Stachelbeeren im Herbst pflanzen: Regeln und Technik

Die Stachelbeere ist ein mehrjähriger Beerenstrauch und zählt zu den anspruchslosesten. Sie zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Produktivität, Widerstandsfähigkeit und ihren hohen Vitamingehalt aus.

Stachelbeere

Die Notwendigkeit der Landung

Stachelbeeren enthalten die Vitamine C, B und A sowie bis zu 20 % Zucker. In der Region Moskau, wo kleine Gärten leicht anzulegen sind, ist mindestens ein Stachelbeerstrauch für die Gesundheit der Familie unerlässlich. Wer Stachelbeeren nach und nach in seine Ernährung integriert, kann das Risiko von Bluthochdruck und vielen anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Pflanztermine

Auf dem Jungpflanzenmarkt findet man Stachelbeeren meist wurzelnackt. Für ein gutes Anwachsen werden sie vor dem Austrieb oder nach der Blüte gepflanzt. Frühling und Herbst sind die besten Pflanzzeiten. Bei der Wahl des optimalen Zeitpunkts sollte man die jeweilige Region berücksichtigen.

Herbst

In Südrussland ist es nicht ratsam, Stachelbeeren im Frühjahr zu pflanzen, da die Hitze das Anwachsen der Sämlinge verhindert und die Pflanze abstirbt. Im Herbst hingegen, bei milden Temperaturen über zwei bis drei Wochen, hat das Wurzelsystem der Pflanze genügend Zeit, sich anzupassen und zu erholen.

Die optimale Pflanzzeit liegt zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober. Die erste Ernte kann im darauffolgenden Sommer eingebracht werden. Zögern Sie nicht mit der Pflanzung. Die Pflanze hat sonst keine Zeit, sich an den neuen Standort anzupassen und übersteht den Kälteeinbruch nicht.

Frühling

In nördlichen Regionen erfolgt die Pflanzung im Frühjahr. Dank des milden Klimas passt sich das Wurzelsystem der Stachelbeere innerhalb weniger Monate problemlos an den neuen Boden an und ist so bestens für den langen Winter gerüstet.

Beim Pflanzen zu dieser Jahreszeit ist es wichtig, so früh wie möglich damit zu beginnen, bevor der Pflanzensaft zu fließen beginnt. Andernfalls kann der Sämling absterben.

Für das Frühjahr empfiehlt es sich, Sämlinge mit einem geschlossenen Wurzelsystem zu wählen. Die Pflanze ist von einem Erdballen geschützt, der die Feuchtigkeit speichert und eine günstige Anpassung an die neuen Bedingungen fördert.

Sommer

Dafür benötigen Sie spezielle Jungpflanzen. Dabei handelt es sich um Sträucher, die in einem stabilen Topf verpackt sind. So wird die Pflanze weniger gestresst und wurzelt viel schneller an. Sommerhitze beeinträchtigt sie kaum.

Im zentralen Teil des Landes kann dank des günstigen Klimas zu beiden Jahreszeiten gepflanzt werden. Gärtner bevorzugen jedoch nach wie vor die Pflanzung im Herbst oder Ende August.

Auswahl eines Sämlings

Zweijährige Sämlinge eignen sich ideal zum Pflanzen. Sie haben bereits Stängel und Blätter ausgebildet, und Wurzeln und Triebe sind 20–30 cm lang. Beim Pflanzen sollten nur 3–4 Knospen verbleiben, und die Stängel sowie überschüssiges Material werden zurückgeschnitten. Dadurch kann der Strauch auch mit unterentwickelten Wurzeln überleben.

Wenn Sie einen wurzelnackten Sämling pflanzen, ist es wichtig, dass die Triebe in diesem Jahr bereits abgehärtet sind. Zögern Sie nicht mit dem Umpflanzen; es sollte innerhalb von drei Tagen erfolgen.

Sämlinge mit geschlossenen Wurzelsystemen vertragen das Umpflanzen am besten. Die Erde sollte nicht krümelig oder austrocknen. Wenn sie über die Schutzhülle hinauswachsen, empfiehlt es sich, sie vorsichtig mit den Händen auszukämmen.

Alle Sämlinge müssen unabhängig von der Jahreszeit großzügig gegossen werden.

Stachelbeeren im Herbst pflanzen
Stachelbeerpflanzungsmuster im Herbst

Auswahl eines Standorts und des Bodens

Um sicherzustellen, dass die Pflanze problemlos Wurzeln schlägt, müssen mehrere Kriterien berücksichtigt werden:

  • Das Gebiet sollte frei von Hochhäusern und hohen Zäunen sein. Diese schaden den Stachelbeeren, da sie ihnen das für eine gute Ernte notwendige Sonnenlicht entziehen.
  • Die Anwesenheit von Bäumen und großen Sträuchern in der Nähe beeinträchtigt die ordnungsgemäße Entwicklung der Stachelbeeren, da ihnen Nährstoffe fehlen.
  • Der Standort des Strauchs sollte gut belüftet sein, aber starke Winde können die Pflanze zerstören.
  • Der Grundwasserspiegel sollte mindestens anderthalb Meter über der Bodenoberfläche liegen. Je niedriger er ist, desto schneller faulen die Wurzeln, was zum Absterben der Pflanze führt. Gegebenenfalls ein kleines Hochbeet anlegen.
  • Ein humusreicher Boden fördert das Wachstum von Stachelbeeren. Fehlen dem Boden ausreichend Mikronährstoffe, sollte er vor dem Pflanzen gedüngt werden.
  • Kompost, Stallmist und Pflanzenhumus sind die gebräuchlichsten und wirksamsten Bodenverbesserungsmittel. Zusätzlich können Superphosphat, Kaliumchlorid oder Harnstoff verwendet werden, jedoch nur in geringen Mengen. Alles hängt von der Bodenqualität und seiner chemischen Zusammensetzung ab.

Pflanzdiagramm

Es gibt verschiedene Anpflanzungsmethoden für Stachelbeeren. Die Wahl hängt von der Sorte und dem Anbaugebiet ab.

  • Das Auflockern erfolgt durch zweimaliges Ausdünnen. Die Pflanzen werden im Abstand von 75 cm gesetzt, sodass zwischen den Reihen 1 Meter Platz bleibt. Sobald sich die Kronen der Sträucher berühren (dies geschieht nach einigen Jahren), müssen sie durch Umpflanzen ausgedünnt werden. Dieser Vorgang sollte bei Bedarf wiederholt werden.
  • Mit anschließender Ausdünnung – im Abstand von 1,5 Metern und zwischen Reihen von 2 Metern.
  • Zwischen Bäumen ist ein Reihenabstand von 4 Metern ideal, damit der Strauch gut wachsen kann. Sobald die Pflanze die gewünschte Größe erreicht hat und die Baumkronen berührt, wird sie mit einem Abstand von 30 cm zum Stamm ausgegraben und wieder eingepflanzt.

Schrittweise Anleitung zum Anpflanzen von Stachelbeeren

Um das Absterben der Pflanze zu vermeiden, ist es wichtig, alle Punkte zu berücksichtigen:

  • Die Tiefe jedes Pflanzlochs sollte von der Größe des Wurzelsystems des Sämlings abhängen. Üblicherweise beträgt der Durchmesser 40 bis 55 cm. Das Pflanzloch sollte im Voraus vorbereitet werden.
  • Beim Ausheben von Pflanzlöchern ist es sinnvoll, an verschiedenen Stellen Erdschichten beiseitezulegen, da diese unterschiedliche Zusammensetzungen an Mikroelementen aufweisen.
  • Dünger wird im Voraus zubereitet – Humus oder Kompost:
    • 200-300 g Superphosphat;
    • 300 g gemahlene Holzasche;
    • 60 g eines beliebigen Düngemittels mit hohem Kaliumgehalt;
    • 50 g Kalkstein.
  • Der Dünger wird in das Loch gefüllt. Sein Volumen sollte 10 Liter nicht überschreiten.
  • Anschließend wird die oberste Schicht des Aushubs eingefüllt, um einen direkten Kontakt mit dem konzentrierten Dünger zu vermeiden. Die Grube sollte 10 cm tief mit Erde aufgefüllt werden.
  • Der Sämling wird obenauf gesetzt und sollte aufrecht stehen. Die Wurzeln sollten begradigt und senkrecht ausgerichtet werden, ohne sie zu beschädigen.
  • Die Wurzeln der Stachelbeere sind von der untersten Erdschicht bedeckt.
  • Beim Pflanzen werden Wasser und Erde vermischt. Die optimale Flüssigkeitsmenge pro Pflanze beträgt 10 Liter (1 Eimer).
  • Um die Bildung von Hohlräumen zu vermeiden, wird der Boden um den Sämling herum von Hand verdichtet.
  • Der Wurzelhals sollte 5 cm tief im Boden liegen, erst dann kann man aufhören, den Sämling einzugraben und ihn zum letzten Mal gießen.
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