Rhipsalis ist ein in Brasilien heimischer Kaktusstrauch. Er zeichnet sich durch lange, verzweigte, dornenlose Stängel aus, deren Oberfläche mit spärlichen grünen Härchen bedeckt ist. Zur Blütezeit erscheinen glockenförmige Knospen in verschiedenen Farben, von reinem Weiß bis zu diversen Rottönen.
In ihrem natürlichen Lebensraum wächst Rhipsalis auf Baumstämmen und Felswänden. Die Pflanze ernährt sich über ihr Luftwurzelsystem.
Typen
Es gibt über 60 Rhipsalis-Arten. Einige wurden erfolgreich für den Anbau adaptiert. Die häufigsten sind:
| Sicht | Besonderheiten |
| Barchela | Die Triebe sind zylindrisch und 5–6 Zentimeter lang. Die Stängel sind glatt, dunkelgrün und weisen helle Areolen auf. |
| Haarähnlich | Die Stängel sind dünn und verzweigt. Aus der Ferne ähnelt die Pflanze einem grünen Haarbüschel. Im Spätherbst blühen die Triebe und sind mit kleinen weißen Knospen bedeckt. |
| Knotig | Die Triebe sind lang (bis zu 1 Meter) und zylindrisch. Junge Stängel wachsen senkrecht, aber mit zunehmendem Alter werden sie dicker und biegen sich zum Boden hin. |
| Leerfruchtig (Cassaut) | Die länglichen Triebe bestehen aus zylindrischen Segmenten (jeweils 10–50 Zentimeter lang). Die Stängel können über 3 Meter lang werden. Während der Blütezeit bilden sich an ihren Spitzen kleine, helle Knospen. |
| Pilocarpa | Die Stängel sind mit zahlreichen hellen, gelblichen Haaren bedeckt. Die Blüte erfolgt mehrmals im Jahr. |
| Elliptisch | Die Triebe bestehen aus flachen, breiten Segmenten, die im Areolenbereich mit kurzen Haaren bedeckt sind. Während der Blütezeit bilden sich Knospen an den Rändern der Segmente. |
| Prismatisch | Charakteristisch für diese Pflanze sind dünne, senkrechte Stämme von 10-15 Zentimetern Höhe, an deren Rändern sich prismenförmige Triebe bilden. |
Häusliche Pflege
Rhipsalis ist pflegeleicht. Selbst Anfänger in der Zimmerpflanzenpflege kommen gut mit ihr zurecht. Die Pflanze benötigt ausreichend Licht, Luftfeuchtigkeit sowie regelmäßiges Gießen und Düngen.
| Zustand | Besonderheiten |
| Standort | Ein nach Süden ausgerichtetes Fenster mit Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Kann im Sommer im Freien aufgestellt werden. |
| Beleuchtung | Helles, diffuses Licht. |
| Temperatur | Im Sommer – bis zu +23, im Winter – bis zu +10 Grad Celsius. |
| Luftfeuchtigkeit | Die Pflanze gedeiht am besten in trockener, drinnen gehaltener Umgebung. Bei heißem Wetter sollte sie 2-3 Mal pro Woche mit Wasser besprüht werden. |
| Bewässerung | Im Frühling und Sommer – wenn die oberste Bodenschicht abgetrocknet ist. Im Winter – einmal im Monat. |
Auswahl von Erde und Topf
Der Topf sollte nicht zu tief, aber breit genug sein. In der Natur wächst Rhipsalis auf Baumrinde und Steinen. Da es schwierig ist, in Innenräumen einen ähnlichen Untergrund zu schaffen, wurden Sorten gezüchtet, die für leichte Böden geeignet sind. Diese Böden benötigen einen neutralen pH-Wert und eine gute Durchlässigkeit.
Topdressing
Die Pflanze benötigt während der Wachstumsperiode Dünger. In dieser Zeit wächst sie am aktivsten und verbraucht viele Nährstoffe. Mineralreiche Mischungen sowie Dünger für Kakteen und Sukkulenten eignen sich hierfür.
Transplantation und Vermehrung
Rhipsalis muss bis zum Erreichen der vollen Größe – nach etwa fünf Jahren – einmal jährlich umgetopft werden. Danach genügt ein Umtopfen alle drei Jahre. Der beste Zeitpunkt dafür ist ein warmer Frühling.
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge. Ein Segment wird von einem Trieb abgebrochen, leicht angetrocknet und in feuchte Erde gesteckt. Anschließend beginnt sich das Wurzelsystem zu bilden.
Krankheiten und Schädlinge
Die Pflanze kann von verschiedenen Krankheiten befallen werden; die Methoden zu deren Beseitigung sind in der Tabelle angegeben.
| Problem | Beschreibung | Lösung |
| Chlorose | Die Blätter vergilben und fallen ab, die Blüten verändern ihre Form. | Wählen Sie die richtige Beleuchtung und den passenden pH-Wert des Bodens (5,0–5,5). Die Triebe sollten mit einer eisenreichen Lösung behandelt werden. |
| Schildläuse | Braune Flecken an den Trieben. | Behandeln Sie die Pflanze mit einer Seifenlösung. Sollte das Problem weiterhin bestehen, greifen Sie auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel zurück. |
| Rotes flaches Häkchen | Welke Stängel, korrosionsartige Flecken. | Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum. In schweren Fällen kann eine chemische Schädlingsbekämpfung erforderlich sein. |
Top.tomathouse.com erklärt: Vorteile
Neben ihrer ästhetischen Schönheit besitzt die Ripsalis die Fähigkeit, elektromagnetische Strahlung zu absorbieren.
Es ist sinnvoll, Kaktustöpfe in der Nähe eines Computers, eines Fernsehers oder in einem Büro mit vielen Geräten aufzustellen.
Während der Blütezeit setzt die Pflanze nützliche Elemente frei, die die Raumluft von schädlichen Verunreinigungen und Staub filtern.
Schilder
Eine Rhipsalis-Art, die Hatiora, hat einen schlechten Ruf. Angeblich vertreibt diese Blume Ehemänner aus dem Haus und zerstört Familien. Dieser Aberglaube ist jedoch ein Mythos. Die Zimmerpflanze hat keinerlei Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Ehepartnern, sodass Sie sie bedenkenlos halten können.
Rhipsalis ist ein pflegeleichter Kaktus, der sich problemlos an die Bedingungen in Innenräumen anpasst. Mit der richtigen Beleuchtung, Bewässerung und Düngung blüht und gedeiht er prächtig und verleiht jedem Raum eine besondere Note.



