Das Veilchen ist eine Gattung mit über 500 Unterarten. Es wächst natürlicherweise in den Bergregionen der Nordhalbkugel, gedeiht aber auch gut als Zimmerpflanze.
Die Blume wächst schnell und muss regelmäßig umgetopft werden. Afrikanische Veilchen (auch bekannt als Saintpaulien) gehören zu einer anderen Pflanzenfamilie und werden oft mit Veilchen verwechselt. Die folgenden Tipps gelten für beide.
Veilchen zu Hause umpflanzen
Im Haus sollte die Pflanze jährlich umgetopft werden. Innerhalb der nächsten zwölf Monate reichert sich die Erde stark an und verliert die meisten Nährstoffe. Die Erde verdichtet sich und speichert Feuchtigkeit schlecht, oder es kommt zu Staunässe. Unter diesen Bedingungen beginnt die Pflanze schnell zu faulen oder auszutrocknen. Wächst die Saintpaulia schnell, kann ihr Wurzelsystem den Topf vollständig ausfüllen, was der Pflanze ebenfalls schaden kann: Die Blätter werden klein, dunkeln nach und verkümmern. Um einer Schwächung vorzubeugen, ist ein Umtopfen notwendig.
Experten weisen darauf hin, dass ein jährlicher Austausch des Topfes ebenfalls zu einer kontinuierlichen Blüte beiträgt. Die Pflanze erhält so ausreichend Nährstoffe, um neue Blüten zu bilden.
Feststellung der Notwendigkeit, ein Veilchen umzupflanzen
Der Zustand der Blume selbst kann leicht darauf hinweisen, dass ein Umtopfen notwendig ist. Folgende Anzeichen deuten darauf hin:
- das Auftreten eines weißen Belags auf der Bodenoberfläche;
- Das Wurzelsystem wächst so weit, dass es den gesamten Behälter umschließt;
- Farbveränderung der Blattspreiten von Grün zu Braun;
- Verringerung der Laubgröße oder Laubverlust;
- übermäßige Streckung des Rumpfes;
- Bodenverdichtung in einem Behälter.
Manchmal deutet ein längeres Ausbleiben der Blüte darauf hin, dass die Pflanze umgetopft werden muss. Veilchen können jedoch auch bei Krankheit oder Nährstoffmangel Knospen bilden. Hat die Blüte bereits begonnen und muss die Erde dringend ausgetauscht werden, sollten die Knospen und geöffneten Blüten zurückgeschnitten werden.
Erfahrene Gärtner empfehlen, nicht erst auf die ersten Anzeichen des Absterbens einer Zimmerpflanze zu warten, sondern sie jährlich nach einem festgelegten Zeitplan umzutopfen. So bleibt das Veilchen gesund.
Zeitpunkt für das Umpflanzen von Zimmerveilchen
Der Topf sollte im Frühjahr, im April oder Mai, gewechselt werden. Dies kann auch Ende Februar, Anfang März oder im Herbst erfolgen. Zu diesen Zeiten sind die Lufttemperaturen optimal und die Tage ausreichend lang. Im Sommer darf die Pflanze auf keinen Fall gestört werden. Bei starker Hitze und geringer Boden- und Luftfeuchtigkeit kann das Veilchen nicht gedeihen und absterben.
Umtopfen im Winter ist erlaubt, jedoch nur mit Pflanzenlampen. Diese verlängern die Tageslichtstunden, insbesondere im Dezember. Lichtmangel führt dazu, dass die Pflanze genauso schlecht gedeiht wie bei wärmeren Temperaturen. Im Februar ist zusätzliche Beleuchtung praktisch nicht mehr nötig, es sei denn, der Gärtner lebt in nördlichen Regionen.
Die Pflanze sollte während der Blütezeit nicht umgetopft werden. Bilden sich Knospen an der Rosette, ist dies ein Zeichen für ausreichend Nährstoffe im Boden. Warten Sie, bis die Blütezeit vorbei ist, bevor Sie die Pflanze umtopfen. Eine Ausnahme gilt, wenn die Saintpaulia von einer Pilz- oder Bakterienkrankheit oder Schädlingen befallen ist. In diesem Fall nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf, ohne das Wurzelsystem zu beschädigen, entfernen die Blütenstände und Knospen und setzen sie vorsichtig in einen neuen Topf, ohne den alten Wurzelballen zu entfernen. Diese Methode nennt man Umtopfen.
Veilchen nach dem Mondkalender umpflanzen
Der Erdmond beeinflusst das Pflanzenwachstum maßgeblich. Je nach Mondphase kann er den Safttransport in der Pflanze fördern oder hemmen. Erfahrene Gärtner nutzen den Mondkalender, um ihre Anpflanzungschancen zu erhöhen. Am besten setzt man den Wurzelballen während der abnehmenden Mondphase um.
| Mondphase | Notwendige Maßnahmen |
| Anbau | Wechseln Sie Erde und Topf aus und beobachten Sie die Wurzelentwicklung. Gießen Sie häufiger und düngen Sie regelmäßig. |
| Abnehmend | Neuanpflanzen, dabei besonders auf organische Düngemittel achten. Weniger gießen. |
| Neumond/Vollmond | Topfen Sie die Pflanze nicht um. Sie könnte nicht gut anwurzeln und absterben. |
Transplantationsmethoden
Es gibt drei Möglichkeiten, eine Saintpaulia umzutopfen. Die erste und beliebteste ist, den Topf zu wechseln und einen Teil der Erde auszutauschen. Dies wird routinemäßig durchgeführt, wenn das Veilchen vollkommen gesund ist und nicht blüht. So geht's:
- Bereiten Sie einen Topf mit etwas größerem Durchmesser vor.
- Füllen Sie den Boden des Behälters mit Drainagematerial und geben Sie dann die Erdmischung hinzu.
- Schaffen Sie eine Vertiefung für das Wurzelsystem.
- Nehmen Sie das Veilchen vorsichtig aus dem alten Topf und schütteln Sie die Erde ab, die sich ganz leicht von selbst löst.
- Setzen Sie die Blume in einen neuen Topf und bedecken Sie die Wurzeln mit neuer Erde.
Diese Methode minimiert Schäden am unteren Teil der Pflanze und macht das Umtopfen so schonend wie möglich. Mehr als 50 % der Erde werden ausgetauscht, wodurch die Pflanze mit neuen Nährstoffen versorgt wird und ihr Wohlbefinden verbessert wird.
Die zweite Methode beinhaltet einen vollständigen Bodenaustausch. Diese Methode sollte angewendet werden, wenn der Boden stark ausgelaugt ist. Ein weißer Belag auf der Oberfläche, braune Blätter und freiliegende Stämme deuten auf die Notwendigkeit eines vollständigen Bodenaustauschs hin. Diese Methode schädigt zwar die Wurzeln, ermöglicht aber eine optimale Nährstoffversorgung. So führen Sie die Prozedur korrekt durch:
- Entfernen Sie die Pflanze aus der Erde. Entfernen Sie die gesamte Erde, einschließlich aller verrotteten oder ausgetrockneten Wurzeln.
- Schneiden Sie vorsichtig alle Blätter ab, die zu groß, trocken, übermäßig weich oder braun sind. Bestreuen Sie die Schnittstellen mit zerstoßener Holzkohle oder Asche.
- Bereiten Sie einen neuen Behälter vor: Füllen Sie ihn mit Drainagewasser und anschließend mit der Hälfte der Erdmischung.
- Setzen Sie das Veilchen in einen neuen Topf, bedecken Sie es mit Erde und drücken Sie diese leicht an. Füllen Sie die restliche Hälfte der Mischung ein, bis sie fast die unteren Blätter erreicht.
- Klopfen Sie leicht gegen den Topf, um die Erde gleichmäßig zu verteilen.
- Nach 24 Stunden die Saintpaulia großzügig an den Wurzeln wässern und gegebenenfalls etwas Erde nachgießen.
Die dritte Option kommt zum Einsatz, wenn die Pflanze blüht, aber dringend umgetopft werden muss. Der Wurzelballen bleibt erhalten, der Topf wird jedoch durch einen größeren ersetzt. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen:
- Befeuchten Sie die Erde im alten Topf, achten Sie dabei darauf, dass die Blätter nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, und ziehen Sie den Topf vorsichtig vollständig heraus.
- Geben Sie Drainagematerial in den neuen Behälter, der einen größeren Durchmesser als der alte haben sollte. Stellen Sie dann den vorherigen Topf darauf und füllen Sie den Zwischenraum mit Erde.
- Setzen Sie einen Erdklumpen mit dem Wurzelsystem des Veilchens in das entstandene Loch.
- Prüfen Sie, ob das Bodenniveau gleich ist.
Kapazitätsanforderungen
Veilchen benötigen keine tiefen Töpfe. Ihr Wurzelsystem breitet sich nach oben aus, daher beträgt die maximale Topftiefe 10 cm. Der Durchmesser hängt vom Alter und der Größe der Blume ab; empfohlen werden 5–9 cm Durchmesser. Für Miniatur-Veilchen genügt ein 5 cm tiefer und 4 cm breiter Topf.
Besonderes Augenmerk sollte auf das Behältermaterial gelegt werden. Die gängigsten Optionen sind:
- Plastik. Ein preiswertes und einfach zu verarbeitendes Material. Dank seines geringen Gewichts lassen sich die Töpfe problemlos auf Glasregalen oder empfindlichen Fensterbänken platzieren. Im Handel ist eine große Auswahl an Formen, Farben, Mustern und Texturen erhältlich. Einziger Nachteil: die mangelnde Belüftung. Falls der Hersteller keine Luft- und Abflusslöcher vorgesehen hat, können diese mit einem sehr heißen Nagel selbst hergestellt werden. Am besten eignet sich jedoch ein spezieller Veilchentopf; diese Modelle verfügen über ein praktisches Abflusssystem.
- Ton. Tontöpfe sind recht schwer und sperrig und eignen sich daher nicht für zerbrechliche Pflanzgefäße und Glasregale. Andererseits speichern sie Wärme gut, halten die Wurzeln feucht und sorgen für ausreichende Luftzirkulation. Diese Art von Topf ist eine gute Wahl für alle, die über ein unbegrenztes Budget verfügen.
Es ist praktisch, wenn der Topf transparent ist. So kann der Besitzer die Größe des Wurzelsystems beobachten und die Pflanze rechtzeitig umtopfen.
Zusammensetzung des Nährstoffsubstrats
In Blumenläden ist eine spezielle Erdmischung für Veilchen erhältlich. Sie enthält essentielle Mineralien und Biohumate. Manchmal wird auch eine selbstgemischte Erdmischung aus folgenden Zutaten hergestellt:
- Laubboden;
- Torf;
- Nadelholzboden;
- Rasenboden;
- Flusssand.
Das erforderliche Mischungsverhältnis beträgt 2:1:1:1:1. Zur Verbesserung der Drainage empfiehlt es sich, eine Handvoll zerkleinerte oder feine Holzkohle hinzuzufügen.
Der Boden sollte behandelt werden, um Pilze, Bakterien und Schädlingslarven zu entfernen. Am besten backt man ihn 20–30 Minuten lang bei 200 °C im Backofen. Falls dies nicht möglich ist, kann man den Boden auch mit kochendem Wasser behandeln.
Violette Transplantationstechnologie
Vor dem Umtopfen sind einige Vorbereitungsschritte nötig. Neue Töpfe sollten behandelt werden, um das Krankheitsrisiko zu verringern. Sie können die Innenseite mit einer Kaliumpermanganatlösung befeuchten und diese nach einigen Stunden abspülen. Tontöpfe sollten außerdem von Salzablagerungen befreit werden. Weichen Sie sie dazu 10–12 Stunden in Wasser ein. Zusätzlich benötigen Sie eine Drainage. Blähton oder mittelkörnige Holzkohle eignen sich dafür.
Beim Umtopfen sollten große Blätter entfernt werden, die Nährstoffe aufnehmen können. Diese Blätter eignen sich zur vegetativen Vermehrung.
Top.tomathouse.com warnt: Fehler beim Umpflanzen von Veilchen
Ein Veilchen kann eingehen, wenn es falsch umgetopft wird. Gärtner machen häufig folgende Fehler:
- Umpflanzen in einen Topf mit einem Durchmesser von mehr als 9 cm;
- Nach dem Einpflanzen in die Mitte der Rosette gießen;
- zu tiefe oder zu flache Pflanzung (führt zu Wurzelfäule bzw. Schwächung der Rosette);
- Verwendung von unsterilisiertem, mit Pilzsporen oder Bakterien kontaminiertem Boden;
- falsche Auswahl der Substratkomponenten;
- Anwendung von Bodenmischungen mit überschüssigen Nährstoffen.
Das Umtopfen ist einfach und selbst Gartenneulinge können es problemlos durchführen. Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt zum Wechseln des Topfes zu erwischen und das passende Nährstoffsubstrat zu verwenden.




