Hallimasch im Herbst: Wann und wo kann man ihn sammeln?

Der Herbst-Hallenpilz (Armillaria mellea) ist eine Pilzart aus der Gattung der Hallimasche (Physalacriaceae). Er zählt zu den Speisepilzen der Kategorie 3.

Herbstlicher Hallimasch

Beschreibung

Hut Der Durchmesser beträgt bis zu 10–15 cm. Die Farbe variiert je nach umgebenden Bäumen und Witterung von Hellbraun bis Olivgrün. Zur Mitte des Hutes hin dunkelt die Farbe nach. Junge Pilze haben Hüte mit zahlreichen Schuppen, die bei älteren Pilzen fast vollständig verschwinden.
Aufzeichnungen Relativ selten, von fast weiß bis braun mit einem rosa Schimmer, oft mit braunen Flecken.
Zellstoff Fleischig, aromatisch, hell in der Farbe, dunkelt mit dem Alter nach.
Bein Bis zu 12 cm hoch und bis zu 2 cm dick, mit einem leicht gelblichen Schimmer. Der Stiel weist stets einen deutlich sichtbaren Ring auf.

Wann und wo kann man im Herbst Hallimasch sammeln?

Herbst-Honigpilze kommen in Laub- und Mischwäldern von den Subtropen bis in nördliche Regionen vor, mit Ausnahme von Permafrostgebieten. Sie wachsen häufig auf Lichtungen und erscheinen nach 2-3 Jahren auf Baumstümpfen.

Ihre bevorzugten Baumarten sind Birke, Eiche, Linde und Pappel, aber sie fressen auch Kiefer und Fichte. Diese Pilze sind Parasiten, das heißt, sie wachsen normalerweise auf lebenden Bäumen, gedeihen aber auch auf verrotteten Baumstümpfen.

Interessanterweise leuchtet das Myzel von Pilzen, die auf Baumstümpfen wachsen, nachts. Sollten Sie einmal auf einen solchen Stumpf stoßen, warten Sie am besten auf warmes Wetter mit Temperaturen über 10 Grad Celsius, etwa eine Woche nach einem kräftigen Regenguss oder dichtem Nebel im September.

Die ersten Herbst-Honigpilze erscheinen im Juli, die letzten findet man im Oktober und in den südlichen Regionen sogar noch im November.

Der Ertrag ist schlichtweg erstaunlich. In manchen Wäldern lassen sich in einem Pilzjahr bis zu einer halben Tonne dieser köstlichen Pilze pro Hektar ernten. Sie wachsen in Büscheln. An einem einzigen Baumstumpf können bis zu hundert Pilze hängen, die oft an ihren Stielen miteinander verwachsen sind.

Top.tomathouse.com warnt: Gefährliche Doppelgänger

Man könnte versehentlich den Schuppenpilz anstelle des Herbst-Honigpilzes pflücken, dessen Hut und Stiel mit großen Schuppen bedeckt sind. Er ist zwar nicht giftig, aber aufgrund seines zähen, gummiartigen und schwer verdaulichen Fleisches, das keinerlei Pilzgeschmack besitzt, ungenießbar.

Unerfahrene Pilzsammler pflücken mitunter Schwefelgelbe, Graue oder Rotbraune Falsche Honigpilze anstelle essbarer Pilze. In den beiden letztgenannten Fällen ist das in der Regel unbedenklich. Diese Pilze sind zwar unter bestimmten Umständen essbar, sollten aber besser gemieden werden.

Arten von falschen Hallimasch

Schwefelgelbe Falsche Honigpilze sind giftig; der Verzehr kann zu Ohnmacht und Krankenhausaufenthalt führen. Ihr Fleisch ist giftig gelb und riecht unangenehm.

Alle falschen Honigpilze haben keinen Stielansatz, echte Champignons hingegen schon. Ein weiterer Unterschied zwischen einigen falschen Champignons und essbaren Herbstpilzen ist der glatte, schuppenlose Hut. Die Lamellen sollten nicht grau sein.

Kaloriengehalt, Nutzen und Risiken

Kaloriengehalt Klein: nur 22 kcal/100 g. Dadurch können sie auch in strengste Diäten integriert werden.
Belkov Frische Champignons enthalten bis zu 2,2 g. Das ist nicht viel, aber sie enthalten alle essentiellen Aminosäuren.
Da Pilze zu 90 % aus Wasser bestehen, enthalten sie nach dem Trocknen mehr Protein als Fleisch.
Fette und Kohlenhydrate Nicht viel – nur 1,4 % bzw. 0,5 %.

Aber Hallimasch ist schlichtweg ein Speicher für Mineralien und Spurenelemente.

Sie enthalten Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Außerdem enthalten sie so viel Kupfer und Zink, dass man den Tagesbedarf bereits mit 100 Gramm dieser Pilze decken kann.

Kupfer spielt eine Rolle bei der Blutbildung, während Zink die Immunität und die reproduktive Gesundheit fördert. Die Vitamine C und E tragen ebenfalls zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte bei.

Vitamin B1, an dem Honigpilze besonders reichhaltig sind, ist gut für das Nervensystem. In vielen Ländern sind Medikamente mit diesen Pilzen in Apotheken zur Behandlung von Herz-Kreislauf- und Nervensystemerkrankungen erhältlich. In Österreich wird Honigpilzpulver als mildes Abführmittel verwendet, und eine Salbe mit diesem Pilzextrakt dient zur Behandlung von Gelenkschmerzen.

In der chinesischen Medizin ist die Verwendung dieser Pilze viel breiter gefächert: Die Tinktur wird als Stärkungsmittel eingesetzt, und das Pulver wird bei Schlaflosigkeit, Krämpfen und Neurasthenie verwendet.

Nach spezieller Verarbeitung werden die Myzelstränge, sogenannte Rhizomorphen, zur Herstellung von Medikamenten gegen Gastritis und Lebererkrankungen, Bluthochdruck und akute Atemwegsinfektionen verwendet. Dieses Medikament wird auch nach einem Schlaganfall verschrieben.

Hallimasch enthält Substanzen, die Staphylococcus aureus abtöten, einen gegen viele Antibiotika resistenten Erreger. Auch seine krebshemmenden Eigenschaften werden erforscht. Seine Wirksamkeit gegen Karzinome und einige andere Tumore wurde bereits bestätigt.

Für medizinische Zwecke werden ausschließlich junge, von Insekten unberührte Pilze verwendet. Es gibt keine Gegenanzeigen, außer dass Menschen mit Magenproblemen sie nur in Maßen verzehren sollten.

Vergiftungen durch Hallimasch sind häufig, besonders wenn die Pilze nach dem ersten Frost geerntet werden und nicht ausreichend gekocht wurden. Für alle essbaren Verwendungszwecke außer dem Trocknen sollten alle Pilze 30–40 Minuten vorgekocht werden.

Honigpilze schmecken besonders gut in Suppen, vor allem mit Bohnen, und als Beilage zu gekochten oder gebratenen Kartoffeln. Man kann sie einlegen, salzen, trocknen und für den Winter einfrieren.

Getrocknete Kräuter werden zu einem Pulver verarbeitet, das als Gewürz verwendet wird und vielen Gerichten einen unvergleichlichen Geschmack und Duft verleiht.

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