Vor dem Anlegen eines Rasens wird der Boden umgegraben und mit speziellen Unkrautvernichtungsmitteln behandelt. Unkrautsamen werden jedoch durch Wind, Vögel, Tiere und andere Faktoren verbreitet, sodass sie trotz vorbeugender Maßnahmen immer noch wachsen. Dies beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Rasens. Zudem sind Unkräuter widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse und Trittbelastung und zerstören so mit der Zeit die Rasenpflanzen. Nicht immer ist Zeit zum Jäten vorhanden, und es ist zudem ein arbeitsintensiver Prozess. Ein Rasen mit dichtem Unkrautbefall kann hier Abhilfe schaffen.
Rasengras, das Unkraut abtötet
Bei der Auswahl von Grassamen sollten Sie auf folgende Eigenschaften achten:
- Widerstandsfähigkeit gegen Zertreten;
- Höhe (es ist wünschenswert, dass das Gras niedrig wächst, da es sich in diesem Fall leichter mähen lässt);
- Trockenresistenz (die Pflanzen vertragen es, wenn sie längere Zeit nicht bewässert werden);
- Toleranz gegenüber rauen klimatischen Bedingungen (starker Frost, kalte Winde usw.).
Für einen schönen Rasen ist die richtige Pflanzung und Pflege entscheidend. Das klingt selbstverständlich, doch wirklich hilfreiche Informationen, beispielsweise zur Auswahl der richtigen Rasensorte oder zur Bewässerung eines bestehenden Rasens, sind schwer zu finden. Deshalb hat unser Redaktionsteam das Buch „Rasen selbst anlegen“ veröffentlicht, das auf einfache Weise erklärt, wie man einen Rasen anlegt und pflegt. Bei Interesse, Weiterlesen >>>
Welche Rasensorte kann angepflanzt werden, um das Wachstum von Unkraut zu verhindern?
Wiesenrispe
Sie wächst im frühen Frühling und sprießt oft unter der restlichen Schneedecke hervor, daher empfiehlt sich die Aussaat vor dem Winter. Sie wächst schnell und verträgt Kälte, starke Windböen und Trittbelastung.
Wenn Sie Wiesenrispe pflanzen, bleibt das Gras 10 Jahre lang bestehen. Es erlangt im vierten Jahr die Fähigkeit, Unkraut zu verdrängen (vor diesem Alter sind seine Triebe noch sehr dünn und schwach).
Die Pflanze vermehrt sich durch Selbstbestäubung. Die besten Sorten sind: Dolphin, Connie und Compact.
Kriechendes Straußgras
In seinem natürlichen Lebensraum wächst es in den südlichen und östlichen Regionen Russlands. Da es sich um ein niedrig wachsendes Gras handelt, muss es nur 3-4 Mal pro Saison zurückgeschnitten werden. Es wächst langsam in die Höhe und schnell in die Breite. Es gedeiht in jedem Boden und bevorzugt sonnige Standorte. Im ersten Jahr und während längerer Trockenperioden benötigt es reichlich Wasser.
Rotschwingel
Es zeichnet sich durch leuchtend grüne, auffällige Blätter aus. Es ist anspruchslos hinsichtlich der Bodenfruchtbarkeit und verträgt Trockenheit, Minustemperaturen und wenig Licht. Es ist trittfest und verträgt kurzes Mähen (bis zu 3,5 cm).
Das Rhizom ist gut entwickelt und bildet eine etwa 20 cm dicke Rasenschicht, weshalb die Pflanze häufig zur Bodenverbesserung eingesetzt wird (an Hängen, in der Nähe von Straßen usw.).
Im ersten Jahr nach der Aussaat wächst es nicht sehr schnell.
Weidelgras
Eine wärmeliebende Pflanze. Bei geeigneten Temperaturen behält sie ihre grünen Blätter bis Dezember. Sie ist trittfest, behält ihr weiches Laub auch nach dem Mähen und ist resistent gegen verschiedene Infektionen und Schädlinge. Nach starkem Frost können beim Abschmelzen des Schnees kahle Stellen entstehen. Ihre Lebensdauer beträgt 6–7 Jahre.
Mikroklee
Es unterscheidet sich vom Rotklee durch seine kleinen Blätter. Es erreicht eine Länge von 50 mm. Seine Lebensdauer beträgt 8 Jahre.
Es benötigt wenig Pflege, nur gelegentliches Gießen. Es verträgt widrige Witterungsbedingungen und passt sich dem Klima an, in dem es wächst.
Es wird nicht empfohlen, Mikroklee in der Nähe von Gemüsebeeten oder Blumenbeeten anzupflanzen, da er sich schnell ausbreitet. Wird dies nicht beachtet, wächst nach einiger Zeit nur noch Klee anstelle der Nutzpflanzen.
Aus demselben Grund wird es auch nicht in Rasenmischungen verwendet.
Kräutermischung
Sie können Ihre eigene Rasenmischung herstellen, indem Sie gleiche Mengen Samen verschiedener Pflanzenarten mischen. Fertige Rasenmischungen sind auch im Handel erhältlich; die bekanntesten Marken sind:
- Canada Green (verschiedene Schwingelarten, Wiesenrispe und diverse Weidelgrassorten). Ideal für die Anpflanzung in nördlichen Regionen. Das Gras dieser Mischung verträgt Temperaturen von +40 °C bis -40 °C. Es wächst schnell und ist widerstandsfähig gegen extreme Umwelteinflüsse.
- Ziergras (Schwingel, Weidelgras, Wiesenrispe). Passt sich jedem Boden, jedem lokalen Klima und widrigen Umweltbedingungen an. Wird häufig zur Gestaltung von Stadtparks und Plätzen verwendet.
- Sunshine (zwei Schwingelarten, Wiesenrispe und Deutsches Weidelgras). Frost- und trockenheitsverträglich. Trittfest.
- Gnome (Wiesenrispe, Wiesenschwingel und Rotschwingel). Wächst nicht höher als 4–5 cm. Verträgt Langzeitfröste und eignet sich daher für gemäßigte und raue Klimazonen. Die Gräser der Mischung sind trittfest. Im ersten Jahr nach der Pflanzung wächst sie langsam.
- Lilliput (Schwingel, Straußgras, Wiesenrispe) bildet einen niedrigen, lockeren Teppich. Es wächst langsam, ist trockenheits- und trittfest und passt sich verschiedenen Klimazonen und Lichtverhältnissen an.
Der Kauf von Samen oder Setzlingen von Unkrautvernichtungsmitteln kann die Rasenpflege deutlich vereinfachen. Vor der Aussaat ist es wichtig, die richtige Grassorte entsprechend dem Klima und der geplanten Nutzung des Rasens auszuwählen. So bleibt Ihr Rasen die ganze Saison über frisch und attraktiv.


