Die Gattung Lobelia umfasst etwa 300 Arten, von denen jedoch nur 20 als Zierpflanzen weit verbreitet sind. Eine der beliebtesten ist Lobelia erinus, die in Südafrika heimisch ist. Sie existiert in zahlreichen Sorten in verschiedenen Farbtönen: blau, hellblau, violett, rötlich und weiß.
Eine bemerkenswerte Sorte ist 'Emperor Willie', ein Mitglied der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie wird wegen ihrer Pflegeleichtigkeit, ihrer üppigen Blüte und ihrer Fähigkeit, neben anderen Blumen zu gedeihen, geschätzt. Obwohl sie mehrjährig ist, wird sie auch als einjährige Pflanze kultiviert.
Beschreibung der Lobeliensorte Kaiser-Willie
Diese krautige Pflanze wächst als kleiner, kugelförmiger Strauch. An schlanken, vom Grund abzweigenden Stängeln sitzen kleine, ungeteilte Blätter. Die blauen Blüten, die an kurzen Stielen sitzen, werden vom Laub nicht verdeckt und können einen Durchmesser von bis zu 2 cm erreichen. Der Strauch selbst erreicht eine Gesamthöhe von 10 cm.
Vor- und Nachteile der Lobelienarten
Vorteile:
- Kontinuierliche Blüte von Juni bis September;
- Hohe Variabilität der Platzierung;
- Unkompliziert in Bezug auf die Beleuchtung (verträgt Halbschatten gut);
- Angriffe durch Insektenschädlinge sind ausgeschlossen;
- Praktisch nicht anfällig für Krankheiten;
- Üppige Blüte auf „armem“ Boden.
Nachteile:
- Der Pflückprozess gestaltet sich aufgrund der geringen Größe und der Zerbrechlichkeit der jungen Pflanze schwierig;
- Anforderungen an Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen.
Unter Verwendung von Kaiser Wilhelm
Lobelien werden oft entlang von Wegen gepflanzt, um dichte Beeteinfassungen zu schaffen, die mit anderen Stauden durchsetzt sind. Farbkombinationen spielen dabei eine wichtige Rolle. Lobelien harmonieren beispielsweise gut mit Pflanzen wie Nelken, Salbei, Petunien, Verbenen und Glockenblumen. Sie eignen sich für Beete, Kübel und Ampeln. Die Sorte 'Emperor William' ist hervorragend geeignet, um Lücken zwischen größeren Sträuchern zu füllen und einen grünen „Teppich“ über große Flächen zu bilden, der während der Blütezeit mit leuchtend blauen Blüten bedeckt ist.
Diese Gestaltung eignet sich besonders gut in Kombination mit Ziersteinen, vor allem für Steingärten. Am wirkungsvollsten wirkt sie mit rauen, gebrochenen Steinen wie Schiefer, Granit, Tuffstein oder Kalkstein. Felsbrocken und behauene Steine sind weniger geeignet. Für ein natürliches Erscheinungsbild sollten jedoch nicht mehr als zwei Sorten kombiniert werden. Miniatur-Koniferen eignen sich als zusätzliche Bepflanzung, und auch andere Stauden und Sträucher passen gut. Es wird nicht empfohlen, einen Steingarten mit mehr als fünf Ebenen anzulegen; eine ungerade Anzahl ist vorzuziehen.
Merkmale des Anbaus der Sorte
Setzlinge sind vorzuziehen. Die Samen müssen nicht eingepflanzt werden – sie keimen von selbst, sobald sie Licht ausgesetzt sind.
Die Sämlinge werden mit Glas abgedeckt, nachdem sie mit einer Sprühflasche befeuchtet wurden. Sie keimen frühestens 10 Tage nach der Aussaat und wachsen langsam. Nach drei Wochen werden sie in Vierergruppen umgepflanzt.
Die Setzlinge werden im späten Frühjahr gepflanzt. Die Pflanze benötigt viel Feuchtigkeit, einen Boden mit neutralem pH-Wert und wenig organischem Material. Sowohl lehmige als auch sandige Lehmböden sind geeignet.
Echter Mehltau und Schwarzfäule sind die einzigen Krankheiten, für die Kaiserwillie anfällig ist. Diese Krankheiten, die Pflanzen jeden Alters befallen, werden durch hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt. Im Anfangsstadium können Phytosporin oder eine konzentrierte Kaliumpermanganatlösung eingesetzt werden. Bei der Anwendung der Kaliumpermanganatlösung sollte die Erde anschließend an einem warmen Ort einige Tage lang trocknen gelassen werden.
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Überdüngung führt zu einer Überdüngung des Bodens, wodurch die Lobelie schnell wächst, das Laub zu schwer wird und das volle Wachstumspotenzial der Pflanze nicht ausschöpft. Auch die Blüte verzögert sich und fällt spärlich aus.
Auf kargem Boden hingegen erfreut diese Staude ihren Besitzer mit üppiger, lang anhaltender Blüte. Für die Bodenvorbereitung benötigen Sie lockere Erde und Flusssand im Verhältnis 3:1. Der Sand sollte vorsorglich eine halbe Stunde im Backofen getrocknet werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist Vermiculit, das den Boden auflockert und mit Sauerstoff und Mineralien anreichert. Die Zugabe von Holzasche erhöht den Phosphor-, Kalium- und Kalziumgehalt auf das erforderliche Niveau. Sieben Sie die Asche vor der Zugabe gründlich. Abschließend wird der Mischung eine kleine Menge Superphosphat beigemischt. Beim Kauf einer fertigen Erdmischung empfiehlt sich eine spezielle Veilchenerde.
Lassen Sie die Erde vor dem Einpflanzen im Topf setzen. Um Infektionen vorzubeugen, wässern Sie die Erde etwa 2–3 Tage vor dem Einpflanzen mit einer Fungizidlösung. Im Freiland sollten die Pflanzlöcher bis zu 30 cm tief sein und mindestens 15 cm Abstand haben. Vermeiden Sie es, den Wurzelballen zu stören, da dies das empfindliche Wurzelsystem der Lobelie stark beschädigen kann. Gießen Sie nach dem Einpflanzen nur mit Schmelzwasser.
Der Boden des Pflanzlochs wird mit Ziegelbruch oder Blähton gefüllt, um die Drainage für den Kaiserwillie zu gewährleisten. Der Strauch wird daraufgesetzt und seine Wurzeln mit Erde bedeckt. Junge Sämlinge, bis zu fünf an der Zahl, werden vorsichtig in ein einzelnes Pflanzloch gesetzt.
Die erste Düngung erfolgt zwei Wochen nach dem Auspflanzen der Setzlinge an ihren endgültigen Standort oder nach der Keimung.
In den ersten Wachstumsphasen der Pflanzen ist Gießen mit einer Gießkanne oder einem ähnlichen Behälter nicht empfehlenswert. Auch eine Sprühflasche ist ungeeignet. Ein medizinischer Einlauf ist die beste Option. Die Sämlinge müssen anfangs nicht gegossen werden, da sie ausreichend Feuchtigkeit aus der Bodenoberfläche aufnehmen.
Bei der Anzucht von Sämlingen im Winter empfiehlt sich künstliches Licht. LED-, Leuchtstoff- und Halogenlampen sind hierfür bestens geeignet. Pflanzen neigen dazu, in die Länge zu wachsen, wenn sie nicht genügend Licht erhalten. In den ersten Wochen profitieren Lobelien mehr von künstlichem Licht als von direktem Sonnenlicht.
Sobald die Sämlinge 1 cm hoch sind, sollte die Folie oder das Glas entfernt werden. Ein abruptes Entfernen der Abdeckung ist ein Fehler, da die Pflanze dadurch Stress erleidet und am selben Tag abstirbt. Es ist besser, die Oberfläche schrittweise freizulegen.
Für die Keimung ist eine Temperatur von etwa 27 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit erforderlich. Um Sauerwerden oder Schimmelbildung zu vermeiden, sollten die Sämlinge dreimal täglich gelüftet werden.
Das Pikieren von Lobelien erfordert Fingerspitzengefühl. Ein Holzstab ist empfehlenswert, aber auch ein angespitzter Bleistift eignet sich. Drücken Sie damit vorsichtig die Wurzeln der jungen Pflanze zusammen, um die Verzweigung und das Wurzelwachstum anzuregen.
Die Dauer und Intensität der Blüte hängen direkt von der richtigen Pflege ab, insbesondere vom rechtzeitigen Entfernen verblühter Triebe. Der Rückschnitt sollte nach der ersten Blüte in einer Höhe von 5 cm über dem Boden erfolgen.
Dann treiben neue Triebe aus und blühen üppiger. Gegen Ende des Sommers nimmt die Blütenzahl der Sträucher deutlich ab. Um ein dichtes Erscheinungsbild zu erhalten, empfiehlt es sich, die Sträucher durch neue Topfpflanzen zu ersetzen.

