Der Lorbeer ist eine Pflanze, die sowohl wild wächst als auch als Zimmerpflanze kultiviert wird. Er stammt von der Mittelmeerküste. Es handelt sich um einen Baum oder Strauch der Gattung Laurus aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die alten Griechen krönten ihre Sieger mit Lorbeerblättern, und viele Köche würzen ihre Gerichte damit. Der Ausdruck „sich auf seinen Lorbeeren ausruhen“ – also den Sieg feiern – ist mit dem Namen dieser Pflanze verbunden.
Der Lorbeerbaum wird in den subtropischen Klimazonen der Süd- und Nordhalbkugel kultiviert. Er kann auch in Innenräumen gehalten werden. Im Gegensatz zu seinen wilden Verwandten erreichen Zimmerpflanzen eine Höhe von 3 m (in freier Natur kann der Baum bis zu 15 m hoch werden).
Häusliche Pflege
Wer sich einen Lorbeerstrauch zu Hause anpflanzen möchte, sollte wissen, dass dieser besondere Pflege benötigt. Für einen großen und schönen Lorbeer sollte man ihm ausreichend Platz bieten, damit seine Zweige ungestört wachsen können.
Bei beengten Platzverhältnissen kann man einen kleinen Busch direkt auf der Fensterbank anpflanzen.
Temperatur
Da die Pflanze in subtropischen Gebieten heimisch ist, benötigt sie relativ warme Temperaturen. An heißen Sommertagen kann der Lorbeer im Topf oder Kübel auf den Balkon gestellt werden. Wichtig ist nur, die Pflanze vor Zugluft und Wind zu schützen. Im Frühling und Sommer fühlt sich der Lorbeerstrauch bei Temperaturen zwischen 20 und 25 °C am wohlsten. Etwas wärmer ist auch in Ordnung. Im Herbst sind 15 bis 17 °C optimal.
Während der Ruhephase, wenn die Pflanze ihre Blütezeit beendet hat, sind hohe Temperaturen nicht notwendig, sondern sogar kontraproduktiv.
Beleuchtung
Lorbeer verträgt aufgrund seiner Herkunft direktes Sonnenlicht gut. Junge Sträucher ohne verholzte Blätter sollten jedoch an einem halbschattigen Standort stehen und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da diese schädlich sein kann. Steht die Pflanze auf einer Fensterbank, empfiehlt es sich, einen lichtdurchlässigen Vorhang zwischen Pflanze und Fenster anzubringen.
Im Winter benötigt Lorbeer keine zusätzliche künstliche Beleuchtung, um die Tageslichtstunden zu verlängern. Eine geringe Lichtmenge genügt.
Bewässerung
Bei heißem Wetter benötigt die Pflanze viel Feuchtigkeit. Gießen Sie sie jeden zweiten Tag. Halten Sie außerdem die Luft um den Lorbeer herum mit einer Sprühflasche feucht.
Experten empfehlen, Behälter mit Wasser in dem Raum aufzustellen, in dem sich der Lorbeerstrauch befindet, um die notwendige Luftfeuchtigkeit jederzeit aufrechtzuerhalten.
Die Pflanze muss regelmäßig gegossen werden, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. In den kühleren Monaten benötigt Lorbeer nicht viel Wasser. Ein- bis zweimal wöchentliches Gießen genügt.
Trimmen
Sorgfältige Pflege zu Hause umfasst nicht nur die richtige Temperatur, das richtige Licht und die richtige Bewässerung, sondern auch regelmäßiges Beschneiden. Ohne Schnittmaßnahmen ist es unmöglich, einen schönen, dichten und harmonischen Lorbeerstrauch zu erhalten.
Lorbeer verträgt den Rückschnitt am besten im Herbst, etwa Ende August. Die Wachstumsphase endet, und die Knospen, aus denen neue Triebe entstehen, bleiben unversehrt.
Topdressing
Während der Wachstumsperiode benötigt Lorbeer Dünger. Sowohl organische als auch mineralische Dünger werden verwendet. Diese sollten während der gesamten Wachstumsperiode regelmäßig, jedoch in geringeren Konzentrationen als in der Gebrauchsanweisung angegeben, ausgebracht werden. Es gibt auch spezielle Dünger für Lorbeer.
Überweisen
Wie andere Zimmerpflanzen muss auch Lorbeer regelmäßig umgetopft werden. Junge Pflanzen benötigen ein jährliches Umtopfen, später alle zwei bis drei Jahre.
Ein Lorbeerstrauch benötigt keinen kompletten Erdwechsel. Pflanzen Sie ihn einfach mitsamt dem Wurzelballen in einen neuen, größeren Topf um.
Lorbeer ist sehr anspruchslos, was den Boden angeht: Er kann in normaler Gartenerde wachsen. Dennoch empfiehlt es sich, ein spezielles Substrat vorzubereiten. Optimal ist eine Mischung aus Rasensoden, Sand, Torf, Laubkompost und Humus im Verhältnis 2:2:1:1:1. Für besseres Wachstum und Entwicklung kann etwas Asche hinzugefügt werden.
Reproduktion
Die Vermehrung von Lorbeer ist recht schwierig. Sie kann durch Stecklinge oder Samen erfolgen.
Die einfachste Vermehrungsmethode ist die Aussaat. Die Samen sollten nach der Ernte sachgemäß gelagert werden, um Austrocknung und Frost zu vermeiden. Im Herbst werden sie in kleine Töpfe gesät. Der Topf wird mit Frischhaltefolie abgedeckt, bis die Sämlinge keimen. Dadurch entstehen gewächshausähnliche Bedingungen im Boden. Mit Keimlingen ist frühestens nach drei Monaten zu rechnen.
Zur Vermehrung durch Stecklinge schneidet man kleine, aber bereits dicht bewachsene, etwa 10 cm lange Zweige von der Pflanze ab. Jeder Zweig sollte zwei bis drei Knospen haben, und grüne Blätter sollten entfernt werden.
Um ein erfolgreiches Anwurzeln der Stecklinge zu gewährleisten, empfiehlt es sich, diese mit einem speziellen Wachstums- und Bewurzelungsstimulans (z. B. Kornevin, Heteroauxin) zu behandeln. Anschließend sollten die Stecklinge in einem Torf-Sand-Gemisch bewurzelt werden.
Damit die Stecklinge Wurzeln schlagen, kräftige Wurzeln entwickeln und gut wachsen, benötigen sie Gewächshausbedingungen. Decken Sie den Behälter einfach mit einem transparenten Glas ab und halten Sie die Umgebungstemperatur konstant zwischen +20 °C und +25 °C. Die Bewurzelung braucht Zeit: Lorbeer benötigt etwa einen Monat.
Krankheiten und Schädlinge der Lavara
Wenn ein Lorbeerstrauch nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird, vergilben einige seiner Blätter allmählich und trocknen aus. Die Pflanze selbst stirbt jedoch nicht ab und wächst weiter. Sie sollte regelmäßig mit einer Sprühflasche besprüht werden, und es sollten Wasserbehälter in der Nähe des Topfes aufgestellt werden.
Die Blätter eines gesunden Lorbeerbaums sind satt dunkelgrün und glänzend. Werden sie blass, sollte man den Standort der Blüte überprüfen. Dies kann eine Reaktion auf direkte Sonneneinstrahlung sein, die bei hellem Licht zum Ausbleichen der Blüten führen kann. Blasse, matte Blätter können auch auf einen Nährstoffmangel hindeuten. In diesem Fall sollte man umgehend düngen.
Lorbeer wird gelegentlich von Pilzen befallen, obwohl die Pflanze im Allgemeinen recht widerstandsfähig gegen Krankheiten ist. Gelegentlich kann sich ein rostfarbener Belag auf den Blättern bilden. Dieser lässt sich leicht mit Wasser abwaschen. Der Rußtaupilz ist zwar nicht besonders schädlich für die Pflanze, beeinträchtigt aber ihr Aussehen erheblich.
Zum Schutz vor Pilzbefall empfehlen Experten, die Blätter zunächst mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung abzuwischen und einige Tage später mit einer 30%igen Ethylalkohollösung zu behandeln. Alternativ kann man Seife und Natron (jeweils 5 g pro Liter Wasser) verwenden.
Die häufigsten Schädlinge des Zierlorbeers sind:
- Schildläuse;
- Schmierlaus;
- Spinnmilben.
Regenwürmer können auch Pflanzen schädigen. Diese nützlichen Tiere sind im Blumentopf von Zimmerpflanzen unerwünscht. Sie schädigen das Wurzelsystem und verdichten die Erde. Um Regenwürmer loszuwerden, müssen Sie die Pflanze nicht einmal umtopfen; es genügt, die Erde komplett auszutauschen. Stellen Sie den Topf einfach über Nacht in Wasser. Unter diesen Bedingungen kommen die Regenwürmer an die Oberfläche, wo sie leicht eingesammelt werden können.
Lorbeer ist eine immergrüne, wunderschöne und wahrlich edle Pflanze. Bei richtiger Pflege erfreut sie das ganze Jahr über und bereitet keinerlei Probleme.





