Wie verpflanzt man Stachelbeeren im Herbst richtig?

Die Stachelbeere ist ein kleiner Strauch, der bis zu einem Meter hoch wird. Man findet sie wild in Wäldern und sie wird auch in Gärten kultiviert. Charakteristisch für sie sind die zahlreichen dünnen, spitzen Stacheln an ihren Zweigen. Die Blätter sind rundlich oder herzförmig, bis zu 6 cm lang und fein behaart. Sie blüht im Mai mit grünlichen oder rötlichen Blüten.

Die Früchte sind ovale oder runde Beeren von bis zu 12–15 mm Länge, manchmal auch bis zu 30 mm. Sie sind entweder mit Borsten bedeckt oder unbehaart, wobei die Adern durch die durchscheinende Haut sichtbar sind. Im reifen Zustand sind sie zunächst grün, dann gelb und schließlich rötlich. Die Reifezeit ist Juli/August.

Die Pflanze wird im Frühjahr oder Herbst umgetopft, meist im letzten Sommer, September/Oktober. Dann fallen die Blätter ab, das Wachstum verlangsamt sich und der Saftfluss hat aufgehört. Die Wurzeln haben sich über den Sommer gestärkt und die Stängel sind ausgereift. Die Pflanze bereitet sich bereits auf den Winter vor und verträgt den Umzug an einen neuen Standort in ihrer Ruhephase leichter. Am besten topft man bei bewölktem Wetter um.

Stachelbeere
Stachelbeeren können zwar im Frühjahr umgepflanzt werden, dies ist jedoch nicht empfehlenswert. Sie treiben nämlich als erste im Garten aus. Sobald sich Knospen zeigen, fließt bereits der Saft und das Wurzelsystem hat sich erholt. Eine Umpflanzung zu diesem Zeitpunkt kann die Wurzeln schädigen und die Überlebenschancen verringern. Da das Frühjahrswetter wechselhaft und die Temperaturen unbeständig sind, kann man den Austrieb leicht verpassen.

Eine Sommerneupflanzung erfolgt nur dann, wenn es dringend notwendig ist, die Fläche, auf der Stachelbeeren wachsen, zu roden.

Warum ist eine Transplantation notwendig?

Eine Umpflanzung der Stachelbeere kann in folgenden Fällen erforderlich sein:

  • Wenn die Pflanze lange Zeit an einem Ort wächst, fällt die Ernte gering aus oder bleibt ganz aus.
  • An diesem Standort sind Veränderungen des Geländes, weitere Bepflanzungen, Blumenbeete und Bauarbeiten geplant.
  • Die Pflanze musste neu eingepflanzt werden.
  • Der Busch stand im Schatten anderer Bäume.
  • Stachelbeeren wachsen im Schatten, es herrscht viel Feuchtigkeit in ihrer Umgebung, und sie werden oft krank.
  • Der Boden um die Pflanze herum ist ausgelaugt.

Die Transplantationszeiten variieren je nach Region.

Die Pflanze wird in ganz Russland, in den südlichen Regionen der Ukraine und auf der Krim angebaut. Die Pflanzzeit hängt vom Standort ab:

  • Nördliche Regionen des Urals und Sibiriens: Bei gutem Wetter – Anfang September, bei schlechtem Wetter – August.
  • Krim, Südukraine – von Mitte Oktober bis Mitte November.
  • Region Moskau – von Mitte September bis Oktober.
  • Region außerhalb der Schwarzerde – Oktober.

Werkzeuge

Vor Beginn der Arbeit müssen Sie Werkzeuge und Schutzausrüstung vorbereiten:

  • Schaufel, Mistgabel;
  • Gartenschere oder Schere mit langen Griffen;
  • Axt (zum Entfernen dicker Wurzeln);
  • Eimer;
  • dicke Handschuhe.

Einen Standort auswählen und vorbereiten

Die Wahl des Pflanzstandorts ist entscheidend, da sie Wachstum und Ertrag der Stachelbeeren bestimmt. Diese sonnenliebende Pflanze gedeiht am besten an sonnigen, wind- und zuggeschützten Plätzen. Sie kann an einer Mauer oder einem Zaun gepflanzt werden.

Obwohl die Pflanze Feuchtigkeit benötigt, sollte sie so gegossen werden, dass sich kein Wasser in den Vertiefungen um den Stamm herum staut. Andernfalls besteht ein hohes Risiko für Pilzkrankheiten durch Überwässerung.

Sie gedeiht gut in leichtem, lehmigem Boden. Ist der Boden locker, sollte man Ton, ist er schwer, Sand untermischen. In Schwarzerde trägt die Pflanze reichlich Früchte. Ist der Boden sauer, empfiehlt sich die Zugabe von Kalk und Dolomitmehl. Vor der Neupflanzung sollte der Boden gründlich umgegraben und Unkraut entfernt werden.

Stachelbeeren sollten nicht auf Flächen angebaut werden, auf denen zuvor Johannisbeeren und Himbeeren standen. Der Boden dort ist ausgelaugt, unfruchtbar und von Pilzkrankheiten befallen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Transplantation

Der Pflanzplatz wird vorbereitet. Ein Loch wird mindestens eine Woche vor dem Umpflanzen des Strauchs ausgehoben. Dies ist notwendig, damit der Sämling mit der Zeit nicht zu tief im Boden einwächst. Die Breite des Lochs sollte der Wurzelbreite entsprechen, die Tiefe maximal 50 cm betragen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Transplantation:

  1. Vor dem Ausgraben des Busches werden alte Äste abgeschnitten, junge und lange Äste werden um ein Drittel gekürzt.
  2. Für den Baumschnitt werden langstielige Gartenscheren verwendet. Hat ein Strauch viele Äste, wird er ausgedünnt, wobei die stärksten und ältesten Äste erhalten bleiben.
  3. Der Boden wird bis zu einem Durchmesser von etwa 40 cm ausgehoben; dies ist notwendig, um das Entfernen des Busches zu erleichtern.
  4. Sie graben den Busch mit einer Schaufel aus.
  5. Die dicken Wurzeln werden mit einer Axt abgeschnitten, die kleinen bleiben unberührt.
  6. Der gesamte Erdklumpen wird mit einer Mistgabel angehoben und vorsichtig auf die Folie übertragen, ohne das Wurzelsystem zu beschädigen.
  7. Die erste Schicht der Grube dient der Drainage und kann aus Kies oder Ziegelbruch bestehen.
  8. Fügen Sie fruchtbare Erde hinzu, vermischt mit Humus und Kompost; das Ganze sollte eine homogene Masse bilden, um Wurzelschäden zu vermeiden.
  9. Man gießt Wasser in das Loch, 3-4 Eimer voll, wartet, bis es aufgesogen ist, setzt den Setzling in die Mitte des Lochs und bedeckt ihn vorsichtig mit Erde.
  10. Der Wurzelhals wird leicht abgesenkt, etwa 6–8 cm unter die Erdoberfläche. Anschließend wird er verdichtet und erneut bewässert, dann mit Erde aufgefüllt und so lange verdichtet, bis das Pflanzloch vollständig gefüllt ist.
  11. Bedecken Sie die Oberfläche mit Mulch, die Schicht sollte 5–10 cm über dem Boden liegen. Sie wird sich über den Winter setzen und ebnen.

Die richtige Pflege vor dem ersten Frost hilft der Pflanze, sich an ihrem neuen Standort zu etablieren. Gießen Sie sie einmal wöchentlich, entfernen Sie vorher die Mulchschicht und bringen Sie sie anschließend wieder auf. Sägemehl ist ebenfalls hilfreich; es schützt die Wurzeln im Winter vor Frost und dient später als Dünger. Übersteht der Strauch den Winter, liefert er in der nächsten Saison eine reiche Ernte.

Sicherheitsvorkehrungen

Stachelbeeren sind dornige Pflanzen. Daher ist es wichtig, beim Umpflanzen nicht nur die richtige Technik anzuwenden, sondern auch Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Verletzungen zu vermeiden. Tragen Sie beim Umgang mit Stachelbeeren dicke Arbeitshandschuhe.

Mögliche Fehler und ihre Folgen

Manche Gärtner, die Stachelbeeren für eine anspruchslose Pflanze halten, befolgen die Regeln für das Umpflanzen nicht strikt, egal ob dies im Herbst oder im Frühjahr geschieht:

  • Ein ausgewachsener Strauch kann ohne einen Erdklumpen nicht gut Wurzeln schlagen; seine Wurzeln müssen mit einer ausreichenden Menge Erde ausgegraben werden.
  • Bewurzelungsmittel erhöhen das Überleben der Pflanzen. Für die Anwendung beim Pflanzen oder Umpflanzen wurden spezielle Präparate entwickelt. Das gebräuchlichste ist Kornevin, das als Biostimulans eingesetzt wird, um die Entwicklung geschwächter Wurzelsysteme zu beschleunigen.
  • Nach dem Umpflanzen von Stachelbeeren an einen neuen Standort werden diese häufig mit kaltem Wasser gegossen. Manche Pflanzen berichten jedoch, dass sie trotz rechtzeitiger Pflanzung, richtiger Pflege und regelmäßiger Bewässerung eingehen. Die ideale Temperatur für Stachelbeeren liegt zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Es sollte stehendes Wasser oder Leitungswasser verwendet werden; Brunnenwasser ist strengstens ungeeignet.

Bei richtiger Verpflanzung von Stachelbeeren, also unter Beachtung des Verpflanzungszeitraums und der anschließenden Pflege, schlägt die Pflanze gut Wurzeln und liefert bald eine reiche Ernte an Beeren.

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