Was müssen wir also beachten, um hervorragende Setzlinge und natürlich eine reiche Ernte zu erzielen?
- Desinfizieren Sie die Samen NICHT zusätzlich, wenn sie vom Hersteller unter Fabrikbedingungen verarbeitet wurden, da dies zum Absterben der Samen führen kann.
- Saatgut, das von Privatpersonen gekauft oder selbst hergestellt wurde, sollte NICHT ohne vorherige Desinfektion gepflanzt werden.
- Kaufen Sie kein Saatgut von fragwürdigen Anbietern – das Risiko, minderwertiges Saatgut zu erhalten, ist hoch. Achten Sie beim Kauf von verpacktem Saatgut besonders auf die Sortenbeschreibung, ob es behandelt wurde und das Verfallsdatum.
- Verwenden Sie zum Aussäen KEINE dichte Gartenerde: Sie ist nicht nur zu dicht für die Samen, sondern kann auch schädliche Bakterien enthalten. Verwenden Sie stattdessen spezielle, desinfizierte Erde.
- Verwenden Sie keine beliebigen Behälter; diese müssen hinsichtlich Volumen, Wandstärke und Entwässerung geeignet sein.
- Beim Pflanzen von Samen sollten diese NICHT zu tief in die Erde gepflanzt werden.
- Nach der Aussaat den Boden nicht gießen, da dies das Wasser wegspült und die Samen tiefer in den Boden spült. Die Sämlinge nur mit einer Sprühflasche besprühen.
- Säen Sie die Samen nicht zu dicht beieinander. Dies führt zu dicht stehenden und unterentwickelten Trieben.
- Stellen Sie den Anzuchttopf NICHT auf eine Fensterbank, da die Lufttemperatur dort nicht warm genug ist und die Erde in der Regel 10 Grad kälter als die Außenluft ist. Der Topf sollte an einem warmen Ort stehen.
- Die oberste Erdschicht darf nicht austrocknen, da die Samenkeimlinge sonst ebenfalls austrocknen und nicht keimen können.
- Stellen Sie die Sämlinge nicht in den Schatten. Sie benötigen ausreichend Licht. Am besten eignet sich dafür ein nach Süden ausgerichtetes Fensterbrett. Da die Tage im Frühling jedoch noch nicht lang genug sind, empfiehlt es sich, den Sämlingen zusätzliches Licht, beispielsweise eine Pflanzenlampe, zu geben.
- Gießen Sie die Pflanzen NICHT mit kaltem Wasser; Sie müssen abgestandenes Wasser mit einer Temperatur von mindestens +22 Grad verwenden.
Und zum Schluss noch ein paar Tipps:
- Die Sämlinge sollten umgepflanzt werden, sobald zwei vollständige Blätter erschienen sind. Danach sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
- Innerhalb von zwei Wochen müssen die Sämlinge abgehärtet werden, beispielsweise durch Öffnen eines Fensters und allmähliche Verlängerung der Frischluftzufuhr.
- Bei der Planung des Auspflanzens ins Freiland ist zu beachten, dass leicht welkende Sämlinge weniger anfällig für Beschädigungen sind, während frisch gegossene, feste Stängel leicht brechen. Am besten gießt man die Sämlinge erst, nachdem man sie an ihren endgültigen Standort verpflanzt hat.

