Kniphofia (Felsenfuchsschwanz) ist eine krautige, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae). Sie wächst wild in Madagaskar und Afrika. Die Gattung umfasst 75 Arten. Kultivierte Hybriden werden in Gärten angebaut. Der Botaniker I. I. Kniphofa beschrieb diese wunderschöne Blütenpflanze als Erster. Kniphofien lieben Wärme und gedeihen daher in südlichen Regionen.
Beschreibung von Kniphofia
Kniphofia weisen folgende Merkmale auf:
- Höhe – von 1 bis 3 m;
- ährenförmige Blütenstände, die von kleinen Blüten gesammelt wurden;
- kronenförmige Blütenhülle;
- dreikammeriger Eierstock.
Die Frucht ähnelt einer Kapsel. Die Blüten befinden sich an der Spitze des Stängels. Bemerkenswert sind außerdem die sechs Staubblätter und das synkarpe Gynoeceum, das aus drei Fruchtblättern besteht. Die Nektarien liegen zwischen den Fruchtknotenfächern. Der Nektar wird durch einen Kanal an der Basis des Griffels abgegeben.

Die Farbe der Blütenstände und Knospen variiert. Die Blütezeit beginnt im Juli. Danach erhält die Pflanze ein dekoratives Aussehen, das bis in den Spätherbst anhält.
Alle Sorten sind mehrjährig. Die Kniphofia ähnelt in ihrer Form der Lupine. Ihre prächtigen, leuchtenden Blüten wirken anmutiger.
Kniphofia: Sorten und Varietäten
Diese Blumen schmücken den Garten während der gesamten Wachstumsperiode. Es ist ganz einfach, einen Platz für sie zu finden. Sie werden in Steingärten und gemischten Blumenbeeten gepflanzt.
Die Kniphofie zeichnet sich durch ihre zweifarbige Färbung aus. Der Farbton ändert sich allmählich. Die Blütezeit hängt stark vom Klima ab. In gemäßigten Klimazonen schmücken leuchtende Blüten von Juni bis September die Beete.
Gartenbaulich wertvolle Kniphofia-Arten:
| Sicht | Beschreibung, Sorten, Blütenstandsfarbe |
| Tukka |
Kälteresistent. Der Strauch erreicht eine Höhe von 0,8 m, die Blütenstände erreichen eine Höhe von 15 cm. Die Pflanze zeichnet sich durch eine kräftige rot-gelbe Färbung aus und blüht den ganzen Monat über (Juli-August). |
| Hybrid |
Sie stammt von Kniphofia bacatina ab. Sie zeichnet sich durch eine Vielfalt an Farben aus. Die Höhe variiert zwischen 60 und 100 cm.
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| Beere |
Üppiges, grünlich-graues Laub, lang anhaltende Blüte (2 Monate), beginnend im Hochsommer. Kegelförmige Blütenstände.
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| Shaggy | Die Blätter sind oberseits behaart. Die Blütenstände sind kegelförmig. Die Blüten sind zweifarbig: unten gelb, oben rötlich-rosa. Die Blüten erreichen eine Höhe von 3 cm. |
| Isostoleaf | Die Blätter sind linear angeordnet und die trichterförmigen Blüten entfalten sich von oben nach unten. Die Höhe des Blütenstiels beträgt 60 bis 100 cm. |
| Weißlich | Kann mehrere Stängel haben. Die Blätter sind bläulich-grün. Die Blütenknospen sind aufrecht und rosaweiß. Während der Blütezeit richten sich die Blütenstände in verschiedene Richtungen. |
| Früh |
Kann auch unter trockenen Bedingungen wachsen. Die Höhe beträgt maximal 1,5 m. Blütezeit ist in der zweiten Sommerhälfte. |
Anpflanzung von Kniphofia im Freiland und weitere Pflege
Es wird nicht empfohlen, diese Pflanzen in schattigen Bereichen oder im Tiefland anzupflanzen.
Andernfalls verlieren Blütenstände und Blätter an Leuchtkraft, und ihr Wachstum verlangsamt sich deutlich. Fackellilien sollten vor Zugluft geschützt werden. Sie vertragen keine stehende Feuchtigkeit.
Vor dem Pflanzen sollte der Boden aufgelockert und gedüngt werden. Die Pflanztiefe richtet sich nach der Pflanzenhöhe. Zuerst wird eine Drainageschicht in das Pflanzloch gegeben, anschließend wird die vorbereitete Erde eingefüllt.
Um eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten, werden mit dunklem Material bedeckte Steine in der Nähe der Pflanzen platziert. Ihre Größe kann variieren.
Die Kniphofia ist eine mehrjährige, trockenheitsverträgliche Pflanze. Daher benötigt sie nicht viel Wasser und gedeiht am besten an Standorten mit guter Drainage.
Die Düngung erfolgt in mehreren Schritten. Die erste Düngung erfolgt unmittelbar nach dem Erscheinen der ersten Blätter, die zweite in der Regel nach der Blütezeit.
Liste der verwendeten Düngemittel:
- Gemische, die Stickstoff enthalten;
- Torf;
- Asche;
- Kompost;
- Humus.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Rückschnitt. Dieser erfolgt im Frühjahr. Hat die Pflanze den Winter im Freien überwintert, sollte der Rückschnitt erst nach dem Entfernen der Abdeckung erfolgen. Beschädigte, vergilbte und frostgeschädigte Teile der Fackellilie (Kniphofia) müssen entfernt werden. In den Kapseln gereifte Samen sind ungenießbar.
Winterharte Pflanzen (Tukka) können in Regionen wie dem Moskauer Gebiet und Zentralrussland während der kalten Jahreszeit im Freien angebaut werden. Allerdings müssen sie auch dann mit spezieller Folie, Fichtenzweigen und Laub abgedeckt werden.
Belüftungslöcher sind unerlässlich. Bei korrekter Anbringung der Schutzschicht übersteht die Pflanze Temperaturen bis zu -15 °C. Die Überwinterung im Haus ist für die meisten Kniphofia-Arten zwingend erforderlich. Die Raumtemperatur sollte 8 °C nicht überschreiten.
Anbau und Vermehrung von Kniphofia
Neue Pflanzen werden vegetativ und generativ vermehrt. Bei der generativen Vermehrung werden Samen verwendet. Das Pflanzgut muss im Fachhandel erworben werden. Dies ist aufgrund der wenigen warmen Tage notwendig. Die Anzucht von Sämlingen aus Samen ist ein arbeitsintensiver Prozess.
Die Aussaat erfolgt in der zweiten Märzhälfte. Um die Keimung zu fördern, sollte der Anzuchtkasten für 2–3 Wochen mit Glas oder Folie abgedeckt werden. Das Gewächshaus sollte zur Belüftung entfernt und die Erde regelmäßig befeuchtet werden.
Nach der Keimung härten die Sämlinge bei Zimmertemperatur ab. Sie müssen pikiert werden, sobald sich zwei Blätter am Stängel gebildet haben. Die Auspflanzung ins Freiland erfolgt im Hochsommer. Die Staude blüht erst im dritten Jahr.
Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Abtrennen von Tochterrosetten. Dreijährige Sträucher eignen sich hierfür. Die Schnittstellen werden mit Holzkohle behandelt. Die so entstandenen Rosetten werden in Pflanzlöcher gesetzt. Die Sämlinge benötigen vorübergehenden Schatten. In diesem Fall blüht die Kniphofia innerhalb eines Jahres nach der Pflanzung.
Kniphofia-Schädlinge und Krankheiten
Blumen im Garten können an Wurzelfäule leiden. Auslöser sind übermäßige Feuchtigkeit und dichter Boden.
Treten Anzeichen dieser Krankheit auf, müssen die befallenen Pflanzenteile entfernt werden. Dazu muss die Pflanze ausgegraben und mit antiseptischen Lösungen behandelt werden. Anschließend sollte der Strauch wieder eingepflanzt werden.
Schädlinge können auftreten. Dazu gehören Spinnmilben und Thripse. Um einen Befall zu bekämpfen, wird die Kniphofia mit Insektiziden behandelt. Zur Vorbeugung werden Gründüngung und aromatische Kräuter gepflanzt. Hält der Gärtner alle Pflegehinweise und -vorschriften ein, ist das Risiko von Blütenkrankheiten minimal.
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Hohe Sorten eignen sich gut als Hintergrund. Diese Pflanzen werden hinter niedrigeren Blumen gesetzt. Fackellilien (Kniphofia) zeichnen sich durch ihre geringe Größe aus und sind eine wunderschöne Bereicherung für Steingärten und Alpengärten.
Dank der Vielfalt an Farbtönen, der harmonischen Farbmischung und der einfachen Pflanzung und Pflege wird das fertige Arrangement lange Zeit mit seiner dekorativen Schönheit erfreuen. Geeignete Begleitpflanzen sind Bartiris, Rudbeckien, Rhipsalis, Heiligenkraut und Steppenkerzen.





