Der Walnussbaum ist ein relativ pflegeleichter Baum, dessen Früchte das Immunsystem, die Gehirnfunktion und das Nervensystem stärken. Die Pflanze wird etwa 300 Jahre alt und wurde ursprünglich aus Griechenland eingeführt, daher ihr Name.
Um eine ertragreiche Pflanze zu erhalten, müssen Sie einige Regeln für das Anpflanzen und die Pflege dieser Delikatesse kennen.
Auswahl eines Landeplatzes und Vorbereitung
Der Walnussbaum ist ein großer Baum. Sein Stammdurchmesser beträgt 20 Meter, seine Höhe 25 Meter und seine Wurzeln sind 3,5 Meter lang. Daher ist es wichtig, den Standort vor dem Pflanzen sorgfältig zu planen. Er sollte in einiger Entfernung vom Haus stehen, da die Wurzeln sonst das Fundament beschädigen können. Zwischen den Setzlingen oder Samen sollten mindestens fünf Meter Abstand eingehalten werden.
Es ist wichtig, die Pflanzmethode festzulegen – Aussaat oder Setzlinge. Die Aussaat ist die gängigste Methode. Am besten wählt man eine Sorte, die dem lokalen Klima standhält.
Saatgutvorbereitung
Die Aussaat kann im Herbst oder Frühjahr erfolgen. Bei Frühjahrsaussaat sollten die Samen vier Monate vorher stratifiziert werden. Dies ist für die Keimung notwendig. Legen Sie die Samen mit der Schnittfläche nach oben in ein Gefäß mit feuchtem Sägemehl oder Erde, bedecken Sie sie mit einer weiteren Schicht Erde und stellen Sie das Gefäß an einen Ort mit einer Temperatur von 0 bis 5 Grad Celsius. Entfernen Sie alle drei Wochen die Samen, lüften Sie sie und befeuchten Sie das Sägemehl. Wiederholen Sie diesen Vorgang vier Monate lang. Anschließend lassen Sie die Samen vier Tage lang in der Sonne trocknen.
Eine weitere Methode zum Anpflanzen im Frühjahr: Die Nüsse in Wasser legen und 5 Tage bei 10 °C stehen lassen. Anschließend die gesunkenen Nüsse entfernen und die an der Oberfläche schwimmenden entsorgen. Die verbleibenden Nüsse, insbesondere die gekeimten, 4 Tage lang in trockenem Sand trocknen lassen.
Bei einer Pflanzung im Herbst sind Stratifizierung und Trocknung nicht erforderlich.
Die Feinheiten des Pflanzens von Samen und Setzlingen
Die Pflanzung erfolgt meist im Frühjahr, im April. Die Früchte werden 11 Zentimeter tief in die Erde gelegt. Wichtig ist, sie richtig herum, mit der Nahtseite nach oben, einzusetzen, da die ersten Früchte sonst 3–4 Jahre später als üblich erscheinen. Vor dem Pflanzen sollte die Erde mit Kompost angereichert werden.
Am besten pflanzt man vorgezogene Setzlinge im April, idealerweise zweijährige Pflanzen. Die Bäume sind sehr empfindlich, daher sollte man beim Ausgraben und Transportieren vorsichtig vorgehen. Die Wurzeln werden auf 40 Zentimeter gekürzt und die Schnittstelle mit Lehm bedeckt. Das Pflanzloch sollte 1 Meter tief und 0,5 Meter im Durchmesser sein. Der Wurzelhals sollte etwa 4 Zentimeter über der Erdoberfläche liegen.
Der erste Astschnitt erfolgt im Alter von zwei Jahren. Die Baumkrone kann bis zu vier Jahre lang geformt werden, danach müssen nur noch schwache Äste entfernt werden.
Wie zieht man einen Walnussbaum im Topf?
Um einen Baum im Topf zu ziehen, bereiten Sie gedüngte Erde vor oder kaufen Sie diese im Fachhandel. Im ersten Fall geben Sie ein Drittel des Drainagematerials in einen 30 Zentimeter breiten Topf und füllen diesen anschließend mit Erde auf.
Die behandelten Früchte in ein 8 cm tiefes Loch legen, mit Erde bedecken und etwa 5 Tage bei 28 °C lagern. Anschließend den Topf ins Haus stellen und gleichmäßig feucht halten. Alle 4 Jahre die Pflanze umtopfen und dabei ein Drittel des Wurzelsystems entfernen.
Wie pflegt man einen Nussbaum?
Die Pflanzenpflege besteht hauptsächlich aus ausreichendem Gießen. Jeder Sämling wird zweimal im Monat gegossen, bei heißem Wetter dreimal. Jede Pflanze benötigt etwa drei Eimer Wasser. Bäume, die höher als vier Meter sind, werden seltener und weniger gegossen. Nach zehn Jahren sollte das Gießen eingestellt werden.
Walnussbäume müssen zweimal jährlich gedüngt werden – im April und im Oktober. Im Frühjahr sollten stickstoffhaltige Düngemittel verwendet werden.
Man sollte bedenken, dass solche Düngemittel bei Überdosierung die Entwicklung krankheitserregender Bakterien begünstigen können. Phosphor und Kalium werden im Herbst benötigt. Granulatdünger sind vorzuziehen, da sie im Gegensatz zu Pulverdünger schneller verfügbar sind. Sobald der Baum Früchte trägt, sollte in den ersten zwei Jahren auf Stickstoffdüngung verzichtet werden.
Es ist wichtig, überflüssige Äste umgehend zu entfernen. Am besten geschieht dies im Frühsommer, wobei man 5–7 Zentimeter stehen lässt. Im darauffolgenden Jahr schneidet man die Äste dann komplett zurück und bestäubt sie mit Baumharz. Bei vierjährigen Pflanzen müssen nur schwache und alte Äste entfernt werden.
Mulch sollte um den Stamm herum verteilt werden, zusammen mit organischem Material oder Kompost. Dies ist besonders in den ersten Jahren des Sämlings wichtig, um die Feuchtigkeit im Sommer zu speichern, und im Winter schützt das Mulchen den Boden vor Frost. Dies sollte nur in den ersten Jahren erfolgen; danach härtet der Baum von selbst ab.
Walnüsse haben keine natürlichen Feinde, und da ihr Geruch Schädlinge abwehrt, müssen sie nicht behandelt werden.
Top.tomathouse.com: Veredelung und Vermehrung in der Datscha
Da Stecklinge nicht wurzeln, lässt sich die gewünschte Sorte nur durch Veredelung auf einen anderen Baum erzielen. Idealerweise sollte die Pflanze etwa zwei Jahre alt sein. Veredelung wird durchgeführt, wenn man eine besonders gute Sorte wie die Mandschurische Walnuss besitzt oder wenn eine bestehende Sorte nicht die erwartete Leistung erbringt und man einen Steckling von einem besser geeigneten Walnussbaum hat.
Bei der gängigen Veredelungsmethode wird die Rinde samt Knospe halbrund abgeschnitten, ein ähnlicher Schnitt am Edelreis (der Unterlage) vorgenommen und dieser auf den Baum aufgepfropft. Die Veredelungsstelle sollte bis zur vollständigen Heilung mit Folie oder Klebeband geschützt werden.
Die Anzucht im Garten erfolgt üblicherweise aus Samen, die im Herbst unbehandelt ausgesät werden. Nach etwa zwei Jahren trägt der Baum die ersten Früchte, und nach weiteren acht Jahren liefert er eine reiche Ernte.
Zur Vereinfachung finden Sie unten eine Tabelle mit Hinweisen zur Pflege von Walnüssen:
| Pflanzenpflege | Jahre im Leben eines Baumes | |||||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | |
| Einen Baum gießen | 2-3 Mal pro Monat | Die Bewässerung auf 2 Mal pro Monat reduzieren. | Nicht mehr gießen | |||||||
| Äste beschneiden | Die Krone formen und alte Äste beschneiden | Nur hygienischer Rückschnitt der Äste | ||||||||
| Düngemittel | Nur Phosphor-Kalium | Phosphor-Kalium- und Stickstoffdünger | ||||||||
Der Walnussbaum ist leicht zu pflanzen, anpassungsfähig an raue Bedingungen, benötigt wenig Wasser und trägt sehr gesunde Früchte. Der Anbau des Baumes ist in der Region Moskau möglich.
Hilfreicher Tipp: Um die Wartezeit bis zur ersten Walnussfrucht zu überbrücken, pflanzen Sie Sträucher wie Himbeeren. Während die Walnuss wächst und gedeiht, tragen die Sträucher bis zu 10 Jahre lang Früchte.
Einige interessante Fakten über Walnüsse:
- Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem Gehirn wird sie als eigenständige Lebensform mit einer „starken Familie“ in ihrer Schale betrachtet. Daher rührt der Glaube, dass der Verzehr von Walnüssen Leben tötet.
- Im antiken Griechenland war es aufgrund seiner vielen Nährstoffe besonders wertvoll, aber dem einfachen Volk war es verboten, es zu essen, da die Machthaber nicht wollten, dass die Bevölkerung intelligenter würde.
- Wissenschaftlich gesehen handelt es sich gar nicht um eine Nuss, sondern um eine Steinfrucht.
- „Liebt Eisen.“ Es stellte sich heraus, dass das Einschlagen eines Nagels in den Stamm die Fruchtqualität verbessert und die frühe Fruchtbildung fördert.
- Bereits 400 Gramm pro Tag können einen kompletten Ernährungsplan ersetzen, der alle notwendigen Nährstoffe für eine ordnungsgemäße Körperfunktion enthält.
- Statistik: 100 Gramm Nüsse können 300 Gramm Vollkornbrot oder 700 Gramm Kartoffeln ersetzen.


