Viele glauben, Kartoffelkäfer ließen sich nur mit starken Chemikalien bekämpfen. Das ist jedoch ein Irrtum. Haben sich die Insekten erst einmal in einem Beet angesiedelt, kann ihre Bekämpfung Jahrzehnte dauern. Sie passen sich schnell an die Umgebung an und entwickeln Resistenzen gegen diverse handelsübliche Pestizide. Eine Möglichkeit bleibt: der Überraschungseffekt. Eine Kombination verschiedener Methoden ist notwendig, um die Schädlinge zu beseitigen. Hierbei sind traditionelle Schädlingsbekämpfungsmethoden, von denen es eine Vielzahl gibt, empfehlenswert.
Handsammeln von Kartoffelkäfern in Colorado
Diese Methode eignet sich für kleine Flächen und ausreichend Zeit. Um die Sammelvorgänge zu beschleunigen und die Käfer für mindestens einige Tage zu beseitigen, beachten Sie bitte folgende Empfehlungen:
- Damit die Insekten nicht entkommen, sammelt man sie in einem Eimer Wasser mit etwas Waschmittel, Ammoniak, Natron oder Salz. Manche verwenden dazu Petroleum, dessen Dämpfe jedoch Vergiftungen verursachen können.
- Vermeiden Sie es, die Schädlinge und ihre Larven zwischen den Kartoffelbeeten zu zerquetschen. Sie könnten überleben und ihren Lebenszyklus fortsetzen.
- Bei warmem Wetter lassen sich Käfer leicht von den Pflanzenspitzen sammeln. Vergessen Sie aber nicht, auch die Unterseiten zu untersuchen.
- Beim Sammeln ist es stets notwendig, die Gelege zu zerstören, damit keine neuen Exemplare schlüpfen.
Top.tomathouse.com empfiehlt: ein Gerät zum einfachen Sammeln von Kartoffelkäfern.
Um das manuelle Sammeln von Insektenschädlingen zu erleichtern, wird oft ein praktisches Hilfsmittel namens Netz verwendet. Man kann sich auch selbst eins herstellen:
- Nimm einen Beutel Kristallzucker.
- Schneiden Sie an der Seite ein und nähen Sie oben (an der Seite, an der der Inhalt herausgefallen ist) zu.
- Entlang des Schnitts werden Schlaufen gebildet, durch die ein dünner (bis zu 4 mm) Draht von 2,5-3 m Länge gezogen wird.
- Biege das Ende und verdrehe es, um einen Griff zu formen.
- Die Falle über den Busch stülpen und gut schütteln.
- Nach jeder Reihe den Inhalt des Geräts in einen Eimer mit Seifen- oder Salzlösung entleeren.
Dank dieses Geräts muss man sich nicht mehr über jede einzelne Pflanze bücken und einen Eimer tragen.
Verschiedene Sprühmethoden gegen den Kartoffelkäfer
Das Besprühen mit Kräuteraufgüssen und -abkochungen kann helfen. Damit diese wirksam sind, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Die Anwendung sollte im Morgengrauen oder nach Sonnenuntergang erfolgen, um ein Verdunsten der Flüssigkeit in der Sonne zu verhindern. Bei bewölktem und kühlem Wetter (nicht über 11–14 °C) können die Kartoffeln auch tagsüber behandelt werden.
- Das Besprühen sollte regelmäßig, ein- bis zweimal pro Woche, erfolgen. Die letzte Besprühung sollte mindestens 20 Tage vor dem Ausgraben der Knollen erfolgen.
- Zubereitete Aufgüsse müssen frisch verwendet werden. Werden sie zu lange nicht verwendet, verlieren sie ihre Wirksamkeit.
Die wirksamsten Rezepte:
| Hauptzutaten | Zubereitungsmethode |
| Knoblauch oder Wermut |
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| Senfpulver und Tafelessig |
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| Grünzeug (getrocknet) und Walnussschalen |
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| Schöllkraut |
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| Holzesche | 200 g Pulver in 10 Litern Wasser auflösen. |
Die aufgeführten Produkte können auch in Löcher im Boden in der Nähe der Pflanzen gegossen werden.
Trockene Methoden zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers
Dabei werden die oberirdischen Teile der Sträucher bestäubt und der Boden besprüht. „Trockene“ Methoden sind nur bei regelmäßiger Anwendung und abwechselnder Anwendung verschiedener Optionen wirksam.
| Methodik | Empfehlungen |
| Aschestaub | Jeder Dünger ist geeignet, gesiebtes Birkenrindenkorn ist jedoch am wirksamsten. Am besten wird es im Morgengrauen oder nach einem Regenguss ausgebracht. Pro 100 Quadratmeter werden 10 kg benötigt. Eine einzige Anwendung vernichtet viele Schädlinge innerhalb weniger Tage. Vor der Blüte sollte die Behandlung alle zwei Wochen durchgeführt werden. Nach der Blüte einmal im Monat. |
| Maismehlverarbeitung | Im Magen der Schädlinge quillt es auf und tötet sie ab. Das Laub sollte während der Handhabung feucht gehalten werden. |
| Bestäuben mit Zement oder Gips | Viele erfahrene Gärtner empfehlen diese Methode. |
| Mit Sägemehl bestreuen | Käfer meiden den Geruch von frischem Holz. Das Ausstreuen von Kiefern- oder Birkensägemehl zwischen den Reihen hält die Schädlinge fern. Dies sollte alle zwei Wochen vor der Blüte und einmal im Monat nach der Blüte wiederholt werden. |
Nachbarn, die der "gestreifte" nicht ausstehen kann.
Es gibt einige Pflanzen, deren Geruch Kartoffelpflanzen nicht vertragen. Daher sollten sie zwischen den Kartoffelbeeten gepflanzt werden, um Schädlinge fernzuhalten. Liste:
- Ringelblumen;
- Borretsch;
- Ringelblume;
- Koriander;
- Kapuzinerkresse;
- Matthiola bicornis (eine farbenfrohe, duftende und sehr pflegeleichte Blume);
- Hanf;
- Dufttabak (das Kraut ist giftig für Kartoffelkäfer, Sträucher, die sich in einem Abstand von 3-5 m davon befinden, sind definitiv geschützt).
Kartoffeln können auch zwischen den Reihen, am Rand oder diagonal neben den Reihen gepflanzt werden:
- Nachtschatten.
- Bohnen.
- Bohnen. Es empfiehlt sich, sie in Beeten mit aus Samen gezogenen Kartoffeln anzupflanzen. Sie bleiben klein und beschatten die abweisende Pflanze nicht.
- Zwiebeln.
- Meerrettich.
Sie werden nicht nur den Käfer abwehren, sondern auch eine Ernte einbringen. Die folgenden Pflanzen, die um das Beet herum gepflanzt werden, bilden ebenfalls eine Barriere gegen Schädlinge:
- Rainfarn;
- Katzenminze;
- Weiße Taubnessel.
Natürlich bietet diese Methode keine Garantie für die Abwesenheit schädlicher Insekten. Eine solche Barriere wird ihre Population jedoch deutlich reduzieren.
Vögel und Insekten im Kampf gegen den Kartoffelkäfer
Leider sind nicht alle Vögel und Raubtiere natürliche Feinde dieses Schädlings. Die Kartoffelkäfer ernähren sich von Kartoffelblättern, die Solanin enthalten. Sie reichern es in ihrem Körper an und werden dadurch giftig.
Käfer können unter anderem von folgenden Insekten gefressen werden:
| Name | Beschreibung | Wie man jemanden anzieht |
| Gartenlaufkäfer | Dieser dunkelbronzene, große (2–3 cm) Käfer ist ein hervorragender Helfer für jeden Gärtner. Er vernichtet nicht nur Kartoffelkäfer, sondern auch andere Schädlinge. Dank seiner kräftigen Kiefer und gut entwickelten Beine huscht er flink durch die Pflanzen auf der Suche nach Nahrung. Tagsüber ruht das Insekt unter Steinen, Laub und Baumrinde und geht nachts auf die Jagd. |
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| Florfliegen | Ein hellbraunes oder grünes Insekt mit langen, netzartigen Flügeln. Tagsüber sitzen sie bevorzugt im Gras und beginnen nachts, Schädlinge zu vernichten. Abends fliegen sie oft zu Straßenlaternen. |
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| Marienkäfer | Ihre Larven sind besonders gefährlich für Schädlinge. Sie sind sehr gefräßig, daher sollten Sie nicht gleich eine unansehnliche Raupe mit Flecken auf dem Rücken auf Ihren Blättern vernichten. Sie wird Ihnen im Kampf gegen Schädlinge eine große Hilfe sein. |
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| Raubinsekten | Sie vernichten Larven, Eier und ausgewachsene Kartoffelkäfer. Bei reichlichem Nahrungsangebot fressen sie aktiv; sobald es knapp wird, verlassen sie den Garten. Einige Arten werden speziell für die Schädlingsbekämpfung in Anbauflächen gezüchtet. |
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| Gottesanbeterin | Man trifft sie in Zentralrussland selten an. Das Insekt wird in einigen großen Zoohandlungen verkauft und kann auch online bestellt werden. Es ähnelt etwas einer Heuschrecke. Beim Lauern nimmt es eine betende Haltung ein. | Um zu verhindern, dass eine vernachlässigte Gottesanbeterin das Gebiet verlässt, ist es notwendig, ihr komfortable Lebensbedingungen zu schaffen: In diesem Bereich sollten Erbsen angebaut werden. Sie eignen sich gut als Gründüngung und reichern den Boden mit Stickstoff an. Die dichten Bestände dieser Pflanze bieten einen idealen Brutplatz für Raubinsekten. |
Einige Vögel, wie Fasane, Stare und Perlhühner, fressen ebenfalls Kartoffelkäfer. Puten und Faverolles können daran gewöhnt werden, diese Schädlinge zu fressen. Zerdrückte Kartoffelkäfer oder zu Brotkugeln geformte Käfer sollten dem Futter von Jungvögeln beigemischt werden.
Gestreifte Käfer und ihre Larven bereiten Gärtnern viele Probleme. Sie fressen nicht nur Kartoffelpflanzen, sondern auch Tomaten. Die Bekämpfung ist zwar schwierig, aber möglich. Teure, giftige Pestizide sind nicht nötig. Im Gegenteil, solche Pestizide sind für Nutzpflanzen nicht empfehlenswert (die Pflanzen könnten giftige Substanzen anreichern).
Sie können die Schädlinge mit traditionellen Methoden bekämpfen (unschädlich für Mensch und Tier). Für optimale Ergebnisse wenden Sie mehrere der vorgestellten Methoden gleichzeitig an. Sollten einige davon helfen, geben Sie nicht auf. Es ist wichtig, weitere Rezepte auszuprobieren, von denen es unzählige gibt.







