Die Sumpfdotterblume (vom altrussischen „kaluzha“, was „Sumpf“ bedeutet) ist eine krautige Pflanze, die in feuchten Gebieten wächst. Sie kommt in gemäßigten Klimazonen sowie in nördlicheren Regionen wie der Arktis und Skandinavien vor.
Beschreibung und Merkmale der Sumpfdotterblume
Diese krautige Staude gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Sie zeichnet sich durch ihre sattgrünen Blätter aus und erreicht eine Höhe von 40 cm bis 3 m. Sie wächst vorwiegend in Mooren, ist aber auch auf trockenen, regenreichen Böden anzutreffen. Dank ihrer Winterhärte (sie verträgt Temperaturen bis zu -35 °C) wird sie in Russland häufig im Freien angepflanzt.
Das Wurzelsystem ist schwach entwickelt. Die Blätter sind ungleichmäßig und variieren je nach Standort. Bodennah sind sie mit 15–20 cm Länge größer, während sie im mittleren Bereich kleiner sind und kurze Blattstiele besitzen. Die Stängel sind fleischig, besonders im unteren Bereich. Die oberen Blätter sind sitzend. Bei längerer Sonneneinstrahlung rollen sie sich zu Röhren ein.
Die Pflanze blüht nach acht Jahren einmal jährlich. Die Blütenstände sind geöffnet und können einzeln oder mehrere an einem Stiel angeordnet sein. Sie öffnen sich Ende April und blühen bis Ende Mai. Die Früchte bilden sich in den ersten Sommermonaten. Die Farbe der Knospen variiert je nach Sumpfdotterblumenart und kann weiß, leuchtend gelb oder bernsteinfarben sein.
Arten und Sorten der Sumpfdotterblume
| Sicht | Beschreibung | Blätter | Blumen |
| Feinblättrig | Stängel bis zu 35 cm lang, gerade. Blattstiele erreichen Längen von 5 bis 25 cm. | Kräftig gefärbt, etwa 10 cm lang, mit gezacktem Rand. | Zwei Blüten pro Stiel, mit weißen Blütenblättern und leuchtend gelber Mitte. Größe bis zu 2 cm. |
| Schwimmend | Eine Wasserpflanzenart, die bevorzugt in Zierteichen eingesetzt wird. | Rund und bis zu 4 cm groß. Bleiben an der Wasseroberfläche. | Ziemlich groß, bis zu 4 cm im Durchmesser. Weiß. |
| Membranös | Der Hauptunterschied liegt in der üppigen Blüte. Sie zeichnet sich außerdem durch ihren verzweigten Stamm aus. | Sie erreichen eine Länge von 15 cm. Sie sind nierenförmig und sitzen an bis zu 30 cm langen Blattstielen. Ihre Farbe ist dunkelgrün. | Klein, gelb, bis zu 20 Stück an einem Strauch. |
| Sumpf | Höhe bis zu 60 cm, gut entwickeltes Wurzelsystem. Der Stamm verdickt sich mit dem Wachstum. | Herzförmig mit gezackten Rändern, fleischig und an langen Blattstielen sitzend, dunkeln sie nach der Blüte merklich nach. | Maisfarben, bis zu 5 cm groß. |
| Zweiblütig | Eine der kleinsten Sorten, maximale Größe 10 cm. | 7 cm, glatt, herzförmig. | Aufgrund des langen Blütenstiels ragen sie deutlich über den Strauch hinaus. Weiß, bis zu 2 cm lang. |
| Wald | Kann bis zu 1,5 m hoch werden. Wächst vorwiegend in der Sonne oder im Halbschatten. | Nierenförmig/rund, 14-15 cm. | An einem Trieb befinden sich 5-15 hellfarbige Knospen mit einem Durchmesser von 3 cm. |
| faustförmig | Vor der Blütenstandsbildung erreicht die Pflanze eine Höhe von 30 cm, danach bis zu 120 cm. Sie bevorzugt schattige Standorte. Die Stängel sind hohl. | Sie sind ledrig und wachsen nach der Blüte steil in die Höhe, bis zu 15 cm. | 5-7 cm, angeordnet in Gruppen von 5-6 Stück. |
| Weiß | Eine mehrjährige Pflanze mit einem Wurzelsystem von etwa 10 cm Länge. Wächst nicht höher als 20 cm. | Glänzend, mit gezacktem Rand und abgerundeten Konturen. | Einfach, weiß, mit 5-6 einzelnen länglichen Blütenblättern. |
| Marsh Terry | Sie wächst nur in feuchtem Boden im Halbschatten oder fast ohne Sonne. Der Strauch bildet eine kugelförmige Krone. | Herzförmig, dunkelgrün. | Mit vielen Blütenblättern, gefüllt, zitronengelb. |
| sumpfig üppig | Der Stamm hat fast keine Äste, erreicht eine Höhe von 1,5 m und ist größtenteils kahl. | Am Stängelansatz sind die Blüten groß, herzförmig und sitzen eng am Stiel. Weiter oben sind sie klein, bis zu 8 cm lang, und haben einen gesägten Rand. Nach dem Verblühen erreichen sie eine Größe von bis zu 30 cm. | Sie halten am längsten, von Mai bis Anfang Oktober. Die Farbe ist gelb. |
| Mehrblättrig | Der Busch ist kugelförmig und hat einen Durchmesser von 20-30 cm. | Dunkel, mit gezackten Rändern, mittlere Größe. | Golden, 8 cm. |
| Marsh squat | Eine Pflanze mit kriechendem Stängel. | Sie sind selten am Stiel zu finden, haben einen satten Farbton und herzförmige Umrisse. | Einzeln, maisfarben, ab 5 cm. |
Sumpfdotterblumen im Freiland anbauen
Die Pflanze ist winterhart und verträgt auch starken Frost. Daher kann sie in kalten Perioden im Freien ohne Umgraben wachsen. Auch ein Abdecken im Winter ist nicht notwendig.
Sumpfdotterblumen können in mit Erde gefüllten Seerosenblättern während der wärmeren Monate im Teich belassen werden. In diesem Fall sollten sie vor dem ersten Frost wieder ins Freiland gepflanzt werden, um zu verhindern, dass Eis die Wurzeln schädigt.
Landung
Am besten pflanzt man die Setzlinge zwischen März und April ins Freiland. Ist der Boden bis dahin noch nicht warm genug und lässt sich schwer umgraben, kann man die Pflanzung bis Mitte Mai verschieben. Da Sumpfdotterblumen gut kälteresistent sind, muss man die Luft- und Bodentemperatur beim Pflanzen nicht überwachen. Schwache und sehr junge Pflanzen können jedoch unter ungünstigen Bedingungen eingehen. Daher sollte man Pflanzen, die jünger als sechs Monate sind, erst dann ins Freie stellen, wenn plötzliche nächtliche Kälteeinbrüche vollständig abgeklungen sind.
Beim Pflanzen ist keine zusätzliche Düngung erforderlich. Das Rhizom wird einfach leicht eingegraben und auf einen ausreichenden Abstand (10–30 cm, abhängig von der Größe des Wurzelsystems der ausgewachsenen Pflanze) zwischen den Sämlingen geachtet. Anfangs empfiehlt es sich, die Pflanze häufiger zu gießen, um die Wurzelbildung anzuregen.
Pflege der Sumpfdotterblume im Garten
Da die Blume anspruchslos ist, reicht regelmäßiges Gießen möglicherweise schon aus. Um jedoch eine üppigere Blüte zu gewährleisten, empfiehlt es sich, regelmäßig folgende Maßnahmen zu ergreifen:
- Düngen Sie den Boden. Einmal im Monat genügt. Ein mineralischer Komplexdünger ist geeignet.
- Teilen Sie den Wurzelballen und pflanzen Sie den Strauch neu ein. Innerhalb von vier Jahren wächst die Pflanze schnell und verliert ihr attraktives Aussehen. Um das ansprechende Laub zu erhalten, ist es notwendig, den Strauch in mehrere Teile zu teilen und diese entweder gleichmäßig über die Fläche zu verteilen oder mit einem Abstand von mindestens 30 cm in die Erde zu pflanzen.
- Den Boden auflockern, Unkraut entfernen.
Vermehrung der Sumpfdotterblume
Die Vermehrung kann vegetativ oder durch Aussaat erfolgen. Die zweite Methode ist schwieriger und wird selten angewendet.
Sumpfdotterblumensamen verlieren schnell ihre Keimfähigkeit. Daher empfiehlt es sich, sie im Juni, direkt nach dem Auflaufen, zu sammeln und auszusäen. Die ersten Triebe erscheinen Ende August oder Anfang September.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Teilung des Rhizoms. Es muss nicht abgeschnitten werden; entfernen Sie einfach eventuelle Erdklumpen und breiten Sie die Wurzeln vorsichtig aus. Nach dem Einpflanzen sollten die Sämlinge reichlich gegossen und einige Tage lang beschattet werden.
Krankheiten und Schädlinge der Sumpfdotterblume
Diese Pflanze ist besonders robust. Sie ist resistent gegen Krankheiten, Wurzelfäule und Schädlinge. Insekten werden durch ihren giftigen Pflanzensaft abgeschreckt. Das einzige Problem, das beim Anbau auftreten kann, ist das Austrocknen aufgrund unzureichender Bewässerung.
Sumpfdotterblume in der Landschaftsgestaltung
Landschaftsarchitekten verwenden diese Blume regelmäßig zur Gestaltung öffentlicher und privater Räume. Der Wert der Sumpfdotterblume liegt in ihrer frühen Blüte und der satten Farbe ihres Laubs. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie oft an prominenten Standorten gepflanzt, wo sie im Frühling eine leuchtende Blütenpracht entfaltet und im Sommer ästhetisch ansprechende, dunkelgrüne, glänzende Dickichte bildet.
Der beste Standort für die Pflanze sind die Ufer verschiedener Gewässer:
- künstlicher oder natürlicher Teich;
- Brunnen;
- kleiner Fluss;
- mehrstufige (kaskadierende) Installation.
Bei der Pflanzung sollte man auf die Blütezeit achten. Da die Knospenbildung im April und Mai stattfindet, sollten keine anderen Pflanzen in der Nähe stehen, die von den leuchtenden Blütenblättern oder dem dichten Laub ablenken könnten.
Am besten pflanzt man die Sumpfdotterblume so, dass ab Juni später blühende Pflanzen um sie herum blühen. So bleibt das Blumenbeet nicht längere Zeit kahl.
Die Blume kann nicht nur in Wassernähe, sondern auch entlang von Wegen und um Steinanlagen herum gepflanzt werden. Dies bietet einen idealen Standort für höhere Pflanzen. Wichtig ist regelmäßiges Gießen, damit die Blätter ihre Leuchtkraft und ihren Glanz behalten. Auch die Bodenqualität und die Lichtverhältnisse spielen eine Rolle.
Manche Sumpfdotterblumen können ohne zusätzlichen Schutz wachsen, während andere Sorten in der Nähe von Gebäuden, Bäumen oder Gartenmöbeln gepflanzt werden müssen, damit sie einen Teil des Tages im Schatten stehen.
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Diese Pflanze ist aufgrund ihres Gehalts an wertvollen Mikronährstoffen in der Medizin begehrt. Man nimmt an, dass sie die Wundheilung fördert, Mikroben abtötet und das Tumorwachstum hemmt. Folgende Vorteile der Sumpfdotterblume werden ebenfalls in der Pharmazie genutzt:
- Schmerzlinderung;
- Linderung von Entzündungen;
- Fieber senken, Fiebersymptome behandeln;
- Vasokonstriktion;
- Linderung von Krämpfen und folglich krampflösende Wirkung.
Experten gewinnen aus den Stängeln und Blättern heilenden Saft und verwenden ihn dann zur Herstellung verschiedener pharmazeutischer und kosmetischer Produkte.
Die Selbstmedikation mit dieser Pflanze ist jedoch verboten. Der Pflanzensaft enthält ein gewisses Toxin, das Magen-Darm-Beschwerden, Verätzungen der Schleimhäute und andere Nebenwirkungen verursachen kann. Unsachgemäße Anwendung, insbesondere in der Volksmedizin, kann zu schweren Vergiftungen führen.




