Maiglöckchen sind seltene Blumen und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Es gibt einige interessante Fakten über sie. Man weiß, dass die Ägypter sie bereits vor 2000 Jahren ganzjährig anbauten. In Europa wurden sie ab dem 16. Jahrhundert und in Russland ab dem 18. Jahrhundert kultiviert. Zuvor wurden sie ausschließlich zu medizinischen Zwecken (zur Behandlung von Fieber und Epilepsie) gesammelt. Im Ersten Weltkrieg dienten sie als Gegengift gegen Gasangriffe. Finnland hat die Maiglöckchen zu seinem Nationalsymbol gewählt.
Krautige Stauden sind in der gemäßigten Zone weit verbreitet und wachsen in schattigen Bereichen.
Bei gut durchfeuchtetem Boden bilden sie ganze Wiesen. An einem solchen Ort angekommen, wird man unweigerlich von ihrer ungewöhnlichen Schönheit und ihrem wundervollen Duft verzaubert. Aufgrund ihrer kleinen Knospen und schlanken Stängel werden Maiglöckchen auch Waldglockenblumen, Maiblumen oder Verjüngungsblumen genannt.
Sträuße dieser zarten Blumen symbolisieren Zuneigung, Liebe und Dankbarkeit.
Inhalt
Beschreibung des Maiglöckchens, wie es aussieht, Foto
Das Maiglöckchen gehört zur Unterfamilie der Nolinaceae. Die genaue Zuordnung ist jedoch umstritten. Entgegen der landläufigen Meinung existieren mehrere Arten. Sie weisen geringfügige Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten auf.
Das Wurzelsystem ist gut entwickelt. Zahlreiche kleine Verzweigungen versorgen die Pflanze mit lebenswichtigen Mikronährstoffen und Wasser. Das Rhizom trägt Knoten, aus denen die Blätter entspringen. Sie ähneln kleinen, olivgrünen und dunkelvioletten Schuppen.
Das erste Blattpaar entspringt der Wurzelspitze. Die Blüte erfolgt alle zwei bis drei Jahre. Blütenkronen bilden sich an Pflanzen, die mindestens sieben Jahre alt sind. Der Blütenstiel entwickelt sich über mehrere Jahre. Anschließend teilt sich das Wurzelsystem in mehrere Teile, woraus neue Pflanzen entstehen.
Die Staude erreicht in der Regel eine Höhe von maximal 30 cm. Ihre oberirdischen Triebe sind nicht besonders lang. Der Stängel entspringt dem untersten Blattwinkel.
An dem Blütenstand befindet sich eine Traube kleiner, schneeweißer Blütenkronen. Eine einzelne Pflanze kann zwischen 6 und 20 glockenförmige Blüten tragen. Diese sind alle in dieselbe Richtung ausgerichtet. Weitere Merkmale sind gebogene Blütenstiele und Zähne an der Blütenkrone.
Die Früchte sind orange, runde Beeren, die nach der Blütezeit der Pflanze (in den ersten Sommermonaten) erscheinen. In der Kapsel befinden sich ein oder zwei Samen.
Neue Pflanzen entstehen durch Samen und Rhizome. Zierpflanzen unterscheiden sich von Wildformen durch ihre größeren Blütenkronen. Das Rhizom ist in beiden Fällen kriechend. Die Blüten hängen herab, mit kurzen Staubblättern, die im Inneren der Blütenhüllblätter sitzen.
Maiglöckchen sind giftig, daher ist bei ihrer Verwendung zu verschiedenen Zwecken äußerste Vorsicht geboten.
Maiglöckchenarten und -sorten: Maiglöckchen und andere
Forscher streiten sich oft darüber, zu welcher Kategorie Maiglöckchen gehören.
Manche betrachten sie als eine einzige Pflanze. Andere glauben, dass sie aufgrund von Unterschieden in Struktur und Lebensraum in mehrere Varietäten unterteilt werden kann. Das Klassifizierungssystem ist wie folgt.
| Sicht | Beschreibung | Blätter | Blumen |
| Mai | Sie wächst an Waldrändern. Das Wurzelsystem verläuft horizontal. Höhe: 30 cm. Maiglöckchen verströmen einen sehr angenehmen Duft. Im Herbst erscheinen rötlich-braune Früchte, die nicht größer als 9 mm sind. Die Blütezeit beginnt im Mai. Diese Pflanzen sind in Europa, im Kaukasus und in Russland verbreitet. | Scharf. | Sie befinden sich auf der Fußstütze. Sie hat Zähne. Die Blütenkrone ist weiß. |
| Berg | Sie wächst in den Gebirgsregionen Nordamerikas. Sie hat einen kurzen Stängel und ein verzweigtes Rhizom. Die Früchte sind rot-orange und haben einen Durchmesser von 9 mm. | Länge – 40 cm Breite – etwa 4 cm. |
Der Blütenstand besteht aus 5 bis 15 breit glockenförmigen Blüten. |
| Keizke | Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Nordamerika, Sibirien und Sachalin. Die Pflanze hat einen kurzen braunen Stängel (etwa 20 cm) und ein gut entwickeltes faseriges Rhizom. | Länge – 15 cm. | Große Knospen, maximale Anzahl – 10 Blütenkronen. |
Auf der Grundlage der oben genannten Sorten haben Züchter die folgenden Kultivare geschaffen:
| Vielfalt | Besonderheiten |
| Albostriata | Die Blätter weisen dekorative beige Streifen auf. |
| Aurea | Gelbe Blattspreiten. |
| Flora Pleno | Die Pflanze ist 30 cm hoch und trägt 12 große Blüten am Stängel. Gefüllte Blütenkronen. Die Blütenstände sind weiß. |
| Grandi Flora | Gekennzeichnet durch das Vorhandensein großer Blätter. Verströmt einen verführerischen Duft. |
| Grüner Wandteppich | Die Blattspreiten sind hellgrün. |
| Hofheim | Die Blätter dieser Sorte haben einen hellbraunen Rand. Die Blütenstände haben einen blendend weißen Farbton. |
| Prolificans | Die Blütezeit dauert 60 Tage. Jede Blüte enthält zahlreiche kleine Blütenkronen. Die Pflanze zeichnet sich durch niedriges Wachstum aus. |
| Rosa (Rosea) | Die Blütenstände zeichnen sich durch eine ungewöhnliche, zartrosa Farbe aus und enthalten 12 bis 14 Knospen. |
| Aurea variegata | Längsstreifen aus Sand auf den Blättern. |
| Viktor Iwanowitsch | Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 50 cm. Der Blütenstand besteht aus großen Blütenkronen. Am Stängel befinden sich neun bis 19 weiße Knospen. Nach der Blütezeit (etwa 20 Tage) bilden sich leuchtend rote Beeren. |
Anpflanzung und Vermehrung von Maiglöckchen
Zum Pflanzen einer Blume benötigt man keine besonderen Fähigkeiten.
Standort
Der erste Schritt ist die Wahl des Standorts. Der Boden sollte neutral und fruchtbar sein. Maiglöckchen gedeihen im Schatten, daher sollte ein Standort gewählt werden, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Der Boden muss zunächst gepflügt und mit organischen und mineralischen Düngemitteln angereichert werden.
Pflanzzeiten und Methoden zur Gewinnung neuer Maiglöckchen
Die Auspflanzung ins Freiland erfolgt in den ersten beiden Herbstmonaten. Die Vermehrung erfolgt über Wurzelstöcke oder Rhizome mit Knospen.
Die vorbereitete Saat wird in Reihen ausgesät. Zwischen den Pflanzen muss ein Abstand von mindestens 9 cm eingehalten werden.
Die Samen werden im Frühjahr in die Erde gesät. Das Beet wird regelmäßig gegossen. Die Keimlinge werden mit Erde bedeckt. Die Erdschicht sollte nicht dicker als 2 cm sein.
Zwang
Dies wird mit Gartenmaiglöckchen so gemacht. Dadurch wird ihre Blüte außerhalb der Hauptsaison sichergestellt. Bei Freilandmaiglöckchen ist dieses Vorgehen nicht empfehlenswert. Die im Herbst geernteten Stängel werden in mit Sand gefüllte Behälter gestellt. Die Pflanzenteile werden dann senkrecht aufgestellt. Im Winter sollten die Behälter isoliert werden, beispielsweise mit Stroh.
Ein obligatorischer Schritt ist die Behandlung der Maiglöckchenpflanzen. Dies geschieht mittels Nasskultur. Drei Wochen lang werden die Keimlinge bei einer Temperatur von 0 °C (± 1 °C) gehalten. Am 22. Tag werden sie in warmes Wasser gestellt.
Beim Treiben von Wildgras (Feldgras) Erde mit organischem Dünger in den Kasten geben. Die Knospen sollten an der Oberfläche bleiben. Nach dem Hinzufügen von warmem Wasser die Erde mit Moos bedecken.
Top.tomathouse.com informiert: die wohltuenden Eigenschaften des Maiglöckchens
Maiglöckchen finden breite Anwendung in Medizin und Kosmetik.
Medizin
Die heilenden Eigenschaften dieser Blüten beruhen auf ihrer Zusammensetzung. Die Pflanzen enthalten Herzglykoside, organische Säuren sowie Mikro- und Makroelemente. Arzneimittel, die aus dem Extrakt hergestellt werden, wirken sich positiv auf Leber, Schilddrüse, zentrales Nervensystem und Magen-Darm-Trakt aus.
Bei korrekter Anwendung verbessern die Medikamente die Herzfunktion, stabilisieren den Allgemeinzustand, beseitigen Schmerzen und Krämpfe und normalisieren den Wasserhaushalt.
Maiglöckchen werden zur Behandlung von Viruserkrankungen und Erkältungen eingesetzt. Für die Zubereitung des Arzneimittels werden die oberirdischen Pflanzenteile verwendet.
Zu beachten ist, dass die Beeren, Rhizome, umgewandelten Triebe und Samen giftig sind.
Anwendung in der Kosmetik
Maiglöckchenöl wird zur Herstellung von Kosmetikprodukten verwendet, durch die:
- Kampf gegen Staus;
- Hautton verbessern;
- die Wände der Blutgefäße stärken;
- Mikrozirkulation stabilisieren;
- Poren reinigen.
Bei regelmäßiger Anwendung wird die Haut geschmeidig und gepflegt, das Haar glänzend und elastisch. Ätherische Öle werden zur Herstellung von Gesichtswassern, Cremes sowie Haar- und Gesichtsmasken verwendet. Diese Liste lässt sich durch Parfümkompositionen ergänzen. Sie zeichnen sich durch ihre Sanftheit, Eleganz und Frische aus.
Kontraindikationen
Die Liste der absoluten Einschränkungen umfasst folgende Pathologien:
- Leber- und Nierenfunktionsstörungen;
- Herzinsuffizienz;
- Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür;
- Gastritis;
- Kardiosklerose;
- Endokarditis.
Ein wichtiger Grund, Medikamente und Kosmetika auf Maiglöckchenbasis abzulehnen, kann eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Extrakt, eine Verschlimmerung chronischer Erkrankungen, die Kindheit, die Stillzeit und die Schwangerschaft sein.
Selbstmedikation ist strengstens verboten.







