Jeder kennt Champignons aus dem Supermarktregal. Doch die Geschichte dieser Pilze reicht Jahrhunderte zurück; ursprünglich wuchsen sie nur wild und unterschieden sich optisch deutlich von ihren domestizierten Verwandten.
Inhalt
- 1 Beschreibung des Waldchampignon
- 2 Fotogalerie des Waldchampignon
- 3 Historische Fakten über den Wildpilz
- 4 Wo und wann wächst der Wildpilz?
- 5 Ist der Wildpilz essbar?
- 6 Welche Speisepilze können mit dem Wildchampignon verwechselt werden?
- 7 Giftige Doppelgänger des Waldchampignon
- 8 Nutzen und Risiken von Wildpilzen
- 9 Wildpilze zubereiten: alle Nuancen und Rezepte
- 10 Rezepte für Gerichte mit Wildpilzen
- 11 Interessante Fakten über den Wildpilz
- 12 Bewertungen von Wildchampignons durch Pilzsammler
Beschreibung des Waldchampignon
Wilde Champignons wurden im Volksmund Wolfspilze, Hüte und Blaguskas genannt.
Der Hut hat einen Durchmesser von 7–15 cm und ist anfangs eiförmig, flacht sich aber mit der Zeit zu einer tellerförmigen Gestalt mit einer kleinen Erhebung in der Mitte ab. Die Farbe ist rosabraun mit einem leichten Lilastich. Die Haut ist dünn, dicht und schuppig.
Die auf der Hutunterseite befindliche Hymenophore besteht aus hellen Lamellen mit einem rosafarbenen Schimmer. Bei reifen Pilzen färbt sie sich jedoch purpurbraun.
Das Fleisch ist weiß, färbt sich an der Schnittstelle rosa. Wildpilze sondern keinen Milchsaft ab. Der Duft ist angenehm.
Der Stiel ist bis zu 10 cm lang und nicht dicker als 2 cm. Er ist zylindrisch geformt und verbreitert sich leicht an der Basis. Die Farbe ist gräulich-weiß; bei jungen Pilzen ist an der Spitze ein häutiger Ring zu sehen, der mit zunehmendem Alter verschwindet. Das Fleisch nimmt beim Anschneiden einen rosafarbenen Schimmer an.
Fotogalerie des Waldchampignon
Historische Fakten über den Wildpilz
Die ersten wissenschaftlichen Erwähnungen des Waldchampignons finden sich in den Werken des deutschen Mykologen J.K. Schaeffer aus dem Jahr 1762.
Es gibt keine eindeutige Antwort auf die Frage, welches Land als historischer Geburtsort der Champignons gilt. Obwohl das Wort französischen Ursprungs ist und „Pilz“ bedeutet, ist Italien nach wie vor überzeugt, dass Champignons erstmals auf seinem Boden entdeckt wurden.
Noch vor wenigen Jahrhunderten galten Champignons als wahre Delikatesse und wurden nur dem Adel serviert. Heute kann man sie sogar ohne großen Aufwand selbst anbauen.
Wo und wann wächst der Wildpilz?
Wildpilze bevorzugen Misch- und Nadelwälder und sind besonders häufig unter jungen Fichten anzutreffen. Die Fruchtkörperbildung beginnt im Juli und kann unter günstigen Bedingungen bis Oktober oder November andauern.
Pilze wachsen in Gruppen oder einzeln und bilden mit ihrem Myzel manchmal ein ringförmiges Muster. Neue Pilze erscheinen zyklisch, und eine zweite Ernte vom selben Standort ist bereits nach 2-3 Wochen möglich.
Ist der Wildpilz essbar?
Wilde Champignons gelten als essbar. Am besten pflückt man jedoch junge Exemplare; diese sind weniger empfindlich und leichter zu transportieren.
Wilde Champignons haben keinen ausgeprägten Geschmack oder Geruch. Das macht sie zu einer vielseitigen Zutat für viele Gerichte, da die Pilze den Eigengeschmack nicht überdecken.
Welche Speisepilze können mit dem Wildchampignon verwechselt werden?
Der Waldchampignon wird mit folgenden essbaren Champignons verwechselt:
- Ein dunkelroter Champignon. Er zeichnet sich durch seine größere Größe und seinen dicken Stiel aus. Er bevorzugt Laubwälder gegenüber Nadelwäldern, wie beispielsweise der Waldchampignon.
- Der Champignon ist krumm. Sein Hauptmerkmal ist der dunkelgraue Stiel. Drückt man ihn, färbt sich das Fruchtfleisch zitronengelb.
- Agaricus bisporus, ein wertvoller Speisepilz. Eine seiner Arten heißt nicht so. königlicheSie ist sehr selten und wächst bevorzugt auf offenen Flächen ohne unnötige Bepflanzung. Sie wird häufig für den künstlichen Anbau kultiviert, sogar zu HauseDer Pilz ist an den Resten des Velums zu erkennen, die vom Rand des Hutes herabhängen.
Giftige Doppelgänger des Waldchampignon
Folgende Pilzarten gelten als gefährliche Doppelgänger des wilden Champignons:
- Ein dunkler Champignon (mit dunklen Schuppen). Der Pilz hat einen stechenden Geruch, und das Fleisch verfärbt sich an der Schnittstelle gelb.
- Der Grüne Knollenblätterpilz (Cryptococcus perlus) ist an seiner helleren Färbung zu erkennen; das Fleisch bleibt auch beim Brechen hell, und an der Stielbasis befindet sich eine charakteristische eiförmige Verdickung.
- Bunte Champignons. Der Stiel ist uneben, die Basis verdickt, und die Farbe ist hell mit gräulichen Sprenkeln. Das Fruchtfleisch riecht stechend und verfärbt sich an Bruchstellen gelb.
Nutzen und Risiken von Wildpilzen
Wilde Champignons werden in der Volksmedizin häufig zur Behandlung von Tuberkulose, Gelbsucht, Hautkrankheiten und Typhus eingesetzt. In der Kosmetik findet Champignonextrakt Verwendung in Gesichtsmasken und Seren. Darüber hinaus enthalten Pilze zahlreiche wertvolle Substanzen, die sich positiv auf den Körper auswirken.
Nur Pilze, die in ökologisch bedenklichen Gebieten geerntet werden, können Schaden anrichten. Das liegt daran, dass sie schnell mit Giftstoffen aus dem Boden kontaminiert werden. Solche Pilze sollten für keinerlei Zwecke verwendet werden.
Der Verzehr von Pilzen wird Kindern unter 10 Jahren sowie Personen mit chronischen Magen-Darm-Problemen nicht empfohlen.
Wildpilze zubereiten: alle Nuancen und Rezepte
Bevor man Wildpilze zum Verzehr zubereitet, müssen sie richtig vorbereitet werden.
Verarbeitung von Wildpilzen vor dem Kochen
Alle Wildpilze durchlaufen mehrere grundlegende Vorbereitungsstadien:
- Mit einer trockenen Bürste von Sand und Waldresten befreien.
- Unter fließendem Wasser abspülen.
- Entfernung beschädigter oder wurmstichiger Bereiche.
- Das untere Ende des Beins abschneiden.
- Reinigung der Kappe.
Wie man Wildpilze zubereitet
Pilze werden sehr einfach zubereitet:
- Die Pilze werden in Scheiben geschnitten.
- Wasser wird in einen Topf gegossen und zum Kochen gebracht.
- Die Pilze werden so hineingelegt, dass sie vollständig bedeckt sind.
- Die Garzeit beträgt 5 Minuten.
Wie man Wildpilze brät
Zum Braten von Champignons müssen diese nicht lange gewaschen werden; man übergießt die geschälten Champignons einfach mit kochendem Wasser.
- Öl in einer Bratpfanne erhitzen.
- Die Pilze klein schneiden und in eine Pfanne geben.
- Bei mittlerer Hitze braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Wie man Wildpilze mariniert
Marinierte Wildpilze gelten als Delikatesse.
Vor dem Kochen werden die Pilze gründlich gewaschen und anschließend etwa 5 Minuten in kochendem Wasser gekocht.
Anschließend werden die Pilze in einen Topf mit 2 Litern Wasser gegeben und die Marinade nach folgendem Rezept zubereitet:
- Essig 30% - 60 g,
- Piment – 5 Stück
- Schwarzer Pfeffer – 10 Stück
- Nelken - 4 Stück
- Lorbeerblätter – 2 Stück
- Zucker – 1 TL
- Salz – 2 TL.
Alle Zutaten zu den Pilzen geben und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Sobald die Pilze auf den Boden gesunken sind, mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abkühlen lassen, in Gläser füllen und die Marinade darüber gießen.
Wie man Wildpilze einlegt
Zutaten:
- Pilze – 2 kg.
- Johannisbeerblätter – 2 Stück.
- Lorbeerblätter – 3 Stück.
- Nelken – 3 Stück.
- Dill-Regenschirm – 2 Stück.
- Schwarze Pfefferkörner – 4 Stück.
- Salz – 100 g.
- Wasser 500 ml.
Zubereitungsmethode:
- Gießen Sie Wasser in einen Topf und kochen Sie die gehackten Champignons darin 10 Minuten lang.
- Wenn die Pilze auf den Boden sinken, die Gewürze hinzufügen.
- Nach Ablauf der Garzeit die Pilze mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in ein Sieb geben.
- Sobald das Wasser abgelaufen ist, die Pilze schichtweise in Gläser geben und mit Salz bestreuen.
- Lege ein Gewicht darauf.
- Sobald die Pilze vollständig mit Salzlake bedeckt sind, verschließen Sie die Gläser mit Deckeln und stellen Sie sie in den Kühlschrank.
Wildpilze auf verschiedene Arten konservieren
Durch das Konservieren von Wildpilzen lassen sich deren Geschmack und Aroma lange bewahren. Schauen wir uns die wichtigsten Methoden zur Pilzkonservierung an.
Mit Dill
Zutaten:
- Pilze – 3 kg.
- Kristallzucker – 1 TL.
- Salz (ohne Jod) – 150 g.
- Scharfe Paprika – ½ Schote.
- Knoblauch – 3 Zehen
- Zwiebel – 3 Köpfe
- Dillsamen – 2 EL.
- Pflanzenöl – 100 ml.
Zubereitungsmethode:
- Die Pilze mit Wasser abspülen.
- Gießen Sie Wasser in eine Schüssel, geben Sie Salz hinzu und weichen Sie die Pilze darin 1,5 Stunden lang ein, wobei Sie den Inhalt regelmäßig schütteln.
- Die Zwiebel in Ringe schneiden, die Paprika in Würfel schneiden.
- Knoblauch, Dill, Pfeffer und Zwiebeln schichtweise in Gläser füllen.
- Die Pilze mit den Hüten nach unten auf den Boden legen.
- Dann wiederholen Sie die Schichten.
- Das Öl erhitzen, Zucker hinzufügen, umrühren und über die Pilze gießen.
- Die Deckel aufrollen, zweimal umdrehen und 1-2 Tage ruhen lassen, bis sie fertig sind.
In Tomatensoße
Zutaten:
- Pilze – 2,5 kg.
- Zwiebeln – 1 kg.
- Salz – 1,5 EL.
- Essig 9% - 3 EL.
- Tomatensauce – 500 mg.
- Pflanzenöl – 100 ml.
- Gemahlener schwarzer Pfeffer – 0,5 EL.
- Gemahlener Knoblauch – 0,5 EL.
- Lorbeerblatt – 2 Blätter.
Zubereitungsmethode:
- Die Zwiebel in halbe Ringe schneiden.
- Öl in eine Pfanne geben und die Zwiebel darin glasig braten.
- Gehackte und gekochte Champignons 5 Minuten mitbraten, dann 10-15 Minuten braten.
- Gewürze hinzufügen, Tomatensoße dazugeben und zum Kochen bringen.
- Hitze reduzieren und zugedeckt 40 Minuten köcheln lassen.
- Lorbeerblätter und Essig hinzufügen und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
- Die Pilze und Soßen in Gläser füllen, aufrollen, umdrehen und mit einem warmen Tuch abdecken.
Mit Meerrettich
Zutaten:
- Champignons – 1 kg.
- Wasser – 150 ml.
- Zucker – 1,5 TL.
- Salz – 2 TL.
- Pflanzenöl – 100 ml.
- Geriebene Meerrettichwurzel – 3 EL.
- Essig 9% - 3 EL.
- Schwarzer Pfeffer – 8 Erbsen
- Weiße Pfefferkörner – 6 Stück.
- Knoblauch – 3 Zehen
- Lorbeerblatt – 1 Blatt.
Zubereitungsschritte:
- Waschen und putzen Sie die Pilze gegebenenfalls.
- Gieße Wasser in einen Topf, füge Zucker, Salz und gehackten Knoblauch hinzu und lasse alles 3 Minuten kochen.
- Die Pilze in Scheiben schneiden. In den Topf geben und bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen.
- Abkühlen lassen, in Gläser füllen und aufrollen.
- Im Kühlschrank maximal 3 Monate aufbewahren.
Wie man Wildpilze trocknet
Vor dem Trocknen sollten Pilze nicht gründlich abgespült oder gar eingeweicht werden. Es empfiehlt sich, sie einfach mit einem Tuch oder einer Bürste zu reinigen.
Die Dicke der Teile sollte 10-15 cm nicht überschreiten.
Pilze können getrocknet werden in mehrfacher Hinsicht:
- Natürlich. Die Pilze werden auf eine Schnur aufgefädelt und auf dem Dachboden aufgehängt oder auf einem trockenen, sauberen Tuch an einem gut belüfteten, warmen Ort ausgelegt.
- In einem elektrischen Dörrgerät. Die Pilze werden auf speziellen Rosten mit einem Abstand von 1 cm platziert. Die Trocknungsleistung hängt vom Modell und der Kapazität des Geräts ab.
- Im Backofen. Die Pilzstücke nebeneinander auf ein Backblech legen, den Backofen auf 40–50 Grad Celsius vorheizen und die Tür einen Spalt offen lassen. Die Pilze alle 3 Stunden wenden.
Es wird empfohlen, getrocknete Pilze in einem Stoffbeutel aufzubewahren, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Wie man Wildpilze einfriert
Vor dem Einfrieren müssen gewaschene Champignons getrocknet werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen.
Sie können ganz oder in Scheiben geschnitten eingefroren werden. Notieren Sie unbedingt das Zubereitungsdatum auf der Verpackung; frische Champignons sind bis zu einem Jahr haltbar. Zum Kochen müssen sie nicht aufgetaut werden.
Rezepte für Gerichte mit Wildpilzen
Werfen wir einen Blick auf drei hervorragende Rezepte mit Wildpilzen. Wir empfehlen, sie auszuprobieren.
Suppe
Aus Champignons lässt sich eine köstliche und aromatische Cremesuppe zubereiten. Dafür benötigen Sie:
- Wildpilze – 250 g.
- Getrocknete Pilze – 10 g.
- Butter – 20 g.
- Zwiebel – 1 Stück
- Knoblauch – 2 Zehen.
- Cognac oder Brandy – 2 EL.
- Creme – 100 ml.
- Lorbeerblatt – 2 Blätter.
Zubereitungsmethode:
- Öl in eine Pfanne geben, erhitzen und fein gehackten Knoblauch und Zwiebeln hinzufügen.
- Die Pilze klein schneiden, zusammen mit der Zwiebel und dem Knoblauch in eine Pfanne geben und braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Cognac hinzufügen und köcheln lassen, bis er verdampft ist.
- Salz und Pfeffer hinzufügen, umrühren und vom Herd nehmen.
- Getrocknete Pilze 1 Stunde lang einweichen, dann in einen Topf mit kochendem Wasser geben.
- Füge die Mischung aus Pilzen und Gemüse hinzu und gib Lorbeerblätter dazu.
- Zum Kochen bringen und 30-40 Minuten kochen lassen.
- Nach Ablauf der Zeit den Topf vom Herd nehmen, das Lorbeerblatt entfernen und alles mit einem Mixer vermengen.
- Sahne hinzufügen und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
Julienne
Dieses Gericht stammt aus Frankreich und ist in der russischen Küche sehr einfach zuzubereiten. Am besten verwendet man einzelne Servierschälchen, aber viele Köche haben die Julienne-Zubereitung auch für größere Backbleche angepasst.
Zutaten:
- Champignons – 200 g.
- Butter – 1 EL
- Zwiebel – 1 Stück
- Hartkäse – 50 g.
- Sahne – 150 g.
Zubereitungsmethode:
- Die Pilze klein schneiden und 5 Minuten in kochendem Salzwasser kochen lassen.
- Die Zwiebel in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit erhitztem Öl anbraten.
- Die Pilze dazugeben und braten, bis das Wasser verdampft ist.
- Gießen Sie die Sahne in die Pfanne, geben Sie Salz und Pfeffer hinzu.
- Unter ständigem Rühren bei schwacher Hitze 5-7 Minuten köcheln lassen.
- Die Julienne in die Förmchen geben, mit geriebenem Käse bestreuen und im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen 7 Minuten backen.
Klassisches Rezept
Am beliebtesten ist es, Champignons in Sauerrahm oder Sahne zu schmoren.
Zutaten:
- Waldchampignons – 1 kg.
- Butter oder Ghee (zum Braten) – 2 EL.
- Zwiebeln – 2 Stück.
- Nelken – 2-3 Stück.
- Sahne oder fettarme saure Sahne - 1 EL.
- Gemüse – nach Geschmack.
Zubereitungsschritte:
- Die Pilze in Stücke schneiden und 5 Minuten in Salzwasser kochen.
- Die Zwiebel klein schneiden und in erhitztem Öl goldbraun anbraten.
- Pilze dazugeben und braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Saure Sahne oder Sahne dazugeben und zum Kochen bringen.
- Nelken und Kräuter hinzufügen und 10-15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
Interessante Fakten über den Wildpilz
Es hat sich herausgestellt, dass nicht nur Menschen gelernt haben, Pilze künstlich zu züchten. Viele Ameisenarten, insbesondere südamerikanische, entfernen Kompoststücke aus dem Myzel und platzieren sie in der Nähe ihres Lebensraums. An den Fruchtkörpern selbst sind sie jedoch nicht interessiert. Im Gegenteil: Die Ameisen verhindern deren Wachstum, indem sie die Hyphen anknabbern. Dieses Anknabbern führt zur Bildung einer kleinen, proteinreichen Knolle. Diese Knolle stellt den Hauptnährstoff für die Insekten dar.
Bewertungen von Wildchampignons durch Pilzsammler
Der Hut hat einen Durchmesser von bis zu 10 cm (meist weniger), ist halbkugelförmig bis flach, nicht sehr fleischig und mit charakteristischen bräunlichen Schuppen auf hellerer Grundhaut bedeckt.
Der Rand der Kappe kann entweder glatt oder behaart sein.
Die Teller sind rosagrau und dunkeln mit der Zeit zu Braun nach.
Der Stiel misst bis zu 10 x 1,5–2 cm, ist an der Basis bauchig und von gräulicher bis schmutzig-beiger Farbe mit einer leichten Patina. Der Ring ist deutlich sichtbar, aber recht zerbrechlich.
Es duftet angenehm nach Pilzen und färbt sich bei Beschädigung intensiv rot.
Sie bewohnt Nadelwälder (vorwiegend Fichtenwälder). Sie ist in Zentralrussland verbreitet und in manchen Gebieten häufig.
Ein ausgezeichneter Speisepilz und vor allem ein wirklich schmackhafter Pilz mit einem echten Pilzaroma, nicht etwa einem Anisduft.
Ähnelt am ehesten dem Agaricus phaeolepidotus, einem wärmeren, in Laubwäldern vorkommenden Pilz, der einen unangenehmen Jodgeruch hat (und daher als ungenießbar gilt).
Das stimmt alles, der Champignon ist wirklich ein wunderbarer Pilz, aber ich bin persönlich etwas vorsichtig beim Pflücken, weil ich ihn leicht mit giftigen Champignons verwechseln könnte. Zumindest bin ich nicht darin geschult, sie zu erkennen. Hier ist ein Link zum Vergleich… sie sehen sich sehr ähnlich; man kann sehen, dass Wiesenchampignons, Gemeine Champignons und Gelbe Champignons einander sehr ähnlich sehen. Ich kann keinen Unterschied erkennen, und es besteht die Gefahr, einen giftigen zu pflücken. Außerdem scheint mir, dass dies ein Wiesenchampignon ist (abgebildet in Vovans Beitrag), während der Gemeine Champignon etwas anders aussieht… Ich könnte mich irren, aber wenn man Fotos online, in verschiedenen Quellen und in Nachschlagewerken vergleicht, scheint das der Fall zu sein.
Die zweite Champignonart, die mir im vergangenen Jahr begegnet ist, war der Waldchampignon (Agaricus silvaticus). Dieser Pilz wird auch Blagusha genannt.
Ich bin ihr zum ersten Mal im Kiefernwald von Chibiysky begegnet und habe sie sofort an ihren charakteristischen Merkmalen erkannt: einem schuppigen Hut und gerötetem Fleisch.
Der Durchmesser beträgt 4 bis oft 15 cm. Bei jungen Pilzen ist er kugelförmig, später gewölbt und im reifen Zustand flach ausgebreitet, wobei die faserige Oberfläche des Hutes, insbesondere im mittleren Bereich, mit großen braunen Schuppen bedeckt ist, wodurch der Pilz dunkler erscheint.
Die Teller sind zunächst weiß, dann rötlich und schließlich dunkelbraun.
Das Fleisch ist hell, färbt sich beim Anschneiden oder Brechen schnell und deutlich rot; beim Drücken mit den Fingern bleiben rosabraune Flecken auf der gesamten Oberfläche des Pilzes zurück. Der Geschmack ist süßlich. Der Geruch ist säuerlich, stechend und angenehm.
Sie wächst vorwiegend in Nadelwäldern (oft heißt es, sie wachse zusammen mit Fichten, aber ich glaube nicht, dass wir hier Fichten haben). Sie liebt Ameisenhügel.
Sie schreiben, dass es auch in Laubwäldern vorkommt.
Diese Waldchampignons sind etwas jünger, aber neben dem Nest
Der Unterschied zwischen einem Feldchampignon und einem gewöhnlichen Champignon liegt in der Stiellänge. Der Feldchampignon hat einen gelblichen Schimmer, allerdings weniger stark als der Wildchampignon! Der Wildchampignon ist dunkler und hat einen schuppigeren Hut! Der giftige Gelblingchampignon hingegen riecht unangenehm und verfärbt sich gelb, wenn man ihn drückt oder am Stielansatz bricht! Der Unterschied zu einem essbaren Champignon liegt in seinem sehr angenehmen Duft und darin, dass verschiedene Sorten zu unterschiedlichen Zeiten wachsen. Der Wildchampignon beispielsweise wächst hauptsächlich in Fichtenwäldern und nur im August und September… und so weiter.



























































