Echter Mehltau an Johannisbeeren und Stachelbeeren

Ich möchte Ihnen etwas über die Krankheit selbst erzählen. Echter Mehltau ist eine Pilzkrankheit. Er wird durch verschiedene Pilzarten verursacht, wobei jede Kulturpflanze ihren eigenen spezifischen Erreger hat. Johannisbeeren und Stachelbeeren werden jedoch beide von derselben Art befallen: Sphaerotheca morsuvae.

Der weiße Belag, der zuerst auf den Blättern auftritt, breitet sich allmählich auf andere Pflanzenteile aus. Unbehandelt werden schließlich auch die Früchte befallen. Dadurch verlieren Sie mindestens die Hälfte Ihrer Ernte, im schlimmsten Fall sogar die gesamte Ernte.

Echter Mehltau an Johannisbeeren und Stachelbeeren

Wie man Mehltau an Stachelbeeren und Johannisbeeren bekämpft

Es gibt verschiedene Wege, diese Plage zu bekämpfen: von traditionellen Methoden bis hin zu chemischen.

Es kommt ganz darauf an, ob Sie die Sträucher alle zwei Wochen behandeln können; wenn ja, benötigen Sie keine Chemikalien.

Ich habe gehört, dass oft heißes Wasser (über 90 °C) verwendet wird, um die Sträucher Anfang April damit zu begießen. Ich selbst habe diese Methode noch nicht ausprobiert, da es schwierig ist, abgekochtes Wasser von zu Hause mitzunehmen. Ich verwende einen Ascheaufguss (1 kg Asche in 10 Litern Wasser auflösen und 5 Tage ziehen lassen, gelegentlich umrühren). Anschließend siebe ich die Mischung ab und fülle sie in eine Sprühflasche. Übrigens: Damit die Lösung besser haftet, kann man etwas Seife hinzufügen. Die Lösung sollte nicht zu lange stehen gelassen werden, da sie sonst ihre Wirkung verliert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Königskerzenöl oder -mist. Verdünnen Sie dazu eines der beiden mit Wasser im Verhältnis 1:10, lassen Sie es 4 Stunden ziehen und besprühen Sie dann alle Sträucher damit. Am besten gelingt dies morgens oder abends an einem warmen, trockenen Tag.

Wenn Sie keine Zeit für regelmäßige Pflege haben, verwenden Sie Chemikalien (Kupfersulfat, kolloidaler Schwefel).

Methoden zur Krankheitsprävention

Am besten ist es jedoch, dieser Krankheit vorzubeugen. Dazu gilt Folgendes:

  • Pflanzen Sie keine Sträucher im Schatten.
  • Die Bepflanzung sollte nicht zu dicht sein.
  • Versuchen Sie, Johannisbeersträucher nicht neben Stachelbeeren zu pflanzen.
  • Übertreiben Sie es nicht mit der Stickstoffdüngung.
  • Mit Phosphor-Kalium-Dünger düngen.

Noch besser ist es, krankheitsresistente Pflanzensorten anzubauen. Zum Beispiel:

  • Stachelbeere - Kolobok, Ural-Trauben, Kuibyshevsky, Harlekin;
  • Schwarze Johannisbeere - Binar, Bagheera, Black Pearl, Moscow;
  • weiße Johannisbeere - Boulogne, Niederländisch;
  • Rote Johannisbeere – Boulogne, Rotes Kreuz.
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