Juncus oder Binse: ein Sumpfliebhaber und eine schockierende Schönheit

Zimmerpflanzen werden oft wegen ihrer leuchtenden, ungewöhnlichen Blüten geschätzt, doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Juncus-Segge (oder einfach Juncus) ist eine solche Ausnahme. Diese Schönheit ist in jedem Zimmer und Blumenladen ein echter Hingucker. Ihre ungewöhnlich geformten, spiralförmigen Stängel wirken auf den ersten Blick künstlich. Die Juncus-Segge braucht keine leuchtenden Blüten, um bewundernde Blicke auf sich zu ziehen.

Sitnik

Binsen werden erst seit Kurzem als Zierpflanze kultiviert, obwohl sie bereits in Texten aus dem alten Rom und China erwähnt werden. Damals hatten sie einen rein praktischen Nutzen: Man verwendete sie zum Flechten von Körben, Matten und vielem mehr. Daher stammt auch der Name der Pflanze: Im Lateinischen bedeutet „ungere“ so viel wie „binden, weben“.

Binsen gehören im Allgemeinen zu einer recht großen Familie. Experten zählen derzeit etwa 400 Arten innerhalb dieser Gattung. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr weitläufig und reicht von Sibirien bis Amerika und Australien. Eines bleibt jedoch konstant: die Vorliebe dieser Pflanze für Wasser.

Botanische Beschreibung

Die Arten dieser Gattung sind sowohl mehrjährig als auch einjährig und bilden Rhizome. Gemeinsames Merkmal sind offene Blattscheiden, oft ohne Öhrchen. Sie vermehren sich sowohl durch Samen als auch durch Rhizome, wobei die im Haus kultivierten Arten nur durch Rhizomteilung vermehrt werden können.

Arten und Sorten für den Hausanbau

Mehrere Arten werden zu Zierzwecken angebaut:

Sicht Beschreibung
Kriechend Diese Pflanze eignet sich zur Dekoration von Aquarien und Teichen. Sie kann vollständig unter Wasser wachsen; unter Wasser rollen sich die Blätter ringförmig ein. Sie ist pflegeleicht und benötigt keinen zusätzlichen Dünger. Im Kontrast zu großblättrigen Pflanzen wirkt sie besonders eindrucksvoll.
Fadenförmig Sie wird auch zur Teichgestaltung verwendet. Da sie mehrjährig ist, neigt sie zur Selbstaussaat, weshalb die Keimung sorgfältig überwacht werden muss. Sie ist winterhart.
Abgeflacht Eine mehrjährige Pflanze, die auch für die Küstengestaltung verwendet wird. Sie ist winterhart.
Schwertblättrig Die ursprünglich aus Amerika stammende Pflanze wurde erst vor relativ kurzer Zeit nach Russland eingeführt. Es handelt sich um eine winterharte, ausdauernde Pflanze, die sich ausbreitet und etwa 40 cm hoch wird.
Kröte Sie gelten zwar als Unkraut, können aber auch zur Dekoration von tiefliegenden und feuchten Bereichen verwendet werden.
Verbreitung Ein besonderes Merkmal sind die spiralförmig gedrehten, blattlosen Stängel. Diese Staude, die bei Landschaftsarchitekten und Gärtnern wohl zu den beliebtesten Vertretern der Familie zählt, hat Stängel mit einem Durchmesser von etwa 5 mm. Vier Zierformen dieser Art sind verbreitet:
  1. Die bereits erwähnte Spiralis. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 25 cm und hat verdrehte Stängel.
  2. Blonde Ambition. Spiralförmige Blätter in goldgelber Farbe.
  3. Vittatus, Aureostriatus. Hochwüchsig, mit grünlich-gelben Stängeln.
  4. Gold Strike. Zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören hohe, gerade Stängel mit gelben und grünen Streifen.
    abgeflacht.

Schwertblättrige und andere Binsenarten

Schwierigkeiten der häuslichen Pflege

Trotz seines üppigen Wuchses ist der Eukalyptus recht anspruchslos. Zwar benötigt er etwas Pflege, doch das Wichtigste beim Anbau von Eukalyptus in Innenräumen ist, sich daran zu erinnern, dass diese Pflanzenfamilie ursprünglich von Ufern und Sümpfen stammt und daher feuchte, sumpfige Böden bevorzugt.

Lage, Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist wichtig, direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch schädlich und wird generell schlecht vertragen. Daher empfiehlt sich bei der Wahl des Standorts für den Topf ein West- oder Nordhang. Da die Pflanze keinen Wind verträgt, ist auch ein Fensterbrett ungeeignet.

Beim Anbau von Spiralis (auch bekannt als Binse) achten viele Experten darauf, die Pflanze zunächst an Halbschatten zu gewöhnen; in diesem Fall gedeiht sie sogar mitten im Raum. Innenarchitekten nutzen dies häufig, um Räume wirkungsvoll zu zonieren. Diese Information kann man sich vorab im Blumengeschäft erkundigen.

Temperaturbedingungen

Obwohl die meisten Arten der Gattung Frost gut vertragen, benötigt die Spiralbinse (Juncus spiralis) im Haus eine konstante Lufttemperatur von 16 bis 24 Grad Celsius. Sinkt die Temperatur unter 15 Grad Celsius, geht die Pflanze in die Ruhephase, ihr Wachstum stellt sich ein und die Stängel beginnen auszutrocknen. Experten empfehlen in manchen Fällen, insbesondere bei älteren Pflanzen, diese Ruhephasen zuzulassen. Junge Binsen benötigen jedoch keine Ruhephase.

Juncus diffusa
Arten der sich ausbreitenden Eile

Bewässerung, Luftfeuchtigkeit

Die größte Herausforderung bei der Pflege von Binsen besteht darin, optimale Luft- und Bodenfeuchtigkeit zu gewährleisten. Diese Pflanze gedeiht gut in Hydrokultur, und auch eine automatische Bewässerung ist möglich.

Verträgt kein Austrocknen des Bodens; der Wasserstand in der Schale sollte stets konstant sein.

Beim Gießen ist gut abgestandenes Wasser mit Zimmertemperatur am besten geeignet. Erfahrene Gärtner empfehlen in Foren oft, ein künstliches „Sumpfgebiet“ anzulegen, was jedoch einige praktische Nachteile mit sich bringt. Neben der Substratfeuchtigkeit ist auch die Luftfeuchtigkeit im Raum entscheidend. Liegt die Luftfeuchtigkeit unter 50 %, sollte die Binse gegossen werden, jedoch nicht direkt auf die Pflanze, sondern leicht seitlich, sodass ein feiner Sprühnebel entsteht.

Dünger

Düngen ist nur während der aktiven Wachstumsphase (Frühling, Frühsommer) erforderlich. Juncus bevorzugt Universal- und organische Dünger, jedoch nicht zu häufig – ein- bis zweimal im Monat genügt.

Während der Ruhephase benötigt die Binse keine Nährstoffe; auch die Bewässerung sollte eingeschränkt werden.

Trimmen

Diese Pflanze benötigt in der Regel keinen Rückschnitt. Ausnahmen bilden lediglich gerade Triebe (wie bei Spiralis) und einfarbige Triebe (wie bei Gold Strike). Wird in diesen Fällen der Rückschnitt verzögert, kann die Pflanze ihren dekorativen Reiz verlieren, da nachfolgende Triebe wahrscheinlich genauso wachsen.

Umtopfen: Auswahl von Topf und Erde

Etwa einmal im Jahr, vor der aktiven Wachstumsphase, müssen Binsen umgetopft werden. Um sicherzugehen, dass dies wirklich nötig ist, lohnt es sich, die Abzugslöcher des Topfes zu überprüfen: Wenn das Rhizom einen dichten, verzweigten Busch gebildet hat, ist es Zeit für einen größeren Topf.

Da es sich um eine Sumpfpflanze handelt, gedeiht sie sowohl in Paludarien als auch in normalen Töpfen mit großen oder doppelten Behältern für Flüssigkeiten.

Der Durchmesser des neuen Topfes sollte etwa 5 cm größer sein als der des vorherigen. Vor dem Umtopfen den Zustand der Binse sorgfältig prüfen: Wie bei jeder anderen Pflanze ist Umtopfen nicht notwendig, wenn sie blüht.

Beim Umtopfen von Binsen sollte man das Wurzelsystem sorgfältig untersuchen. Bei Verdacht auf Fäulnis sollte der betroffene Bereich entfernt werden. Hydrokultur ist ideal für diese Pflanze, aber auch jede andere leichte, saure Erde eignet sich.

Reproduktion

Der Zeitpunkt der Verpflanzung ist für die Vermehrung am günstigsten. Da sich diese Art nur vegetativ vermehrt, genügt die Teilung des Wurzelsystems, sofern ausreichend Rhizom und oberirdischer Pflanzenteil vorhanden sind.

Normalerweise verträgt die Binse diesen Prozess sehr gut und beginnt innerhalb von 7-10 Tagen wieder aktiv zu wachsen.

Negative Folgen unsachgemäßer Pflege

Symptome Gründe
Die Stängel wirken blass. Unzureichende Beleuchtung.
Die Triebe vertrocknen. Unzureichende Luftfeuchtigkeit oder niedrige Raumtemperatur (in diesem Fall bereitet sich die Pflanze auf eine Ruhephase vor).
Die Triebe trocknen aus (bei normaler Luftfeuchtigkeit und Temperatur). Wurzelfäule ist möglich. Sie tritt meist aufgrund zu frühen Umtopfens auf. Untersuchen Sie in diesem Fall das Rhizom sorgfältig, entfernen Sie beschädigte Teile und topfen Sie es um, wobei Sie die Erde vollständig austauschen.
Weißfärbung der Blätter. Bei der Juncus mangelt es an Luft und Nährstoffen; dies tritt in der Regel dann auf, wenn das Substrat verdichtet ist und das Wurzelsystem die Pflanze nicht ausreichend versorgen kann.

Krankheiten, Schädlinge

Die Binse ist gegen die meisten Krankheiten resistent. Zu den Schädlingen zählen Spinnmilben, Schildläuse und Blattläuse. Ein Befall ist relativ leicht zu erkennen.

  1. Bei Befall mit Spinnmilben bilden sich an den Stängeln leichte, klebrige Spinnweben.
  2. Schildläuse lassen sich an dem Auftreten dunkler Beläge und Flecken auf der Pflanze erkennen.
  3. Blattläuse vermehren sich sehr schnell, deshalb sind sie an den Trieben sehr auffällig: Es sind kleine grüne Insekten.

Sowohl Hausmittel wie Seifenlauge als auch professionelle Insektizide eignen sich zur Behandlung. In der Regel ist eine Behandlung ausreichend.

Spinnmilbe

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Im alten China glaubte man, dass Binsenzweige, die man frischvermählten Paaren in ihrem neuen Zuhause schenkte, eine lebenslange Ehe sicherten und die Familienbande stärkten. Wissenschaftlich betrachtet hat Binsen einen sehr positiven Einfluss auf das Raumklima.

Diese Pflanze liebt nicht nur selbst Feuchtigkeit, sondern befeuchtet und reinigt auch die Luft in dem Raum, in dem sie steht.

Am offensichtlichsten ist jedoch, dass man diese Schönheit einfach bewundern muss! Positive Emotionen sind Juncus-Besitzern also garantiert.

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