Die Gattung Alocasia umfasst über fünfzig immergrüne Pflanzen, die zwischen 40 cm und über 2 Metern hoch werden. Sie sind in tropischen und subtropischen Zonen (Asien, Australien, China, Taiwan, Malaysia, Mittel- und Südamerika) weit verbreitet. In unserer Region werden sie zur Dekoration von Wohnräumen und Gärten verwendet. Weitere Namen sind Klee, Alocasia und Wetterpflanze.
In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Alocasia in tropischen Wäldern. Dort „weint“ die Pflanze bei starken Regenfällen und hoher Luftfeuchtigkeit. Überschüssiges Wasser wird über die Blätter abgegeben. Da die Luftfeuchtigkeit vor Regen steigt, lassen sich die Blätter der Alocasia zur Wettervorhersage nutzen. Auch Zimmerpflanzen „weinen“, wenn sie zu viel Wasser bekommen.
Volksglaube und Aberglaube besagen, dass diese Pflanze aufgrund ihrer Giftigkeit gefährlich für die Wohnung sei. Bei richtiger Pflege bereitet sie jedoch keine ernsthaften Probleme.
Beschreibung
Das charakteristische Merkmal dieser Gattung sind ihre Blätter. Sie sind groß (bis zu 50 cm), dicht, oval und zugespitzt, mit deutlich hervortretenden Adern auf glänzender Oberfläche und zahlreichen Spaltöffnungen (speziellen Atemöffnungen). Ihre Form ähnelt oft einem Herz mit strukturierten Rändern und einer zugespitzten Spitze. Die Blätter sind mit fleischigen Blattstielen an einem kräftigen Stängel befestigt. Durch diese einzigartige Befestigung am kurzen Stängel entsteht der Eindruck, dass dieser gar nicht vorhanden sei. So entsteht eine auffällige, grüne Masse dekorativer Blätter.
Ein Alocasia-Strauch trägt bis zu 8 Blätter; sobald 9 Blätter erscheinen, sterben die ersten ab und fallen ab.
Die Blüten der Alocasia wirken vor dem Hintergrund ihres prächtigen Laubs eher unscheinbar. Der Blütenstand besteht aus einem rosa, weißen, gelblichen und grünen Kolben, der einseitig von einem gelbgrünen Blütenblatt umgeben ist. In Innenräumen blüht die Pflanze selten. Unreife Blütenstände sollten entfernt werden, da sie der Blüte Energie entziehen, sie schwächen und ihr Wachstum hemmen. Blüht die Pflanze, bilden sich exotische Beeren mit bis zu fünf Samen. Die Beeren ähneln einem Sanddornzweig.
Typen
Beliebte Alocasia-Sorten:
| Sicht | Besonderheiten |
| Sander | Große, längliche, dunkelgrüne Blätter mit leuchtend weißen Adern und einem gefiederten Rand. Ein besonderes Merkmal ist der metallische Glanz und die hellen Seitenadern. |
| Polly | Es handelt sich um eine Sander-Hybride, die häufiger blüht als andere Sorten. |
| Amazonas | Eine mittelgroße Sorte (rosa-grüne Stängel mit dunklen Adern, Blätter bis zu 60 cm hoch). Die Blätter sind dunkelgrün, schildförmig, mit kleinen Einkerbungen und paarigen Adern an den Seiten. |
| Kupferrot | Eine kleine Sorte mit ovalen, herzförmigen Blättern. Zu den Unterscheidungsmerkmalen gehört die rötliche Färbung. |
| Kapuze | Sie erreichen eine Höhe von einem Meter. Die großen Blätter variieren in der Farbe von tiefem Smaragdgrün bis Dunkelgrün. Sie weisen zudem markante Verdickungen am Blattstielansatz auf. |
| Großrhizom | Die Blätter sind oval und herzförmig. Die Blattadern am Blattgrund sind deutlich sichtbar. Es handelt sich um eine große Sorte mit einem bis zu 2 Meter hohen Stamm. Die Früchte sind leuchtend rot. Diese Sorte heißt Alocasia variegata. Ihre Blätter sind kleiner, panaschiert und weisen große weiße Flecken auf. |
| Duftend (aromatisch) | Eine krautige Art, die bis zu 1 m hoch wächst. Sie zeichnet sich durch die unterschiedliche Form ihrer älteren Blätter (oval, länglich) und ihrer jüngeren Blätter (schildförmig) aus. Sie blüht äußerst selten. |
| Macrorhiza-Stachelrochen (bunt) | Eine großwüchsige Sorte, die bis zu 2–3 Meter hoch wird. Ideal für Gewächshäuser und Wintergärten. Kräftiges, farbintensives Laub mit runder, herzförmiger Krone. |
| Schwarzer Samt | Wie der Name schon sagt, sind die Blätter dieser Sorte samtig schwarz-burgunderrot. Sie sind oval und die Blüten rosa. Bei guter Pflege blüht sie üppig. |
| Lowe | Der kleine Stamm verzweigt sich unterirdisch und erreicht eine Höhe von einem Meter. Die pfeil- oder ovalförmigen grünen Blätter weisen helle Streifen auf. Die Blattunterseite ist dunkelviolett. |
| Venti | Eine große Alocasia-Sorte. Die Blätter sind graugrün mit metallischem Schimmer. Die Blattunterseite ist dunkelrot. Gedeiht gut im Halbschatten. |
| Drachen | Es hat hellgrüne, oval-herzförmige Blätter mit breiten, dunkelgrünen Adern. Das ungewöhnliche Laub erinnert an Schuppen auf einer Haut oder die Flügel eines fantastischen Drachen. |
| Sander | Sie zeichnet sich durch ihre malerischen, pfeilförmigen Blätter aus, die Grün-, Bronze- und Violetttöne mit vergrößerten Blattadern kombinieren. |
| Calidora | Die größte Alocasia. Eine Hybridsorte, entstanden aus der Kreuzung von Duft-Alocasia und Gagaena. Die Blätter sind riesig, glänzend und sattgrün. Sie gedeiht in Wintergärten und Gewächshäusern. |
| Portodora | Eine neue Hybride. Riesige Blätter mit gewellten, gesägten Rändern sitzen an purpurbraunen Blattstielen. |
| Reginula | Sie zeichnet sich durch glänzende, dunkelgrüne Blätter mit einer verlängerten Spitze aus. |
| Bambino | Eine Hybride der Sorte Sander. Sie gilt als Miniatursorte und erreicht eine Höhe von maximal 40 cm. Ihre Blätter sind schmal und spitz zulaufend. |
| Silberner Bambino | Eine kleine, kompakte Pflanze (bis zu 30–35 cm hoch) mit matten, silbrigen Blättern mit hellen Adern. Die Blattunterseite ist dunkelrot. |
Häusliche Pflege
Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit wird durch regelmäßiges Besprühen der Blätter (mehrmals täglich) erreicht. Am besten verwendet man hierfür weiches Wasser, da sonst unschöne Kalkflecken zurückbleiben.
Pflegehinweise je nach Jahreszeit:
| Parameter | Winter | Frühling | Sommer | Herbst |
| Lufttemperatur | Nicht unter +18¡. Plötzliche Temperaturänderungen während der Belüftung vermeiden. | +21…+26º°C | ||
| Luftfeuchtigkeit | Hoch | |||
| Bewässerung | Bewässerung einmal wöchentlich. | Alle 3 Tage gießen. Bei hohen Temperaturen täglich. | ||
| Beleuchtung | Künstliches Licht für 1-2 Stunden hinzufügen (bei Sorten mit panaschiertem Laub). | Intensivpflege für frisch gepflanzte Pflanzen. Bei Blumen mit dunkelgrünen Blättern - leichte Beschattung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. |
||
| Standort | Südliche Richtung | Fenster mit Ost-/Westausrichtung. | ||
| Eigenschaften der Luft | Zugluft vermeiden. Den Raum mäßig lüften. | |||
Bewässerung
Bewässerungselemente je nach Jahreszeit:
| Jahreszeit | Merkmale der Bewässerung |
| Frühling-Herbst | Reichlich. Die Wurzelbewässerung wird mit der Oberflächenbewässerung (mehrmals täglich) kombiniert. |
| Winter | Regelmäßig, durchschnittlich (der Boden darf nicht austrocknen). |
Topdressing
Während der Wachstumsphase (März bis Oktober) benötigt die Alocasia mineralischen Dünger. Verschiedene handelsübliche Zimmerpflanzendünger sind geeignet. Geben Sie diesen beim zweimal monatlichen Gießen dem Wasser hinzu.
Düngetabelle mit Aufwandmengen und Anwendungszeitpunkten:
| Topdressing | Benötigte Menge | Beitragszeitraum |
| Kaliumsulfat | 10-15 g | Sommermonate |
| Superphosphat | 5-10 g | |
| Phosphormehl | ||
| Harnstoff | 15-20 g | Frühlingsmonate/Juni |
| Ammoniumsulfat | 10-15 g |
Pflanzen, Umpflanzen, Vermehren
Alokasien werden unter optimalen Bedingungen alle vier Monate umgetopft. Die Vorgehensweise hängt davon ab, ob die Pflanze geteilt werden soll oder nicht. Ist eine Teilung erforderlich, wird die Erde vom Rhizom entfernt. Soll die Pflanze lediglich umgetopft werden, bleibt der Erdballen in der Pflanze.
Diese tropische Schönheit lässt sich vermehren:
- Rhizom (ähnlich einer Knolle);
- Stecklinge;
- Samen.
Die Samen werden im Frühjahr in ein Gemisch aus Sand und Torf, 1 cm tief, ausgesät. Anschließend werden die Pflanzen gegossen und mit Plastikfolie abgedeckt, wodurch ein Treibhauseffekt entsteht. Die Keimlinge erscheinen nach 18–22 Tagen. Die kleinen Triebe werden in einzelne Töpfe umgepflanzt. Das bekannte dekorative Laub ist erst an einjährigen Pflanzen zu sehen.
Erde, Pflanzgefäß
Die Wahl des Topfes hängt von der Größe der Blume ab.
Wichtig ist, dass der Behälter tief und stabil ist und Löcher im Boden hat.
Der Boden sollte locker, leicht sauer, aber nährstoffreich sein. Folgende Böden eignen sich:
- Nadelholzboden (besteht aus verrottenden Nadelresten), Laubboden (Humus aus Blättern),
- Torf,
- Flusssand.
Oft werden mehrere Komponenten kombiniert. Bei Sämlingen, die älter als drei Jahre sind, sollte nährstoffreicher Kompost mit Erde vermischt werden (andernfalls können die Wurzeln verbrennen). Sie können Gartenerde verwenden und diese mit Sand und Kompost anreichern. Alternativ können Sie auch eine fertige Mischung für Zierpflanzen kaufen.
Neben der richtigen Erde ist eine ausreichende Drainage unerlässlich. Kleine Kieselsteine, Blähton und Schotter eignen sich hierfür hervorragend. Füllen Sie eine Drainageschicht in den Boden des Pflanzgefäßes (mindestens ein Viertel des Gesamtvolumens).
Krankheiten und Schädlinge
Wird die Alocasia nicht ordnungsgemäß gepflegt, ist sie anfällig für Krankheiten und Schäden durch Blumenschädlinge.
| Krankheit/Schädling | Manifestationen | Ursache/Was tun gegen den Schädling? | Eliminierungsmaßnahmen |
| Wurzelfäule | Das Wachstum hört auf, die Blätter verlieren ihre Form und fallen ab. | Falsche Bewässerungsmethode. | Neuanpflanzen, beschädigte Knollen und Wurzeln entfernen, die verbleibenden mit einer Kupfersulfatlösung (2 Liter Wasser/1 Teelöffel) behandeln. |
| Blattlaus | Zahlreiche kleine, grün/grau/orangefarbene (je nach Art) Mücken. Die Blätter wirken stumpf, schlaff und verformt. | Schädlinge werden mit der Erde eingeschleppt oder von „Nachbarn“ auf der Fensterbank mitgebracht, und sie können auch durch offene Fenster eindringen. | Besprühen/Behandeln mit Insektiziden (Fitoverm: 4 ml/1 l), Seifen-Öl-Lösung (Flüssigseife/Pflanzenöl). |
| Schildlaus | Es bilden sich unidentifizierte braune und schwarze Beulen. Die Blätter vergilben, fallen ab und sterben schließlich ab. | Schildläuse saugen den Pflanzensaft aus und werden mit dem Boden eingeschleppt. | Waschen Sie die Insekten mit einer Seifenlauge und einer weichen Bürste ab. Behandeln Sie anschließend die Blätter und den Boden mit dem Insektizid Aktara (0,8 g/1 l Wasser). |
| Spinnmilbe | Zahlreiche weiße Flecken auf der Oberfläche der Blätter, die in einem feinen Gespinst verstrickt sind. | Die Milbe stört die ordnungsgemäße Nährstoffversorgung der befallenen Pflanzen. | Mit Actellik (2 ml/2 l Wasser) behandeln. |
| Wollläuse | Mikroskopisch kleine Insekten, die eine weiße, schleimige Substanz produzieren, die Watte ähnelt. | Sie entziehen dem Körper Nährstoffe. | Schädlinge und Beläge mit einer Seifenlösung oder Ringelblumentinktur entfernen, mit einer Seifenlösung besprühen (3 Mal im wöchentlichen Abstand), mit Akatar behandeln (3 Mal im wöchentlichen Abstand). |
| Weiße Fliege | Die Blätter verlieren ihre Farbsättigung und welken. Auf der Pflanze bildet sich ein glänzender Belag (Honigtau) – ein Nebenprodukt ihrer Lebensvorgänge. | Diese zweiflügeligen weißen Schädlinge ähneln Motten. Sowohl die ausgewachsenen Tiere als auch die Larven ernähren sich von Pflanzensaft. | Mit Confiform (0,1 ml/1 l Wasser) behandeln und zusätzlich spezielle Klebefallen (Pheromone, Bone Forte) aufstellen. |
Top.tomathouse.com empfiehlt: Alocasia – eine Hausmittel-Expertin
Chinesische Ärzte sind seit Langem überzeugt, dass Aufgüsse aus den Wurzeln und Stängeln der Alocasia heilende Eigenschaften besitzen. Geheime Rezepturen helfen bei Gelenkschmerzen (Rheuma, Gicht, Osteochondrose, Polyarthritis), Gefäßerkrankungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und Schilddrüsenfunktionsstörungen. Diese Mittel können innerlich angewendet werden.
Der Saft enthält außerdem gefährliche Giftstoffe – Quecksilberchlorid, Quecksilber und Cyanid. Bei der Zubereitung von Heilmitteln ist es wichtig, die Dosierung genau einzuhalten und jeweils nur wenige Tropfen einzunehmen.
Die Blätter werden zur Herstellung von Heilmitteln gegen Zahnschmerzen, Tuberkulose und Lungenentzündung verwendet. Das vierte gelbe Blatt an einem langen Stiel dient der Behandlung. Aus einem Blatt lassen sich 0,5 Liter medizinische Tinktur gewinnen.
Antibakterielle Präparate werden aus essentiellen Substanzen hergestellt, die gegen Staphylokokken, Streptokokken und Darminfektionen wirksam sind.
Eine alkoholische Tinktur aus Alocasia lindert Juckreiz durch Mückenstiche und wird als Heilmittel gegen Schlangenbisse eingesetzt.
Die traditionelle Medizin empfiehlt Alocasia-Saft und -Salben zur Behandlung von Tumoren, einschließlich Krebs. Offizielle klinische Studien konnten jedoch keine verlässlichen therapeutischen Eigenschaften nachweisen. Daher sollten Sie vor der Anwendung von Alocasia-haltigen Hausmitteln einen Arzt konsultieren, da Gegenanzeigen bestehen.


