Selbstgebautes Holzgewächshaus

Das Klima in den meisten Regionen Russlands erlaubt den Anbau vieler beliebter Gemüsesorten im Freien nicht – die Gefahr von Temperaturschwankungen ist zu groß und führt zum Absterben der Pflanzen. Gurken, Tomaten und andere Nutzpflanzen gedeihen am besten in Wärme und bei stabilen Temperaturen, die nur durch den Anbau in einem Gewächshaus erreicht werden können. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie eines der einfachsten Bauwerke – ein Gewächshaus aus Holz – kostengünstig selbst bauen können.

Gewächshaus aus Holz

Vor- und Nachteile eines Holzgewächshauses

Holzbretter und -balken sind die besten Materialien für den Bau zuverlässiger und langlebiger Gewächshäuser. Holzkonstruktionen bieten eine Reihe unbestreitbarer Vorteile:

  • Einfache Montage. Holz ist angenehm und leicht zu bearbeiten; die Bretter lassen sich leicht zusägen und ohne großen Aufwand miteinander verbinden.
  • Ein umweltfreundliches Material. Holz ist sehr sauerstoffdurchlässig und setzt beim Erhitzen keine Substanzen frei, die Pflanzen schädigen könnten.
  • Günstig. Bauholz findet man üblicherweise in jedem Gartencenter. Selbst wenn man nicht genug hat, kann man Holzbretter und -balken in jedem Baumarkt zu einem relativ niedrigen Preis kaufen.
  • Zuverlässigkeit. Bei fachgerechter Montage ist ein Gewächshaus aus Holz unempfindlich gegenüber Windböen und starkem Regen, und sein robustes Gestell hält absolut jedem Abdeckmaterial stand, von Folie bis Glas.
  • Lange Lebensdauer. Vorbehandeltes Holz, das für den Bau eines Gewächshauses verwendet wird, dient Gärtnern sehr lange – bis zu 7 Jahre. Bei rechtzeitiger Pflege kann diese Lebensdauer verdoppelt werden.
  • Wählen Sie Ihre Wunschgröße. Ein Gewächshaus aus Holz kann je nach Grundstücksgröße und geplanter Bepflanzung exakt nach individuellen Maßen gefertigt werden.

Wie jedes Material hat auch eine Gewächshauskonstruktion aus Holz eine Reihe spezifischer Nachteile:

  • Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Holz verträgt keine dauerhafte Feuchtigkeit und benötigt daher eine zusätzliche Behandlung. Direkter Kontakt mit dem Boden ist unerwünscht; es empfiehlt sich, das Gewächshaus auf einem zusätzlichen Fundament zu errichten und es mindestens 10 cm über dem Boden zu platzieren.
  • Hohe Bioempfindlichkeit. Holzrahmen von Gewächshäusern sind besonders im Inneren anfällig für Fäulnis und Schimmel. Sorgfältige Behandlung und die richtige Holzauswahl (wenn Sie das Holz gezielt kaufen und nicht etwa Restholz von Renovierungsarbeiten verwenden) können dieses Problem lösen.
  • Regelmäßige Pflege. Holz benötigt besondere Pflege und muss regelmäßig behandelt werden. Glücklicherweise ist im Handel eine große Auswahl an Spezialprodukten erhältlich.
  • Es ist wichtig, schmale Bretter zu verwenden. Sind die Bretter nach der Renovierung zu breit, spendet ein daraus gefertigter Rahmen zu viel Schatten, was das Wachstum Ihrer Pflanzen beeinträchtigen kann.
  • Schwierigkeiten beim Bau von Bögen. Wenn Sie ein Gewächshaus mit Bogenkonstruktion planen, ist Holz das am wenigsten geeignete Material. Da es unmöglich ist, Bretter zu Hause zu biegen, kann der Bogen nur aus kleinen Holzstücken gefertigt werden, was den Aufbau erschwert und die Konstruktion anfälliger macht.

Holzauswahl

Wenn Sie Restholz aus Ihrer Datscha verwenden, wählen Sie für das Fachwerk möglichst glattes, gleichmäßiges Holz ohne Absplitterungen oder Risse. Die optimale Größe beträgt 50 x 50 cm für die Hauptelemente und 100 x 100 cm für das Fachwerk. Achten Sie darauf, dass das Holz keine Anzeichen von Fäulnis aufweist; ein beschädigtes Element erfordert umfangreiche Reparaturen am gesamten Bauwerk.

Wenn Sie Holz im Fachhandel kaufen möchten, wählen Sie Industriequalitäten wie Lärche und Kiefer. Es lohnt sich nicht, viel Geld für Buche oder Eiche auszugeben – sie sind schwieriger zu bearbeiten und halten nicht viel länger als andere Hölzer. Achten Sie auf den Feuchtigkeitsgehalt – er sollte 22 % nicht überschreiten.

Aber selbst wenn Sie frisches Holz gekauft haben, das scheinbar keiner weiteren Behandlung bedarf, sollten Sie es dennoch vorher mit einer speziellen Lösung behandeln. Die fertige Gewächshauskonstruktion muss anschließend gestrichen oder mit Trockenöl behandelt werden.

Auswahl eines Bezugsmaterials

Ein Gewächshausrahmen aus Holz bietet den Vorteil, dass er die Verwendung nahezu jedes beliebigen Abdeckungsmaterials ermöglicht, je nach Vorliebe des Erbauers. Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen soll.

Beschichtungsart Vorteile Mängel Materialkosten
Polyethylenfolie

Plnka

Günstiger Preis (ein Gewächshaus mit Folie ist am günstigsten).

Einfache Montage.

Bei Beschädigung leicht austauschbar.

Leichtgewicht.

Kurze Lebensdauer (bis zu 3 Jahre).

Sprödigkeit des Materials und Anfälligkeit für Beschädigungen.

Geringe Lichtdurchlässigkeit und Wärmedämmung.

Ab 30 Rubel pro laufendem Meter oder ab 3000 Rubel pro Rolle (1 m * 100 m)
Glas

Glas

Nach der Renovierung in vielen Gebieten wieder verfügbar.

Gute Wärmedämmung.

Hohe Lichtdurchlässigkeit für Sonnenstrahlen.

Umweltfreundliches Material.

Feuerbeständigkeit (für jene Bauwerke, die zusätzlich beheizt werden).

Geringe Empfindlichkeit gegenüber Temperaturänderungen.

Pflegeleicht.

Installationsschwierigkeiten.

Hohe Zerbrechlichkeit.

Bei heißem Wetter lässt es zu viel Licht herein, und bei kühlem Wetter kühlt es das Gewächshaus zu stark ab.

Schweres Gewicht.

Fensterglas – ab 800 Rubel pro Quadratmeter.
Polycarbonat

Polycarbonat

Vielfalt an Texturen und Farben.

Hohe Festigkeit.

Die Fähigkeit, die gewünschte Form anzunehmen.

Einfache Installation.

Feuerbeständigkeit.

Gute Wärmedämmung und Lichtdurchlässigkeit.

Haltbarkeit.

UV-Schutz.

Hohe Kosten.

Wärmeausdehnungsrate.

Ab 1000 Rubel pro Blatt

Auswahl einer Baustelle

Die wichtigste Regel bei der Standortwahl für ein Gewächshaus lautet: kein Zentimeter Schatten! Es sollte fernab von größeren Gebäuden und hohen Bäumen errichtet werden, die zusätzlichen Schatten spenden könnten. Selbst eine einstündige Beschattung pro Tag kann vielen Pflanzen schaden.

Eine weitere wichtige Regel: Die Tür des Gewächshauses sollte sich an der windgeschützten Seite befinden. Platzieren Sie sie niemals auf der Nordseite, da die Pflanzen dort ständig erfrieren und absterben.

Arten von Strukturen

Die beliebteste Gewächshausart ist das Satteldachgewächshaus. Es lassen sich aber auch andere Gewächshaustypen aus Holzelementen bauen.

Gewächshaustypen
Von links nach rechts, von oben nach unten: Bogengewächshäuser, Kuppelgewächshäuser, Anlehngewächshäuser, Pyramidengewächshäuser

Gewölbt

Wie bereits erwähnt, ist es im privaten Bereich praktisch unmöglich, ein Gewächshaus mit Bogendach komplett aus Holz zu errichten. Für die Installation werden zusätzliche Elemente wie Metall- oder robuste Kunststoffbögen benötigt. Lediglich das Gerüst kann aus Holz gefertigt werden und ist so konstruiert, dass es sich leicht montieren und sicher verankern lässt. Gewächshäuser mit Bogendach werden typischerweise für niedrige Gebäude verwendet; sie bieten eine hervorragende Lichtdurchlässigkeit und sind kostengünstig zu bauen. Allerdings können auch hohe Gewächshäuser mit Bogendächern ausgestattet werden, was den Anbau von Pflanzen mit offenen Seiten ermöglicht. Ein Nachteil dieser Bauweise ist ihre mangelnde Eignung für die Anzucht von Setzlingen, da die Pflanzen nicht ausreichend flexibel positioniert werden können, um sie abzuhärten. Ein weiterer Nachteil von Gewächshäusern mit Bogendach ist der zusätzliche Aufwand für die Schneeräumung, da der Schnee nicht von selbst vom Dach rutscht.

kuppelförmig

In Zentralrussland wäre ein solches Gewächshaus ein unnötiger Luxus, da die Installation mit dreieckigen Verkleidungselementen recht aufwendig und kostspielig ist. In erdbebengefährdeten Gebieten Russlands hingegen bietet diese Bauweise die größte Sicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen Bodenerschütterungen. Zudem wirkt ein Kuppelgewächshaus sehr elegant und fügt sich harmonisch in jede Umgebung ein. Aufgrund der vielen Verbindungsstellen benötigt diese Konstruktion zusätzliche Isolierung und Abdichtung.

Einheitstonhöhe

Anlehngewächshäuser ähneln einem halben Haus. Sie werden typischerweise für die Anzucht von Setzlingen auf der Südseite eines Grundstücks errichtet. Anlehngewächshäuser sind praktisch, da sie an jedes bestehende Gebäude auf dem Grundstück angebaut werden können, sei es ein Schuppen, eine Garage oder ein Gartenpavillon. Entscheidend ist eine gute Beleuchtung. Es empfiehlt sich, die Dachschräge mit Glas oder Kunststoff abzudecken, um eine gute Lichtdurchlässigkeit zu gewährleisten.

Pyramidenförmig

Die Pyramide gilt seit Langem als mythischer Kraftort. Viele Gärtner glauben, dass Pflanzen in einem solchen Gewächshaus besser und üppiger gedeihen und Früchte tragen. Als Rahmen für die Konstruktion dient ein regelmäßiges Quadrat. Von jeder Ecke des Gewächshauses erstrecken sich Holzbalken nach oben und treffen sich in einem Punkt an der Spitze. Überraschenderweise befindet sich der Eingang idealerweise an der Nordseite. Der Bau eines solchen Gewächshauses erfordert besondere Präzision – für kleine Gärten gelten eine Diagonale von 2 Metern, eine Höhe von 3,2 Metern und eine Seitenlänge von 1,42 Metern als optimal. Diese Berechnungen basieren auf dem Goldenen Schnitt: Ein pyramidenförmiges Gewächshaus wird nach dem Prinzip gebaut, dass die Höhe des Gebäudes genau 1,57-mal kleiner sein sollte als die Seitenlänge des quadratischen Grundrahmens.

Größenberechnung

Ein Gewächshaus aus Holz kann in jeder beliebigen Größe an Ihre Gegebenheiten angepasst werden. Beim Bau der Konstruktion sind mehrere Berechnungsrichtlinien zu beachten, um ihre Stabilität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten:

  • Für hohe Pflanzen ist eine Mauerhöhe von mindestens 2 m erforderlich.
  • Die Stützbalken müssen durch Eingraben bis zu einer Tiefe von 50 cm im Boden verankert werden und sollten entlang des Umfangs des zukünftigen Gewächshauses in Abständen von mindestens 1,5 Metern angeordnet werden.
  • Wenn Sie ein Gewächshaus mit Satteldach bauen möchten, müssen Sie es mit zusätzlichen Balken verstärken, die von innen in die Mitte des Gewächshauses getrieben werden. Sie sind etwa 3,3 Meter hoch und haben einen Abstand von 2,5 Metern.
  • Wenn Sie Folie als Abdeckmaterial verwenden möchten, müssen Sie an den Enden des Gewächshauses zusätzliche Holzbefestigungen anbringen.
  • An der Oberseite sind entlang des gesamten Umfangs des Rahmens Balken befestigt, die als Tragkonstruktion für das zukünftige Dach dienen werden.
  • Die Sparrenpaare müssen fest mit den tragenden Strukturen der Holzwände verbunden werden.
  • Bei einem kleinen Gewächshaus reichen eine Tür und ein Fenster aus, bei einem größeren Gewächshaus sind jedoch zwei Eingänge für eine bessere Belüftung erforderlich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Holzgewächshauses mit Zeichnungen und Maßen

Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Gewächshauses aus Holz. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, inklusive Zeichnungen und Fotos.

Größenangaben

Die Größe des Gewächshauses muss im Voraus festgelegt werden. Sie hängt von vielen Faktoren ab, und die meisten Gärtner machen den Fehler, die Standardgrößen der verwendeten Materialien nicht zu berücksichtigen. Beispielsweise beträgt die optimale Größe für Polyethylenfolie eine Rollenbreite von 3 Metern. Darauf basierend werden die Abmessungen der zukünftigen Konstruktion berechnet. Wir schlagen den Bau eines Gewächshauses mit den Maßen 2 x 5,4 Meter und 1,5 Meter hohen Wänden vor. Wir verwenden ein Satteldach mit Sparren. Für dieses Projekt ist ein stabiles, armiertes Streifenfundament erforderlich.

In einem solchen Gewächshaus kann man Gemüse vom Beginn der warmen Jahreszeit bis zum Herbstkälteeinbruch anbauen.

Vorbereitung des Fundaments

Holz ist ein relativ schweres Material, und das geplante Gewächshaus wird ziemlich schwer sein, daher muss das Fundament solide sein.

Nachdem der Standort des zukünftigen Gebäudes festgelegt wurde, wird das Fundament mit Pflöcken und Schnur markiert. Anschließend wird ein Graben um den gesamten Umfang ausgehoben, dessen Tiefe von der Bodenbeschaffenheit abhängt. Eine Tiefe von 55 cm gilt als optimal. Der Graben wird dann mit Beton verfüllt, und das Fundament wird mithilfe einer Schalung um weitere 25 cm über die Erdoberfläche angehoben. Um die Stabilität und Langlebigkeit zu erhöhen, ist eine Bewehrung und eine Abdichtung erforderlich. Diese Fundamentart eignet sich für den Bau eines Gewächshauses mit beliebigen Abdeckungsmaterialien; sie trägt sowohl Glas als auch Polycarbonat.

Fundament für ein Gewächshaus
Fundament für ein Gewächshaus aus Holzbalken

Beim Gießen des Fundaments müssen Metallecken daran befestigt werden, an denen später der Tragbalken zur Montage des Rahmens angebracht wird.

Aufbau des Rahmens

Die folgenden Fotos zeigen deutlich den Rahmenplan des zukünftigen Holzgewächshauses.

Rahmen
Abbildung 1. Schema eines hölzernen Gewächshausrahmens

Die trapezförmige Bauweise ist bei Gärtnern die beliebteste Gewächshausform.

Zunächst verfügt das Gerüst über eine solide Struktur, später wird jedoch in einer der Giebelwände eine zusätzliche Konstruktion für ein Fenster und eine Tür montiert.

Auf dem Foto unten können Sie sehen, wie das zusammengebaute Gerüst eines Holzgewächshauses in einem realen Gartenbeet aussieht.

Gewächshaus auf der Datscha
Fertiger Rahmen

Zusammenbau des Rahmens

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbstbau eines Gewächshausrahmens aus Holz.

Verbindung des Fundaments mit dem Tragbalken

Um sicherzustellen, dass das Gewächshausgerüst waagerecht und stabil steht, legen Sie einen Balken, der breiter als die Rahmenbasis ist, auf das Fundament. Dieser Balken sollte eine einheitliche Länge haben und nicht aus unterschiedlich langen Brettern bestehen; andernfalls ist das Gewächshaus nicht so stabil wie gewünscht. Er wird an den vorgefertigten Metallecken befestigt, die Sie beim Gießen des Fundaments montiert haben. Bevor Sie die Stützbalken anbringen, legen Sie einen feinmaschigen Zaun um das gesamte Gewächshaus. Dieser schützt die Pflanzen vor Wühlmäusen und anderen Nagetieren.

Mauerbau

Der Schlüssel zu einer einfachen Montage liegt in genauen Messungen und der perfekten Passform aller Teile. Die Rahmenmontage beginnt mit den Seitenwänden, die am schwersten und arbeitsintensivsten sind.

Wand
Abbildung 2. Seitenwand des Gewächshauses

Die Abbildung zeigt die montierte Seitenwand des Gewächshauses mit einer Länge von 5,4 m und einer Breite von 1,5 m. Wie Sie der Abbildung entnehmen können, empfiehlt es sich, die Nuten vorzubohren, um die Konstruktion zu verstärken und die Tragfähigkeit zu erhöhen. Sie benötigen zwei dieser Wände. Zur Befestigung an der restlichen Konstruktion benötigen Sie Schrauben, Klemmen, Metallprofile und Winkel.

Konstruktion des Sparrensystems

Das Dach ist ein entscheidender Bestandteil des Gewächshauses. Es muss wind- und schneesicher sein und über ausreichend Auflagepunkte verfügen, um einen dichten Sitz der Folie zu gewährleisten. Ein Schrägdach benötigt ein Sparrensystem. Dabei werden die Sparren in Nuten eingesetzt. Die Sparrenlänge hängt von Ihrer Körpergröße ab. Normalerweise reichen 1,27 Meter aus, bei überdurchschnittlicher Körpergröße sind jedoch 1,35 Meter lange Sparren besser. Es wird empfohlen, diese Maße genau einzuhalten. Sie basieren auf der Breite der Folienrolle, die 3 Meter beträgt. Ausgerollt ist die Folie also 6 Meter breit. Dies entspricht der Gesamtlänge von Sparren und Seitenpfosten, sodass die Folie nicht zugeschnitten oder angepasst werden muss.

Zwei Sparren bilden ein Sparrenpaar, das oben an der Verbindungsstelle zusätzlich mit einem hölzernen Winkelverbinder und einem Balken verstärkt wird. Diese werden ebenfalls in vorgefertigte Nuten eingesetzt. Die Anzahl der Sparrenpaare muss der Anzahl der Ständer an den Seitenwänden entsprechen. So sieht ein Sparrenpaar aus:

Dachsparren
Abbildung 3. Dachsparren

Dachmontage und Installation der Windbretter

Für den Dachaufbau benötigen Sie drei lange Bretter. Verwenden Sie niemals mehrere kurze Bretter, da dies die Stabilität des Daches erheblich beeinträchtigt. Die First- und Windbretter werden in die Nuten der Sparrenpaare eingesetzt. Vor der Montage müssen sie gründlich abgeschliffen und mit einem speziellen Mittel gegen Fäulnis und Schädlinge behandelt werden. Die Montage der Windbretter ist unerlässlich; sie verhindern, dass sich die Dachhaut im Wind verformt und dadurch mechanische Schäden entstehen.

Das Bild unten zeigt eine schematische Darstellung des Gewächshausrahmens; wir haben den Dachfirst und die Windbretter in einer dunkleren Farbe markiert.

Kleines Pferd
Abbildung 4. Lage der Windbretter und des Firstes am Dachstuhl

Tür- und Fensterkonstruktion

Die Anzahl der Türen und Lüftungsöffnungen hängt direkt von der Größe des Gewächshauses ab. Für ein 5,4 Meter langes Gewächshaus reichen eine Tür und eine Lüftungsöffnung aus. Wählen Sie für die Montage die weniger belüftete Seite und vermeiden Sie die Nordseite. Nachdem Sie die Giebelwand festgelegt haben, verwenden Sie Bretter in der passenden Größe, um eine Basis für die Lüftungsöffnung und die Türöffnung zu schaffen. Die Tür selbst besteht aus vier Brettern, die etwas kleiner als der Rahmen sind und zusätzlich mit Verbindungsstücken und Winkeln verstärkt werden. Sie wird an Metallscharnieren befestigt, die mit einem Korrosionsschutzmittel vorbehandelt wurden. Die Lüftungsöffnung wird auf die gleiche Weise gefertigt; sie sollte sich wie die Tür nach außen öffnen.

Lage von Türen und Fenstern
Abbildung 5. Tür und Fenster

Abdeckung eines Holzgewächshauses

Die Abdeckung eines Holzgewächshauses beginnt mit dem Dach. Hierfür wird eine dicke, lichtstabilisierte Folie mit einer Mindestbreite von 3 Metern (100–120 Mikrometer) verwendet. Die erste Folienlage wird mit straff gespannten Kabeln über den Balken befestigt. Dies sorgt für zusätzliche Stabilität und Schutz vor Witterungseinflüssen.

Für die zweite Deckschicht wird eine dünnere Folie (60–80 Mikrometer) verwendet, die von unten mit Nägeln und Schindeln befestigt wird. Dies dient nicht nur der Sicherung der Beschichtung, sondern auch der Schaffung eines kleinen Luftspalts zwischen den Folienschichten, wodurch die Wärme im Gebäudeinneren besser gehalten wird.

Gewächshausabdeckung
Den fertigen Rahmen mit Film bedecken

Die Wände werden auf die gleiche Weise verkleidet: Die Unterkante der Folie wird in den Boden eingegraben. Am Ende bleiben eine Tür- und eine Fensteröffnung frei. Die Tür wird mit der gleichen Technik mit Folie verkleidet.

Am wichtigsten ist, alle Holzkonstruktionselemente zusätzlich zu behandeln, da es im Gewächshaus heiß und feucht sein wird, was dem Holz schadet. Bei richtiger Behandlung und Pflege kann ein solches Gewächshaus mindestens 10 Jahre halten.

Gewächshaus aus Holz nach Mittlider + Zeichnung

Jacob Mittlider ist ein US-amerikanischer Gemüseanbauer, Berater und Agrarexperte mit Doktortitel in Agrarwissenschaften. Er entwickelte ein einzigartiges Gewächshausdesign, das nach ihm benannt wurde: „Dr. Mittliders Gewächshaus“. Es zeichnet sich durch ein stabiles Gerüst, hervorragende Belüftung und ein optimales Mikroklima aus. Dieses Gewächshaus kann auch selbstständig, beispielsweise aus Holz, gebaut werden.

Gewächshausdiagramm

Die Zeichnung zeigt ein Gewächshaus aus Holz mit Oberlichtern. Die Tragbalken bestehen aus 10 x 10 cm großen Balken, die Sparren aus 5 x 7,5 cm großen Balken und die Rahmen der Oberlichter aus 5 x 5 cm großen Balken. Als Abdeckungsmaterial kann Folie oder Polycarbonat verwendet werden.

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