Feijoa zu Hause anbauen

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren viele exotische Früchte den Bewohnern unseres Landes unbekannt: weder ihre Namen noch ihr Aussehen. Heute bieten die Geschäfte eine große Auswahl an exotischen Früchten an. Viele Gartenliebhaber und Zimmerpflanzenfreunde möchten jedoch Pflanzen kultivieren, die in unserem Klima nicht natürlich wachsen, sei es zu Hause oder im Garten. Eine dieser exotischen Pflanzen ist die Feijoa. Es stellt sich heraus, dass dieser Baum aus dem Süden in unseren Breitengraden gedeiht, allerdings nur in Innenräumen.

Feijoa-Blume

Beschreibung von Feijoa

Die Feijoa ist ein Strauch oder kleiner Baum, der in den Subtropen und Tropen kultiviert wird. Sie gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die Pflanze wächst wild, vorwiegend in Südamerika. Durch intensive Züchtung wurden auch Zimmerpflanzen entwickelt, die sich gut auf der Fensterbank zu Hause halten.

Die Feijoa hat längliche Blätter, die oberseits glatt und dunkelgrün, unterseits gräulich und leicht behaart sind. Die Blüten wachsen einzeln, paarweise oder in Gruppen. Die Blütenblätter sind an den Rändern weiß und färben sich zur Mitte hin rosa, wo sich die zahlreichen Staubblätter befinden.

Obst

Feijoas sind saftige, fleischige Beeren mit einer gelben bis dunkelgrünen Schale. Ihr Geschmack erinnert an Ananas, Kiwi und Erdbeere.

Feijoa-Früchte enthalten viele wertvolle Zuckerarten und organische Säuren. Sie sind außerdem reich an Jod, das in besonders bioverfügbarer Form vorliegt. Wissenschaftler haben jedoch festgestellt, dass der Gehalt dieses wichtigen Mikronährstoffs stark von den Anbaubedingungen abhängt. Nur Feijoas, die in Meeresnähe wachsen, weisen hohe Jodwerte auf. Die Früchte sind zudem reich an Ascorbin- und Apfelsäure, Pektin und Ballaststoffen. Sie enthalten nachweislich Substanzen, die die Krebsentstehung hemmen. Die Schale, die üblicherweise nicht verzehrt wird, ist in dieser Hinsicht besonders wertvoll.

Feijoa sollte nicht von Personen verzehrt werden, die gegen die darin enthaltenen Substanzen allergisch sind.

Der relativ hohe Gehalt an einfachen Kohlenhydraten in Früchten kann für Menschen mit Adipositas Grad II oder höher sowie für Diabetiker schädlich sein.

Pflege von Feijoa zu Hause

Der Anbau von Feijoa im russischen Klima ist nicht allzu schwierig, aber es ist notwendig, die Pflegehinweise zu befolgen.

Temperatur

Während der sommerlichen Wachstumsperiode benötigt die Pflanze Temperaturen von 20 bis 25 °C. Der Topf kann auf dem Balkon oder im Freien aufgestellt werden, muss aber vor Zugluft geschützt stehen.

In der kalten Jahreszeit benötigt die Feijoa keine hohen Temperaturen; sie kann bei etwa 15 °C gehalten werden. Es hat sich gezeigt, dass wilde und kultivierte Feijoa-Sträucher Temperaturen bis zu -10 °C vertragen. Es wird jedoch nicht empfohlen, die Zimmerpflanze solch starkem Stress auszusetzen.

Beleuchtung

Feijoas stammen aus subtropischen Regionen mit viel Sonne, Wärme und Feuchtigkeit. Diese Zimmerpflanze benötigt ausreichend Licht: Am besten stellt man sie auf eine sonnige Fensterbank oder an einen hellen Platz im Freien.

Bekommt die Feijoa nicht genügend Sonnenlicht, kann sie welken und sogar absterben. Im Winter benötigt sie daher zusätzliche Beleuchtung, um die Tageslichtstunden zu verlängern.

Boden

Die Ansprüche an den Boden sind nicht allzu hoch, für ein besseres Wachstum und eine optimale Entwicklung ist es jedoch dennoch notwendig, ein spezielles Substrat für Feijoa vorzubereiten.

Feijoa-Beere

Die optimale Zusammensetzung liegt im Verhältnis 6:4:1:1:

  • Rasenboden;
  • Humus;
  • Flusssand:
  • verrotteter Mist.

Die Anzucht aus Samen in Innenräumen erfordert eine etwas andere Bodenvorbereitung. Um eine ordnungsgemäße Keimung zu gewährleisten, sollten die Samen in folgendem Substrat (im Verhältnis 2:2:1) ausgesät werden:

  • Torf;
  • Laubboden;
  • Sand.

Bewässerung

In subtropischen Klimazonen, insbesondere an Küsten und Meeresküsten, herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher benötigen auch Feijoas in Innenräumen eine hohe Luftfeuchtigkeit und ausreichend Wasser. Ist die Luft zu trocken, werfen sie Blätter ab, trocknen aus und können sogar absterben.

Feijoa im Garten

Bei heißem Wetter sollte die Feijoa häufig gegossen werden, damit die Erde nicht austrocknet. Es ist außerdem wichtig, sie regelmäßig mit einer Sprühflasche zu besprühen. Sie können mehrere Wasserbehälter in dem Raum aufstellen, in dem der Topf steht, oder einen Luftbefeuchter verwenden.

Topdressing

Während der Wachstumsperiode benötigt die Feijoa spezielle Düngemittel. Im Frühling und Sommer sollten diese mindestens alle zwei Wochen in mehreren Etappen ausgebracht werden. Sowohl mineralische als auch organische Düngemittel sind erforderlich. Zuerst wird der Boden mit einem stickstoffhaltigen Dünger (z. B. Vogelkot oder Kuhmist) angereichert. Nach zwei Wochen folgt ein kaliumreicher Dünger (z. B. Holzasche) und nach der gleichen Zeit Superphosphat. Düngen Sie jeweils nach gründlichem Wässern.

Umpflanzen und Beschneiden

Eine bis zu drei Jahre alte Pflanze muss einmal jährlich umgetopft werden. Eine ausgewachsene Pflanze sollte je nach Bedarf alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Verwenden Sie dabei jedes Mal einen größeren Topf, damit sich das Wurzelsystem frei entwickeln kann. Feijoas müssen nicht komplett umgetopft werden: Sie können vorsichtig mitsamt Erde in einen anderen Topf umgesetzt werden. Da der oberirdische Teil der Pflanze sehr empfindlich ist, ist es ratsam, sich beim Umtopfen helfen zu lassen.

Damit Ihre Feijoa im Haus auch optisch ansprechend ist, muss ihre Krone fachgerecht beschnitten werden.

Das Formen eines Hochstammbaums ist keine leichte Aufgabe. Ein Hochstammbaum ist ein künstlich erzeugter, gerader Stamm mit einer formschönen Krone. Überschüssige Äste müssen regelmäßig entfernt werden, was recht zeitaufwendig sein kann. Sobald der Baum die gewünschte Höhe erreicht hat, sollte die Spitze eingekürzt werden. Danach wachsen Seitentriebe. Auch diese sollten entfernt werden, um die Krone nach und nach in Form zu bringen.

Feijoa im Topf

Methoden zur Vermehrung exotischer Pflanzen

Feijoa lässt sich durch Aussaat, Stecklinge oder Wurzelausläufer vermehren. Am einfachsten ist es natürlich, diese exotische Pflanze im Fachhandel zu kaufen. Allerdings ist es nicht immer leicht, Feijoa zu finden. Alternativ kann man die Früchte im Supermarkt kaufen und daraus Samen gewinnen. Wichtig ist, vollreife Beeren zu wählen. Sie dürfen weder unreif noch überreif sein, da die Samen sonst nicht keimen.

Drücken Sie das Fruchtfleisch vorsichtig aus, legen Sie es in eine Untertasse und bedecken Sie es mit Wasser oder besser noch mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung. Nachdem sich die Samen vom Fruchtfleisch gelöst haben, spülen Sie sie gründlich unter fließendem Wasser ab und lassen Sie sie trocknen. Sobald sie vollständig getrocknet sind, können sie in vorbereitete Erde gesät werden.

Die Samen werden flach (etwa 0,5 cm tief) ausgesät und anschließend mit Frischhaltefolie oder einem Glasbehälter abgedeckt, um Gewächshausbedingungen zu schaffen. Bei richtiger Vorgehensweise keimen die Sämlinge nach etwa 30 Tagen. Sobald der Sämling zwei bis drei Blattpaare entwickelt hat, sollte er vorsichtig in einen separaten Topf umgepflanzt werden.

Feijoa mit grünen Blättern

Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine komplexere Methode, die nur erfahrenen Gärtnern zugänglich ist. Anfängern sind einfachere Methoden lieber. Man schneidet halbverholzte Triebe von einer ausgewachsenen Pflanze. Die Stecklinge sollten etwa 10 cm lang sein und idealerweise 2–3 Knospen haben.

Die Blätter werden von den Zweigen entfernt, nur die obersten bleiben stehen. Die gleiche Erde, die zur Anzucht der Samen verwendet wurde, eignet sich auch zum Bewurzeln der Stecklinge. Die Stecklinge werden in feuchte Erde gepflanzt, wobei etwa ein Drittel des Stecklings aus der Erde ragt. Anschließend wird die Erde im Topf mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung gegossen.

Nach einiger Zeit können Sie einen Wurzelbildungsstimulator (z. B. Kornevin) verwenden.

Die Bewurzelung dauert lange, etwa 1,5 bis 2 Monate. Sobald die ersten Blätter an den Zweigen erscheinen, können die Pflanzen in einzelne Töpfe umgepflanzt werden.

Feijoa-Blüten und -Früchte

Die Feijoa blüht von Mai bis Juni/Juli. Ihre Blüten sind vierzählig, mit weißen und rosafarbenen Blütenblättern und zahlreichen roten Staubblättern im Zentrum. Die Blütezeit ist in der Regel lang und dauert 3–4 Wochen.

Um zusätzliche Schwierigkeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, selbstbefruchtende Sorten zu wählen. Dann bilden sich die Früchte ganz natürlich, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen.

Wenn Sie eine andere Sorte anbauen, müssen Sie mehrere Pflanzen (mindestens zwei) gleichzeitig pflanzen. Sobald die Blüten erscheinen, sammeln Sie mit einem speziellen Pinsel Pollen von einer Pflanze und übertragen Sie ihn auf die Staubblätter der anderen.

Feijoas, die in Innenräumen gezogen werden, können einen leicht säuerlichen Geschmack haben. Dieser tritt nur an veredelten Bäumen im vierten oder fünften Jahr auf.

Feijoa während der Blüte

Schädlinge und Krankheiten der Feijoa

Wie andere Zimmerpflanzen können auch Feijoas von Pilzen befallen oder von Insekten befallen werden. Dies liegt oft an falscher Pflege. Die Behandlung der Pflanze mit Fungiziden kann sie vor Pilzinfektionen schützen. Diese sind im Fachhandel erhältlich.

Bei der Anwendung des Medikaments müssen Sie die Anweisungen genau befolgen.

Die häufigsten Schädlinge an Feijoas sind Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse. Schildläuse lassen sich mit verschiedenen Methoden bekämpfen. Sobald man Schädlinge entdeckt, sollten die Blätter gründlich mit einer Seifenlösung behandelt werden. Achten Sie darauf, dass die Lösung nicht mit der Erde im Topf in Berührung kommt.

Wenn diese Methode nicht wirkt, sollten stärkere Lösungen wie Karbofos verwendet werden. Dieses sollte im Verhältnis 6 g pro Liter Wasser verdünnt und anschließend großzügig auf jedes Blatt gesprüht werden. Die Behandlung sollte mindestens dreimal im Abstand von jeweils einer Woche wiederholt werden.

Rote Spinnmilben befallen typischerweise Pflanzen, die in trockener Umgebung stehen oder unter Feuchtigkeitsmangel leiden. Zur Bekämpfung empfiehlt sich das Akarizid Kelthane. Es wirkt gegen verschiedene Milbenarten an Obstpflanzen. Verdünnen Sie 2 Gramm des Produkts in einem Liter Wasser und besprühen Sie die Feijoa gründlich. Am besten besprühen Sie die Pflanze an einem bewölkten Tag oder stellen sie an einen schattigen Platz. Andernfalls können Blätter und Triebe stark verbrennen.

Schmierläuse befallen Feijoas nur selten. Sollte es dennoch vorkommen, hilft jedes Insektizid bei der Bekämpfung des Problems.

Die Feijoa liefert nicht nur köstliche und gesunde Früchte, sondern ist auch eine wunderschöne Dekoration für jedes Zuhause. In Blütezeit erfüllt sie den Raum mit einem herrlichen, dezenten Duft. Der Anbau ist unkompliziert; selbst Gartenanfänger können ihn problemlos durchführen.

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