Die Pflanzen, von denen sich Schildläuse ernähren, sind sehr vielfältig. Anzeichen eines Befalls sind Wachstumsstörungen und ein ungesundes Aussehen. Die Pflanzen können mit Hausmitteln und chemischen Mitteln behandelt werden.
Falsche Schildläuse oder Cocciden (Coccidae)
Dies ist ein schädliches Insekt, das sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Seinen Namen verdankt es dem wachsartigen Panzer, der seinen Körper bedeckt. Es gehört zur Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera) und zur Familie der Schildläuse. Diese weisen ähnliche Merkmale auf: Sie gehören zur selben Klasse – den Parasiten – und sehen einander ähnlich. Sie ernähren sich von nährstoffreichem Pflanzensaft. Ihr Körper ist rundlich. Da die Weibchen keine Beine und Flügel besitzen, sind sie sesshaft. Schildläuse sind kleine Insekten, aber größer als andere.
Die Familien unterscheiden sich in ihrem Schild. Bei der Falschen Schildlaus (auch Nadelkissenschildlaus genannt) handelt es sich um eine Haut, die nach der Häutung abstirbt. Sie ist stärker gewölbt als bei der Falschen Schildlaus. Indem sie sich über den Körper erhebt, hält sie diesen und die Eier warm. Sie kann durch Abkratzen entfernt werden. Dies ist bei der Falschen Schildlaus nicht möglich, da der Schild fest mit dem Körper verbunden ist. Sie sondern eine klebrige Flüssigkeit, den Honigtau, ab, der eine Quelle für Pilze ist, die die Pflanze schädigen können.
Diese Arten sind ein Beispiel für Geschlechtsdimorphismus. Die Individuen unterscheiden sich erheblich. Männchen sind kleiner als Weibchen, agiler und besitzen Flügel. Ihr Lebenszyklus ist kurz – nur wenige Tage. Sie sind für die Forschung uninteressant. Ihre Anwesenheit ist für die Fortpflanzung nicht erforderlich. Ihr Daseinszweck besteht in der Wanderung über weite Strecken.
Bei schlechten Bedingungen gibt es mehr Männchen, was ihnen hilft, einen neuen Brutplatz zu finden.
Arten von Schildläusen
Es gibt mehrere gängige Typen.
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Sicht |
Beschreibung |
Betroffene Pflanzen |
| Weich | Länge: 4–5 mm. Körperform: eiförmig, manchmal asymmetrisch. Farbe: gelblich-grün bis braun. Musterung: Längsstreifen und 2 Querstreifen. Gelegegröße: bis zu 600 Eier. Die Larven überwintern im Freiland. Pro Jahr: 6–7 Generationen im Gewächshaus, 3–4 im Garten. Sie beeinträchtigen das Aussehen der Pflanze, indem sie ein Verbiegen des Stammes und ein Austrocknen der Blätter verursachen. | Für drinnen: Orchideen, Zitrus- und Palmenbäume, Calla-Lilien, Ficus. |
| Akazie | Die Färbung des Weibchens variiert je nach Alter: Jungtiere sind hellbraun mit ovalem Körper; ausgewachsene Tiere sind rötlich-braun und abgerundet-oval. Eine Falte verläuft längs, zwei quer. Männchen: langer, schlanker Körper, 3 Augenpaare, Schnurrhaare und Beine - gelb, alles andere rotbraun. Die Larven unterscheiden sich in ihrer Form: oval – Weibchen, länglich – Männchen. Sie legen 500 bis 1500 Eier. Das Weibchen stirbt nach dem Eierlegen. Eine Generation wächst heran. |
Obstbäume: Pfirsich, Pflaume, Akazie, Kirsche, Apfel. Beerensträucher: Johannisbeere, Stachelbeere. Laubbäume (Wald- und Ziergehölze). Weinreben. |
| Fichte | Männchen sind selten. Weibchen besitzen einen runden, braunen oder kastanienbraunen Schild. Fruchtbarkeit: 3.000 Eier. Sie sondern eine Substanz ab, die Ameisen, Bienen und Wespen anlockt. | Nadelwälder: natürliche und kultivierte. Besonders gefährlich für Jungpflanzen – solche unter 10 Jahren. |
| Thuya | Kugelförmig. Gelbbraune Farbe. Relativ großes Insekt (bis zu 3 mm). Die Larven überwintern unter der Rinde. | Thuja, Fichte. |
| Weißdorn oder zweihöckrig | Körperform: halbkugelförmig oder breitoval. Vier glänzende Höcker, von denen zwei besonders auffällig sind. Sieben bis acht Querrippen an den Seiten. Farbe: hellgrau bis braun. Fruchtbarkeit: bis zu 1100 Eier. Sie scheiden klebrigen Kot aus, auf dem sich Rußtaupilze bilden.
Das Männchen ist unauffällig. |
Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse: Apfelbaum, Mispel, Quitte, Hasel, Aprikose, Schlehe, Kirschpflaume. |
| halbkugelförmig oder pflaumenförmig | Das Weibchen hat ein dunkelbraunes Schildchen. Das Männchen ist mattrot.
Die Eier sind gelblich-rosa. Sie legen bis zu 1200 Eier. Die zweite Larvengeneration schlüpft im Spätsommer und überwintert im Boden. |
Blumen und Zierpflanzen. |
| Japanisches Wachs | Die Körperoberfläche ist mit einer dicken Wachsschicht bedeckt. Sie besitzt acht Kiemen. Farbe: kirschrot. Fruchtbarkeit: bis zu 2.500 Eier. | Zitrusfrüchte und andere subtropische Nutzpflanzen. |
Äußere Anzeichen von Pflanzenschäden durch Schildläuse
Die Schildlaus saugt nährstoffreichen Pflanzensaft und schwächt die Pflanze. Dadurch verlangsamt sich das Wachstum, und Blütenknospen bilden sich nur selten oder gar nicht. Auf den Blättern ist ein deutlich sichtbarer, klebriger Belag zu erkennen, der sich später schwarz verfärbt. Diese Verfärbung wird durch das Wachstum von Rußtaupilzen verursacht, die sich unter günstigen Bedingungen entwickelt haben.
Bei günstigen klimatischen Bedingungen vermehrt sich die Falsche Schildlaus ständig.
Maßnahmen zur Bekämpfung der Falschen Schildlaus
Die Bekämpfung dieses Parasiten ist schwierig, aber möglich. Es gibt mehrere Methoden.
Mechanisch
Dabei werden Schädlinge auf natürliche Weise entfernt. Sie lassen sich mit einer weichen Zahnbürste oder einem Wattestäbchen, einem feuchten Schwamm oder einem Tuch entfernen. Bei empfindlichen Blättern empfiehlt sich eine schonendere Methode, um Beschädigungen zu vermeiden. Für Zimmerpflanzen ist diese Methode sehr effektiv. Von Bäumen können die Schädlinge mit einem Messer abgekratzt werden. Bei größeren Pflanzen kann man sie mit einem Hochdruckreiniger abspülen.
Volksheilmittel
Eine effektive Behandlungsmethode für kleine befallene Gebiete und geringe Schädlingspopulationen.
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Zutaten |
Herstellung der Lösung |
Anwendung |
| Vergällter Alkohol, Seife. | 10 ml und 15 g pro 1 Liter Wasser. | Zuerst an einem Blatt testen. Anschließend die gesamte Pflanze behandeln. Dünne Blätter können verbrennen. |
| Knoblauch (Zwiebel). | 5 mittelgroße, gehackte Nelken (1 mittelgroße Zwiebel) pro 250 ml. Mehrere Stunden im Dunkeln ziehen lassen. | Sie sprühen. |
| Pfeffer. | 50 g pro 0,5 l. Aufkochen, abseihen und 24 Stunden stehen lassen. | |
| Pfeffertinktur, Seife. | 10 g Tinktur und 5 g Seife pro 1 Liter Wasser. |
Chemikalien
Wenn einfache Methoden nicht helfen, kommen chemische Behandlungen zum Einsatz. Manchmal sind mehrere Behandlungen notwendig. Zwei Behandlungen genügen in der Regel, manchmal sind jedoch bis zu vier im Abstand von 1,5 bis 2 Wochen erforderlich. Dies ist notwendig, um alle Schädlinge vollständig zu beseitigen. Die Pflanze selbst und ihre unmittelbare Umgebung werden behandelt. Es empfiehlt sich, die Erde auszutauschen, um auch die unsichtbaren Eier und Larven zu entfernen.
Wirksame Medikamente:
- Aktara: Wirkt durch Darm und Kontakt. Gemäß Anleitung wässern und sprühen. Bei Bedarf während der Vegetationsperiode anwenden.
- BI-58, Confidor. Diese Wirkstoffe wirken sowohl lokal als auch systemisch. Sie verteilen sich gleichmäßig in der Pflanze, dringen in den Schädling ein und vergiften dessen Darmtrakt. Sie sind gefährlich für Bienen und Fische und können für Menschen giftig sein (bei Kontakt mit Schleimhäuten).
- Actellic: ein nicht-systemisches Produkt. Es wird versprüht. Nicht für die Anwendung in Wohngebieten empfohlen. Giftig.
- Karbofos. Ein Organophosphorpräparat. Es verursacht Nervenreizungen und vergiftet dadurch den gesamten Körper des Insekts.
- Arrivo, Calypso, Fitoverm. Sie wirken sowohl durch Kontakt als auch im Darm.
- Admiral: ein hormonelles Insektizid. Verwenden Sie eine Lösung von 6 ml pro 10 Liter.
- Applaud: ein Chitinsynthesehemmer. Sprühen Sie es in einer Verdünnung von 10 g pro 10 l.
- Bankol. Dosierung: 0,5-0,7 g pro Liter.
Top.tomathouse.com empfiehlt: Vorbeugende Maßnahmen gegen Schildlausbefall
Um Pflanzen vor Schädlingsbefall zu schützen, ist es notwendig, eine Reihe vorbeugender Maßnahmen zu ergreifen:
- Regelmäßig und gründlich prüfen, am besten mit einer Lupe.
- rechtzeitig Wasser bereitstellen.
- Spray.
- Sorgen Sie für Zugang zu frischer Luft für Zimmerpflanzen.
- Dünger ausbringen, um die Widerstandsfähigkeit zu verbessern.
- Beschädigte Äste, vertrocknete Blätter und abgestorbene Rinde entfernen.
- Um ein Gedränge zu vermeiden, sollte nicht zu dicht gepflanzt werden.
- Stellen Sie es an einem gut beleuchteten Ort auf.











