Die Rose ist eine mehrjährige Strauchart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Diese Gattung umfasst etwa 40 Arten. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden durch Züchtung klassischer Rosen zahlreiche neue Sorten entwickelt, die jedes Blumenbeet bereichern.
Gartenrosen
Der Strauch kann entweder pyramidenförmig oder ausladend wachsen. Die Höhe variiert zwischen 25 und 90 cm, wobei die Triebe dieser Kletterrosengruppe bis zu 8 m lang werden können.
Der Strauch besteht aus zwei Triebarten: mehrjährigen, verholzten Haupttrieben und einjährigen, weicheren Trieben mit beblätterten Blattstielen. Beide Triebarten tragen spitze Dornen, deren Größe und Anzahl von der Rosensorte abhängen.
Die Knospe befindet sich entweder ganz oben am Trieb oder entlang seiner gesamten Länge. Die Blütengrößen variieren zwischen 2 und 18 cm, und man unterscheidet drei Typen anhand der Anzahl der Blütenblätter:
- Nicht-Terry 5-8;
- Halb-Doppel 20;
- Frottee 70-128 cm.
Manche Floribunda- oder Hybrid-Teerosen haben gebogene Blütenblätter, viele andere hingegen gerade. Manchmal findet man auch gewellte oder gezackte Blütenblätter.
Rosen sind wegen ihrer Vielfalt an einfarbigen Blüten beliebt: Weiß, Creme, Gelb und Rot. Es gibt sie aber auch in mehrfarbigen Varianten: Der Rand oder die Rückseite der Blütenblätter hat einen anderen Farbton, und sogar Streifen und Maserungen sind häufig. Blau ist die einzige Farbe, die bisher noch nicht gezüchtet wurde.
Viele Sorten verströmen ein starkes und angenehmes Aroma, darunter Zitrus-, Frucht- und Gewürznoten.
Die Blätter sind länglich oder abgerundet und haben gesägte Ränder. Ihre Oberfläche ist matt und glänzend, und die Farbe variiert zwischen verschiedenen Grüntönen und weist auch bronzefarbene Sprenkel auf.
Skelettwurzeln mit Rinde, die einen Durchmesser von 2–3 cm aufweisen, reichen bis in den Boden. Daneben gibt es dünnere, kleinere Verzweigungen, die Rhizome genannt werden.
Das verbindende Element zwischen dem unterirdischen Teil der Pflanze und den Stängeln mit Blättern ist der Wurzelhals; seine Größe in Zentimetern hängt von der Tiefe der Pflanze im Boden ab:
- lang 10-15;
- Durchschnittlich 5-9;
- kurze 3-4.
Gartenrosenarten
Anhand der Züchtungsgeschichte werden Gartenrosen in alte und moderne, nach 1867 gezüchtete Sorten unterteilt.
Alte Rosen
Diese Gruppe umfasst Rosen, die durch komplexe Hybridisierung ihr Hagebutten-Aussehen verloren haben. Die Blüten sind flach oder kugelförmig und besitzen zahlreiche Blütenblätter. Die Farbe ist hell und pastellig, wobei Rosa am häufigsten vorkommt. Die Sträucher wachsen hoch und bilden zahlreiche Knospen. Sie blühen in der Regel nur einmal pro Saison. Ausnahmen bilden immerblühende Rosen und Bourbon-Rosen.
Zu den Nachteilen dieser Rosen zählen ihre geringe Kälte- und Regenresistenz sowie der Abfallen von Knospen und Blütenblättern. Außerdem sind sie häufig von Pilzinfektionen betroffen.
| Art/Sorte | Höhe (cm) | Farbe | Besonderheiten |
Alba-Rosen:
|
200. | Weiß, cremefarben. | Anspruchslos an den Boden, resistent gegen Frost und Infektionen. |
Portland:
|
100-120. | Violett. | Angenehmer Duft. Wiederholte Knospenbildung. |
Bourbon:
|
150. | Orange. Die gesamte Palette an Rosatönen. | Herbstblühend. Anfällig für Pilzkrankheiten, benötigt daher Winterschutz. |
Centifolia (hundertblättrig):
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90-140. | Von Weiß bis Koralle. | Niedrig wachsende, sich ausbreitende Pflanzen. Selten in der Landschaftsgestaltung anzutreffen. |
Damaskus:
|
100-200. | Schneeweiß. Helllila. | Die Blütenstände duften intensiv. Das Laub des Strauchs ist spärlich und lichte Stellen. |
Gallisch:
|
90-180. | Kirschrot. | Lange Triebe. Große Blätter. |
Englisch
Diese Rosengruppe zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus. Englische Rosen lassen sich zu kompakten oder ausladenden Sträuchern, Hochstammrosen oder Hecken erziehen. Sie sind robust gegenüber widrigen Bedingungen und pflegeleicht. Sie gedeihen im Schatten und benötigen 4–5 Stunden Sonnenlicht täglich.
Die kelchförmige Blüte, ähnlich der einer alten Rose, besteht aus zahlreichen gefalteten Blütenblättern. Manche Sorten haben bis zu zweihundert. Viele Sträucher blühen mehrmals im Jahr. Sie verströmen einen wunderschönen, intensiven Duft nach Myrrhe, Moschus und Zitrusfrüchten.
Am beliebtesten sind drei Sorten:
- Abraham Derby;
- Benjamin Britten;
- William Shakespeare.
Moderne Rosen
Alle modernen Gartenrosen werden in Gruppen unterteilt, die genauer untersucht werden sollten.
Hybridtee
Charakteristische Merkmale: große, 10–14 cm große, anmutig kelchförmige Blüten. Es gibt sowohl gefüllte (25–35 Blütenblätter) als auch dicht gefüllte (50–60 Blütenblätter) Sorten. Die Blütenstiele sind lang. Die Knospenbildung beginnt im Juni/Juli, gefolgt von einer kurzen zweiwöchigen Pause. Anschließend erfolgt eine zweite Knospenbildung bis in den Herbst hinein. Die Farbpalette ist vielfältig. Der Duft reicht von leicht bis intensiv.
Mittelgroße Sträucher erreichen eine Höhe von 60–70 cm, große 80–100 cm. Der Unterschied in der Pflege liegt in der obligatorischen Abdeckung im Herbst.
Häufig vorkommende Sorten von Hybrid-Teerosen:
- Herr Lincoln;
- Glücksbringer;
- Doppelter Genuss;
- Alexander.
Floribunda
Diese Sorte ist eine Hybride, die durch die Kreuzung großblumiger Rosen entstanden ist. Kleine Knospen, die in großen Blütenständen angeordnet sind, erscheinen den ganzen Sommer und Herbst über. Sie werden häufig in Blumensträußen verwendet.
Hinsichtlich der Strauchhöhe gibt es Riesen von 80-100 cm, die als Hecken gezogen werden, und niedrig wachsende Sorten von höchstens 40-55 cm, die einer eigenen Untergruppe zugeordnet sind – den Patio-Rosen (Miniflora), die üblicherweise zur Dekoration des Gartens verwendet werden.
Sie eignen sich hervorragend zur Gestaltung von Beeteinfassungen und wirken in größeren Gruppen gepflanzt besonders eindrucksvoll. Sie vertragen Regenwetter gut und sind resistent gegen viele Krankheiten.
Die duftendsten Vertreter:
- Schockblau;
- Duftende Freude;
- Melody Maker.
Grandiflora
Großblütige Rosen, entstanden aus der Kreuzung von Teehybriden und Floribunda-Rosen, eignen sich aufgrund ihrer langen Stiele hervorragend als Schnittblumen. Sie können mehrere Monate lang ununterbrochen blühen und sind daher beliebte Gartendekorationspflanzen.
Die prominentesten Repräsentantinnen sind: Königin Elizabeth Rose und Sonja.
In vielen europäischen Ländern wird diese Gruppe jedoch nicht offiziell anerkannt und ihre Sorten werden als Floribunda-Rosen klassifiziert.
Miniatur
Diese Zwergrosen ähneln sehr den Polyanthus-Rosen. Sie sind kompakte, kleine, oft kugelförmige Sträucher von etwa 30 cm Höhe. Die Knospen stehen einzeln oder in Blütenständen. Die Färbung variiert und ist oft von kräftigen Farbtönen. Sie sind frosthart und resistent gegen verschiedene Schädlinge. Die Blütezeit dauert den ganzen Sommer über an.
Sie eignen sich zur Balkongestaltung und werden in Töpfen und Kübeln kultiviert. Im Garten machen sie sich hervorragend im Vordergrund von Beeten, als Beeteinfassung und in Kombination mit Zwergblumen.
Sträucher
Diese Pflanze wird auch als halbkletternd bezeichnet. Es handelt sich um große, ausladende Sträucher von 200–250 cm Höhe. Die Triebe wachsen schnell und benötigen eine Rankhilfe. Die Blüten sind groß, dicht gefüllt oder manchmal einfach und ähneln Hagebutten. Ihr Duft erinnert an Tee, Moschus und Früchte.
Zu den Strauchrosen zählen kanadische und Austin-Rosen. Sie sind widerstandsfähig gegen widrige Witterungsbedingungen und Infektionen aller Art. Sie überstehen Winter gut und sind pflegeleicht.
Primel
Diese Gruppe stammt ursprünglich aus Frankreich. Die Blütenstände befinden sich an den Triebspitzen und bestehen aus 20 bis 60 kleinen Knospen. Der Strauch ist mittelgroß (40–60 cm), kompakt und pflegeleicht.
Polyanthus-Rosen haben eine Reihe von Vorteilen:
- Dornenlosigkeit;
- hohe Vitalität, leicht von der Wurzel an wiederherstellbar;
- verträgt Kälte und Schädlingsbefall gut;
- Die Blumen bleiben lange frisch und ordentlich, 10-14 Tage lang;
- können aus Samen wachsen;
- verträgt übermäßige Feuchtigkeit gut;
- Im Schatten fühlt es sich gut an.
Wanderer
Die meisten Sorten dieser Gruppe sind Hybriden der Vishuriana-Rose. Sie zeichnen sich durch lange Triebe aus, die 200 bis 1500 cm lang werden. Die Blüten sind klein (2–3,5 cm), stehen aber in großen, dichten Dolden. Sie eignen sich zur Bepflanzung von Zäunen und Hecken sowie zum Kaschieren von Unebenheiten.
Sie haben einen zweijährigen Triebentwicklungszyklus. Im ersten Jahr wachsen lange, kahle Triebe aus dem Boden; im zweiten Jahr erscheinen an deren mittlerem und oberem Bereich Seitentriebe mit Knospen. In den folgenden Jahren treiben neue Triebe sowohl aus dem Boden als auch aus den unteren Bereichen der letztjährigen Zweige aus.
Tee
Diese Rosen verdanken ihren Namen ihrem unverwechselbaren Duft. Die Blüten haben wunderschöne Formen und zart gefärbte Blütenblätter mit bis zu 60 Blütenblättern. Die Knospen sind je nach Sorte groß, rund oder länglich und spitz. Sie wachsen von niedrig wachsenden Sträuchern mit einer Höhe von 50 cm bis hin zu Kletterrosen mit einer Wuchshöhe von 200 cm.
Der größte Nachteil dieser Art ist ihre geringe Frostbeständigkeit.
Beispiele für Sorten:
- Parade;
- Gloirede Dijon.
Bodendecker
Diese kriechenden Pflanzen mit kleinen Blüten und langen Stängeln stammen von der Kartoffelrose und der Vihua-Rose ab. Durch diese Kreuzung sind verschiedene Bodendeckerarten entstanden:
- Klein 45 cm und mittel ab 50 cm.
- Groß 100 cm und hoch über 110 cm mit herabhängenden Trieben.
Sie sind frosthart, manche benötigen nur leichten Schutz, viele überwintern unter einer Schneedecke. Sie sind pflegeleicht und gedeihen prächtig.
Park
Parkrosen sind hohe Sträucher, die bis zu 150 cm hoch werden und dichtes Laub besitzen. Viele Sorten sind frosthart und daher ideal für kalte Klimazonen. Sie blühen früh, Anfang Juni.
Gartenrosen – Grundregeln für Anbau und Pflege
Jede Pflanze hat ihre eigenen Bedürfnisse, und auch Rosen erfordern eine spezielle Pflege. Einer der Schlüssel zum Erfolg ist der richtige Standort. Rosen bevorzugen helle Plätze, die vor Zugluft und Wind geschützt sind. Sträucher sollten nicht zu viel Sonnenlicht ausgesetzt werden, insbesondere dunkle Sorten, da diese leicht ausbleichen.
Die optimale Temperatur liegt bei +18…+25 °C; bei höheren Temperaturen verbrennen die Blätter der Pflanze und die Blüten trocknen aus.
Als Nächstes müssen Sie die Pflanze richtig beschneiden, gießen und düngen; diese grundlegenden Wachstumsregeln werden weiter unten erläutert.
Boden und Mulch
Der beste Boden ist humusreich, locker und gut durchlässig. Sauerstoffmangel beeinträchtigt das Wurzelwachstum. Der Boden sollte leicht sauer sein, mit einem pH-Wert von 6,0–6,5; in kälteren Klimazonen ist ein alkalischer pH-Wert von 7,0 vorzuziehen. Um den Säuregehalt zu erhöhen, können Torf oder organisches Material wie beispielsweise Mist hinzugefügt werden.
Ungeeignet ist ein sumpfiger und zu nasser Boden; überschüssige Feuchtigkeit führt zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanze.
Zwischen Rosensträuchern können Bodendecker oder Rasen angepflanzt werden; diese bilden eine hervorragende Mulchschicht und lockern den Boden auf. Alternativ können Holzspäne oder Sägemehl verwendet werden.
Reproduktion
Sträucher werden vegetativ vermehrt. Bei Kletterpflanzen und größeren Arten ist die Bewurzelung die beste Methode. Dazu wählt man einen biegsamen, kräftigen Trieb und schneidet ihn 8 cm lang ab. Der Trieb wird anschließend mit Stäben im Boden fixiert und mit Erde bedeckt. Er kann dann abgetrennt und in der folgenden Saison wieder eingepflanzt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung durch Stecklinge. Wählen Sie dazu im Frühjahr oder Frühsommer kräftige, unbeschädigte Triebe aus und schneiden Sie diese in 15–20 cm lange Stücke. Der obere Schnitt sollte rechtwinklig, der untere schräg (45 Grad) erfolgen. Blätter werden entfernt oder gekürzt. Die vorbereiteten Setzlinge können in ein Loch im Freiland gesetzt und schräg mit lockerer Erde bedeckt werden. Anschließend wird ein Plastik- oder Glasgefäß darübergestülpt.
Im darauffolgenden Frühjahr können die bewurzelten Stecklinge in ein Blumenbeet mit vorbereiteter, lockerer Erde umgepflanzt werden.
Formen und Beschneiden
Je nach den anstehenden Aufgaben des Gärtners gibt es 5 Arten des Baumschnitts:
- prägend;
- sanitäre Anlagen;
- zur Blüte;
- Verdünnung;
- verjüngend.
Ein im Frühjahr gepflanzter Strauch treibt innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Eingewöhnung aktiv aus. Ab diesem Zeitpunkt kann die Pflanze in Form gebracht werden. Zu dicke Triebe sollten nach dem Erscheinen des vierten Blattes an der Spitze abgeknipst werden. Dies trägt zu einem gleichmäßigen Wuchs bei. Die Formgebung sollte bis August fortgesetzt werden, damit die Rose blühen kann. Der erste Rückschnitt erfolgt stets im Frühjahr, auch wenn die Rose im Herbst gepflanzt wurde.
Der gesundheitsfördernde Rückschnitt erfolgt im Frühjahr und Sommer, nachdem die Sträucher ausgetrieben haben, und vor der Winterruhe. Dabei werden alle erfrorenen und schwach entwickelten Triebe abgeschnitten. Im Herbst hingegen ist es wichtig, die Triebe lang stehen zu lassen, um sie vor Frost zu schützen.
Manche Sträucher treiben an der Veredelungsstelle kleine, junge Triebe aus; dies sind Wildtriebe. Diese sollten direkt am Wurzelhals abgeschnitten und die Erde entfernt werden.
Um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erhalten, entfernen Sie verblühte Blüten. Schneiden Sie diese oberhalb des zweiten oder dritten Blattes und einer entwickelten Knospe ab und lassen Sie dabei einen Abstand von 0,5–0,8 cm stehen. Entfernen Sie im Spätsommer keine vertrockneten Blütenstängel. Dadurch können neue Triebe wachsen, die schlecht auf den Winter vorbereitet sind.
Der Sommerschnitt dient dazu, alle schwachen und überwachsenen Triebe zu entfernen, die einen dichten Strauch bilden. Eine Pflanze mit vielen dünnen Zweigen ist anfällig für Schädlinge. Blindtriebe ohne Knospen sollten ebenfalls zurückgeschnitten werden, sodass 4–5 Blattpaare verbleiben.
Verjüngungsmaßnahmen sind für ausgewachsene Sträucher unerlässlich, um ihre Lebensdauer im Garten zu verlängern. Die Pflanzen müssen kräftig zurückgeschnitten werden, dies sollte jedoch in mehreren Etappen erfolgen, damit sich der Strauch vor dem Herbst anpassen kann. Außerdem müssen abgestorbene Triebe ausgegraben und abgeschnitten werden.
Bewässerung
Eine ausgewachsene Rose benötigt ausreichend Wasser. Der Wasserbedarf variiert jedoch je nach Wachstumsphase. Am meisten Wasser benötigt sie während der Triebentwicklung, beim Blattaustrieb und nach der ersten Blüte. Eine Pflanze benötigt 15–20 Liter Wasser, und bei heißem Wetter sollte zweimal wöchentlich gegossen werden. Wassermangel schädigt die Stängel und insbesondere die Blüten, die dann blass und unterentwickelt erscheinen.
Das Wasser sollte warm sein, da Rosenwurzeln Kälte nicht vertragen. Gießen Sie die Rosen am besten mit einem dünnen Strahl aus der Gießkanne direkt an den Wurzelansatz und achten Sie darauf, dass kein Wasser auf die Blätter spritzt. Vermeiden Sie Staunässe bei heißem Wetter und verzichten Sie auf die Verwendung eines Gartenschlauchs.
Ab September sollte die Bewässerung reduziert werden. Zu viel Wasser regt die Pflanzen in dieser Zeit zum Austreiben neuer Triebe an, die sich nicht ausreichend auf den Winter vorbereiten und absterben. Daher stellen viele Gärtner die Bewässerung in dieser Zeit komplett ein. Bei anhaltender Trockenheit und ausbleibendem Regen sollte der Wassermangel jedoch einmal wöchentlich mit 10–12 Litern Wasser pro Pflanze ausgeglichen werden. Dies hilft den Wurzeln, Wasser für den Winter zu speichern.
Topdressing
Für optimales Pflanzenwachstum und eine gesunde Entwicklung sollten Sie organische und mineralische Düngemittel abwechselnd verwenden. Geben Sie diese auf gut angefeuchtete Erde, 10–15 cm vom Wurzelhals entfernt. Wässern Sie die Pflanzen anschließend erneut.
Junge und ausgewachsene Rosensträucher benötigen unterschiedliche Düngemethoden. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte 2-3 Mal pro Saison in kleinen Mengen gedüngt werden. Im zweiten Jahr kann häufiger (5-6 Mal) gedüngt werden.
- Gut verrotteter Mist kann auch im Verhältnis 2:1 mit Torf gemischt werden. Er zersetzt sich langsam und reichert den Boden stetig an.
- Vogelkot: ein schnell wirkender, stickstoffreicher Dünger. Am besten flüssig im Verhältnis 1:10 anwenden. Ein Eimer Lösung reicht für 2–3 Sträucher.
- Holzasche. Macht den Boden alkalisch.
- Kompost aus verrotteten Teilen anderer Pflanzen.
Die wichtigsten Nährstoffe für Rosen sind in der Tabelle aufgeführt:
|
Element |
Nutzen | Einreichungsfrist |
| Stickstoff | Wachstum von Stängeln und Laub. | Mai-August. |
| Phosphor (Superphosphat) | Reifung der kräftigen Triebe. | Juni-September. |
| Kaliumsulfat | Bildung einer großen Anzahl von Knospen, ordnungsgemäße Vorbereitung der Pflanzen auf den Winter. | Vom Frühsommer bis Oktober. |
| Kalzium | Neutralisierung saurer Böden. | Nach Bedarf. |
| Spurenelemente: Magnesium, Bor, Eisen und Mangan | Stärkt das Immunsystem, schützt vor Krankheiten und wirkt allgemein stärkend. | Während der Vegetationsperiode. |
Pflanzen sollten im Frühjahr, während des aktiven Wachstums und der Knospenbildung, die meisten Nährstoffe erhalten. Um eine falsche Düngermenge zu vermeiden, sollte dieser in fünf Etappen nach folgendem Schema ausgebracht werden:
| Düngungsperiode | Superphosphat (g) | Ammoniumnitrat (g) | Kaliumsalz (g) |
| Frühjahrsschnitt, Austrieb | 25-30. | Nicht enthalten. | |
| Triebwachstum | 25-30. | 10-15. | 10-15. |
| Knospenbildung | 30-40. | 15-20. | |
| Ende der ersten Blüte | 10-15. | 15-20. | |
| Abschluss der zweiten Welle der Blütenstielbildung | 40-50. | Wird in dieser Phase nicht verwendet. | |
Die empfohlenen Substanzen werden pro Eimer Wasser angegeben.
Krankheiten und Schädlinge
Für den erfolgreichen Rosenanbau ist eine rechtzeitige Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge unerlässlich. Kontrollen sollten mindestens ein- bis zweimal alle sieben Tage durchgeführt werden. So lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und das Absterben der Rose verhindern.
Alle beschädigten Bereiche sollten entfernt werden; sie sollten nicht kompostiert, sondern entsorgt oder verbrannt werden.
Wenn ein hygienischer Rückschnitt nicht hilft, verwenden Sie Fungizide wie Abiga-Peak, Topaz oder Skor. Alternativ können Sie es mit Hausmitteln versuchen. Die folgende Tabelle hilft Ihnen, die Ursache der Pflanzenkrankheit zu bestimmen und die geeignete Behandlung zu finden:
| Krankheit/Schädling | Schilder | Beseitigung |
| Echter Mehltau | Weiße Beläge an jungen Trieben. Eingerollte Blätter. | Treffen Sie vorbeugende Maßnahmen, desinfizieren Sie Neupflanzungen und behandeln Sie diese mit kupferhaltigen Präparaten. |
| Rost | Leuchtend orangefarbene Flecken in der Nähe der Knospen. | |
| Grauschimmel | Schimmel, Knospen öffnen sich nicht und verwelken. | Den Boden trocknen und befallene Pflanzenteile entfernen. Mit einer Lösung aus 300 g Seife und 30 g Kupfersulfat auf 9 Liter Wasser besprühen. |
| Schwarzer Fleck | Dunkelbraune Kreise. | Wählen Sie krankheitsresistente Rosensorten. Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile. Verwenden Sie Fungizide (z. B. Profit, Bordeauxbrühe, Fundazol). |
| Schießbrand | Rote Streifen und Frostrisse umgeben die Stängel. | Trocknen Sie die Rosen, bevor Sie sie für den Winter abdecken. Beschädigte Stellen mit wasserbasierter Farbe streichen, die Kupferoxychlorid enthält: 20 g pro 0,5 l. |
| Raupen | Löcher und eingerissene Ränder am Laub. | Von Hand ernten. Senfpulver um den Strauch streuen, um Schädlinge fernzuhalten. |
| Sägewespe | Beschädigte Triebe trocknen aus. | Behandeln Sie nicht nur die betroffenen Stellen, sondern auch den Boden rund um die Rose mit Insektiziden wie beispielsweise Iskra oder Intavir. |
| Thrips | Verdrehen und Welken junger Strauchteile. | |
| Rosenblattlaus | Knoblauchlösung anwenden: 200 g pro Liter, 5 Tage einwirken lassen, anschließend mit Wasser verdünnen, und zwar im Verhältnis 1/4 der resultierenden Flüssigkeit pro 10 Liter. | |
| Spinnmilbe | Spinnweben auf der Blattunterseite. | Waschen Sie die Blätter und behandeln Sie sie mit Fitoverm. |
Alle Krankheiten beeinträchtigen das dekorative Aussehen der Blumen und ihre Winterhärte.
Vorbereitung auf den Winter
Das Abdecken von Rosen ist ein wichtiger und entscheidender Schritt, dessen Vorbereitung bereits vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit beginnt. Ab der zweiten Augusthälfte sollten Gärtner das Wachstum der Rosen hemmen. Dazu reduzieren sie das Gießen und Düngen und spannen bei Regen Plastikfolie über die Sträucher. Aktiv wachsende Triebe werden zurückgeschnitten.
Wenn die Temperaturen auf 0 °C sinken, stellen Rosen ihr Wachstum ein und beginnen, Nährstoffe anzureichern. Diese natürliche Abhärtung ist ein natürlicher Vorgang; daher sollten die Pflanzen nicht zu früh ins Winterquartier gestellt werden.
Die letzte Vorbereitungsphase beginnt Anfang November. Entfernen Sie die restlichen Blätter und schneiden Sie die Sträucher auf eine Höhe von 40–45 cm zurück. Füllen Sie die Sträucher anschließend mit Dämmmaterial: trockenem Sägemehl, vorzugsweise Kiefernholz, etwa drei Eimer pro Strauch. Alternativ können Sie auch Torf gemischt mit Sand, Kiefernzweige oder einfach eine Schicht Erde verwenden.
Manchmal werden selbstgebaute Gewächshäuser von 50–60 cm Höhe aus Metall oder Rohren und Dachpappe verwendet. Diese Art der Buschisolierung ist jedoch für feuchte Gebiete nicht geeignet.
Rosen sind einzigartig schöne Sträucher, die in einer Vielzahl von Formen, Sorten und Farben erhältlich sind. Mit der richtigen Pflege und dem genauen Befolgen der Empfehlungen kann selbst ein Gartenneuling mit diesen Pflanzen vielfältige Gartenarrangements gestalten.














Welche maximale Höhe erreichen Gartenrosen?