Narzissen gehören zu den beliebtesten Gartenblumen. Kein Wunder, denn sie sehen in Blumenbeeten wunderschön aus und verströmen während der Blütezeit einen unvergesslichen, honigartigen Duft. Sie sind zudem anspruchslos, was Boden, Feuchtigkeit und Licht angeht. Sie vertragen niedrige Temperaturen gut und sind resistent gegen viele Schädlinge. Dennoch sollten einige Pflegehinweise beachtet werden. Dieser Artikel erklärt, wann und wie man Narzissen im Herbst pflanzt.
Die Pflege und das Anpflanzen von Narzissen im Freiland sind für alle Sorten gleich. Diese mehrjährige Blume kann etwa sechs Jahre lang am selben Standort wachsen, ohne neu gepflanzt werden zu müssen.
Beschreibung
Die Narzisse gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Ihre Blüten sind meist weiß und gelb und verströmen einen zarten, honigartigen Duft. Sie werden etwa 20–45 cm lang. Die Blütezeit dauert nur zwei Wochen, von Ende März bis Ende Mai. Sie ist pflegeleicht und gedeiht in jedem Boden. Ihre Blätter sind dank der enthaltenen Giftstoffe zuverlässig vor Nagetieren geschützt.
Pflanzung im Freiland
Die Anpflanzung von Narzissen im Freiland beginnt mit der Vorbereitung, die mehrere Schritte umfasst:
- Auswahl des Saatguts;
- Standort;
- Vorbehandlung.
Auswahl und Aufbereitung von Saatgut
Es ist wichtig, hochwertiges Pflanzgut zu kaufen, das im Fachhandel erhältlich ist. In gemäßigten Klimazonen, wo der Herbst früh beginnt und der Winter schnell einsetzt, ist dies typischerweise im August und September der Fall, während man in südlicheren Regionen Knollen bereits früher pflanzen kann.
Wenn möglich, graben Sie die Zwiebeln am besten im eigenen Garten aus, nachdem die Knospen verblüht sind. Prüfen Sie die Samen am besten gleich vor Ort auf Unversehrtheit und eventuelle Fäulnis. Die Zwiebeln sollten groß sein, mindestens 4–5 cm im Durchmesser, und sich fest anfühlen. Kleinere Zwiebeln benötigen einige Tage oder sogar Wochen länger zum Keimen.
Vor dem Einpflanzen sollten die Knollen mit einem schwachen Fungizid oder einer Kaliumpermanganatlösung behandelt werden, um die zukünftigen Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Die Knollen aus dem Garten sollten in luftdurchlässigen Behältern oder Körben gelagert werden. Der Raum sollte gut belüftet sein und eine Temperatur von 24 Grad Celsius aufweisen.
Vom Kauf von Narzissenzwiebeln wird abgeraten:
- im Frühling;
- entweder direkt nach der Blüte oder mit Wurzeln und Stängeln ausgegraben;
- mehrspitzig, das heißt, mit vielen kleinen Kindern auf der Knolle;
- mit Sprossen;
- wenn der Boden gefriert und Frost einsetzt.
Pflanztermine
Narzissen werden etwa zur gleichen Jahreszeit gepflanzt. In gemäßigten Klimazonen gilt Spätsommer bis Anfang September als beste Pflanzzeit. Die Temperatur im Freien sollte bei etwa 9–10 Grad Celsius liegen und ungefähr zwei Wochen lang konstant bleiben.
Die Knollen sollten vor dem ersten Frost Wurzeln schlagen. Über die Frühjahrspflanzung gibt es unterschiedliche Meinungen; zwar ist sie möglich, aber die Narzissen wachsen dann langsam und blühen viel später. Wenn Sie einen Pflanzzeitpunkt wählen möchten, ist April der beste Monat, spätestens aber Ende März. Warten Sie, bis der Schnee vollständig geschmolzen ist und die Temperatur 7–8 Grad Celsius erreicht hat.
Standort
Der Standort sollte eben und gut vor Wind und Zugluft geschützt sein, sodass die Blüten volles Sonnenlicht erhalten. Erfüllt der Garten diese Anforderungen, blühen Narzissen länger. Sie können in der Nähe von Laubbäumen gepflanzt werden; die Pflanze beginnt zu blühen, bevor die Blätter austreiben, wodurch ausreichend Sonnenlicht gewährleistet ist.
Vermeiden Sie es, Narzissen unter Sträuchern mit dichten, eng beieinander stehenden Kronen zu pflanzen. Auch sehr nasse Böden, insbesondere solche mit Grundwasserkontakt, sollten nicht verwendet werden, da die Knollen sonst schnell faulen und von Pilzen befallen werden. Der Grundwasserspiegel sollte nicht höher als 55–60 Zentimeter liegen.
Boden
Die Narzisse gedeiht problemlos in jedem Boden, von sandig bis lehmig. Wichtig für ihr Wachstum sind lediglich eine gute Drainage und ausreichendes, rechtzeitiges Gießen, um Staunässe an den Wurzeln zu vermeiden. Sie sollte nicht auf Flächen gepflanzt werden, auf denen zuvor Tulpen, Krokusse, Schwertlilien, Hyazinthen und andere Zwiebelgewächse sowie Phlox und Chrysanthemen standen. Geeignete Standorte sind beispielsweise ehemalige Bestände von Tomaten, Gurken, verschiedenen Kräutern und Getreide.
Der Boden muss gut gedüngt werden. Ist der Gartenboden sandig, sollte Humus, ist er lehmig, Sand untergemischt werden. Frischer Mist sollte vermieden werden, da er erst ein Jahr vor der Pflanzung mit etwa 20 Kilogramm pro Quadratmeter eingearbeitet werden kann. Diese Menge Dünger reicht den Pflanzen ohnehin nicht aus. Bereiten Sie den Boden daher im Juni für die Pflanzung vor: Lockern Sie ihn auf und geben Sie Kaliumsalz oder Superphosphat pro Quadratmeter hinzu. Humus ist ebenfalls ideal.
Pflanztechnologie, Merkmale
Narzissen sollten zwei bis drei Monate nach dem Ausgraben Mitte August gepflanzt werden, da die Knollen nicht lange haltbar sind. Sie haben ungeschützte, empfindliche Schuppen, ähnlich wie Tulpenzwiebeln. Daher verdunstet die Feuchtigkeit schnell, und sie trocknen aus.
Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern beträgt bei großen Knollen 20 cm und bei Jungknollen 8 cm. Die Pflanztiefe sollte dem Dreifachen der Zwiebelhöhe, gemessen vom Ansatz, entsprechen; das sind etwa 16–20 cm vom Samen bis zur Erdoberfläche. Solches Pflanzgut wird aufgrund seiner Größe als „Extra“ bezeichnet und dient in der Regel der Anzucht von Blüten. Kleine Knollen oder Jungknollen mit einer Höhe von 8–15 cm eignen sich zur Vermehrung von Narzissen, insbesondere wertvoller Sorten.
Das Pflanzmaterial wird immer mit der Unterseite nach unten eingesetzt. Sollte man versehentlich oder aus Unwissenheit eine Zwiebel verkehrt herum einpflanzen, keimt sie zwar trotzdem, muss aber viel Kraft und Energie aufwenden und ist höchstwahrscheinlich anfälliger für Krankheiten als andere Sämlinge. Außerdem wächst und blüht sie deutlich langsamer.
Die Pflanzung erfolgt im Spätsommer und Anfang September. Bei trockenem und heißem Wetter sollte die Pflanze in dieser Zeit reichlich gegossen werden; sie gedeiht am besten in feuchter Erde. Bei Kälte sollte sie mit Laub, Kompost oder Torf abgedeckt werden.
Werden Narzissen für eine frühe Keimung und üppige Blüte gepflanzt, setzt man sie etwas flacher als üblich. Für eine spätere Keimung und ein langsameres Wachstum der Brutzwiebeln pflanzt man sie hingegen tiefer und achtet dabei auf eine gute Drainage am Pflanzlochboden.
Top.tomathouse.com empfiehlt: Narzisse – ein Nagetierschutz
Narzissen gehören zu den wenigen Pflanzen, die Mäuse und andere Nagetiere aufgrund der in ihren Knollen und Blättern enthaltenen Giftstoffe nicht fressen. Daher pflanzen die meisten Gärtner sie als Barriere zwischen anderen Blumen wie Tulpen, Lilien und Schachbrettblumen.

