Murraya (Chinesische oder Japanische Myrte) ist ein immergrüner Strauch, der in Japan, Südostasien, Indien und auf den Pazifikinseln heimisch ist. Der Strauch ist nach dem Botaniker D. Murray benannt. Die Bezeichnung Murraya ist jedoch irreführend, findet sich aber häufig in inoffiziellen Beschreibungen.
Inhalt
- 1 Beschreibung von Murraya und seinen einzigartigen medizinischen Eigenschaften
- 2 Welche Bedingungen sollten im Haus für Murraya geschaffen werden?
- 3 Wie man eine Murraya zu Hause umpflanzt
- 4 Reproduktion von Murraya
- 5 Schwierigkeiten beim Anbau von Murrayas: Krankheiten und Schädlinge
- 6 Top.tomathouse.com: Interessante Fakten über Murraya
Beschreibung von Murraya und seinen einzigartigen medizinischen Eigenschaften
Diese Pflanze, ein Mitglied der Familie der Rautengewächse (Rutaceae), ähnelt einem baumartigen Strauch, dem Geldbaum sehr ähnlich, unterscheidet sich aber durch ihre üppige Blüte und das Vorhandensein von Früchten. In freier Natur erreicht der Strauch eine Höhe von 1,5 m, kann aber bei guter Pflege in Innenräumen bis zu 0,7 m hoch werden.
Die geringere Größe ist auf Lichtmangel, unzureichende Feuchtigkeit und fehlende gleichmäßige Wärme zurückzuführen. Die grauweiße Rinde des Baumes bildet einen schönen Kontrast zu seinen prächtigen smaragdgrünen Blättern.
Rautengewächse (Rutaceae) ähneln in ihren Eigenschaften Zitrusfrüchten, daher hat die Natur dem Murraya-Strauch ein ähnliches Aroma in seinen Blättern verliehen. Das macht ihn zu einer hervorragenden Zimmerpflanze, die Räume erfrischt und sich auch ideal zum Kochen eignet.
Während der Blütezeit ist der Strauch mit duftenden weißen Blüten bedeckt, aus denen sich später tiefrote Beeren entwickeln. In dieser Zeit erfüllt der Duft von Jasmin den Raum. Die Früchte sind essbar und haben einen angenehmen, leicht süßen Geschmack.
Die wichtigste medizinische Eigenschaft der Murraya-Pflanze ist ihre Fähigkeit, Krebszellen zu zerstören. Traditionellen Heilern zufolge kann die Einnahme der Blätter Krebs verhindern oder sein Fortschreiten deutlich verlangsamen. Diese Behandlungsmethode wird in der Schulmedizin jedoch nicht angewendet.
Die Murraya-Blume verströmt einen migränelindernden Duft und eignet sich ideal zur Behandlung von Wetterempfindlichkeit. Im mittelalterlichen Japan wurde die Pflanze im Garten des Kaisers angebaut; der Versuch, sie außerhalb des Palastes zu kultivieren, wurde mit dem Tod bestraft.
Es gibt mehr als zehn bekannte Arten dieser Pflanze. Die Schwarze Apfelbeere und die kleine rispenförmige Sorte wurden künstlich gezüchtet.
Welche Bedingungen sollten im Haus für Murraya geschaffen werden?
Murraya wächst in freier Natur in tropischen und Bergregionen. Die Kultivierung in Innenräumen bietet naturnahe Bedingungen. Dieser zarte Strauch wird Sie mit seinen üppigen und zugleich feinen Blüten erfreuen.
Lage und Beleuchtung
Murraya gedeiht am besten bei einer leichten Brise und natürlichen Temperaturschwankungen. Im Sommer kann sie in einem geeigneten, dekorativen Topf im Freien stehen. Wichtig ist ein halbschattiger Platz, um die Krone vor der prallen Sonne zu schützen.
In einer Wohnung wird die Pflanze an einem der gut beleuchteten Fenster platziert, vorzugsweise nach Osten oder Südosten ausgerichtet.
In schattigen Räumen benötigt diese Pflanze zusätzliche Beleuchtung, insbesondere im Winter, wenn die Tage kurz sind. Hierfür werden Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von 4000–5000 Kelvin verwendet.
Temperaturbedingungen
Die Temperatur sollte mindestens 17 °C betragen. Sinkt diese Temperatur, erkrankt der Strauch und stellt die Knospenbildung und Blüte ein. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 18 und 25 °C.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Murraya bevorzugt großzügiges, aber seltenes Gießen. Gießen Sie sie, sobald sich eine trockene Kruste im Boden gebildet hat. Die Pflanze kann leicht besprüht werden, oder Sie stellen einen Springbrunnen oder ein Aquarium in der Nähe auf.
Im Sommer ist mäßiges Besprühen erlaubt. Verwenden Sie dazu abgestandenes Wasser bei Zimmertemperatur. Bei schlechter Wasserqualität sollte es abgekocht werden.
Boden und Düngemittel
Der Schlüssel zu üppiger Blüte ist regelmäßiges Düngen, zweimal im Monat. Hierfür eignet sich ein Volldünger für Zitruspflanzen. Erfahrene Gärtner empfehlen zusätzlich im Herbst die Verwendung von Düngestäbchen.
Beim Umpflanzen und Erneuern des Bodens sollte man ein Substrat für Zitrusfrüchte kaufen und diesem zerkleinerte Rinde oder Holzasche in gleichen Anteilen bis zu 20 % des Gesamtvolumens beimischen.
Schnitt und Kronenformung
Das Beschneiden der oberen Äste zur Formgebung der Murraya dient ausschließlich dekorativen Zwecken. Dies ist besonders bei Bonsai-Liebhabern beliebt.
Der Baum ist hervorragend darin, von selbst eine wunderschöne Krone auszubilden.
Junge Pflanzen lassen sich durch Erziehung und Rückschnitt in die gewünschte Form bringen. Dazu werden aktive Triebe ausgeknipst und innere Triebe entfernt, die das Laub zu stark bedrängen.
Blüte und Fruchtbildung
Bei richtiger Pflege blüht die Murraya das ganze Jahr über. Um den Fruchtansatz zu verbessern, werden die geöffneten Knospen mit einem Pinsel bestäubt. Jede neue Blüte blüht etwa ein bis zwei Tage lang, und die Früchte reifen innerhalb von vier Monaten.
Wie man eine Murraya zu Hause umpflanzt
Der schwierigste Vorgang bei der Zimmerkultur, und besonders anspruchsvoll für Murraya-Pflanzen, ist das Umtopfen. Am besten erfolgt dies alle zwei bis drei Jahre. Beim Transport wird die Pflanze umgepflanzt, wobei die Erde leicht verdichtet wird und der Wurzelhals über der Erde bleibt. Unsachgemäßes Umtopfen führt zum Ausbleiben der Blüte.
Anschließend wird die Pflanze in einen halbdunklen Raum gestellt. Ein nach Norden ausgerichteter Raum ist ideal. Sobald neue Triebe erscheinen, wird sie wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückgestellt.
Reproduktion von Murraya
Im Gegensatz zu anderen Baumarten gelingt die Vermehrung der Murraya durch Stecklinge nicht immer. Erfahrene Gärtner verwenden daher gekaufte Samen, insbesondere da diese eine lange Keimdauer haben. In der Natur vermehrt sich der Baum gut durch Samen.
Die Vorgehensweise bei der Stecklingsvermehrung (durchgeführt im Herbst oder in der zweiten Sommerhälfte):
- Ein Steckling wird von einem verholzten Stängel abgeschnitten.
- Die Blätter der Triebe werden halbiert.
- Die Stammstecklinge werden in Wasser gestellt und der Behälter mit Folie abgedeckt. Es empfiehlt sich, das Gewächshaus von unten mit einer Flasche heißem Wasser zu beheizen, die als Heizkissen dient.
- Sobald der Steckling Wurzeln geschlagen hat, wird er in nährstoffreiche Zitruserde umgepflanzt. Sie können die Erde selbst aus gleichen Teilen Torf und Sand mischen.
- Der Boden wird feucht gehalten, bei einer Temperatur von +26…+30 °C.
- Die Bewurzelung gilt als erfolgreich, sobald die ersten Blätter erscheinen.
Stecklinge wurzeln gut in Torfquelltöpfen. Auch Perlit eignet sich dafür. Murraya benötigt Aufmerksamkeit; die Pflege von Stecklingen entspricht der von ausgewachsenen Pflanzen, ist aber etwas aufwendiger.
Schwierigkeiten beim Anbau von Murrayas: Krankheiten und Schädlinge
Jegliche Schäden (infektiöser oder parasitärer Art) an japanischem Jasmin entstehen ausschließlich durch unsachgemäße Pflege. Dies verschlimmert den Zustand der Pflanze und schwächt ihre Abwehrkräfte, was zu Infektionen und dem Auftreten von Parasiten führt.
Symptome von Murraya-Erkrankungen:
- Bei schlechtem Bodensubstrat äußert sich Mineralstoffmangel durch Vergilbung der Blätter;
- Ein hoher pH-Wert des Bodens kann zu einer Gelbfärbung der Blätter führen;
- Sonnenbrand ist möglich und äußert sich in Form von trockenen Stellen an den Rändern und in der Mitte;
- Trockene Luft im Raum schädigt die Krone, die Knospen fallen ab, ohne zu blühen;
- spinnwebenartiger Belag und schwarze Punkte auf der Blattunterseite;
- dunkle Flecken auf der Blattunterseite und klebriger Belag;
- weißliche Flecken und Mücken auf den Blättern.
Zur Vorbeugung und Behandlung von Schildläusen und Spinnmilben empfiehlt es sich, die Pflanze regelmäßig mit warmem Wasser abzuduschen. Auch das Waschen mit Seifenwasser und das Besprühen mit einer Aktara-Lösung sind hilfreich. Dies reicht in der Regel aus, um einen Befall zu verhindern. Die Behandlung sollte wöchentlich wiederholt werden, bis die Schädlinge verschwunden sind.
Top.tomathouse.com: Interessante Fakten über Murraya
Murraya wird im Haushalt als natürliches Würzmittel und Gewürz verwendet. In der Küche Indiens findet es vor allem als Fleischgewürz Verwendung. Die Blätter werden vorgebraten und in Öl eingelegt; dieses Würzmittel passt hervorragend zu allen Fleisch- und Gemüsegerichten.
Die erkältungshemmende Wirkung der Murraya-Pflanze ist seit der Zeit Alexanders des Großen bekannt. Ein Aufguss der Blätter kann die Symptome der Krankheit schnell lindern; auch das Kauen frischer Blätter ist wohltuend. Es hilft bei Mundgeschwüren und Stomatitis.
In Ägypten wurde die Pflanze zur Herstellung eines besonderen Getränks angebaut, das in Manuskripten erwähnt wird. Verwendet wurden Blätter, Blüten und Beeren. Ägyptische Ärzte bezeichneten sie als Lebenselixier. Die Einzelheiten ihrer Zubereitung sind nicht überliefert.
Diese Pflanze wird Menschen mit Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen empfohlen. Der Duft der Blüten normalisiert die Atemwege und fördert einen gesunden Schlaf.
Die medizinischen Eigenschaften der Murraya-Pflanze sowie ihre Vor- und Nachteile werden derzeit von zahlreichen Forschungszentren untersucht. Diese exotische Wunderblume kann zu medizinischen Zwecken angebaut werden, Allergiker sollten jedoch die Gegenanzeigen beachten.




