Jeder Gärtner sollte die Schädlinge kennen, die seine Pflanzen befallen, um sie frühzeitig zu erkennen und die notwendige Behandlung einzuleiten. Zu den gefährlichsten gehören Spinnmilben (Tetranychiden), die Jung- und Altpflanzen sowie deren Früchte zerstören können.
Die Gefahr von Spinnmilben für Sämlinge
Sie stellt eine ernsthafte Bedrohung für junge Sämlinge dar. In diesem Fall tritt der Tod selbst dann ein, wenn optimale Wachstumsbedingungen (das notwendige Mikroklima) gegeben sind. Sämlinge empfindlicher Tomaten-, Paprika-, Kohl- und Auberginensorten sterben bereits beim geringsten Schädlingsbefall ab. Daher ist es entscheidend, die Pflanzen umgehend mit wirksamen Mitteln zu behandeln, um sie zu retten und eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Sämlinge von Pflanzen, die am häufigsten von Spinnmilben befallen werden
Jedes einzelne Exemplar dieses Parasiten saugt den Inhalt der Hauptgewebezellen. Es kann sich nicht von Pflanzensaft ernähren, da seine kleinen Kiefer es ihm unmöglich machen, die Xylemgefäße (das wasserleitende Gewebe der Pflanzen) zu erreichen, durch die es sich bewegt. Die durch die Milbe verursachten Schäden führen zur Bildung von Flecken abgestorbener Parenchymzellen, die sich allmählich ausbreiten und schließlich das gesamte Blatt bedecken. Diese Flecken variieren in der Farbe: braun, gelb oder mattweiß.
Eine Sichtprüfung lässt vermuten, dass die Pflanze von einer Virus- oder Pilzkrankheit befallen ist, da die Schädlinge nicht sichtbar sind. Sie leben auf der Blattunterseite.
Bei starkem und schwer zu bekämpfendem Milbenbefall beginnen Pflanzen abzufallen und zu verwelken. Diese Insekten vermehren sich sehr schnell, und innerhalb von zwei Wochen können mehrere hundert Exemplare pro Quadratmeter vorkommen. Die Bedingungen, die Gärtner bei der Anzucht von Sämlingen schaffen, sind ebenfalls ideal für die Spinnmilben, sodass der Tod sehr schnell eintritt.
Alle Spinnmilbenarten gelten als gefährlich, am bösartigsten sind jedoch die Gemeine Spinnmilbe, die Rote Spinnmilbe und die Zweifleckige Spinnmilbe.
Dieser Parasit sucht sich nicht die beste Pflanze zum Befall aus. Aufgrund seiner geringen Größe kann er sich nicht fortbewegen und ernährt sich daher von allem, was ihm am nächsten ist. Verschiedene Sämlingsarten weisen eine unterschiedliche Resistenz gegen Milbenbefall auf.
- Zucchini, Kürbisse – leicht betroffen;
- Tomaten und andere Nachtschattengewächse sind besonders anfällig;
- Junge Kohl-, Erdbeer- und Gurkensetzlinge leiden stark;
- Doldenblütler und Lauchgewächse sind resistent, werden aber selten auf diese Weise angebaut;
- Sämlinge von Obstbäumen und Sträuchern – sehr häufig.
Man kann also sagen, dass Tetranychiden fast überall vorkommen.
Ursachen von Pflanzeninfektionen
Spinnmilben können alle Pflanzen in Gärten, Gewächshäusern und sogar in Innenräumen vernichten. Sie sind sehr anspruchslos und können überall überleben. Ihre Fortpflanzung findet während der warmen Jahreszeit statt. Sie überwintern in den oberen Bodenschichten und im Laubstreu und überstehen Frost. Sie können vom Wind verbreitet werden.
Die Schaffung günstiger Bedingungen (Stickstoffdüngung, unzureichende Bewässerung, Temperaturen über 25 °C) fördert die aktive Vermehrung des Erregers. Ein vollständiger Schutz der Pflanzen vor einer Infektion ist unmöglich, daher sind vorbeugende Maßnahmen und die Vernichtung befallener Pflanzen notwendig.
Art der betroffenen Pflanze
Es ist unmöglich, sofort festzustellen, ob sich die Milbe auf den Sämlingen eingenistet hat. Aufgrund ihrer geringen Größe kann sie sich gut verstecken. Daher ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig mit einer Lupe zu untersuchen, insbesondere die Blattunterseiten. Tetranychiden-Milben variieren in der Farbe von hellgrün bis braun.
Das Auftreten farbloser Flecken auf den Blättern, Spinnweben, Vergilbung und langsames Wachstum sind Anzeichen für das Vorhandensein von Milben.
Methoden zur Bekämpfung von Spinnmilben
Es gibt verschiedene Bekämpfungsmethoden, die je nach Situation optimal sind: mechanische, traditionelle, biologische (nicht für den Hausgebrauch geeignet) und chemische. Der Schutz beginnt mit der ersten Methode, geht dann zur zweiten über und schließlich, falls diese nicht zum gewünschten Ergebnis führen, zum Besprühen mit speziellen Präparaten.
Mechanisch
Dies sind die einfachsten Wege:
- Drücken Sie die Sämlinge mit den Fingern oder einer Pflanzkelle leicht an. Bei wenigen Blättern ist dies möglich, dauert aber seine Zeit. Bei mehr als 50 Pflanzen ist diese Methode unpraktisch.
- Sie waschen es mit Wasser ab. Dabei besteht die Gefahr, die Pflanze zu beschädigen oder zu ertränken, weshalb dies technisch schwierig ist.
Volk
Diese Methoden sind relativ preiswert und sicher. Sie schädigen die Vegetation nicht und bekämpfen sowohl Larven als auch ausgewachsene Insekten. Der Nachteil liegt in der geringen Wirksamkeit (bei starkem Befall) und der Notwendigkeit, sie häufig anzuwenden (1-2 Mal pro Woche).
| Zutaten | Besonderheiten | Anwendung/Sprühen | Quittung |
| Seife, Wasser. | Es entsteht ein Schutzfilm. Die Beine des Schädlings werden zusammengeklebt, sodass er sich nicht mehr bewegen kann. | Verwenden Sie eine Sprühflasche oder einen Zerstäuber. Wöchentlich vorbeugend anwenden. Bei Befall alle drei Tage anwenden. | Auf einer groben Reibe raspeln und in warmem Wasser vollständig auflösen. |
| Alkohol, Wodka. | Es verbrennt die Haut der Zecke und stößt sie mit seinem Geruch ab. | Auf Blätter und Stängel auftragen. | Hoher Gehalt in der Mischung. |
| Cola, Pepsi. | Die effektivste Methode, aber für große Flächen teuer. | Zur Vorbeugung in Abständen von 7 Tagen, solange eine Bedrohung besteht. | Zum Entfernen der Blasen öffnen. |
| Gewürze: roter und schwarzer Pfeffer, Zimt und Senf, Knoblauchtinktur. | Vertreibt den Geruch. | Zweimal pro Woche. | Zutaten zu gleichen Teilen mischen. Tinktur: Knoblauch 24 Stunden in kaltem Wasser einweichen. |
| Ringelblume. | Sie können den Geruch nicht ertragen. | Sprühen. Zwischen den Reihen pflanzen. | Zubereitung: einen halben Eimer Pflanzen auf 10 Liter Wasser. 40 g Seife hinzufügen. |
Chemikalien
Das sind durchaus gute und wirksame Methoden. Auch die Verwendung abgelaufener Insektizide hat einen positiven Effekt. Es genügt, preiswerte Produkte zu kaufen.
| Vorbereitung | Besonderheiten | Anwendung/Sprühen |
| Fitoverm | Es zersetzt sich schnell, dringt nicht in die Pflanze ein und reichert sich nicht an. Geringe Aufwandmenge. Lähmt den Schädling. Larven werden nicht abgetötet. | Mit Wasser verdünnen. Spezielle Klebstoffe verwenden. 3-4 Mal wiederholen. |
| Karbofos | Ein hochwirksames Insektizid auf Malathionbasis. Es wirkt nur bei direktem Kontakt mit dem Schädling. Nicht während der Blütezeit anwenden, um Nützlinge nicht zu schädigen. | Reichliches Befeuchten mit der vorbereiteten Lösung bei einer Temperatur von +15 °C. |
| Ditox | Der Wirkstoff ist Dimethoat. Es handelt sich um eine Organophosphorverbindung. Es wird nicht durch Regen abgewaschen. Es verursacht Lähmungen. | 1-2 Mal im Laufe der Saison. |
| Karate-Zeon | Ein innovatives Produkt auf Basis von Lambda-Cyhalothrin. Wirkt auf andere Wirbellose. | Die frische Mischung morgens auftragen. Vollständig einmassieren. Die Dosierung richtet sich nach der Schädlingsanzahl. |
| Verwandten | Kontakt-Intestinal-Typ. Enthält zwei Arten von Pestiziden. Hochwirksam. | Die gesamte Pflanze bei trockenem Wetter gleichmäßig behandeln. |
| Clipper | Das Produkt enthält eine Pyrethroidverbindung namens Bifetrin. Es wirkt schnell. | Zur Vorbeugung während der gesamten Vegetationsperiode. Unschädlich für Mensch und Tier. |
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Dieser Schädling kann Infektionskrankheiten übertragen. Sein Gespinst schützt ihn beim Besprühen, daher sollte es vorher entfernt werden. Es bietet anderen Parasiten einen idealen Lebensraum. Die Bekämpfung eines Befalls ist stets schwieriger als die Vorbeugung.
Es gibt verschiedene Methoden, die zu Präventionszwecken eingesetzt werden:
- Desinfektion: Erde und Saatgut. Sie können die Erde einfrieren oder dämpfen oder biologische Produkte verwenden.
- Besprühen: mit Wasser oder Seifenlauge. Zecken vertragen keine Feuchtigkeit, daher ist eine Behandlung alle 7 Tage wirksam.
- Das Jäten von Unkraut und das Entfernen von Abfällen ist unerlässlich, da Schädlinge in diesen Gebieten überwintern.
- Durch das Auflockern des Bodens wird die Entwicklung von Parasiten aus Eiern verhindert.
- Es werden regelmäßige Inspektionen durchgeführt, um eine rechtzeitige Erkennung und die Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen zu gewährleisten.


