Wie man Sonnenblumen pflanzt: Methoden und Regeln

Sonnenblumen anzubauen ist nicht besonders schwierig, wenn man bestimmte Anforderungen an die Anbaumethode beachtet.

Wie man eine Sonnenblume pflanzt

Auswahl von Sonnenblumenkernen

Es gibt unzählige Sonnenblumenarten und ihre Abkömmlinge. Bei der Auswahl einer bestimmten Sorte sollten Sie sich an den Angaben auf der Verpackung orientieren. Achten Sie besonders auf die gewünschte Wuchshöhe, da Sonnenblumen zwischen 30 cm und 4,6 m groß werden können. Bedenken Sie außerdem, dass Sonnenblumen entweder einstämmig oder paarig mit Blüten wachsen können.

Bei der Auswahl der Samen ist darauf zu achten, dass sie nicht frittiert sind und eine vollständige Panade haben.

Vorbereitung und Aussaat von Sonnenblumenkernen

Bevor die Samen ins Freiland gesät werden, müssen sie zunächst im Haus vorgekeimt werden. Dazu befeuchtet man ein Handtuch (vorzugsweise Papierhandtuch), teilt es gedanklich in zwei Hälften, legt die Samen auf eine Hälfte und bedeckt sie mit der anderen.

Geben Sie alles in einen Plastikbeutel und lagern Sie es in einem warmen Raum bei Temperaturen über 10 °C. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Keimlinge erscheinen, und achten Sie auf den Feuchtigkeitsgehalt des Tuchs. Die Keimdauer beträgt zwei Tage.

Wenn der Samen innerhalb von 3 Tagen nicht gekeimt ist, entfernen Sie mit einer Pinzette den Rand des Samens und lassen Sie ihn eine Weile liegen.

Man kann die Samen aber auch ohne Keimung in die Erde stecken, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer Keimung dann deutlich geringer.

Vor der Aussaat werden die Samen mit einem speziellen Nagetierabwehrmittel behandelt, das entweder selbst hergestellt oder gekauft wird, um zu verhindern, dass sie gefressen werden.

Sie können die Mischung wie folgt selbst zubereiten: 100 Gramm Knoblauch zerdrücken und mit Zwiebelschalen vermischen, 2 Liter kochendes Wasser hinzufügen und 24 Stunden ziehen lassen. Anschließend die Mischung abseihen und die vorbereiteten Samen über Nacht in der entstandenen Lösung einweichen.

Alle Maßnahmen sollten gegen Ende des Frühlings durchgeführt werden.

Sonnenblumen gießen

Vorbereitung des Bodens für Sonnenblumen

Die Pflanze ist bezüglich des Bodens nicht wählerisch, es gibt jedoch einige fruchtbarere und andere weniger fruchtbare Böden. Zu den fruchtbareren zählen Schwarzerde, Kastanienerde und Lehmböden mit einem pH-Wert von 5–6. Zu den weniger fruchtbaren Böden gehören sandige Böden und sumpfige Gebiete mit einem pH-Wert von 4 oder niedriger.

Eine Fläche, die zuvor für den Anbau von Mais, Kohl oder Wintergetreide genutzt wurde, wäre ein hervorragender Standort. Flächen, auf denen zuvor Tomaten oder Zuckerrüben angebaut wurden, sind ungeeignet, da sie viel Stickstoff enthalten, was sich negativ auf Sonnenblumen auswirkt.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es nicht empfehlenswert ist, Sonnenblumen in Gebieten, in denen sie sieben Jahre lang angebaut wurden, erneut anzupflanzen, damit sich der Boden erholen kann. Stattdessen sollten Erbsen, Bohnen und Sommergetreide angebaut werden, um den Boden wieder in seinen normalen Zustand zu versetzen.

Im Herbst werden Kalium- und Phosphordünger (Kaliumsulfat, Superphosphat) in den Boden eingearbeitet und alles gründlich umgegraben.

Nachbarn für Sonnenblumen gesucht

Mais ist ein guter Nachbar, da seine Wurzeln in einer anderen Bodentiefe liegen und es somit keine Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser gibt. Kürbisse, Sojabohnen, Gurken, Salat und Bohnen vertragen sich ebenfalls gut, Kartoffeln und Tomaten hingegen nicht.

Sonnenblumenkerne im Freiland pflanzen

Die Aussaat beginnt Mitte Mai. Graben Sie mit einer Hacke im Abstand von 15 cm Löcher von 5–7 cm Tiefe an der gewünschten Stelle. Längere Löcher sind ebenfalls möglich, da größere Abstände zwischen den Sämlingen zu breiteren Blütenköpfen führen. Geben Sie 2–3 Samen in jedes Loch und bedecken Sie sie mit Erde. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht ist.

Top.tomathouse.com empfiehlt: Pflanzenpflege

Für eine gute Ernte ist die richtige Pflege wichtig. Ein geeignetes Bewässerungssystem sollte eingerichtet, der Boden aufgelockert und Unkraut entfernt werden. Achten Sie besonders auf die Stützung der Pflanzen, da starker Wind die Stängel brechen lassen kann.

Düngung ist in allen Entwicklungsstadien wichtig. Die erste Düngung sollte 14 Tage nach dem Keimen mit stickstoffhaltigen Düngemitteln (wie Harnstoff) erfolgen. Dies fördert ein stabiles Stängel- und Blattwachstum.

Nach 14–21 Tagen sollte erneut ein kaliumhaltiger Dünger ausgebracht werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Blütenstände mit Samen gefüllt sind. Eine Überdüngung mit Stickstoff kann dazu führen, dass gar keine Samen keimen.

Sprossen und Samen

Die nächste Düngung erfolgt nach 21 Tagen mit phosphorhaltigen Düngemitteln, die mit kaliumhaltigen Düngemitteln gemischt werden.

Bewässerungsregeln

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bewässerung gelten. Die Erde, in die die Samen gesät wurden, sollte bis zum Auflaufen der Keimlinge feucht gehalten werden. Da die Pflanzen noch klein und zart sind, empfiehlt es sich, sie mit etwas Abstand (7,5–10 cm) zu gießen. Dies verhindert, dass sie aus der Erde gespült werden, und fördert gleichzeitig die Wurzelbildung.

Mit zunehmendem Wachstum der einjährigen Pflanze kann die Gießhäufigkeit reduziert werden. Sobald Wurzeln und Stängel gut entwickelt sind, genügt einmal wöchentliches Gießen.

Allerdings sollten die Wetterbedingungen berücksichtigt werden: Wenn es über einen längeren Zeitraum nicht regnet, sollte die Bewässerung verstärkt werden.

Ernte

Die Erntereife wird durch den Feuchtigkeitsgehalt der Samen bestimmt. Es gibt drei Reifestadien:

  • Gelb;
  • braun;
  • reif.

Im braunen Stadium kann man bereits ernten (der Feuchtigkeitsgehalt liegt dann bei 15-20%).

Durch die Anwendung der landwirtschaftlichen Technik des Trocknens der Pflanzen an der Wurzel (Desikkation) lässt sich der Reifeprozess deutlich beschleunigen und eine gleichmäßige Reifung gewährleisten. Dies geschieht nach der Blütezeit (wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Saatguts 30 % beträgt).

Die Verwendung von Trockenmitteln wird bei sonnigem Wetter und Temperaturen zwischen 13 und 20 °C am Morgen oder Abend empfohlen. Die Ernte ist 10 Tage nach dieser Behandlung möglich.

Die gesammelten Samen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt werden getrocknet und anschließend von Verunreinigungen und beschädigten Samen befreit.

Wenn Sie alle Empfehlungen befolgen und günstige Bedingungen schaffen, ist der Anbau dieser Pflanze nicht schwierig. Sie wird nicht nur eine prächtige Zierde für Ihren Garten sein, sondern kann auch eine reiche Ernte einbringen.

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