Ringelblumen anzubauen ist ganz einfach. Sie sind pflegeleicht, wachsen gut und blühen vom Frühsommer bis zum Spätherbst. Diese unscheinbaren Blüten setzen leuchtende, fröhliche orangefarbene Akzente und verschönern jedes Blumenbeet.
Sie werden in Beeteinfassungen, in einjährigen Mischungen und in Einzelpflanzungen verwendet.
Nach der Blüte am Stängel Ringelblume Es bilden sich mehrere sichelförmige Achänen, die dicht beieinander liegen. Wenn sie reif sind, trennen sich die Achänen, öffnen sich und fallen zu Boden.
Ringelblumen aus Samen ziehen
Ringelblumen werden ausschließlich aus Samen gezogen. Die Sämlinge werden entweder direkt ins Freiland oder im Haus ausgesät.
Ringelblumen säen sich oft selbst an den unerwartetsten Orten aus. Das bedeutet, dass Wind oder Vögel die Samen im Garten und der Umgebung verbreitet haben. Dies beweist einmal mehr, dass die Ringelblume eine anspruchslose Blume ist.
Zeitpunkt für die Aussaat von Ringelblumensamen
Ringelblumen werden wie üblich im Frühjahr ausgesät, wenn der Boden bereit und warm ist, oder im Herbst vor dem ersten Frost. Die Samen überwintern gut im Boden.
Im mitteleuropäischen Teil Russlands beginnt die Frühjahrsaussaat in der zweiten Aprilhälfte. Die Bodenreife lässt sich prüfen, indem man einen Erdklumpen hineinwirft. Zerbröselt dieser, ist der Boden bereit für die Aussaat.
Im Herbst ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu nutzen, bevor der Boden gefriert. Sät man zu früh, keimen die Samen zwar, werden aber vom Frost zerstört.
Erfahrene Gärtner gehen folgendermaßen vor:
- Die Furchen für die Aussaat werden im Voraus vorbereitet.
- Wenn der Boden mit Frost bedeckt ist, werden die Samen ausgesät.
- Mit vorbereitetem Mulch bestreuen. Dies kann normale Erde oder eine nährstoffreiche Mischung sein.
Und hier noch ein Tipp von erfahrenen Gärtnern: Bewässern Sie Frühlingsblumenbeete nach der Aussaat, Herbstblumenbeete jedoch nicht, damit die Samen nicht vorzeitig keimen und erfrieren.
Aussaat von Ringelblumen für Sämlinge
Ringelblumen-Sämlinge werden ab Februar ausgesät. Sie werden in handelsüblicher Anzuchterde gepflanzt. Die Samen werden in Anzuchtkassetten oder -schalen gegeben, angegossen, mit einem transparenten Material abgedeckt und an einen warmen, hellen Ort gestellt.
Pflege von Ringelblumen-Sämlingen
Sämlinge benötigen mäßige Bewässerung.
Die Behälter werden täglich gelüftet. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, wird die Abdeckung entfernt und die Behälter an einen kühleren Ort gestellt, wo die Temperatur 15 °C nicht übersteigt. Zur Kräftigung und zum Wachstum sollten die jungen Sämlinge mit einem gut verdünnten, mineralischen Komplexdünger gegossen werden.
Eine Woche vor dem Auspflanzen ins Freiland sollten die Sämlinge im Freien abgehärtet werden. Die Abhärtungszeit wird dabei schrittweise um einige Minuten bis zu einer Stunde verlängert. Dies stärkt die Ringelblumen und fördert ihr Anwachsen. Ausgepflanzt werden die Jungpflanzen, sobald sie das fünfte oder sechste Blatt gebildet haben.
Aussaat von Ringelblumensamen im Freiland
Auch unerfahrene Gärtner und Sommergäste können problemlos Samen ins Freiland säen. Es ist so einfach, dass weder besondere Kenntnisse noch viel Aufwand nötig sind. Da die Samen recht groß sind, ist das Pflanzen kein Problem. Säen Sie sie nicht tiefer als 3 cm. Die ersten Keimlinge erscheinen innerhalb einer Woche.
Sie können die Ringelblumen in Löcher oder Furchen pflanzen oder einfach verstreuen. Keine Sorge, wenn Sie zu viele pflanzen. Sie können und sollten später ausgedünnt werden. Die ausgesäten Samen eignen sich zur Anzucht von Jungpflanzen – Ringelblumen vertragen das Umpflanzen gut.
Ausgewachsene Pflanzen sollten in einem Abstand von 8–10 cm gepflanzt werden. Bei Einzelpflanzung benötigt jede Pflanze 20–30 cm² Platz.
Die Verdickung schädigt die Nägel nicht und beeinträchtigt auch nicht deren Blüte.
Bei dichter Pflanzung überleben die kräftigsten Pflanzen; sie werden lediglich etwas höher als üblich. Genau diesen Effekt streben Gärtner mitunter an. Ringelblumenplantagen sind zudem dichter, wenn sie zu medizinischen Zwecken angelegt werden.
Das Einzige, was die ästhetischen Qualitäten noch verschlimmern kann, ist eine schlechte Beleuchtung.
Es ist wichtig zu beachten, dass die wichtigste Voraussetzung für das Wachstum der Ringelblume Sonnenlicht ist.
Die Pflanze ist bezüglich Boden und Dünger anspruchslos. Zu nährstoffreicher Boden kann die Blüte beeinträchtigen. Ihre gesamte Energie konzentriert sie dann auf das Wachstum der grünen Masse.
Es empfiehlt sich, auf die Lockerung des Bodens zu achten und beim Umgraben vor dem Pflanzen Flusssand unterzumischen.
Die Pflanze verträgt weder übermäßiges Gießen noch stehende Feuchtigkeit, insbesondere wenn der Sommer kalt, bewölkt und regnerisch ist.
Das Besprühen des Bodens mit Holzasche schützt Ringelblumen vor Krankheiten. Vor der Blüte fördert das Besprühen von Calendula mit einem borhaltigen Präparat die Knospenbildung und eine üppige Blütenpracht.
Top.tomathouse.com informiert: Ringelblumensamen sammeln und die Vorteile ihres Anbaus
Dank ihres hohen Carotin- und Flavonoidgehalts besitzen Ringelblumen ausgeprägte bakterizide Eigenschaften. Die in den Blütenständen enthaltenen Verbindungen helfen, Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken zu bekämpfen, Muskelkrämpfe zu lindern, Giftstoffe auszuscheiden, das Immunsystem zu stärken und haben viele weitere positive Eigenschaften.
Aus dem Blütenextrakt werden Arzneimittel hergestellt, die bei der Behandlung folgender Beschwerden helfen:
- Verbrennungen;
- Hautgeschwüre;
- Fisteln;
- Akne.
Ein Sud aus Ringelblumen wird zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Erkältungen sowie bei Mundschleimhautentzündungen verwendet.
Ringelblumen finden in der Kosmetik breite Anwendung als Bestandteil alkoholischer Tinkturen und Cremes. In der Küche dienen sie als Lebensmittelfarbstoff und ersetzen dabei teure Gewürze wie Safran.
Ringelblumen eignen sich gut als Gründüngung und „behandeln“ den Boden, beispielsweise gegen Krautfäule, dank ihrer bakteriziden Eigenschaften.
Ringelblumen im Gartenbeet erfreuen nicht nur das Auge, sondern halten auch Schädlinge fern. Um dies zu erreichen, pflanzen Sie mehrere Pflanzen an den Beeträndern oder zwischen den Reihen.
Ein paar in ein Erdbeerbeet gepflanzte Sträucher schützen die Erdbeeren vor Nematoden.
Werden Ringelblumen jedoch neben Radieschen und Basilikum gepflanzt, hemmen sie deren Wachstum – diese Pflanzen vertragen sich nicht.
Die Ringelblume eignet sich gut als Honigpflanze.
Heilkräuter werden geerntet, sobald die Blüten reif sind – und zwar fast den ganzen Sommer lang. Es ist üblich, in einer Saison zwanzig Blüten aus einem einzigen Beet zu ernten, wobei die Ringelblume sogar noch üppiger blüht.
Vollständig geöffnete Knospen sind am wirksamsten. Sie werden gepflückt, abgezwickt oder in einem Abstand von 2 cm vom Stiel abgeschnitten. Wichtig ist, dass die Blüten trocken sind.
Nachdem die Ringelblumen verblüht sind und die Samen geerntet wurden, sollten die Stängel nicht weggeworfen werden. Sie können direkt in den Boden eingearbeitet oder auf dem Komposthaufen verwendet werden.
Die Samen beginnen im Spätsommer zu reifen. Die Reife der Aussaat lässt sich am Farbumschlag von Grün nach Braun erkennen.
Die Achänen sind groß und haben die Form einer Sichel oder des Buchstabens „C“.
Die Früchte werden bei trockenem Wetter im September/Oktober als ganze Blütenstände geerntet und in einem gut belüfteten Raum auf Papier oder Stoff getrocknet.
Sobald die Stängel trocken sind, lassen sich die Achänen leicht ablösen. Trennen Sie sie vorsichtig von Hand und entfernen Sie dabei nach Möglichkeit Verunreinigungen.
Bewahren Sie die Samen in Glasbehältern, Papiertüten oder Stoffsäcken an einem trockenen Ort auf. Die Samen behalten ihre Keimfähigkeit bis zu fünf Jahre lang.




