Tigridia ist eine mehrjährige Blume, die in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Die Knospe besteht aus drei großen und drei kleinen Blütenblättern, die an der Basis ein tigerartiges Muster aufweisen, daher der Name der Pflanze. Die indigenen Völker Mexikos nutzten einst die Knollen der Blume als Nahrungsmittel und rösteten sie wie Kartoffeln über dem Feuer. Erst im 16. Jahrhundert gelangte die Pflanze als Zierpflanze nach Europa, konnte sich dort aber nie richtig durchsetzen.
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Beschreibung und Merkmale von Tigriden
Diese mehrjährige Blühpflanze erreicht eine Höhe von bis zu 0,7 m, wobei die ersten Blätter schon in Bodennähe erscheinen.
Die Wurzel der Tigridia zeichnet sich durch ihre Dichte aus und ähnelt in ihrer Form einer Zwiebel. Knospen erscheinen im Frühsommer, die Blüte kann aber auch im Herbst erfolgen. Sie öffnet sich maximal 10 Stunden und verwelkt dann. An ihrer Stelle bleibt eine Samenkapsel zurück, deren Inhalt zur späteren Aussaat verwendet werden kann.
Arten und Sorten von Tigridia
Von allen Tigridia-Arten wird nur die aus Mexiko stammende Pfauen-Tigridia kultiviert. Ihre Knollen sind mit häutigen Schuppen bedeckt und erreichen eine Länge von bis zu 6 cm. Ihr Durchmesser beträgt in der Regel nicht mehr als 4 cm. Gärtner und Züchter haben verschiedene Sorten der Pfauen-Tigridia entwickelt, von denen die folgenden weit verbreitet sind:
| Vielfalt | Blumen |
| Alba | Die Blütenblätter sind weiß und mit roten Flecken bedeckt. |
| Aurea | Die Knospe ist von einem satten Gelb und weist karminrote Sprenkelungen auf. |
| Karminea | Gefleckter orange-gelber Vertreter. |
| Flieder | Die Blütenblätter sind rotviolett und mit karminroten Flecken verziert. |
| Rosalind | Die Knospe ist rosa. |
| Canariensis | Gelbe Blütenblätter umrahmen ein leuchtend rotes Zentrum. |
| Speciosa | Die rote Blume ist mit goldenen Punkten bedeckt. |
| Vanhoutte | Die äußeren Blütenblätter sind gefleckt und gelb-burgunderrot. |
| Schach | Die Farbgebung ähnelt einem Schachbrett. |
| Mehrblütig | Goldene Muster zieren den bordeauxroten Hintergrund des Blütenblatts. |
Tigridia im Freiland pflanzen
Beim Anpflanzen einer exotischen Pflanze ist es wichtig, verschiedene Faktoren und Bedingungen zu berücksichtigen, die das Wachstum und die Entwicklung der Blume direkt beeinflussen. Andernfalls kann es passieren, dass die Pflanze gar nicht blüht, schwach wird und regelmäßig anfällig für Krankheiten oder Insektenbefall ist.
Pflanztermine
Diese Staude verträgt Frost schlecht, daher pflanzt man sie am besten ins Freie, sobald es wärmer wird. In unserem Klima ist das typischerweise im späten Frühling oder frühen Sommer der Fall.
Landeplatz
Der wichtigste Faktor beim Anpflanzen einer Tigridia ist der Standort. Da die Pflanze die Sonne liebt, ist ein heller Platz ideal. Halbschatten ist ebenfalls möglich; er beeinträchtigt weder die Größe noch die Farbsättigung der Knospen, jedoch nicht die Stängel und Blütenstiele. Diese benötigen eine Stütze, da sie sehr dünn wachsen. Um die Tigridia vor Wind und Zugluft zu schützen, wählen Sie einen windgeschützten Standort.
Es gedeiht gut zusammen mit folgenden einjährigen Pflanzen: Gypsophila und Lobularia.
Grundierung
Die Blume benötigt lockeren, feuchten und gut durchlässigen Boden. Ist der Boden zu verdichtet, mischen Sie Sägemehl und Sand unter. Vor dem Pflanzen lockern Sie den Boden auf und düngen Sie ihn mit Mineraldünger, Stallmist oder Kompost. Kalk neutralisiert den Säuregehalt des Bodens.
Landeregeln
Um Krankheiten wie Fusarium und andere zu verhindern, müssen die Knollen in einer Fungizidlösung eingeweicht werden, die im auf der Packung angegebenen Verhältnis verdünnt ist.
Die Pflanztiefe hängt von der Zwiebelgröße ab. Größere Zwiebeln sollten beispielsweise 10 cm tief, kleinere hingegen nur 5 cm tief gepflanzt werden. Wichtig ist ein Abstand von 15 cm zwischen den Zwiebeln und 20 cm zwischen den Reihen. Die ersten Triebe erscheinen nach 4–6 Wochen und die Blütezeit ist im Spätsommer. Da die Pflanzen vor dem ersten Frost nicht vollständig blühen können, empfiehlt es sich, die Tigirdien vor dem Auspflanzen im Haus vorzuziehen.
Pflege von Tigridia im Garten
Der Anbau dieser Staude erfordert eine umfassende Pflege, einschließlich Gießen, Düngen, Mulchen und Schneiden. Bei richtiger Pflege gedeiht die Pflanze gut.
Bewässerung
Die Pflanze benötigt reichlich und regelmäßiges Gießen, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden sollte. Bei ausbleibendem Regen sollte die Erde täglich befeuchtet und die Pflanze abends besprüht werden. Zu viel Wasser führt schnell zu Wurzelfäule. Daher ist es wichtig, sparsam zu gießen und sicherzustellen, dass das Wasser vollständig vom Boden aufgenommen wird und nicht auf der Oberfläche zurückbleibt.
Topdressing
Fruchtbarer Boden benötigt keine zusätzliche Düngung, nährstoffarmer Boden hingegen schon. Die erste Mineraldüngung sollte frühestens 3–4 Wochen nach dem Einpflanzen der Tigridia erfolgen. Sobald sich Knospen bilden, kann die Pflanze erneut gedüngt werden, und zwar nicht nur durch direktes Ausbringen von Dünger, sondern auch durch Besprühen des Laubs mit einer geeigneten Lösung.
Zusätzliche Arbeiten (Auflockern, Mulchen, Beschneiden)
Die Bereiche, in denen Tigridias wachsen, sollten umgehend von Unkraut befreit werden, da dieses nicht nur die Ästhetik der Blumen beeinträchtigt, sondern auch das Auftreten verschiedener Insektenschädlinge begünstigt.
Um Staunässe zu vermeiden und das Eindringen von Feuchtigkeit in den Boden zu beschleunigen, sollte die Erde um die Tigridia nach jedem Gießen aufgelockert werden. Eine Mulchschicht aus organischem Material verlangsamt die Verdunstung und hemmt das Unkrautwachstum.
Trimmen
Der Rückschnitt erfolgt erst, nachdem die Tigridia verblüht ist und alle Knospen verwelkt sind. Dies trägt dazu bei, die Gesundheit und Vitalität der Zwiebeln vor dem Winter zu erhalten.
Transplantation von Tigridia
Wenn Sie die Blumenzwiebeln im Frühjahr im Haus vorziehen, blühen die Jungpflanzen im Freiland etwas früher. Pflanzen Sie sie dazu in der fünften Frühlingswoche in einen Topf mit spezieller Blumenerde.
In einen kleinen Topf passen etwa vier Zwiebeln, die 3 cm tief in die Erde gepflanzt werden sollten. Anschließend regelmäßig gießen. Sobald die Pflanze keimt, die Wassermenge erhöhen und darauf achten, dass die Erde über die gesamte Zwiebeltiefe hinweg feucht ist.
Töpfe mit großen Abflusslöchern und hohem Boden zum Gießen von unten sind ideal zum Umtopfen. Sobald die Pflanze austreibt, stellen Sie sie auf eine helle Fensterbank. Tigridia sollte im Frühsommer ins Freie gepflanzt werden.
Reproduktion von Tigridia
Tigridia kann auf zwei Arten vermehrt werden:
- Samen;
- Vegetativ.
Für die erste Methode sammelt man die getrockneten Blüten, aus denen sich die Samenkapseln bilden. Diese sind meist flach und dunkel. Sie sollten vor dem ersten Frost geerntet und im Winter ausgesät werden. Anschließend werden sie in Töpfe gesetzt und an einen hellen, warmen Ort gestellt. Eine optimale Keimtemperatur liegt bei etwa 20 °C. Sobald die Sämlinge zwei bis drei Blätter haben, können sie in einzelne Töpfe umgepflanzt werden. Die ersten Knospen zeigen sich etwa sechs Monate nach der Aussaat.
Die zweite Methode besteht darin, Ableger zu pflanzen. Eine ausgewachsene Pflanze kann im Laufe einer Vegetationsperiode mehrere kleine Brutzwiebeln hervorbringen. Diese müssen vor dem Pflanzen im Frühjahr von der Mutterknolle getrennt werden.
Schnittwunden sollten mit Aktivkohle behandelt werden. Kleine Zwiebeln werden, anders als ausgewachsene Knollen, fast gar nicht tief gepflanzt.
Krankheiten und Schädlinge
Diese exotische Pflanze wird häufig von Insektenschädlingen befallen und ist zudem anfällig für verschiedene gefährliche Krankheiten. Diese lassen sich mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden und vorbeugenden Maßnahmen bekämpfen.
| Problem | Ausschlussmaßnahme |
| Fäulnis, verursacht durch unzureichende Reifung der Zwiebel. | Wenn Sie die Zwiebeln erst ernten, nachdem der oberirdische Teil der Pflanze spontan abgestorben ist, tritt dieses Problem nicht auf. Vorsorglich sollten die Zwiebeln in Fungizidlösungen wie Fundazol oder Benlat eingeweicht werden. |
| Rost, Schorf | Rechtzeitige Behandlung mit Fungiziden oder Kräuteraufgüssen. |
| Mosaik | Das Virus ist unheilbar, daher kann eine infizierte Pflanze nicht gerettet werden. Durch die richtige Pflege lässt sich das Ansteckungsrisiko jedoch deutlich verringern. |
| Eulenfalter, Raupen, Thripse | Behandlung mit Insektizidpräparaten. |
| Nacktschnecken | Nur manuelle Sammlung. Dies kann vereinfacht werden, indem verschiedene Materialien verwendet werden, um Schatten zu schaffen, in dem sich Insekten verstecken können. |
| Maulwurfsgrillen | Manuelle Bekämpfung: Ihre Baue können mit einer Mischung aus Seife und Wasser gefüllt werden. Dies tötet entweder die Bewohner der Baue oder zwingt sie, herauszukriechen. |
Tigriden im Winter
Tigridia ist nicht frosthart genug, um den Winter in gemäßigten Klimazonen zu überstehen, daher sollte sie im Herbst ausgegraben werden. Die Lagertemperatur sollte nicht unter den Gefrierpunkt fallen, aber auch nicht zu warm sein (über 10 °C). Es ist wichtig, dass die Zwiebeln bereits ausgewachsen sind. Falls die Gefahr besteht, dass der oberirdische Teil der Tigridia vor dem ersten Frost nicht vollständig abstirbt, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Die Knollen vorsichtig aus der Erde nehmen, ohne die Wurzeln zu beschädigen, dabei den Wurzelballen erhalten;
- Bewahren Sie die Pflanze in einem kühlen, hellen Raum auf, bis das Laub vollständig verwelkt ist.
Anschließend müssen Sie die Zwiebeln für die Lagerung vorbereiten. Dazu sollten Sie Folgendes tun:
- Schälen Sie die Knollen;
- Waschen;
- In einer Fungizidlösung einweichen;
- Vollständig trocknen.
Während dieser Zeit sollten die kleinen Zwiebeln nicht von den Mutterknollen getrennt werden; besser ist es, dies im Frühjahr, unmittelbar vor dem Pflanzen, zu tun.
Top.tomathouse.com empfiehlt: So lagern Sie Tigridia-Zwiebeln
Die Zwiebeln sollten mit Sand oder Torf bedeckt und an einem Ort mit normaler Luftfeuchtigkeit und kühlen Temperaturen gelagert werden. Eine Papiertüte eignet sich hervorragend als Aufbewahrungsbehälter. Kontrollieren Sie die Zwiebeln regelmäßig auf Anzeichen von Fäulnis oder anderen Schäden. Entsorgen Sie kranke oder ausgetrocknete Zwiebeln.




