Der Name Igelstachelbartpilz (übrigens ist die Schreibweise „Igelstachelbartpilz“ nicht korrekt) umfasst verschiedene Pilzfamilien, die manchmal äußerliche Ähnlichkeiten aufweisen.
Inhalt
- 1 Allgemeine Beschreibung der Stachelannone
- 2 Wo Igelstachelbartpilze wachsen, die Saison zum Sammeln
- 3 Zwei essbare Stachelbeerpilzarten aus der Stachelbeerpilzfamilie: Fotos und Beschreibungen in Tabellen.
- 4 3 essbare Stachelpilzarten aus der Familie der Stachelpilzgewächse (Hericiaceae): Fotos und Beschreibungen in Tabellen
- 5 3 bedingt essbare Stachelpilzarten aus verschiedenen Familien
- 6 8 ungenießbare Stachelpilzarten aus verschiedenen Familien mit Fotos und Beschreibungen in Tabellen.
- 7 Nutzen, Nährwert und medizinische Eigenschaften des Igelstachelbarts
- 8 Mögliche Gefahren durch den Igelstachelbart
- 9 Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten von Igelstachelbartpilzen
- 10 Rezepte für Gerichte mit Igelstachelbartpilzen
- 11 Igelstachelbartpilze zu Hause anbauen
- 12 Lagerung von Igelstacheln
- 13 Rezensionen zu Schwarzkopfpilzen und Kochtipps
Allgemeine Beschreibung der Stachelannone
Auf den ersten Blick ähneln Igelstachelbartpilzen Pfifferlingen, da sie in großen Säulen wachsen. Ihr charakteristisches Merkmal, das ihnen ihren Namen gibt, sind die weichen, nadelartigen Auswüchse an der Hutunterseite.
Verschiedene Namen für Stachelannone-Pilze
In verschiedenen Quellen finden sich auch andere Bezeichnungen für den Stachelannone-Pilz:
- Gidnum.
- Kolchak.
- Affenkopf.
- Hericius.
- Satyrbart.
Familie und Gattung
Hericium-Pilze gehören hauptsächlich zur Gattung Hydnum aus der Familie der Hydnaceae. Heutzutage werden jedoch auch Pilze anderer Gattungen und Familien als Hericium-Pilze klassifiziert. Beispiele hierfür sind die Gattung Hericium aus der Familie der Hericiaceae sowie die Familien Bankeraceae, Phanerochaete und Exidiaceae.
Wo soll die Betonung im Wort Igel liegen?
Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe „yezhovik“.
Strukturelle Merkmale
Die Pilzhüte erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 cm. Sie sind gewölbt und haben eine unebene Oberfläche. Weiche Stacheln befinden sich an der Innenseite. Die Farbe ist hellgelb oder orange, der Stiel erreicht eine Höhe von 6 cm und hat einen Durchmesser von 6 cm. Die Form ist zylindrisch und verbreitert sich zur Basis hin. Das Fleisch ist fest. Der Duft ist leicht fruchtig oder blumig.
Diese Beschreibung bezieht sich auf die Igelstachelbartpilze aus der Familie der Erychiumaceae; die Merkmale der Igelstachelbartpilze aus anderen Familien werden weiter unten beschrieben.
Wo Igelstachelbartpilze wachsen, die Saison zum Sammeln
Stachelpilze wachsen sowohl in Nadel- als auch in Misch- und Laubwäldern. Man findet sie in Sibirien, Fernost sowie in Nordamerika und Europa. Einige Arten der Familie gelten als gefährdet, weshalb sie im Wald schwer zu finden sind.
Die Fruchtperiode dauert von Juli bis Oktober.
Zwei essbare Stachelbeerpilzarten aus der Stachelbeerpilzfamilie: Fotos und Beschreibungen in Tabellen.
Den Stachelannone-Pilz erkennt man sehr leicht. Während gewöhnliche Pilze Lamellen oder eine röhrenförmige Schicht aufweisen, besitzt der Stachelannone-Pilz nadelartige Strukturen.
Nachfolgend beschreiben wir die gebräuchlichsten essbaren Sorten dieser Pilze.
Gelber Stachelannone-Pilz, gekerbt
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Gelber Stachelannone-Pilz (Hydnum repandum) | Der Hut ist dreieckig oder orange, 6–12 cm im Durchmesser und kann nach unten gebogene Ränder haben. Das Fleisch ist dick und angenehm aromatisch. Die Hüte mehrerer Pilze verwachsen oft während des Wachstums. Die Stacheln an der Hutunterseite sind etwas heller und brechen leicht. Der Stiel ist bis zu 6 cm lang und verbreitert sich an der Basis. | Von Juli bis Oktober. | Auf Moos in Misch- oder Nadelwäldern. |
Fotogalerie des gelben Stachelannone-Pilzes
Weißer Igelstachelbart, weißlich
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Weißer Igelstachelbart (Hydnum albidum) | Der Hut ist weiß und kann mit zunehmendem Alter gräuliche oder gelbliche Farbtöne annehmen. Er hat einen Durchmesser von 5–12 cm und ist anfangs leicht gewölbt, später flacher. Die Schale ist samtig, dicht und trocken. Die Stacheln sind rosaweiß und fallen bei Reife leicht ab. Der Stiel ist etwa 6 cm hoch, dicht und lückenlos. | Von Juli bis Oktober. | Nadel- und Laubwälder lieben hohe Luftfeuchtigkeit und Moos. |
Fotogalerie des weißen Stachelbeerpilzes
3 essbare Stachelpilzarten aus der Familie der Stachelpilzgewächse (Hericiaceae): Fotos und Beschreibungen in Tabellen
Essbare Stachelpilze sind in Russland sehr selten, aber leicht an ihrem nadelartigen Belag zu erkennen. Nachfolgend sind die häufigsten essbaren Stachelpilzarten aus der Familie der Stachelpilzgewächse (Hericiaceae) aufgeführt.
Alpen-Igelpilz
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Alpen-Stachelbartpilz (Hericium flagellum) | Die Fruchtkörper sind recht groß, der Hutdurchmesser erreicht bis zu 20 cm und die Pilzhöhe bis zu 30 cm. Ein sichtbarer Stiel kann fehlen. Die Farbe ist weiß oder ockerfarben. Die Stacheln sind bis zu 2 cm lang. | Von August bis Oktober. | Kommt auf Tannenholz vor, ist aber auf anderen Nadelbäumen selten zu sehen. Bevorzugt Gebirgs- und Vorgebirgsregionen. |
Fotogalerie des Alpen-Semmelstoppelpilzes
Löwenmähne
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Löwenmähne (Hericium erinaceus) | Der Fruchtkörper ist sitzend, stiellos, unregelmäßig gewölbt und mit 2 bis 5 cm langen Stacheln besetzt. Er ist weiß und kann beim Trocknen leicht gelblich werden. Das Fleisch ist weiß und fest. Diese Stachelpilzart schmeckt nach Garnelen. | Von Juli bis Oktober. | In Russland kommt sie in der Amurregion, der Region Chabarowsk, der Krim, Primorje und im Kaukasus vor. Sie wächst auf Eichenstämmen, in Baumhöhlen und auf Baumstümpfen. Sie ist sehr selten und gilt in den meisten Ländern als gefährdet. |
Fotogalerie des Schopfigels
Korallenigel
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Hericium coralloides | Die Sorte verdankt ihren Namen ihrer ungewöhnlichen Form: Der Fruchtkörper ist buschig, bis zu 20 cm im Durchmesser, mit gebogenen Stacheln unterschiedlicher Länge und Form, die bis zu 2 cm hoch werden. Die Farbe ist weiß oder cremefarben. Ein Stiel fehlt. Das Fruchtfleisch ist fest und faserig und wird mit zunehmendem Alter sehr zäh. | Von Juni bis zur zweiten Septemberhälfte. | Auf Baumstümpfen und umgestürzten Bäumen von Espen, Birken oder Eichen. Äußerst selten. |
Fotogalerie des Korallen-Igelpilzes
Hericium anticillus
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Löwenzungenpilz (Hericium cirrhatum) | Das auffälligste Merkmal des Stachelannone-Pilzes ist sein komplexer Fruchtkörper, der einer Blüte ähnelt. Er ist recht groß und erreicht eine Höhe von bis zu 15 cm. Seine halbkugelförmige Gestalt besteht aus mehreren fächerförmig zusammengewachsenen Fruchtkörpern mit eingewachsenen Zotten auf der Oberfläche. Die Farbe ist weiß und verfärbt sich mit zunehmendem Alter rötlich. Das Fleisch ist rosa oder weiß. Der Stachelannone-Pilz findet breite Anwendung in der Medizin; junge Exemplare sind am besten zum Verzehr geeignet. | Von August bis Oktober. | Auf Baumstämmen und Baumstümpfen in Mischwäldern. |
Fotogalerie von Seepockengras
3 bedingt essbare Stachelpilzarten aus verschiedenen Familien
Bedingt essbare Stachelannone können nur in jungem Alter nach Wärmebehandlung verzehrt werden; ausgewachsene Pilze sind sehr bitter.
Hericium rufosa, rötlich-rot oder rötlich-gelb
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Igelmähne (Hydnum rufescens) | Der Hutdurchmesser beträgt 2–5 cm, größere Exemplare sind jedoch möglich. Er ist gewölbt mit leicht eingerollten Rändern. Die Farbe ist ockerfarben bis orangebraun, verblasst aber mit zunehmendem Alter. Der Stiel ist 5 cm hoch und maximal 1,5 cm im Durchmesser. Er kann leicht abgeflacht sein und ist weiß oder rosa. Junge Exemplare können mit feinen Härchen bedeckt sein. Das Fleisch ist rosa. Nach dem Aufbrechen verfärbt es sich schnell gelblich und ist geruchlos. Der Pilz wird jung verzehrt; ältere Exemplare schmecken bitter. | Von Juli bis Oktober. | Nadel- und Laubwälder, manchmal auf Baumstümpfen und Bäumen. |
Fotogalerie des Roten Stachelbeerpilzes
Hericium panaschiert, schuppig, dachziegelartig
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Der Igelpilz, Sarcodon imbricatus | Der Hut hat einen Durchmesser von 25 cm. Er ist gewölbt und entwickelt mit der Zeit eine Vertiefung in der Mitte. Seine Oberfläche ist mit großen, braunen Schuppen bedeckt. Die Haut ist trocken und samtig. Das Fleisch ist weißlich-grau und duftet würzig. Der Stiel ist bis zu 8 cm hoch und bis zu 2,5 cm im Durchmesser. Er ist zylindrisch und etwas heller als der Hut. Gelegentlich kann er einen violetten Schimmer aufweisen. | Von August bis November. | Nadelwälder, bevorzugt sandigen, trockenen Boden. |
Fotogalerie des bunten Igelstachelbarts
Pseudo-Herringiculum gelatinosa
| Name | Beschreibung | Wenn es wächst | Wo es wächst |
| Pseudohydnum gelatinosum | Auf den ersten Blick ähnelt der Fruchtkörper einem Pfifferling; seine blattförmige Gestalt erstreckt sich vom Stiel bis zu 5 cm hoch und geht fließend in den Hut über. Die Farbe hängt von der Luftfeuchtigkeit ab und kann gräulich oder braun sein. Das Fleisch behält seine Form, ist aber von gallertartiger Konsistenz. Der Hymenophor ist stachelig. | Von August bis Oktober. | Selten in Nadelwäldern anzutreffen, gelegentlich in Laubwäldern. |
Fotogalerie von gallertartigen Pseudo-Seeigel
8 ungenießbare Stachelpilzarten aus verschiedenen Familien mit Fotos und Beschreibungen in Tabellen.
Unter den Stachelannonepilzen gibt es oft ungenießbare Sorten, die wegen ihres bitteren Geschmacks und der Gefahr einer Lebensmittelvergiftung nicht verzehrt werden sollten.
Hericium spp.
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Löwenfußpilz (Sarcodon leucopus) | Der Durchmesser beträgt 8–20 cm, die Form ist oft unregelmäßig, besonders wenn die Pilze in Gruppen wachsen und miteinander verschmelzen. Die Farbe ist graubraun, mit zunehmendem Alter treten bläuliche Schattierungen auf. Der Hut ist flach und weist eine Vertiefung in der Mitte auf. Die Stacheln an der Hutunterseite sind dicht, bis zu 1,5 cm lang und anfangs weiß. Später verfärben sie sich bräunlich. | Die Höhe variiert zwischen 4 und 8 cm, der Durchmesser beträgt 4 cm. Der Mittelteil kann leicht verdickt sein. Die Farbe entspricht fast der des Hutes, jedoch können sich mit der Zeit grünliche Flecken auf der Oberfläche, insbesondere auf der Unterseite, bilden. | Weiß, dicht und mitunter rosa, bräunlich-violett oder purpurbraun gefärbt. An der Schnittfläche verfärbt es sich allmählich bläulich-grau. Es riecht bitter und schmeckt ebenfalls unangenehm. |
Fotogalerie des Weißbeinigen Igelpilzes
Hericium gestreift
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Löwenzungenpilz (Hydnellum concrescens) | Mit einer konkaven Mitte ist die rötlich-braune Farbe in der Mitte deutlich dunkler als an den Rändern; der Durchmesser beträgt 10 cm. Die Oberfläche glänzt im nassen Zustand. | Kurz, rostfarben, samtig. | Hart, holzig. |
Fotogalerie des gestreiften Igelpilzes
Nordischer Igelpilz
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Nordischer Stachelpilz (Climacodon septentrionalis) | Der zungenförmige, an der Basis verwachsene Pilz kann einen Durchmesser von bis zu 30 cm und eine Dicke von bis zu 3 cm erreichen. Seine Farbe ist gräulich-gelb, verblasst aber mit der Zeit. | So etwas gibt es nicht. | Das Fruchtfleisch ist fest und hat einen unangenehmen Geruch. |
Pilze wachsen vorwiegend auf geschwächten Laubbäumen in Schichten. Sie erscheinen im Hochsommer und können bis in den Spätherbst hinein bestehen bleiben, wenn sie nicht vorher von Insekten gefressen werden.
Fotogalerie des nördlichen Hericiums
Hericium verschmolzen
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Hericium connate (Phellodon connatus) | Sie hat eine unregelmäßige Form, erreicht einen Durchmesser von bis zu 4 cm und ist gräulich-schwarz. Die Ränder sind anfangs hell, dunkeln aber mit der Zeit leicht nach. Mehrere Hüte wachsen oft zusammen und bilden so eine bizarre Struktur. | Der Stiel ist dünn, schwarz und hat eine seidig glänzende Oberfläche. Die kugelförmigen Sporen sind mit Stacheln bedeckt. | Aus Holz, fast schwarz. |
Der Pilz bevorzugt sandige Böden in Nadel- oder Mischwäldern.
Fotogalerie von Igelgras
Finnischer Stachelpilz
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Finnischer Igelpilz (Sarcodon fennicus) | Der Durchmesser variiert zwischen 3 und 15 cm, die Form ist flach-konvex und flacht mit zunehmendem Alter ab. Die Oberfläche ist anfangs glatt, später bilden sich kleine Schuppen, vorwiegend in der Mitte. Die Form ist unregelmäßig, die Ränder sind oft faserig. Die Farbe ist bräunlich und an den Rändern deutlich heller. | Bis zu 5 cm hoch, bis zu 2,5 cm dick und biegsam. Die Farbe kann rötlich-braun, grünlich oder an der Basis fast schwarz sein. | Das Fruchtfleisch des Hutes ist hellgelb, am Stiel blaugrün. Der Geschmack ist bitter. |
Sie wachsen in Mischwäldern oder Nadelwäldern und tragen von September bis Oktober Früchte.
Fotogalerie des finnischen Stachelbeerpilzes
Schwarzer Igelpilz
| Name | Hut | Bein | Zellstoff |
| Schwarzer Igelstachelbart (Phellodon niger) | Groß, 3 bis 8 cm im Durchmesser, von unregelmäßiger Form. Die Farbe wechselt von hellblau zu gräulich-schwarz. Die Haut ist trocken und samtig. Die Hymenophore ist stachelig, anfangs bläulich, später dunkelgrau. | Dick und kurz mit festem Fleisch. | Sehr dunkel, dicht. |
Die Pilze wachsen in Mischwäldern und Kiefernwäldern und bilden Mykorrhiza mit Kiefern. Die Fruchtkörperbildung beginnt Ende Juli und dauert bis Oktober.
Fotogalerie des schwarzen Stachelbeerpilzes
Hericium schuppig
| Name | Hut | Bein |
| Rauher Stachelpilz (Sarcodon scabrosus) | Rotbraun mit in der Mitte eingedrückten Schuppen. Der Durchmesser beträgt 30–10 cm, die Oberfläche ist flach-konvex und kann eine zentrale Vertiefung aufweisen. Die Form ist unregelmäßig, die Oberfläche trocken. Mit zunehmendem Alter werden die Schuppen immer deutlicher sichtbar. Die Ränder sind gebogen und gewellt. | Bis zu 10 cm hoch, bis zu 2,5 cm im Durchmesser. Der Ring fehlt, und der Sockel kann tief im Erdreich verborgen sein. Unter der braunen Farbe ist ein blauschwarzes oder grünliches Muster zu erkennen. |
Der Pilz ist in Europa weit verbreitet.
Fotogalerie des Rauhen Stachelbeerpilzes
Climacodon pulcherrima
| Name | Hut | Bein |
| Climacodon pulcherrimus | Der Durchmesser beträgt 4–11 cm, die Form kann flach oder fächerförmig sein. Die Oberfläche ist trocken. Die Farbe ist weiß, bräunlich oder leicht orange. Bei Druck oder Beschädigung verfärbt sie sich rot. Das Hymenophor besteht aus bis zu 8 mm langen Stacheln, die mit zunehmendem Alter verschmelzen. | NEIN. |
Pilze wachsen auf umgestürzten oder trockenen Laubstämmen und sind auf Nadelbäumen seltener anzutreffen.
Fotogalerie von Climacodon pulcherrima
Nutzen, Nährwert und medizinische Eigenschaften des Igelstachelbarts
Stachelannone-Pilze gelten als kalorienarmes Lebensmittel mit nur 22 kcal pro 100 g. Sie enthalten eine Vielzahl von Vitaminen, Mikro- und Spurenelementen:
- Vitamin D.
- Vitamin C.
- Riboflavin.
- Vitamin C.
- Vitamin K2.
- Pantothensäure.
- Vitamine PP.
- Kalzium.
- Magnesium.
- Selen.
- Natrium.
- Phosphor.
- Kalium.
Darüber hinaus enthalten Igelstachelbartpilze weitere wichtige Bestandteile:
- Leucin.
- Aminopropansäure.
- Glutaminsäure.
- Aminobernsteinsäure.
- Diaminohexansäure.
Dank dieser Vielfalt an nützlichen Substanzen haben Igelstachelbartpilze eine stark positive Wirkung auf den Körper:
- Entfernt „schlechtes“ Cholesterin aus dem Körper, reinigt die Blutgefäße und beugt der Bildung von Plaques vor.
- Regeneriert Muskelgewebezellen und steigert die Vitalität.
- Normalisiert die Funktion des endokrinen Systems.
- Reguliert den Wasserhaushalt im Körper und normalisiert so den Blutdruck.
- Aktiviert die Proteinsynthese.
Mögliche Gefahren durch den Igelstachelbart
Der regelmäßige, mäßige Verzehr von Pilzen schadet einem gesunden Körper nicht, jedoch gibt es bei Igelstachelbartpilzen einige Gegenanzeigen:
- Kinder unter 5 Jahren.
- Individuelle Intoleranz.
- Chronische Nierenerkrankung.
- Erkrankungen der Gallenwege.
- Chronische Magenprobleme.
- Schwangerschaft und Stillzeit.
Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten von Igelstachelbartpilzen
Stachelannone-Pilze sind in der Natur sehr selten und daher in kulinarischen Kreisen kaum bekannt. Junge Pilze eignen sich am besten zum Verzehr, da das Fleisch mit zunehmendem Alter zu zäh und schwer verdaulich wird.
Stachelannonepilze sind vor allem in der französischen Küche zu finden. Sie werden selten als eigenständiges Gericht serviert, finden aber breite Verwendung in Saucen, Julienne-Streifen, Würzmitteln und Vorspeisen.
Es ist wichtig, vor dem Kochen alle Stacheln von den Pilzen zu entfernen, damit sie beim Kochen nicht abfallen und das fertige Gericht verderben. Ein weiterer wichtiger Punkt: Semmelstoppelpilze schrumpfen kaum, da sie wenig Flüssigkeit enthalten.
Wie man Igelpilze zubereitet
Vor dem Kochen die Pilze waschen und die Sporenschicht entfernen. Anschließend in einen Topf geben, mit kaltem Salzwasser bedecken und bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Zum Kochen eignen sich am besten gewellte, gelbe oder weiße Stachelannone-Pilze. Alle anderen Pilze sollten aufgrund ihres geringen Eigengeschmacks mit anderen Sorten gemischt werden.
Wie man Igelstachelbartpilze brät
Es wird empfohlen, die Igelstachelbartpilze vor dem Braten vorzukochen.
Eine Ausnahme können die Bart-, Kamm- und Korallen-Stachelbeerpilze bilden.
- Die Früchte werden gewaschen und die Myzelreste entfernt.
- Falls nötig, 20 Minuten kochen lassen.
- Öl in einer Pfanne erhitzen, Pilze hinzufügen und 10 Minuten braten.
- Geben Sie die gehackte Zwiebel, Salz und Gewürze zu den Pilzen und kochen Sie alles weitere 5-10 Minuten.
- Falls gewünscht, können Sie 2 Minuten vor Ende der Garzeit saure Sahne in die Pfanne geben.
Rezepte für Gerichte mit Igelstachelbartpilzen
Nachfolgend finden Sie einfache und leckere Rezepte mit Stachelannone-Pilzen, die den Geschmack dieser ungewöhnlichen Pilze hervorheben.
Käsesuppe
Zur Zubereitung der Suppe benötigen Sie:
- Gekochte Champignons – 300 g.
- Kartoffeln – 3 Stück.
- Schmelzkäse – 1 Stück
- Hähnchenfilet – 200 g.
- Zwiebel – 1 Stück
- Butter – 20 g.
- Pfeffer, Salz – nach Geschmack.
Zubereitungsmethode:
- Das Hähnchenfilet in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen.
- Öl in einer Pfanne erhitzen, geriebene Karotten, gehackte Champignons und Zwiebeln hinzufügen und 10 Minuten braten, bis alles gar ist.
- Alle Zutaten in einen Topf geben, gewürfelte Kartoffeln hinzufügen und 15 Minuten kochen lassen.
- Den Käse reiben, in die Suppe geben und so lange rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
- Die Hitze abstellen und die Suppe 20 Minuten ziehen lassen.
- Mit Sauerrahm und Kräutern servieren.
Französische Igelpilzsauce
Die Sauce passt hervorragend zu jeder Beilage.
Zutaten:
- Gekochte Champignons – 300 g.
- Saure Sahne – 250 g.
- Zwiebel – 1 Stück
- Pflanzenöl – 2,5 EL.
- Salz, Pfeffer, Gewürze – nach Geschmack.
Zubereitungsmethode:
- Die Pilze klein schneiden und 5 Minuten in heißem Öl anbraten.
- Gehackte Zwiebeln hinzufügen und weitere 7 Minuten braten.
- Saure Sahne, Salz und Gewürze hinzufügen, 20 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen und den Herd ausschalten.
Italienischer Salat
Für die Zubereitung eines scharfen Salats benötigen Sie:
- Gekochte Igelstachelbartpilze – 200 g.
- Hähnchenbrust – 1 Stück
- Kirschtomaten – 10 Stück.
Kochen Sie die Hähnchenbrust, schneiden Sie die Pilze und das Fleisch in Würfel, halbieren Sie die Tomaten, geben Sie alles in ein Glas und würzen Sie es mit einer speziellen Sauce, die dem Gericht einen einzigartigen Geschmack verleiht.
Für die Sauce benötigen Sie:
- Sardellenpaste – 1 EL.
- Leichte Mayonnaise – 1 EL.
- Zitronensaft – 2 EL.
- Geriebener Parmesan – 50 g.
- Gehackter Knoblauch – 2 Zehen.
- Pfeffer, Salz – nach Geschmack.
Alle Zutaten vermischen, in eine Salatschüssel geben, mit einem Deckel abdecken und 5 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Igelstachelbartpilze zu Hause anbauen
Sie können Igelstachelbartpilze zu Hause züchten, aber Sie müssen dafür hochwertiges Myzel kaufen, das in Fachgeschäften verkauft wird.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbau von Igelstachelbartpilzen:
- Suchen Sie im Wald einen geeigneten Laubbaum mit Rinde, schneiden Sie einen Teil davon ab und stutzen Sie gegebenenfalls die Äste.
- Lassen Sie das Holz 7 Tage lang an einem warmen, gut belüfteten Ort trocknen.
- Bohren Sie 4 cm tiefe Löcher in die Schnittfläche und ordnen Sie diese schachbrettartig an.
- Füllen Sie das Myzel in die Löcher.
- Übergießen Sie den Holzscheit mit warmem Wasser und wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie ein, in die Sie Löcher zur Belüftung stechen.
- Stellen Sie den Baum an einen warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Das Myzel muss dreimal täglich befeuchtet werden.
- Sobald weiße Fäden an der Oberfläche sichtbar werden, legen Sie den Holzscheit für 24 Stunden in kaltes Wasser.
- Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit stellen Sie den Holzscheit senkrecht in einen hellen Raum.
Die Fruchtbildung beginnt innerhalb von sechs Monaten, aber im Spätherbst sollte das Myzel in einen Keller gebracht oder mit Laub abgedeckt werden. Bei geeignetem Wetter kann es auch im Freien bleiben.
Lagerung von Igelstacheln
Stachelannonepilze sind nur sehr begrenzt haltbar und sollten daher innerhalb von 2–3 Stunden nach dem Pflücken verarbeitet werden. Im Kühlschrank hält sich die Haltbarkeit auf 3 Tage, allerdings müssen die Pilze dann gewaschen, geputzt und von den Sporen befreit werden.
Es wird empfohlen, Igelstachelbartpilze in Beuteln oder Behältern mit Deckel aufzubewahren, da sie sofort alle Gerüche aus dem Kühlschrank aufnehmen.
Um ihre Haltbarkeit zu verlängern, können Semmelstoppelpilze eingelegt oder eingefroren werden. Auch Trocknen ist eine Möglichkeit, sie haltbar zu machen. Dieses Produkt kann bis zu drei Jahre gelagert werden, ohne an Geschmack zu verlieren.
Rezensionen zu Schwarzkopfpilzen und Kochtipps
Der Gelbe Stachelannone-Pilz und seine rötliche Variante wachsen in Misch- und Reinwäldern mit Kiefern. Häufiger findet man sie jedoch in Mischwäldern mit Eichen, in Brombeersträuchern an Hügelhängen und in Schluchten.
Sie wächst von Juli bis zum Spätherbst und ist oft in großen Gruppen zu finden. Da sie aber in Wellen wächst, lässt sich aus jeder einzelnen Pflanze im Wald ganz einfach ein Korb flechten!
Die rote Form wächst oft neben der gelben, ist aber noch häufiger auf Kiefern zu finden, und zwar nicht auf jungen, in einem Haufen der Nadeln vom letzten Jahr, wiederum näher an Hügeln und Schluchten.
Es ist ein guter Speisepilz, gebraten schmeckt er hervorragend, mariniert hingegen eher fad. Auf einer Platte macht er sich aber gut und hat eine wunderschöne Farbe! Man möchte den Inhalt des Glases am liebsten sofort servieren. Beim Kochen sollte man den unteren, sporenhaltigen Teil entfernen (das geht ganz einfach mit einem Messer oder Fingernagel), bei jungen Pilzen mache ich das aber nicht.
Ich habe sie sowohl frittiert als auch gefroren zubereitet!
Es stellt sich heraus, dass auch die Igelstachelbartpilze nicht so einfach zu unterscheiden sind; es gibt mindestens drei verschiedene Arten. Eine davon ähnelt sehr dem Pfifferling.
Gelber Stachelannone-Pilz (Hydnum repandum)
Nun, auch hier.
Die leuchtendere und kleinere Hydnum rufescens (Igelmähne)
Und mit weißem Hut und kleineren Sporen: Hydnum albidum, Weißer Igelpilz
Der Gelbe Stachelannone (Hydnum repandum) besitzt im Allgemeinen größere Fruchtkörper, oft eine hellere Färbung und einen unregelmäßig geformten Hut mit einem meist unebenen und gewellten, manchmal gekerbten Rand; zudem trägt er Stacheln, die bis zum Stiel reichen. Der Rotgelbe Stachelannone (Hydnum rufescens) hat kleinere Fruchtkörper (5–8 cm), meist mit einem glatten, selten gelappten Rand und einer leuchtenderen rot-orangen Färbung. Der Stiel dieser Art ist deutlicher vom Hut abgegrenzt, und die Stacheln reichen nicht bis zum Stiel. Die morphologischen Merkmale beider Arten können jedoch je nach Entwicklungsstadium und Umweltbedingungen während der Wachstumsperiode variieren. Darüber hinaus weisen sie erhebliche regionale Unterschiede auf. All dies kann die Bestimmung mitunter erschweren. Molekulargenetische Studien slowenischer und spanischer Mykologen zeigen, dass selbst mikroskopische Merkmale bei diesen Arten nicht immer eine eindeutige Unterscheidung ermöglichen.
Darüber hinaus gibt es zwei weitere Arten, die makroskopisch nicht vom rötlich-gelben Stachelannone zu unterscheiden sind: die Ellipsosporen-Stachelannone und die Ovoidsporen-Stachelannone. Sie unterscheiden sich lediglich durch die Form ihrer Sporen.
Ich weiß es nicht genau, aber in meinem Datscha-Wald bei Aprelevka wächst die gelb-rote Variante in Hülle und Fülle. Sie ist viel kleiner als die gelbe, wächst aber von Ende Juni bis zum Spätherbst in sehr großen Gruppen. Allerdings wächst sie nur an einem einzigen Ort – in den Fichtenpflanzungen – und ich habe sie noch nie woanders gesehen.
Ich bin in den Wäldern bei Serpukhov oft auf gelbe und gelbrote Igelstachelbartpilze gestoßen, hauptsächlich im Frühherbst, wenn die Pfifferlingsaison normalerweise schon vorbei war :yep: .
Der Pilz eignet sich hervorragend für alle Arten der Zubereitung (da stimme ich Volodka 1975 vollkommen zu :flag:). Ich habe ihn nur noch nicht eingelegt, aber dafür gibt es ja speziellere Pilze :yep:. Das Trocknen ist allerdings etwas umständlich – das Fleisch ist sehr empfindlich und lässt sich nur schwer auf einen Spieß stecken, da es leicht bricht :dontknow:. Anschließend kann man ihn auf einem feinmaschigen Sieb (das auf einem Rahmen gespannt ist) ausbreiten.) und trocknen daher innerhalb eines Tages aus – schließlich ist das Fruchtfleisch ja schon recht trocken.
Was die Bitterkeit reifer Pilze angeht, kann ich nichts sagen: Mir ist das noch nie aufgefallen :dontknow:, vielleicht ist mein Geschmackssinn nicht fein genug. Und ich habe noch nie die Stacheln von der Hutunterseite entfernt – warum auch? :huh: Dass oft Kiefernnadeln und anderer Waldmüll in den Hut hineinwachsen, stimmt, man muss schon etwas herumfummeln, um sie zu entfernen, aber ansonsten –Die
P.S. Ich habe noch nie einen weißen Stachelannone-Pilz gesehen (es ist eine völlig exotische Art :dontcare:), aber der bunte Stachelannone-Pilz ist mir ein Rätsel – er ist in allen Pilzbestimmungsbüchern aufgeführt, aber ich bin ihm noch nie begegnet, obwohl ich in den pilzreichsten Gebieten gesucht habe :'( ).
Hericium coralloides
Nicht jeder Pilzsammler hat das Glück, im Wald auf einen Korallen-Hericium (Hericium coralloides) zu stoßen. Doch wenn man ihn findet, ist man von seinem ungewöhnlichen Aussehen fasziniert. Der Korallen-Hericium macht seinem Namen alle Ehre; er ähnelt tatsächlich einer Meereskoralle.
Der Fruchtkörper von Hericia erreicht eine Breite und Höhe von 30–40 cm und besteht aus zahlreichen, korallenartigen Ästen, die mit weichen Stacheln bedeckt sind.
Der Korallen-Stachelbeerpilz gedeiht auf umgestürzten Stämmen und Baumstümpfen von Laubbäumen, bevorzugt Birke, Linde, Eiche und Espe, ist aber seltener auf Ulme und Erle anzutreffen. Der Pilz zerstört aktiv Holz und verursacht Weißfäule. Er wächst typischerweise an eher dunklen, trüben Stellen, wo seine weißen „Korallen“ schon von Weitem gut sichtbar sind.
Wächst von Mitte Sommer bis Mitte September.
Das Fruchtfleisch ist weiß, der Geruch schwach, der Geschmack neutral (ältere Exemplare sind jedoch bitter und adstringierend).
Es hat keine giftigen Gegenstücke.
Es ist schwierig, den Geschmack dieses Stachelannone-Pilzes zu beurteilen; nur wenige haben ihn probiert. Lange Zeit glaubte man, das Sammeln sei verboten, da er im Roten Buch aufgeführt sei. Mittlerweile ist der Mythos, der korallenartige Stachelannone-Pilz sei im Roten Buch gelistet, widerlegt. Die Ursache liegt in einer systematischen Verwechslung. Zur Zeit der Erstellung der Roten Bücher wurde der Name Hericium coralloides für eine etwas andere Art verwendet, die auf Nadelholz wächst und tatsächlich recht selten ist: Hericium alpestre. Diese Art, der alpine Stachelannone-Pilz, ist die wahre Seltenheit, während der korallenartige Stachelannone-Pilz eine recht häufige Art ist, was durch zahlreiche Funde und die Fülle an Fotos im Internet belegt wird.
Essen oder nicht essen? Das ist eine persönliche Frage. Antike Manuskripte sind erhalten geblieben, die Hericium als Nahrungsmittel erwähnen.
Am 30. Oktober 1653 wurde in Russland ein Dekret erlassen, das die Todesstrafe für Diebe und Räuber abschaffte. Sie wurde durch andere Strafen ersetzt. Eine schriftliche Bestätigung aus dem August 1654 belegt, dass die Räuber Wanka Krugli, Kirilko Kriwoi und Waska Wybejglas, die in der Nähe des Dorfes Molvitino im Gouvernement Kostroma gefasst wurden, mit dem Verzehr von Igelstachelbart bestraft wurden. Man muss allerdings bedenken, dass Korallen damals noch unbekannt waren und der Igelstachelbart als Teufelsholz-Luffa bezeichnet wurde, das „in den Wäldern alles überwucherte“. Die Räuber mussten die Stacheln selbst sammeln, die Suppe kochen und das Gebräu essen. „Niemand starb an dieser Mahlzeit, nicht nach einer Woche, nicht nach zwei … nicht nach acht. Sie sahen nur elend aus und baten immer wieder um Brot; wir können diesen Luffa nicht mehr essen“, sagten sie. In der zehnten Woche ihrer Strafe knieten die Räuber vor den Dorfbewohnern nieder, bereuten ihre Sünden, schworen, nie wieder das Gesetz zu brechen, und gingen als Zeichen ihrer Absicht in ein Kloster, um dort ein tugendhaftes Leben zu führen. Die Kunde von dieser Geschichte verbreitete sich weit über die Grenzen der Provinz Kostroma hinaus und erreichte auch andere Räuber. Aus Furcht vor einem solchen Schicksal zerstörten sie alle hölzernen Luffaschwämme, woraufhin diese fast vollständig aus unseren Wäldern verschwanden.Es ist also klar, dass unverantwortliches Sammeln von Pilzen die Erträge erheblich verringern kann. Und dank alter Chroniken können wir nachvollziehen, wie sich die allgemeine Wahrnehmung des Korallenlöwenmähnenpilzes entwickelt hat.
Es gibt auch Studien zu den medizinischen Eigenschaften von Hericium. In der chinesischen Medizin wird Hericium zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt und ist zudem hilfreich bei der Stärkung des Immunsystems, der Verbesserung der Atemwegsfunktion, der Regulierung von Nervenleiden und der Anregung der Blutbildung. Eine spezielle chinesische Tinktur aus Hericium wird noch heute zur Behandlung von Depressionen verwendet.
Es ist kein Wunder, dass der Korallen-Hericium auf umgestürzten Bäumen wächst. Wenn Sie das Glück haben, diesen wunderschönen Pilz zu entdecken, sollten Sie nicht einfach daran vorbeieilen. Setzen Sie sich auf einen Baumstamm, bewundern Sie seine Schönheit, betrachten Sie seinen komplexen Aufbau, berühren Sie vorsichtig seine „Verzweigungen“ und erleben Sie die Freude, mit der Natur in Berührung zu sein. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass dies „Ihr Pilz“ ist, dann braten Sie ihn ruhig.
Löwenmähne. Ein wirkungsvolles natürliches Nootropikum.
Über diesen Pilz wurden viele unglaubliche Dinge geschrieben.
Es hilft sogar in frühen Krebsstadien und ist ein starkes Nootropikum, das die kognitive Funktion steigert. Die Wirkstoffe des Pilzes sind Hericinonen und Ericinone. Man geht davon aus, dass diese Verbindungen, die nur im Löwenmähnenpilz vorkommen, ihn zu einem wirksamen natürlichen Nootropikum machen. Sie können die Blut-Hirn-Schranke leicht überwinden und den NGF-Spiegel (Nervenwachstumsfaktor) erhöhen.Es ist ziemlich teuer auf iHerb. https://ru.iherb.com/pr/Fungi-Perfecti-Lion-s-Mane-Memory-Nerve-Support-120-Vegetarian-Capsules/61802
Am besten kauft man bei seriösen Anbietern auf AliExpress. 1 kg kostet 4.000 Rubel.
Ich habe beide Varianten bestellt. Im Moment nehme ich die iHerb-Kapseln. Ich möchte erst einmal abwarten, wie ich sie vertrage, bevor ich sie meinem Kind gebe.
Nach einer Woche (!) Einnahme (1 Teelöffel auf nüchternen Magen, mit Wasser)
1. Meine nächtliche Schlafdauer hat sich verkürzt. Ich schlafe 6-7 Stunden und (wie durch ein Wunder) bekomme ich ausreichend Schlaf.
2. Mein Appetit hat stark nachgelassen.
3. Kopfschmerzen, die durch Wetterumschwünge verursacht werden, plagen mich nicht mehr.Ich werde es meinem Kind auf jeden Fall geben. Es funktioniert.
Viele Jahre lang hatten Stachelpilze einen besonderen Platz in meinem Herzen. Nachdem ich einige Jahre in der Schweiz gelebt und die umliegenden Wälder durchstreift hatte, begegnete ich nur einmal einem „Kollegen“. Er schüttelte den Kopf über meinen Korb mit Steinpilzen, und ich starrte auf seinen, der mit einigen stacheligen Pilzen gefüllt war. Der französische Name der Pilze erwies sich als sehr romantisch – Stachelpilze oder Igelpilze. Nach und nach stellte sich heraus, dass Stachelpilze unter den Franko-Schweizern als hervorragende Vorspeise für Raclette bekannt sind. Sie heißen „Écailleux au vinaigre“ (Rezepte findet man bei Google, YouTube usw.). Diese Pilze werden zu Hause zubereitet, daher findet man diese Vorspeise nicht im Handel. Und ich war absolut fasziniert – was für ein interessanter Pilz ist das, der in Russland so selten gesammelt wird? Ich suchte nach Rezepten, bekam den Dreh raus, aber…
Jahrelang hatte ich keine Semmelstoppelpilze gesehen … bis zu diesem Oktober. Im Wald gab es Semmelstoppelpilze, Semmelstoppelpilze … und noch mehr Semmelstoppelpilze.
Man beschloss, die Pilze auf verschiedene Arten zu verarbeiten, da die russischen Pilzsammler, die ich kannte, kein eindeutiges, bewährtes Rezept kannten. Die Franzosen marinieren sie massenhaft mit reichlich Essig (direkt – die Pilze werden in einer Flasche mit 6%igem Weißweinessig eingelegt) und geben Thymian und Rosmarin hinzu. Es gab auch Berichte, dass große (alte) Semmelstoppelpilze sehr bitter sein können. Obwohl der Bunte und der Raue Semmelstoppelpilz (Sarcodon imbricatus und Sarcodon scabrosus) angeblich sehr ähnlich sind, weisen letztere stets eine anhaltende Bitterkeit auf. Vielleicht hatten die Sammler einfach nur Pech und hatten die Rauen erwischt.
Auf Grundlage der Ergebnisse des Igelexperiments lässt sich Folgendes sagen:
1. Am schmackhaftesten sind junge Semmelstoppelpilze mit sehr festem Fleisch und kurzen Stacheln. Man kann sie direkt zusammen mit Zwiebeln in die Pfanne geben. Sie schmecken genauso gut wie Pfifferlinge, wenn nicht sogar besser; sie sind so knackig. Ein wirklich leckerer Pilz. (Ich habe die Stacheln nicht geschält und die Pilze nicht gekocht.)
2. Die großen Pilze, die ich hatte, waren alle roh und nicht bitter – ich habe jeden einzelnen gründlich gekaut. Da ich gelesen hatte, dass große Pilze sehr bitter sein können, ging ich bei den reifen Semmelstoppelpilzen auf Nummer sicher und gab mein Bestes. Jemand hatte online geschrieben, dass die Stacheln bitter seien. Ich entfernte alle langen Stacheln von den großen Pilzen und kochte sie dann 20–30 Minuten in zwei Wasserbädern. Nun, sie waren nicht bitter. Aber auch nicht knackig oder mit dem charakteristischen Geschmack. Der ganze Geschmack war weg. Gekochte Semmelstoppelpilze einfach mit Zwiebeln anzubraten, ergibt nicht dasselbe hervorragende Ergebnis wie bei jungen Pilzen. Für Geschmack und Aroma muss man sie mit anderen Pilzen und Gewürzen mischen oder daraus Pilzkaviar herstellen, was ich getan habe. Insgesamt würde ich vom Kochen von Semmelstoppelpilzen abraten.
3. Marinierte Igelstachelbartpilze nach Schweizer Art.
Mein Rezept sieht vor, die Pilze zuerst zu salzen (anscheinend um mögliche Bitterstoffe zu entfernen), dann in Essig zu blanchieren und anschließend zu marinieren. Da das Blanchieren in kochendem Wasser ohnehin vorgesehen war, habe ich das zusätzliche Kochen weggelassen. Ich habe stattdessen normalen Haushaltsessig verwendet und die Menge reduziert. Als Gewürze habe ich Knoblauch, Thymian und Rosmarin benutzt. Die Bitterstoffe blieben zwar erhalten, aber das Ergebnis war nicht überragend. Ich kannte Pilze mit dem Aroma provenzalischer Kräuter überhaupt nicht – ich habe es einfach nicht verstanden. Ich hätte sie nach klassischer russischer Art marinieren sollen. Ich glaube aber nicht, dass der Semmelstoppelpilz gut zum Einlegen geeignet ist. Frittiert ist er aber super!Übrigens wird dieser Pilz (neben dem trichterförmigen Pilz) in Frankreich auch getrocknet, gemahlen und als Gewürz in Soßen verwendet.
Ich dünste Semmelstoppelpilze in Sauerrahm mit gewürfeltem Hühnerfilet. Ich finde, es schmeckt besser als mit Pfifferlingen. Semmelstoppelpilze sind nicht gummiartig und haben ein angenehmes, nussiges Aroma. Manchmal gebe ich noch einen kleinen Pfifferling dazu, bevor die Pilze zu weich werden. Auch Schuppensemmelstoppelpilze bereite ich so zu; sie sind etwas schärfer, aber trotzdem köstlich.
Ich stieß auf einen Ort, an dem gelbe Stachelannonepilze im Kreis standen.
Ich habe sie oft gesammelt und in einer Mischung verwendet, und jetzt habe ich beschlossen, nachzuforschen – warum ist der Semmelstoppelpilz kein Pfifferling?
Es gibt ein bekanntes Gericht: Pfifferlinge, gebraten mit Knoblauch. Genau dieses Schicksal erwartet die Semmelstoppelpilze.
Mein Eindruck: Sie sind besser als Pfifferlinge. Feiner, sogar süßer. Allerdings meinte einer der Verkoster, er habe eine leichte Bitterkeit wahrgenommen. Genau wie bei Pfifferlingen. Ich habe noch nie von Bitterkeit bei Pfifferlingen gehört, aber ich denke, individuelle Geschmacksempfindungen sind möglich.Im Allgemeinen ist der Pilz kulinarisch sogar noch schmackhafter als Pfifferlinge, wobei seine Zerbrechlichkeit und die Stacheln, die für manche ästhetisch unansehnlich sind, berücksichtigt werden müssen.
Die von mir gesammelten Exemplare waren blassgelb, fast weiß. Und sie hatten Stacheln, die am Stamm herabliefen. Die Wälder waren unterschiedlich, aber es gab überall ausgewachsene Fichten.
Ich habe noch nie so viele einzeln zubereitet, sondern immer nur gemischt. Mir ist aber eine gewisse Bitterkeit aufgefallen. Sie wirkten auch etwas trocken auf mich; Pfifferlinge sind saftiger. Deshalb schneide ich Semmelstoppelpilze immer in dünne Scheiben – so fallen Bitterkeit und Trockenheit weniger auf.
Die erste Testportion haben wir mit Zwiebeln in Butter gebraten. Nicht kochen, sondern einfach roh dazugeben!
Ich habe gestern ein paar Igelstachelbartpilze in der Pfanne gebraten und mein Mann hat sie mir mit zur Arbeit genommen, um mich zu verwöhnen.
Ich habe auch welche für den Winter zubereitet... Einige habe ich gebraten und mit Butter übergossen, andere in Schmalz gebraten und ebenfalls mit Schmalz übergossen. Abgefüllt in 0,5-Liter-Gläsern.
Ich denke, ich werde es vielleicht später mal marinieren.
Diesen Herbst habe ich im Wald viele Semmelstoppelpilze gesehen, aber aus irgendeinem Grund sammelt sie hier in der Gegend niemand. Im Internet liest man, dass man diese Pilze jung auf alle möglichen Arten verarbeiten kann, zum Beispiel trocknen, einlegen, braten, marinieren und so weiter. Ich habe gelesen, dass man Semmelstoppelpilze eine halbe Stunde kochen und dann braten muss, also beschloss ich, ein neues Gericht auszuprobieren. Ich habe die Pilze gründlich geputzt, gewaschen, in Scheiben geschnitten und dann gekocht. Anschließend habe ich sie in eine Pfanne gegeben, gesalzen und mit Zwiebeln in Sonnenblumenöl gebraten. Sie waren essbar, aber mir haben sie nicht wirklich geschmeckt. Schließlich gab es dieses Jahr viele Steinpilze, und Semmelstoppelpilze können da qualitativ nicht mithalten. Ein Freund von mir hingegen meint, er mag diese Pilze wegen ihrer Festigkeit sehr gern. Geschmäcker sind eben verschieden.
Wenn Sie viele Pilze haben, kochen Sie sie und hacken Sie sie fein. Teilen Sie sie in Portionen auf und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Im Winter können Sie sie dann nach Belieben verwenden – zum Beispiel in Kartoffelpuffern, Suppen, Schnitzeln, Aufläufen, Pasteten…
Ich bereite auch Hackfleisch aus verschiedenen Zutaten zu. Es ist köstlich, aromatisch und sättigend.
Und eingelegter Pilzkaviar ist in jeder Situation ein Lebensretter. Er eignet sich als fertige Füllung für Kuchen, als einfacher Sandwichbelag, als geschmackvolle Zutat für Suppen und vieles mehr.











































































































































) und trocknen daher innerhalb eines Tages aus – schließlich ist das Fruchtfleisch ja schon recht trocken.
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