Giftpilz Blutzahn

Ein geheimnisvoller und einzigartiger Vertreter des Pilzreichs ist der Blutzahn-Pilz, der seinen Namen seinem ungewöhnlichen Aussehen verdankt. Er wurde erstmals 1913 beschrieben, obwohl er bereits 1812 entdeckt wurde. Interessanterweise sind seine Eigenschaften noch immer nicht vollständig erforscht.

Foto des Blutzahnpilzes

Aussehen (Beschreibung)

Manche Lebewesen auf unserem Planeten sind gleichermaßen überraschend wie furchterregend. Der ungewöhnliche Blutzahnpilz ist eines davon. Er wächst in Nadelwäldern in ganz Europa und Nordamerika. Man kann diesen Pilz kaum übersehen, denn seine leuchtende Farbe fällt sofort ins Auge.

Der Name „Hydnellum peckii“ stammt von dem amerikanischen Mykologen Peck, der diese Art als Erster entdeckte. Der Pilz ist mittelgroß, sein Hut hat einen Durchmesser von etwas über 5 cm und erinnert an Kaugummi mit einem dezenten Erdbeerduft. Der Stiel ist etwa 2 cm hoch. Auf der Hutoberfläche bilden sich leuchtend blutrote Tropfen, als wären sie mit dem Blut eines verletzten Tieres befleckt. Diese rote Flüssigkeit wird vom Pilz selbst durch seine Poren abgegeben. „Hydnellum peckii“ ähnelt etwas einem Steinpilz, der mit Ahorn- oder Johannisbeersaft beträufelt wurde. Der Körper ist weiß und samtig und verfärbt sich mit zunehmendem Alter braun.

Das Hauptmerkmal des „blutigen Zahns“ ist seine Fähigkeit, Wasser aus dem Boden aufzunehmen und sich von kleinen Insekten zu ernähren, die versehentlich hineinfallen. Der Name „Zahn“ ist daher nicht zufällig gewählt. Mit zunehmendem Alter bilden sich an den Rändern der Pflanze spitze Strukturen.

Essbar oder nicht?

Der Gemeine Hagebuttenpilz (Hydnellum peckii) gehört zur Ordnung der Champignons (Agaricales), ist aber im Gegensatz zu diesen nicht essbar. Der Fruchtkörper selbst ist nicht giftig; die Gefahr geht allein vom Farbstoff Atromentin im Hut aus. Dessen Giftigkeit wird noch erforscht, und es ist noch nicht bekannt, ob er für Menschen tödlich ist. Der Pilz hat einen bitteren Geschmack, mit dem er Menschen und Tiere abschreckt.

Andere Namen

Wo und wann wächst der Blutzahn-Pilz?

Wie bereits erwähnt, wächst dieser Pilz in den Nadelwäldern Australiens, Europas und Nordamerikas. In Russland ist er äußerst selten und kommt nur im Herbst, von September bis November, vor. Kürzlich wurde er auch im Iran, in Nordkorea und in der Republik Komi entdeckt.

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Im Rahmen ihrer Studien entdeckten Wissenschaftler, dass der Saft des Pilzes eine Substanz namens Atromentin enthält, ein spezifisches Antikoagulans. Es kann zur Vorbeugung von Blutgerinnseln und zur Verbesserung der Blutgerinnung eingesetzt werden. Man geht außerdem davon aus, dass eine alkoholische Tinktur aus dem leuchtend giftigen Saft des Pilzes die Heilung von Prellungen fördert, da dieser ausgeprägte antibakterielle Eigenschaften besitzt.

Antromentin wird noch nicht in der medizinischen Praxis eingesetzt.

Manche Ärzte hoffen, dass in naher Zukunft ein Medikament ähnlich dem Penicillin, das aus dem gleichnamigen Pilz gewonnen wurde, auf Basis der violetten Substanz entwickelt werden kann.

Ähnlichkeiten mit anderen Arten

Der Pilz hat enge Verwandte:

  • Rostroter Hydnellum (Hydnellum ferrugineum). Er lässt sich mit zunehmendem Alter leicht vom „Blutigen Zahn“ unterscheiden; der anfangs weiße Körper mit flüssigen roten Tropfen beginnt, rostfarben zu werden.
  • Der Blaue Hydnellum (Hydnellum caeruleum) wächst in den Wäldern Nordeuropas in der Nähe von weißen Moosen. Sein Fleisch weist ähnliche, blutrote Tropfen auf und zeichnet sich durch seine markante blaue Farbe aus. Mit zunehmendem Alter verfärbt sich die Mitte des Hutes braun.
  • Duftendes Hydnellum (Hydnellum suaveolens). Der helle Fruchtkörper mit blauen Stacheln dunkelt mit zunehmendem Alter nach und verströmt einen stechenden Geruch. Es wird keine rote Flüssigkeit abgesondert.

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