Gewächshaus aus Plastikflaschen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Gewächshaus ist auf der Datscha unverzichtbar, da es die Pflanzen vor schlechtem Wetter schützt und ein kräftiges Wachstum fördert. Plastikflaschen sind eine hervorragende und ebenso zuverlässige Alternative zu teuren Komponenten.

Gewächshaustypen

Vor- und Nachteile von Plastikflaschen als Treibhausmaterial

Als Rohmaterial für den Bau von Gewächshäusern bieten Plastikflaschen gegenüber anderen Materialien wie Folie, Glas oder Holz eine Reihe von Vorteilen.

  1. Langlebigkeit. Sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit des Gewächshausrahmens. Dieses leichte Material reißt oder bleicht weder bei starker Sonneneinstrahlung noch unter Schneelast. Im Gegensatz zu einer Glasscheibe ist es deutlich widerstandsfähiger und zerbricht oder platzt auch bei starkem Frost nicht.
  2. Durch die Verwendung unterschiedlicher Farben lässt sich der Schatten gezielt regulieren. So schaffen beispielsweise Grün- oder Brauntöne angenehme Bedingungen für schattenliebende Sämlinge. Transparente (farblose) Farben spenden helles Licht und streuen gleichzeitig ultraviolette Strahlen, wodurch die Pflanzen vor deren schädlichen Auswirkungen geschützt werden.
  3. Hervorragende Wärmedämmung. Die Kunststoffstruktur ermöglicht die Wärmespeicherung ohne Sauerstoffzufuhr, und der Luftspalt in der Flasche sorgt für optimale Wärmespeicherung. In kalten Klimazonen werden zwei Reihen von Behältern verwendet, um die Sämlinge vor Frost und Zugluft zu schützen.
  4. Preiswert. Im Vergleich zu anderen Materialien für den Gewächshausbau sind Plastikflaschen deutlich günstiger. Sie müssen sie nicht kaufen; sammeln Sie sie einfach im Herbst. Plastik schadet weder Pflanzen noch Boden; es ist ein relativ umweltfreundliches Material, das Metall und mit Polyethylenfolie bespanntes Holz ersetzen kann. Ein Gewächshaus aus diesem Material verrottet und rostet nicht und erfüllt seinen Zweck über lange Zeit.
  5. Das Arbeiten mit Plastikbehältern ist sehr einfach und sicher; selbst Kinder können es. Es sind keine besonderen Fähigkeiten erforderlich, nur Begeisterung und Freude am Basteln. Da Plastik zudem leicht ist, ist der Aufwand beim Basteln minimal.

Es gibt jedoch einen Nachteil, der viele Hobbygärtner von dieser Idee abhält. Für den Bau eines robusten und langlebigen Gewächshauses werden 600 bis 2000 Plastikflaschen benötigt. Dies ist jedoch eher eine Frage von Zeit und Geduld; sobald man die benötigte Materialmenge zusammen hat, ist der Rest des Baus unkompliziert.

Notwendige Werkzeuge

Beim Bau eines Gewächshauses müssen von der Vermessung des Standorts über die Montage des Rahmens bis hin zur Zusammenbau des Hauptteils spezielle Werkzeuge im Voraus vorbereitet werden:

  • Bauahle;
  • Cutter;
  • Metallsäge;
  • Hammer;
  • Nägel in verschiedenen Größen;
  • Nylonfaden und Kupferdraht;
  • Maßband und Messband;
  • Ebene;
  • Bleistift, Papier, Lineal;
  • Plastikflaschen;
  • Holzbalken;
  • Montageschiene.

In verschiedenen Bauphasen wird der Bedarf an bestimmten Werkzeugen entstehen, daher ist eine gute Organisation des Arbeitsbereichs wichtig.

Tragen Sie beim Bauen Schutzhandschuhe, um Verletzungen an den Händen zu vermeiden. Es empfiehlt sich außerdem, beim Arbeiten mit Holz einen Schutzanzug und eine Schutzbrille zu tragen, um zu verhindern, dass Sägespäne in Ihre Augen und auf Ihre Kleidung gelangen. Halten Sie zudem immer einen Erste-Hilfe-Kasten für Notfälle bereit.

Vorbereitung von Plastikflaschen

Vor Beginn des Gewächshausbaus müssen die Materialien vorbereitet werden. Dies erfordert mehrere Schritte:

  1. Zunächst müssen die Flaschen nach bestimmten Kriterien wie Farbe und Fassungsvermögen sortiert werden. Eine Trennung in grün, braun und klar ist nicht nötig; eine Sortierung nach farbig und farblos genügt. Das Volumen muss exakt angegeben werden, um Probleme beim Zusammenbau zu vermeiden.
  2. Jeder Behälter sollte gereinigt werden, indem Etiketten und Klebstoffreste entfernt werden. Stellen Sie die Behälter dazu für 2–3 Tage in Wasser. Dadurch werden sie desinfiziert und eventuelle Klebstoffreste lassen sich leichter entfernen.
  3. Nach der Reinigung sollten sie einige Tage an der frischen Luft auslüften. Dadurch wird sichergestellt, dass sich alle unangenehmen oder chemischen Gerüche verflüchtigen.

Dieser Prozess ist zeitaufwändig, da jeder der 2.000 Behälter sorgfältig bearbeitet werden muss. Daher wird er schrittweise durchgeführt, sobald die benötigten Materialien beschafft sind. Sobald die Kunststoffrohlinge vorbereitet sind, kann die Konstruktion beginnen.

Auswahl eines Standorts

Der beste Standort für ein Gewächshaus aus Plastikflaschen ist ein nach Süden oder Südwesten ausgerichtetes Grundstück, abhängig von der Bebauung und der Anordnung der Beete. Schattige Bereiche in der Nähe von Gebäuden und Zäunen sollten vermieden werden; direktes Sonnenlicht ist wichtig.

Kunststoff streut UV-Strahlung effektiv, daher ist keine zusätzliche Beschattung nötig. Achten Sie auf die Windrichtung, da ein instabiles Fundament bei starken Böen und Stürmen umkippen kann. Schützen Sie die Konstruktion daher vor Wind. Steht das Gewächshaus im Freien, stellen Sie am besten nur die Beete hinein und verstärken Sie das Fundament mit verfügbaren Materialien wie Reifen oder Beton. In besonders regenreichen Gebieten ist die Standortwahl besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass das Fundament nicht weggespült wird und das Holz des Rahmens nicht verrottet, da das Gewächshaus sonst einstürzen und die Sämlinge ersticken könnte.

In diesem Fall ist es notwendig, das Gebäude auf einer natürlichen oder künstlichen Anhöhe zu errichten und das Fundament mit Kieselsteinen oder Schotter zu bedecken.

Um die Wurzeln der Pflanzen nicht zu beschädigen, sollte das Gewächshaus nicht zu nah an Blumen- und Gartenbeeten errichtet werden. Sobald der Standort feststeht, muss das Gelände vorbereitet werden. Dazu gehört das Einebnen des Bodens und das Entfernen von Unrat, Unkraut und Wurzelresten. Auch Steine ​​im Boden sollten entfernt werden, damit dieser locker und weich ist. Nach der Vorbereitung kann die Fläche abgesteckt werden.

Arten von Gewächshäusern und Wänden aus Flaschen

Flaschengewächshäuser lassen sich in vier Typen unterteilen, die sich nicht nur in ihren äußeren Merkmalen (Form und Größe), sondern auch in den verwendeten Materialmethoden unterscheiden. Je nach gewähltem Typ variieren Bauzeit und -aufwand sowie die Anzahl der benötigten Behälter und die Qualität ihrer Vorbehandlung. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile und wird je nach den Bedürfnissen des Gärtners eingesetzt.

Aus ganzen Flaschen

Diese Methode ist aufgrund ihrer Einfachheit und Praktikabilität die beliebteste. Die Materialvorbereitung und die Durchführung der notwendigen Arbeiten erfordern weder viel Zeit noch großen Aufwand. Das fertige Gewächshaus besticht zudem durch sein unverwechselbares Aussehen und ist somit eine attraktive Bereicherung für jedes Grundstück.

Um es zu bauen, müssen Sie die folgenden Schritt-für-Schritt-Anweisungen befolgen:

  1. Zuerst wird der Boden der gereinigten Flaschen so abgeschnitten, dass der Schnitt ungefähr an der Krümmung verläuft. Dadurch ist der Durchmesser des entstehenden Lochs etwas kleiner als der Durchmesser der Flaschenmitte.
  2. Die maximale Stabilität wird durch das Zusammenstecken der beiden Kunststoffteile erreicht. Drücken Sie den oberen Teil der einen Flasche vorsichtig in den eingeschnittenen Boden der anderen. Achten Sie darauf, dass die Behälter nicht verrutschen und fest sitzen.
  3. Der Rahmen muss vorbereitet werden. Holz ist dafür das beste Material, da es leicht und stabil ist. Zwei Reihen elastischer Fäden müssen im Abstand der ungefähren Flaschenbreite über den Rahmen gespannt werden.
  4. Anschließend werden die aus miteinander verbundenen Plastikflaschen bestehenden, dichten Röhren vorsichtig zwischen die Gewindegänge eingesetzt. Es darf keine Lücken zwischen den Röhren entstehen, und sie müssen fest an den Rahmenwänden anliegen, da die Konstruktion sonst instabil wird.
  5. Zur zusätzlichen Sicherung nach der Installation sollten Kunststoffrohre sorgfältig mit Klebeband, Isolierband oder dickem Klebepapier umwickelt werden. Bei korrekter Ausführung hält die Konstruktion jeder Witterung stand, selbst starkem Schneefall und Schneestürmen im Winter. Ein Abbau des Rahmens bei Kälteeinbruch ist nicht erforderlich.
  6. Eine solche Konstruktion wird mindestens 10 Jahre lang funktionieren, danach muss sie modernisiert werden, indem das Klebeband und beschädigte Plastikflaschen ersetzt werden.

Für dieses Projekt werden stabile Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1,5 bis 2 Litern verwendet. Alle Behälter müssen die gleiche Größe haben. Die Mindestmenge an Material beträgt 400 Stück, nach oben gibt es keine Begrenzung. Beim Aufbau sollten Sie keine unzuverlässigen Werkzeuge verwenden, da diese die Lebensdauer des Gewächshauses verkürzen. Verwenden Sie beispielsweise keine Tacker, um die Behälter miteinander zu verbinden, da starker Wind das Plastik zerreißen und die Konstruktion zum Einsturz bringen kann.

Angelschnur beeinträchtigt die Stabilität des Gestells, da sie durch Sonneneinstrahlung nach 5–6 Jahren ausfranst. Gewöhnlicher Nähfaden kann verrotten, was nicht nur die Langlebigkeit der Konstruktion, sondern auch die Pflanzen schädigt.

Von Flaschentellern

Diese Methode ist komplexer und erfordert mehr Engagement, aber das Ergebnis ist die Mühe wert. Das Gewächshaus ist genauso robust und stabil wie Holz- oder Metallkonstruktionen und ähnelt optisch einem Glasgewächshaus.

  1. Zuerst muss die Flasche an beiden Enden abgeschnitten werden, sodass Hals und Boden entfernt werden. Das so entstehende Stück sollte eine längliche, rechteckige Form haben.
  2. Um ein Einrollen des Kunststoffs zu verhindern, müssen die Folien mithilfe von dickem Papier sorgfältig mit einem Bügeleisen geglättet werden.
  3. Die ausgerichteten Teile sollten die Abmessungen 17x32 cm haben, danach können sie mit Metalldraht zusammengenäht werden.
  4. Die Plastikfolien müssen so übereinandergelegt werden, dass kein Zwischenraum entsteht.
  5. Die fertigen Teller müssen mit Nägeln am Rahmen befestigt werden.

Gewächshaus für Tomaten und Gurken

Das grundlegende Konstruktionsprinzip dieses Typs besteht darin, Flaschen aus farbigem und transparentem Kunststoff abwechselnd zu verwenden, wodurch ein Halbdunkelungseffekt entsteht, der dem Wachstum von Gurken und Tomaten zugutekommt.

  1. Zuerst müssen Sie eine geeignete Schiene auswählen, die der Höhe der gesamten Konstruktion entspricht.
  2. Die aus Flaschen vorgefertigten Kunststoffplatten werden mithilfe eines Möbeltackers an den Latten befestigt. Es ist wichtig, dass alle Platten die gleiche Größe haben.
  3. Auf der Innenseite kann man zusätzlich eine Folie anbringen, um die Zuverlässigkeit und Isolierung zu verbessern.

Mini-Gewächshäuser

Dieses Gewächshaus lässt sich ganz einfach bauen: Man entfernt einfach den Boden einer Flasche und stülpt sie über die Pflanze. Fertig ist das Mini-Gewächshaus. Der Deckel kann bei Bedarf zur Belüftung geöffnet werden.

Dieses Gewächshaus eignet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich zur Anzucht von Setzlingen. Dazu teilt man die Flasche in zwei Hälften, sticht ein Loch in den Boden für den Wasserabfluss, füllt sie mit Erde und setzt die andere Hälfte darüber. Je nach Größe der Setzlinge empfiehlt es sich, Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 3 bis 8 Litern zu wählen.

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