Flaumbirke: Beschreibung, Anpflanzung und Pflege

Die Flaumbirke, ursprünglich Betula alba (lateinisch für „Weißbirke“), heißt heute Bétula pubéscens. Sie wächst in feuchten Gebieten, Sümpfen und an Seeufern. Trockenheit verträgt sie schlecht. Man findet sie sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Sie gedeiht am besten im Schatten anderer Bäume.

Flaumbirke

Beschreibung der Flaumbirke

Die Namensänderung erfolgte aufgrund von Verwechslungen mit Silberbirke und Silberbirke. Viele Sorten haben weiße Stämme, daher begann die Klassifizierung anhand der äußeren Merkmale der Krone.

Es gibt viele Arten, aber diese Sorte ist frosthart. Die Moorbirke ist in ganz Sibirien und im europäischen Teil Russlands heimisch und kommt auch in den Ausläufern des Kaukasus vor.

Die glatte, rissfreie Rinde ist das Hauptmerkmal der Pflanze. Der schöne weiße Stamm weist nur bei älteren Bäumen, nahe den Wurzeln, kleine Risse auf. Diese Bereiche sind von Birkenrinde umgeben. Dieses Phänomen ist weithin bekannt und äußert sich in der Ablösung der Rinde in dünne Schichten.

Diese einhäusige Baumart vermehrt sich durch eingeschlechtige Blüten. Im Herbst erscheinen männliche Blüten an den Zweigen und überwintern am Baum. Im Frühjahr blühen weibliche Kätzchen, noch bevor die Blätter austreiben. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Wie sieht eine Flaumbirke aus?

Die Birke kann wie folgt beschrieben werden:

  • Der gerade, glatte Stamm des Baumes ragt 15 bis 20 Meter über den Boden hinaus.
  • Die einjährigen Sämlinge haben hängende, dichte und üppige Triebe.
  • Bis zum Alter von 5 Jahren ist der Stamm braun. Mit 10 Jahren produziert die Birke ausreichend Betulin, und die Pflanze nimmt allmählich eine einheitliche weiße Farbe an.
  • Junge Birken strecken sich nach oben, ihre Äste streben gen Himmel, während die Kronen ausgewachsener Bäume sich ausbreiten.
  • Die Blätter junger Pflanzen sind behaart. Ausgewachsene Pflanzen behalten eine weiche, haarige Bedeckung an den unteren Blättern und Stängeln.
  • Der Stamm erreicht einen Durchmesser von bis zu 80 cm. Einzelne Exemplare mit mehreren Stämmen kommen vor, sind aber selten.
  • Bétula pubéscens ist eine frostbeständige Sorte.
  • Das Wurzelsystem ist zwar gut entwickelt, befindet sich aber nahe der Bodenoberfläche. Bäume stürzen häufig bei starkem Wind um.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 120 Jahre, manchmal etwas länger.

Wachstumsbedingungen

Die Moorbirke wird aus Samen gezogen. Die Aussaat erfolgt im Spätsommer. Unmittelbar nach der Keimung wird jeder Trieb in einen separaten Topf umgepflanzt. Im Frühjahr werden die Triebe im Abstand von 3–4 Metern ins Freiland gepflanzt. In der ersten Woche nach dem Pflanzen ist tägliches Gießen erforderlich.

Düngen wird zweimal im Jahr – im frühen Frühling und im frühen Sommer.

Beim Jäten den Boden bis zu einer Tiefe von maximal 3 cm auflockern. Um den Boden um die Baumstämme zu schützen und zu verbessern, diese mit einer 12 cm dicken Schicht aus Holzschnitzeln und Torf bedecken. Birken müssen nicht beschnitten werden; trockene Äste sollten im Frühjahr entfernt werden.

Eine Vorbereitung der Pflanze auf den Winter ist nicht notwendig. Vorsorglich werden besonders wertvolle, im Herbst gepflanzte Sorten am Stamm abgedeckt.

Häufige Krankheiten und Parasiten:

  • Der Rohrwickler befällt junge Triebe. Befallene Stellen werden zurückgeschnitten und abgebrannt. Die Erde um den Stamm wird ausgehoben.
  • Raupen fressen Birkenblätter bis auf das Gerippe ab. Zur Bekämpfung entfernt man die Insekten und besprüht die Pflanze mit Insektiziden.
  • Der Maikäfer ist im Larvenstadium gefährlich, da er Baumwurzeln anfrisst. Wird er entdeckt, wird die Erde um den Stamm herum aufgelockert und die Insekten werden von Hand entfernt.
  • Porlinge befallen Holz. Sie werden sorgfältig entfernt.

Top.tomathouse.com informiert: die Verwendung von Flaumbirke

Obwohl das Holz der Flaumbirke anfällig für Fäulnis ist, hat es vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Das Material lässt sich leicht bearbeiten und ist daher beliebt für die Spielzeugherstellung. Zur Langzeitlagerung werden die Stämme in Wasser eingelegt.

Im Frühling wird der wohlschmeckende und gesunde Saft der Bäume gesammelt. Die Pflanze wird zur Sperrholz- und Skiherstellung verwendet. Aus den Zweigen werden Badebesen gefertigt.

In der Industrie wird Holz zu folgenden Materialien verarbeitet:

  • Essigsäure;
  • Kohle;
  • Methylalkohol;
  • Terpentin;
  • Teer.

Letzteres wird durch Trockendestillation der Rinde gewonnen und in der Parfümherstellung verwendet. Die Heilwirkungen von Birkenblättern und -knospen sind wohlbekannt. Auch Chaga, ein Pilz, der Birken parasitiert, findet medizinische Anwendung. Landschaftsarchitekten wählen diese Zierpflanze häufig für die Gartengestaltung. Der schneeweiße Stamm und die üppige, geschwungene Krone ergänzen sich harmonisch.

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