Insekten im Boden oder an der Pflanze entdeckt, müssen diese sofort vernichtet werden. Alle für den Zimmerpflanzenanbau zugelassenen Insektizide (z. B. Iskra, Aktara) eignen sich hierfür.
Durch gründliches Abspülen der Blätter mit einer Bürste oder einem harten Schwamm lässt sich ein Befall mit Wollläusen oder Schildläusen leichter beseitigen.
Botrytis oder Grauschimmel
Der Erreger wird bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit aktiv. Mangelnde Belüftung und schlechte Bodendrainage erhöhen das Risiko einer Krankheitsentwicklung.
Es beginnt mit einem gräulichen Belag auf Blättern und Stängeln. Im Zweifelsfall schütteln Sie den Ficus – bei Befall wirbelt feiner Staub auf. Die Blätter verfärben sich dann dunkel, rollen sich ein und trocknen schließlich aus und fallen ab. Wird die Fäulnis nicht frühzeitig behandelt, kann der Ficus absterben.
Der Behandlungsprozess erfolgt in mehreren Schritten:
- Entfernen Sie alle beschädigten Stellen der Pflanze. Bereiten Sie anschließend eine Desinfektionslösung zu: Lösen Sie je einen Esslöffel Kreide und Asche in zehn Litern warmem Wasser auf, geben Sie dann einen Teelöffel Kupfersulfat hinzu, rühren Sie gründlich um und seihen Sie die Lösung ab. Wischen Sie die gesunden Stellen des Ficus gründlich mit der entstandenen Lösung ab.
- Bei großflächigem Befall oder wenn vorherige Behandlungen erfolglos waren, sollte die Pflanze mit einem Fungizid behandelt werden. Fitosporin-M hat sich als wirksam erwiesen.
- Nach Abschluss der Arbeiten muss der Raum gelüftet werden, um stehende Luft zu vermeiden.
- Nach ein paar Tagen kann man mit dem Gießen beginnen und die Wassermenge je nach Jahreszeit, Topfgröße und Ficusart auf das erforderliche Volumen einstellen.
Rußschimmel
Wenn sich Ihre Ficus-Pflanze schwarz verfärbt, liegt das höchstwahrscheinlich an Rußtaupilzen. Kräuseln sich die Blätter, untersuchen Sie die Pflanze sorgfältig auf schwarze Ablagerungen. Der Pilz entsteht durch die Ausscheidungen parasitärer Insekten.
So wird man dieses Problem los:
- Stark befallene Blätter sollten vom Strauch entfernt und vernichtet werden. Die restliche Pflanze mit einer Lösung aus normalem Waschmittel abwischen. Um das Auflösen zu erleichtern, vorher abreiben.
- Wurzelsystem und Stängel müssen gemäß den Anweisungen des Herstellers mit Fungiziden behandelt werden. Dadurch werden eventuell im Boden vorhandene Insekten abgetötet.
Rhizoctonia, Pythium, Krautfäule
Wenn Sie bemerken, dass das Wachstum Ihres Ficus nachlässt, die Blätter ihre Farbe verlieren, welken und Flecken am Stamm auftreten, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Pilzinfektion. Überwässerung und mangelnde Drainage im Topf könnten die Ursache sein. Wenn die Wurzeln oder der Stammfuß bereits zu faulen beginnen, ist eine Behandlung sinnlos. Die einzige Möglichkeit ist dann, den Ficus zu entsorgen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Zimmerpflanzen zu verhindern.
Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollte man die Bewässerung reduzieren, darauf achten, dass sich kein Wasser im Boden staut, beim Umpflanzen für ausreichende Drainage sorgen und den Boden einmal im Monat mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung desinfizieren.
Echter Mehltau
Die Krankheit äußert sich durch weiße, pudrige Flecken auf den Blättern. Aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung ist sie sehr gefährlich für Zimmerpflanzen. Echter Mehltau tritt typischerweise an Ficus-Pflanzen auf, die in warmen, feuchten und schlecht belüfteten Räumen wachsen.
Im Anfangsstadium kann die Krankheit folgendermaßen behandelt werden:
- Man nehme einen Liter warmes Wasser und gebe 10 g Natron und 2 g geriebene Waschseife hinzu.
- Nachdem sich die Zutaten aufgelöst haben, 2 g Kupfersulfat hinzufügen.
- Das so erhaltene Konzentrat wird mit Wasser auf ein Volumen von 2 Litern verdünnt.
- Besprühen Sie den Ficus.
Rost
Wenn Sie einen Belag auf den Blättern Ihres Ficus bemerken, der Rost ähnelt, leidet er an Anthraknose. Wichtig ist, die Krankheit nicht fortschreiten zu lassen; im Frühstadium lässt sie sich leicht behandeln. Wischen Sie einfach alle Blätter mit Wasser ab und entfernen Sie die befallenen. Behandeln Sie anschließend die Erde mit einem Fungizid. Beobachten Sie den Ficus danach und wiederholen Sie die Behandlung gegebenenfalls nach 7–10 Tagen.
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Blattverlust bei Ficus durch Schädlinge und wie man sie bekämpfen kann
Manchmal wird der Blattfall bei Ficus-Pflanzen durch Insektenschädlinge verursacht, die von anderen Zimmerpflanzen oder verunreinigter Erde eingeschleppt werden können. Im Folgenden betrachten wir die häufigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen.
Schildlaus
Schildläuse befallen bevorzugt die Blattunterseiten. Ihr Befall lässt sich an kleinen, hellen Erhebungen erkennen. Diese Schädlinge saugen Pflanzensaft, wodurch die Pflanzen erkranken und absterben.
Die weißen Flecken sind nichts anderes als die Ausscheidungsprodukte des Parasiten. Sie bleiben auf den Blättern zurück und bieten einen idealen Nährboden für den bereits erwähnten Rußtaupilz. Schildläuse lassen sich folgendermaßen bekämpfen:
- Lösen Sie etwas Waschmittel in Wasser auf und wischen Sie alle beschädigten Blätter ab.
- Nachdem die Pflanze getrocknet ist, behandeln Sie sie mit Actellic. Für eine optimale Wirkung wenden Sie es dreimal im Abstand von 7–10 Tagen an.
Spinnmilbe
Dieser Schädling befällt zahlreiche Garten- und Zimmerpflanzen. Bei rechtzeitiger Behandlung lässt er sich leicht beseitigen. Anzeichen für einen Milbenbefall sind graue Flecken und ein dünnes, kaum sichtbares Gespinst zwischen den Blättern. Der Parasit wird bei steigenden Temperaturen und erhöhter Luftfeuchtigkeit aktiv.
Kontrollmethoden:
- Die Pflanze muss mit einem geeigneten Insektizid behandelt werden.
- Als Nächstes wird die Pflanze in einen desinfizierten Topf mit behandelter Erde umgepflanzt. Idealerweise sollte die Erde zuvor gründlich im Backofen erhitzt werden, um alle Bakterien abzutöten.
Stellen Sie den Topf nicht wieder an seinen ursprünglichen Platz, da Milben oder Insektenlarven dort überleben und zurückkehren können. Sie können bis zu drei Jahre in Ritzen und Spalten überleben, ohne ihre Aktivität zu verlieren. Desinfizieren Sie auch die Fensterbank oder den Tisch, auf dem die befallene Pflanze stand.
Als Vorsichtsmaßnahme sollte der Raum regelmäßig gelüftet und die Luftfeuchtigkeit sowie die Temperatur überwacht werden. Desinfizieren Sie die gesamte zum Pflanzen verwendete Erde zuvor.
Blattlaus
Feigenbäume sind oft eine beliebte Nahrungsquelle für Blattläuse. Diese siedeln sich auf den Blättern an, wodurch diese einen Belag entwickeln, sich einrollen und gelb werden. Sollten Sie Anzeichen eines Blattlausbefalls feststellen, wischen Sie das gesamte Laub mit Seifenlauge ab, mischen Sie etwas Asche unter die Erde und behandeln Sie diese mit Insektiziden.
Thrips
Kleine, gefräßige Insekten, sogenannte Thripse, können die Blattunterseite befallen. Sie verursachen auffällige weiße, braune oder gelbe Flecken auf den Blattspreiten. Thripse ernähren sich vom Pflanzensaft, was das Immunsystem stark schwächt und zu Krankheiten führt.
Insektizide wie Aktara oder Actellic können zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Die Anwendungsmethoden sind in der Produktanleitung detailliert beschrieben.
Wollläuse
Weiße Beläge finden sich sowohl im Boden als auch an der Pflanze. Die Krankheit ist gefährlich, da sich die Schädlinge sehr schnell ausbreiten und alle nahegelegenen Blumen gefährden.
Kontrollmethoden:
- Entfernen Sie alle sichtbaren Insekten.
- Wischen Sie die Pflanze mit einer Seifen- oder Tabaklösung ab. Wiederholen Sie diesen Vorgang wöchentlich, bis die Schädlinge vollständig beseitigt sind.
- Sollte diese Behandlung keine sichtbaren Ergebnisse bringen, verwenden Sie ein Insektizid wie beispielsweise Confidor. Es kann zweimal im Abstand von 10 Tagen angewendet werden.
Nematoden
Die heimtückische Natur des Schädlings liegt in seinem Angriff auf das Wurzelsystem. Äußerlich sind lediglich Blattfall sichtbar. An den Wurzeln erkennt man deutlich erkennbare, kugelförmige Wucherungen. Diese setzen giftige Substanzen frei, die in den Boden gelangen und sich dann in der gesamten Pflanze verteilen. Die Pflanze beginnt zu welken und stirbt ab.
Ist der betroffene Bereich noch nicht zu groß, kann man versuchen, den Ficus zu retten; eine Wiederbelebung kann helfen:
- Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und schütteln Sie die Erde ab. Die restliche Erde und der Topf selbst können bedenkenlos entsorgt werden. Sie sind nicht wiederverwendbar.
- Spülen Sie die Wurzeln gründlich unter warmem, fließendem Wasser ab.
- Bereiten Sie eine Insektizidlösung zu und weichen Sie das Wurzelsystem etwa 3 Stunden lang darin ein.
- Die Erde zum Umpflanzen im Backofen erwärmen, um sie zu desinfizieren.
Hilfreiche Tipps von Top.tomathouse.com, wie man das Abfallen von Ficusblättern verhindern kann.
Die beste Methode, Blattfall zu bekämpfen, ist Vorbeugung. Deshalb erinnert Sie unser Portal http://top.tomathouse.com daran:
- Achten Sie auf die Mikroklimabedingungen, lüften Sie den Raum und stellen Sie die Pflanzen an gut beleuchtete Stellen.
- Stören Sie den Ficus nicht unnötig; er liebt Beständigkeit in allem.
- Jungpflanzen können einmal im Jahr umgepflanzt werden, ausgewachsene Ficus-Arten höchstens alle vier Jahre.
- Dem Boden sollte nicht zu viel Dünger zugeführt werden.
- Mäßig gießen. Staunässe im Boden vermeiden.
- Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge und verdächtige Stellen, die auf den Ausbruch einer Krankheit hinweisen könnten.
Wussten Sie schon? Eine der Ficus-Arten ist FeigenbaumAus dieser Pflanze werden die uns bekannten Feigen gesammelt.
Damit die Pflanze gut wächst und sich prächtig entwickelt, ist es wichtig, einige grundlegende Pflegeregeln zu befolgen:
- Ficusbäume sind leicht zu pflanzen. Wichtig ist, sie so wenig wie möglich zu stören und sie nur bei Problemen umzupflanzen. In den wärmeren Monaten kann man einen ausgewachsenen Baum bedenkenlos auf einen Balkon oder eine Terrasse stellen.
- Falls Ihr Zimmer keine gut beleuchteten Bereiche hat, können Sie in Gartencentern eine spezielle Pflanzenlampe kaufen.
- Das Gießwasser sollte Zimmertemperatur haben. Ficus-Pflanzen vertragen außerdem kein hartes Wasser.
- Spülen Sie die Pflanze regelmäßig unter warmem, fließendem Wasser ab, um Staub und Schmutz zu entfernen.















































