Die Nachtkerze (auch Primel, Nachtkerze genannt) ist eine Pflanze aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Es handelt sich um eine große Gattung mit einer Vielzahl von Arten.
Es können Kräuter oder Sträucher sein, gerade oder verzweigt, mit Blättern in ganz unterschiedlichen Formen. Es handelt sich um eine Zierpflanze, und es wurden unzählige Sorten entwickelt.
Beschreibung der Nachtkerze
Das Anpflanzen und Pflegen dieser Pflanze erfordert nicht viel Aufwand, daher kann sie fast jeder anbauen.
Die Blüten der Nachtkerze leuchten in Gelb, Weiß, Rot und Blau (manchmal auch gestreift). In jeder Blattachsel sitzt eine einzelne Blüte, seltener zwei oder ein Blütenstand. Der Kelch besteht aus vier verwachsenen Blättern mit einer langen, tetraedrischen Röhre, die Krone aus vier Blütenblättern und acht Staubblättern. Der Stempel besitzt einen unterständigen, vierfächrigen Fruchtknoten und einen Griffel mit vier Narben. Die Früchte sind vielsamige Kapseln.
Beliebte Nachtkerzen-Sorten
Es gibt mehr als 100 Nachtkerzenarten: mehrjährige, einjährige, hohe und niedrige.
In der Zentralzone Russlands werden zweijährige Arten angebaut:
| Sicht | Beschreibung | Blätter | Blumen |
| Drummond | Wächst bis zu 0,8 m hoch. Der Stamm ist verdickt und stark verzweigt. | Gegenständig angeordnet, oben zugespitzt, lang, lanzettlich, dunkelgrün. | Sie bestehen aus vier gelben Blütenblättern mit einer Größe von jeweils 70 mm. |
| Mehrfarbig | Höhe – 1,2 m. Im Gartenbau wird häufig die Sorte Sunset Boulevard dieser Art verwendet (ihre Höhe beträgt 0,4 m). | Sie sind zunächst länglich, werden aber zum Ende hin lanzettlich. Die Blattspreiten sind wechselständig angeordnet. | Rot lackiert. |
| Abendliche Biennale (Nachtkerze) | Erreicht eine Höhe von 1,2 m. Die Triebe wachsen aufrecht und sind an der Spitze dicht mit kleinen Härchen bedeckt. Die Sorte „Evening Dawn“ ist sehr beliebt und erreicht eine Höhe von 100 cm. | Selten gezahnt, massiv, etwa 20 cm lang. | Der Durchmesser beträgt 50 mm. Die Blüten sind zitronengelb und öffnen sich entweder an bewölkten Tagen oder abends. Ihr abendliches Leuchten ist gelb mit einem rötlichen Schimmer. |
| Schön | Dieser Busch ist fast einen halben Meter hoch. | Länglich, mit wenigen Zähnen am Rand. | Die Blüte ist becherförmig, hat einen Durchmesser von etwa 50 cm und ist entweder reinweiß oder hat einen rosafarbenen Schimmer. |
| Rote Kelchblätter (Lamarcks Kelchblätter) | Niemand weiß genau, wie diese zweijährige Pflanze entstanden ist. Man vermutet, dass sie durch eine Mutation in der Alten Welt entstanden ist. Es handelt sich um einen aufrecht wachsenden Strauch von etwa 100 cm Höhe. | Oval, glatt, grünlich. | Die Blütenstände bestehen aus gelblichen Blüten. |
In den mittleren Breiten werden gelbe, mehrjährige, winterharte Nachtkerzenarten verwendet:
| Sicht | Beschreibung | Blätter | Blumen |
| Missouri (großfrüchtig) | Heimisch im südlichen Nordamerika (1811). Wächst bis zu 0,4 m hoch. Selten verwendet. | Dicht, oval, schmal, lanzettlich. | Goldfarben, einzeln, fast am Boden liegend, gewöhnlich 100 cm im Durchmesser. Blüht von Juli bis zum ersten Frost. Verströmt einen Zitrusduft. |
Mehrjährige niedrige Pernis (pumila) |
Sie stammt aus Nordamerika und erreicht eine Höhe von etwa 25 cm. | Die schmal-lanzettlichen Blätter sind etwa 15 mm breit. | Gelb, in Ährchen angeordnet und gewöhnlich bis zu 15 mm im Durchmesser. |
| Viereckig (Fraser) | Diese Pflanze tauchte, wie die vorherige, im Osten Nordamerikas auf. Höhe – 0,7 m. |
Oval, grünblau, im Herbst blassrot. | Die Schilde bestehen aus gelblichen Blüten. |
| Strauch | Diese Art stammt von der Ostküste. Sie erreicht eine Länge von 1,2 Metern. | Oval, leicht länglich, dunkelgrün. | Gelb, duftend, 50 mm Durchmesser. |
Vermehrung der Nachtkerze
Oenothera wird auf verschiedene Weise vermehrt:
- Samen. Diese Sorte eignet sich gut für mehrjährige Nachtkerzen, da sie im ersten Jahr nur Blattrosetten bildet und sich im zweiten Jahr zu einem ausgewachsenen Strauch mit Blüten und Fruchtkapseln entwickelt. Die Samen sind sehr klein, daher sollten sie vor der Aussaat mit Sand vermischt werden. Sie sollten flach – 5 mm reichen aus – ausgesät werden. Nach dem Erscheinen der ersten Triebe sollten die Jungpflanzen vereinzelt werden.
- Sämlinge. Die Samen werden im Februar in kleinen Gewächshäusern ausgesät. Die Saattiefe entspricht der ersten Variante. Die Erde sollte sorgfältig gepflegt werden und niemals austrocknen. Die Temperatur sollte zwischen 20 und 21 °C liegen. Bei Einhaltung aller Anweisungen können die Sämlinge bereits im Mai ins Freiland gepflanzt werden und blühen dann im Laufe des Jahres. Der Pflanzabstand hängt von der Nachtkerzenart ab. Größere Sämlinge benötigen einen größeren Abstand als kleinere.
- Die Strauchpflanze teilen. Dabei werden Triebe, die in der Nähe des Hauptstrauchs wachsen, neu eingepflanzt. Der Standort muss gut vorbereitet sein: kleine Löcher ausheben und organischen Dünger hinzufügen.
Nachtkerzen pflanzen
Die Nachtkerze gedeiht am besten in voller Sonne, kommt aber auch im Halbschatten zurecht. Die Bodenbeschaffenheit ist nicht besonders wichtig, Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da die Pflanze Trockenheit deutlich besser verträgt als Überwässerung. Ein leichter, sandiger Boden (mit einem pH-Wert von 5,5–7,0) ist ideal.
Nachtkerzen lassen sich aus Sämlingen ziehen. Dazu sät man die Samen Ende Februar oder Anfang März in ein Anzuchtbeet. Sobald die Sämlinge keimen und kräftig genug sind, pflanzt man sie in Pflanzlöcher im Abstand von 50 cm.
Sie können die Samen direkt ins Blumenbeet säen. Dazu wässern Sie die Erde vor dem Winter oder im Frühjahr – Anfang Mai – und säen die Samen flach in Löcher, jeweils zwei oder drei auf einmal, mit einem Abstand von mindestens 30 cm.
Der Boden muss gut vorbereitet werden. Zuerst muss er umgegraben und mit zwei Tassen Nitrophoska und 3 kg Komposterde angereichert werden.
Sobald die Sämlinge gekeimt sind, sollten sie im Abstand von 10 cm pikiert werden. Umtopfen kann nötig sein, damit die Pflanzen mehr Platz zum Wachsen und Gedeihen haben – dies hängt direkt von der jeweiligen Nachtkerzenart ab. Das Wurzelsystem entwickelt sich im ersten Jahr, die Blüte beginnt jedoch erst nach einem Jahr.
Pflege der Nachtkerze
Achten Sie bei der Pflege der Pflanze darauf, dass die oberste Erdschicht ausreichend Zeit zum Abtrocknen hat, da sonst die Wurzeln faulen können. Die beste Orientierung bieten die Wetterbedingungen: In trockenen und heißen Perioden sollte die Pflanze beispielsweise dreimal wöchentlich abends gegossen werden, in Regenzeiten hingegen nur einmal wöchentlich. Der Wasserbedarf beträgt etwa 16 Liter pro Quadratmeter.
Auch beim Düngen ist Vorsicht geboten, da die Nachtkerze in fruchtbarem und bereits gedüngtem Boden gepflanzt wird. Im ersten Jahr sollte man sie am besten nicht düngen. Im darauffolgenden Jahr gibt man dann eine Mischung aus Kompost, Holzasche und Natriumsulfat hinzu.
Während der Gartensaison wird der Boden aufgelockert. Einige Nachtkerzenarten müssen aufgrund ihrer Wuchshöhe angebunden werden. Um die unkontrollierte Vermehrung zu verhindern, werden verblühte Pflanzenteile entfernt. Im Herbst werden die Triebe zurückgeschnitten und die Pflanze mit Fichtenzweigen oder Laub abgedeckt. Viele Sorten sind frosthart und winterhart und benötigen daher keinen zusätzlichen Schutz.
Krankheiten und Schädlinge der Nachtkerze
Wird die Pflanze nicht richtig gepflegt, kann sie anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge werden. Am häufigsten treten Blattläuse und Pilzbefall auf.
- Wenn sich Pilzbefall an den Blättern der Nachtkerze zeigt, sollten diese entfernt und verbrannt werden.
- Die Situation bei Blattläusen ist völlig anders. Hierfür sind spezielle Insektizide (Actellic, Aktara) erforderlich.
Top.tomathouse.com informiert: Nutzen und Risiken der Nachtkerze
Die Nachtkerze hat viele positive Eigenschaften. Ihre Wurzeln enthalten wertvolle Inhaltsstoffe und sind daher ein beliebtes Mittel gegen Erkältungen und Tuberkulose. Nachtkerzenöl ist hoch geschätzt und wird ebenfalls medizinisch verwendet.
Trotz der positiven Eigenschaften der Nachtkerze gibt es einige Gegenanzeigen. Sie sollte zur Behandlung nur in Maßen eingesetzt werden, da sonst unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Arzneimittel, die diese Pflanze enthalten, dürfen nicht von Menschen mit Schizophrenie oder Epilepsie eingenommen werden.



