Um selbst ein Polycarbonat-Gewächshaus zu bauen, müssen Sie die verschiedenen Polycarbonat-Arten kennen. Es gibt zwei Varianten: monolithisches und zellulares Polycarbonat. Für Gewächshäuser und Treibhäuser wird üblicherweise die zellulare Variante verwendet. In diesem Artikel behandeln wir nicht nur Polycarbonat selbst und seine Montageregeln, sondern auch die Wahl des richtigen Fundaments und der passenden Rahmenkonstruktion. Wir liefern Ihnen alle Informationen mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Fotos.
Vor- und Nachteile eines Polycarbonat-Gewächshauses
Polycarbonat ist eine ein- oder zweikammerige Kunststoffplatte mit parallel verlaufenden Versteifungsrippen. Es ist in verschiedenen Farben erhältlich, transparente Varianten werden jedoch für Gewächshäuser verwendet, da sie mehr Licht durchlassen. Polycarbonat kann porenförmig oder massiv sein. Für Gewächshäuser wird üblicherweise die porenförmige Variante gewählt.
Es bietet folgende Vorteile:
- Langlebigkeit. Diese Gewächshäuser halten hohen Belastungen wie starkem Schneefall oder Hagel stand.
- Gute Lichtdurchlässigkeit (92%).
- Geringe UV-Durchlässigkeit. Diese Eigenschaft beruht darauf, dass die Strahlen innerhalb der Wabenstruktur gestreut werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die Pflanzen bei heißem Wetter zu beschatten.
- Gute Wärmedämmeigenschaften (besser als Folien und Glas).
- Beständigkeit gegenüber Temperaturen von -35 °C bis +50 °C.
- Staubabweisende Eigenschaften.
- Leichtgewicht (wiegt 15 Mal weniger als Glas).
- Flexibilität, die es Ihnen ermöglicht, ein Gewächshaus in jeder beliebigen Form zu gestalten.
- Nicht entflammbar. Polycarbonat schmilzt einfach und setzt dabei keine schädlichen Emissionen frei.
- Einfache Montage. Das Zuschneiden oder Bohren des benötigten Teils erfordert nur geringen Aufwand.
- Praktische Größe (Platte 6 x 2,1 m). Für den Bau einer Konstruktion werden 3–4 Platten benötigt. Für ein Mini-Gewächshaus sogar noch weniger.
- Ästhetisches Erscheinungsbild.
- Niedrige Kosten.
Polycarbonat hat aber auch Nachteile:
- Ausbleichen. Bei starker Sonneneinstrahlung den ganzen Sommer über sieht das Material bereits nach 3–4 Jahren abgenutzt aus. Im Klima Zentralrusslands ist solch extreme Hitze jedoch selten.
- Schnelles Schmelzen. Diese Eigenschaft kann die Installation von Heizgeräten in Gewächshäusern bei kaltem Wetter erschweren. Das Material schmilzt bei engem Kontakt. Daher müssen die Heizgeräte ständig überwacht werden.
- Weichheit. Es ist strapazierfähig, aber wenn der Rahmen nicht stabil genug ist, kann es sich unter starker Belastung verbiegen.
Vorsicht! Die Enden der Konstruktion müssen abgedichtet werden, um das Eindringen von Flüssigkeit zu verhindern, da dies zu mikrobiellem Wachstum und Trübung führen kann.
Wie man selbst ein Polycarbonat-Gewächshaus baut: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Es gibt viele Gewächshausprojekte, aber sie alle haben die gleiche Struktur:
- Stiftung;
- Rahmen (aus Holz, Metall, Profil, PVC);
- Polycarbonatwände.
Es empfiehlt sich, eine Zeichnung der Struktur anzufertigen oder eine der von uns angebotenen Zeichnungen aufzubewahren.
Polycarbonat-Arten: Welche eignet sich am besten für Gewächshäuser?
Wie bereits erwähnt, gibt es Polycarbonat in monolithischer und zellulärer Form.
Die erste Option ähnelt Glas, ist aber flexibler. Sie ist in verschiedenen Stärken und Farbtönen erhältlich und zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer aus. Sie ist teurer als Zellglas und wird für den Bau von Zäunen, Vordächern und Markisen verwendet.
Wabenförmiges Material besteht aus zwei durch gleichmäßig verteilte Rippen verbundenen Platten. Ihr Inneres ist mit Luft gefüllt und bietet so eine hochwertige Wärmedämmung. Es ist kostengünstiger, hat aber eine kürzere Lebensdauer.
Grundkonstruktionen von Polycarbonat-Gewächshäusern
Gewächshäuser können sein:
- Einbauversion – diese Option wird selten gewählt, da sie aufwendig zu bauen und nicht transportabel ist. Sie besteht aus einem Graben mit umlaufender Rahmenkonstruktion und einem abgedeckten Rahmen. Der Vorteil dieser Bauweise liegt in der effizienten Energieeinsparung durch die geringere zu kühlende Fläche.
- Tragbar – diese Option ist sehr mobil und kann jedes Jahr an einen neuen Standort versetzt und überwintert werden. Allerdings ist sie instabil und benötigt dennoch ein Fundament zur Befestigung.
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Das Fundament schaffen
Ein Fundament ist notwendig, da Polycarbonat ein relativ leichtes Material ist und von starkem Wind weggerissen werden kann. Der Bau eines Fundaments ist schnell erledigt und gewährleistet eine sichere Installation.
Um schnell ein Fundament zu schaffen, benötigen Sie:
- Holzbalken 12 x 12 cm;
- Dachpappe;
- selbstschneidende Schrauben;
- Handsäge;
- Roulette;
- Antiseptikum;
- Schaufel.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Graben Sie einen Graben für das Holz mit einem kleinen Rand (0,5-0,7 cm breiter und tiefer als das Holz).
- Die Dachpappe nach innen verlegen.
- Bereiten Sie Holzstücke geeigneter Länge vor und behandeln Sie diese mit einem Antiseptikum.
- Legen Sie sie hinein und falten Sie die Kanten des Dachmaterials nach innen (sie können mit einem Konstruktionshefter an den Balken befestigt werden).
- Verbinden Sie die Balken mit Schrauben.
Bei der Errichtung eines solchen Fundaments lässt sich die Konstruktion bei Bedarf leicht demontieren und versetzen.
Den Rahmen herstellen
Die Wahl des Rahmentyps richtet sich nach Form und Konstruktionsmerkmalen des Gewächshauses.
Die einfachste Bauweise für ein Gewächshaus ist die Bogenform. Für dieses Gerüst benötigen Sie lediglich 50 mm dicke Balken in der Länge des Gewächshauses. Es werden zwei Balken benötigt. Die Polycarbonatplatten werden unten an den Balken befestigt, zu Bögen gebogen und oben überlappend fixiert. Da die Polycarbonatplatten 2 m 10 cm breit sind, eignet sich diese Bauweise hervorragend für den Gewächshausbau.
Der Rahmen kann auch aus PVC-Rohren gefertigt werden, die zu einem Bogen gebogen und mit Polycarbonatplatten abgedeckt werden. Bei dieser Konstruktionsart ist es jedoch recht schwierig, ein einwandfreies Öffnen der Türen zu gewährleisten.
Die ideale Lösung wäre ein Rahmen aus verzinktem Stahl oder Holz in der gewünschten Form. Allerdings muss das Metall verschweißt werden.
Schauen wir uns genauer an, wie man ein Gerüst für ein Giebelgewächshaus baut:
- Balken 5*5 cm;
- Bretter (Dicke 2,5-3 cm, Breite 1-1,5 Meter);
- Latten 30*20 cm;
- Antiseptikum;
- Metall-Kunststoff-Rohre (Durchmesser 2-2,5 cm);
- Möbelecken zur Befestigung;
- selbstschneidende Schrauben.
Montage von Polycarbonat
Für die Montage von Polycarbonatplatten benötigen Sie:
- perforiertes und isolierendes Klebeband;
- Filzstift;
- Polycarbonatplatten;
- Selbstschneidende Schrauben mit thermischen Unterlegscheiben.
Schrittweise Vorgehensweise:
Zur Information! Die Thermoscheibe darf die Schraube nicht zu fest anziehen. Dies ist entscheidend. Ist die Schraube zu fest angezogen, kann die Platte versagen. Es entstehen Risse, was die Lebensdauer erheblich verkürzt. Die Schraube darf aber auch nicht zu fest oder zu locker sitzen. Andernfalls sitzt die Platte nicht richtig und kann sich bewegen. Die Thermoscheibe erzeugt einen Spalt. Ohne sie würde sich das Polycarbonat bei Kälte oder Hitze durch Ausdehnung oder Zusammenziehen verformen. Dies verkürzt die Lebensdauer und beeinträchtigt das Aussehen.
Einige Tipps
Hilfreiche Tipps:
- Wenn die Konstruktion das Biegen von Polycarbonatplatten vorsieht, muss dies quer zu den Versteifungen erfolgen.
- Sparen Sie nicht am Rahmen. Ist er aus Holz, sollte er eben und trocken sein. Bei einem Metallrahmen empfiehlt sich verzinktes Material.
- Man darf keine Risse und Spalten lassen, da sonst warme Luft entweicht.
- Die beste Zeit für den Bau des Unterstands ist April oder Ende Oktober. In diesem Zeitraum liegen die Temperaturen zwischen 10 und 12 °C, was ideale Bedingungen für die Arbeiten bietet.
Polycarbonat ist ein modernes, leistungsstarkes Material für Gewächshäuser. Es ist deutlich stabiler als Glas oder Folie und flexibel genug, um in verschiedene Formen gebracht zu werden. Dank seines günstigen Preises ist es eine beliebte Wahl für Gewächshäuser, in denen verschiedene Gemüsesorten wie Gurken, Paprika, Tomaten und Kräuter angebaut werden.





















