Die Pelargonie (Zimmergeranie) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Sie ist weit verbreitet und schmückt viele Fensterbänke. Die Pflege ist einfach und eignet sich auch für Gartenanfänger. Werden jedoch bestimmte Pflegehinweise nicht beachtet, kann sich dies sofort auf ihr Aussehen auswirken. Ein sehr ernstes Anzeichen ist das Vergilben oder Einrollen der Blätter.
Inhalt
Gründe für das Einrollen von Geranienblättern
Zunächst wird die Blume untersucht, um die Ursache dieses Phänomens zu verstehen und es so schnell wie möglich zu beseitigen.
Ein Fehler kann in jeder Phase der Pflanzenpflege auftreten:
- Falsche Bodenwahl.
- Unzureichende oder übermäßige Bewässerung.
- Falsche Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
- Mangel oder, im Gegenteil, Überschuss an Düngemitteln.
- Schäden durch Schädlinge und Viren.
Falsche Bewässerung
Der Zustand der Geranienblätter hängt direkt von der aufgenommenen Feuchtigkeit ab. Um Feuchtigkeit zu sparen, verkleinert die Pflanze ihre Blätter. Im Sommer sollte man durchschnittlich alle drei bis vier Tage gießen, bis die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.
Verwenden Sie sauberes, zimmerwarmes Wasser, das 1–2 Tage abgestanden ist. Zum Enthärten geben Sie Zitronensaft oder Säure hinzu. Verwenden Sie 2–3 Tropfen oder 1 Gramm pro Liter.
Hartes Wasser führt zu einer übermäßigen Kalziumansammlung im Boden, was eine Vergilbung zur Folge hat.
Zu viel Wasser schadet Pflanzen. Die Blätter verfärben sich, ihre Ränder trocknen aus, und die Pflanze fault oder lässt die Blätter hängen. Um dies zu verhindern, achten Sie beim Einpflanzen auf eine gute Drainage am Topfboden. Lockern Sie die Erde mindestens einmal im Monat auf, damit die Wurzeln besser mit Sauerstoff versorgt werden. Das Wasser dringt dann auch besser in die unteren Erdschichten ein und kann durch die Abzugslöcher im Topfboden abfließen, ohne sich zu stauen.
Im Herbst und Winter gehen Geranien in die Ruhephase und benötigen daher weniger Wasser, etwa zwei- bis dreimal im Monat. Sollte die Pflanze Blätter verlieren und die Wurzeln faulen, müssen die beschädigten Wurzeln entfernt und die Erde im Topf komplett ausgetauscht werden.
Fehler bei der Bodenauswahl und Düngung
Zum Anpflanzen können Sie im Geschäft spezielle oder universelle Blumenerde kaufen. Oder Sie können Ihre eigene Erde herstellen.
Die wichtigste Voraussetzung ist, dass der Boden nicht hart oder schwer ist und die Vegetation neutral oder leicht sauer sein sollte. Sand und Torf sind unerlässliche Bestandteile.
Bei nachlassender Bodenfruchtbarkeit werden Mineraldünger zugegeben. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Stickstoff, der für die Blattbildung und üppige Blütenpracht verantwortlich ist. Ein Mangel äußert sich zunächst durch dünne, gelbe und blasse Blätter.
Außerdem kann eine Farbveränderung folgende Ursachen haben:
- Bor-Mangel.
- Kalziummangel.
- Große Mengen an Kalium.
Auch Überdüngung ist schädlich. Deshalb ist es wichtig, den richtigen Dünger zu wählen und die in der Anleitung angegebene Dosierung genau einzuhalten. Optimal ist eine Düngung alle zwei Wochen.
Wenn die Pflanze erst vor Kurzem umgepflanzt wurde, muss sie nach zwei Monaten gedüngt werden.
Manche Gärtner pflanzen Geranien im Sommer ins Freiland. Im Herbst, beim Umtopfen, sollte man keine Erde aus dem Gartenbeet verwenden, um Pilz- oder Schädlingsbefall zu vermeiden. Am besten kauft man fertige Blumenerde im Gartenfachhandel.
Unzulässige Haftbedingungen
Aufgrund falscher Messwerte für Luftfeuchtigkeit und Temperatur, zu kurzer Tageslichtdauer oder eines zu engen oder zu lockeren Behälters verändert das Blatt seine Form oder Farbe.
Beleuchtung
Pelargonien bevorzugen helle Fensterplätze. Direkte Sonneneinstrahlung, die die Blätter verbrennen würde, sollte jedoch vermieden werden. Im Winter und Frühling sollte die Pflanze an einem möglichst sonnigen Standort stehen.
Temperatur
Im Herbst und Frühling gedeihen Pelargonien am besten auf einem verglasten Balkon. Wichtig ist, dass die Lufttemperatur nicht zu niedrig ist (10–12 °C).
Optimale Indikatoren:
|
Jahreszeit |
Temperatur |
| Sommer | +20…+25 °C |
| Winter | Nicht mehr als +14 °C |
Luftfeuchtigkeit
Geranien vertragen trockene Luft von Heizgeräten nicht gut. Um Blattfall vorzubeugen, empfiehlt sich ein Luftbefeuchter oder eine Sprühflasche. Sprühen Sie die Flüssigkeit jedoch nicht direkt auf die Pflanze, sondern aus einiger Entfernung. Auch ein Behälter mit Wasser oder feuchtem Blähton in der Nähe kann Abhilfe schaffen.
Die Töpfe sollten am besten nicht in der Nähe von Heizkörpern stehen, und der Raum sollte einmal täglich gelüftet werden. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da die Pflanze Zugluft nicht verträgt. Außerdem verliert sie über die Blattoberfläche Feuchtigkeit, wodurch sich die Blätter einrollen.
Dicht sitzende Töpfe
Der Topf, in dem die Pelargonie wächst, sollte nicht zu klein sein. Wenn die Wurzeln eingeengt werden, leidet das Laub. Es trocknet aus und verliert seine Farbe. Ist der Topf zu groß, konzentriert die Pflanze ihre Energie auf das Wurzelwachstum, die Blüten erscheinen aber später.
Eine Pflanze, die in einem zu großen Topf gepflanzt wurde, muss umgetopft werden. Dies muss vorsichtig geschehen, da gelbe Blätter durch Wurzelschäden verursacht werden können.
Wird der Topf während der Blütezeit gewechselt, werden die Blütenstängel entfernt.
Schädlinge und Krankheiten
Geranien werden aufgrund ihres bitteren Saftes selten von Schädlingen befallen, doch einige können Stängel und Blätter befallen. Spinnmilben beispielsweise lassen sich mit einer Lupe auf der Blattunterseite erkennen. Die Blätter bilden ein durchsichtiges Gespinst, trocknen aus und rollen sich ein.
Zwei weitere gefährliche Schädlinge sind Weiße Fliegen und Blattläuse, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie lassen sich mit Marathon oder Hausmitteln (Zwiebel-, Tomaten- oder Kartoffelgrün) bekämpfen. Man kann einen Aufguss aus einer Knoblauchknolle und einem Liter kochendem Wasser zubereiten, eine Woche ziehen lassen, anschließend mit Wasser im Verhältnis 50 Gramm Knoblauch auf 10 Liter verdünnen und die Blätter damit besprühen.
Um diese Schädlinge zu bekämpfen, behandeln Sie die Pflanze mit einem Insektizid wie Akarin, Fitoverm, Molniya oder Vertimek. Am besten wiederholen Sie dies mehrmals im Abstand von 5–7 Tagen.
Sie sind außerdem anfällig für Viruserkrankungen wie Bakterienflecken. Charakteristische Anzeichen sind nicht nur eingerollte Blätter, sondern auch braune, mosaikartige Flecken. Auch die Stängel können welken. Diese Infektion ist nicht heilbar, daher sollte die Pflanze entsorgt werden, um die Gesundheit der umliegenden Pflanzen zu schützen.
Bei Wurzelfäule behandeln Sie die Pflanzen beim Umtopfen 15–20 Minuten lang mit einer mittelkonzentrierten, rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung. Zur Vorbeugung von Krankheiten wenden Sie die Lösung alle sechs Monate an, ansonsten höchstens alle 14 Tage. Beim Auflösen der Kristalle in Wasser lässt sich die Grammzahl nur schwer abschätzen; orientieren Sie sich daher besser an der Farbe der Lösung.
Top.tomathouse.com rät: So verhindern Sie, dass sich Geranienblätter einrollen
Es ist viel einfacher, einer gefährlichen Krankheit vorzubeugen als sie zu behandeln. Daher ist Vorbeugung der wichtigste Ratschlag.
Maßnahmen zur Verhinderung von Blattkräuselung und -vergilbung:
- Regelmäßig, aber nicht intensiv gießen.
- Obligatorische Inspektion der Anlage und Schädlingsbekämpfung.
- Optimale Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.
- Angenehm kühl und komfortabel überwintern. Regelmäßiges Lüften des Zimmers.
- Füttern Sie rechtzeitig. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen und Dosierungsangaben auf den Produktetiketten.
- Einen geeigneten Topf und eine helle Fensterbank ohne direkte Sonneneinstrahlung auswählen.
- Bei warmem Wetter sollte man es an die frische Luft bringen.
Mit den richtigen Empfehlungen und optimalen Wachstumsbedingungen kann selbst ein Anfänger zu Hause eine gesunde Pelargonie ziehen, die mit üppiger Blütenpracht und dichtem Laub erfreut. Denn eine kräftige Pflanze ist deutlich weniger anfällig für Viren und Schädlinge.


