Einst alltägliche Bauwerke für jede Familie, werden sie heute zum Blickfang in jedem Garten. Bevor Sie einen Brunnen bauen, sollten Sie seinen Hauptzweck und den Standort bedenken und eine Skizze anfertigen.
Heutzutage wird ein Brunnen oft als dekoratives Element auf einem Grundstück errichtet und dient nicht mehr der Wasserversorgung. Dennoch kann auch ein solcher Brunnen durchaus nützlich sein. Beispielsweise lassen sich unansehnliche Versorgungsleitungen oder kleine Gartengeräte darin verbergen.
Arten von Zierbrunnen
Die meisten Baufirmen bieten vorgefertigte Brunnen zum Verkauf an. Mit etwas Mühe kann man aber auch selbst einen bauen, ohne ein Vermögen auszugeben.
Ein Brunnen kann wie ein kleiner Turm mit Giebeldach aussehen oder sogar offen sein. In jedem Fall sollte er so gestaltet sein, dass er zum Stil Ihrer Landschaft passt.
- Ländliches Anwesen (klassisches Holzhaus mit Garten). Dieses Grundstück würde ideal durch ein stilisiertes Brunnenhaus mit Mustern ergänzt werden.
- Orientalischer Stil. Ein Brunnen mit rotem Ziegeldach würde hier perfekt passen. Die Ecken können erhöht werden.
- Modern. Wir empfehlen hier, den Brunnen aus den gleichen Materialien wie die Hausfassade zu bauen. Dadurch wird eine optimale Einbindung in die Landschaft gewährleistet.
Materialauswahl
Das gebräuchlichste Material ist Holz. Es ist nicht nur leicht zu bearbeiten, sondern auch langlebig und preiswert.
Für den äußeren Teil des Brunnens können Sie Bretter oder unbehandelte Materialien wie Holz und Äste verwenden. Dieser Brunnen fügt sich nahtlos in nahezu jede Landschaft ein.
Ein Betonring kann als Fundament für einen Steinbrunnen – den inneren Teil – dienen. Für die Außenseite können Ziersteine oder Ziegel verwendet werden. So entsteht ein Bauwerk im mittelalterlichen Stil. Wem diese Variante zu langweilig erscheint, der kann mit leuchtenden Farben kreativ werden.
Sie können praktisch jedes Dachmaterial verwenden, das Sie für geeignet halten: von Ziegeln und Metall bis hin zu Holz und Reet. Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Dachmaterials sind Langlebigkeit und Frostbeständigkeit.
Selbst die ungewöhnlichsten Gegenstände können in diesem Projekt Verwendung finden. So lässt sich beispielsweise aus gestapelten Autoreifen ein Brunnen formen. Oder aus einem alten Weinfass. Man muss nur noch kleine Details hinzufügen (einen Griff, eine Kette usw.) und das Ganze nach Belieben verzieren.
Natürlich sollten Sie sich bei der Gestaltung eines Brunnens ganz auf Ihre eigenen Gefühle und Ihre Fantasie verlassen. Manchen genügen Holzelemente, andere möchten Keramikfiguren in der Nähe des Brunnens aufstellen, und für wieder andere reichen selbst farbige Schablonen nicht aus.
Anweisungen
Bevor Sie einen Brunnen bauen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Vorstellungen für das zukünftige Bauwerk zu skizzieren. Erst dann sollten Sie mit den Arbeiten beginnen.
Ein stationärer Brunnen wird wie folgt installiert:
- Die Pfosten werden in den Boden eingegraben (die benötigte Anzahl hängt von der Form des Bauwerks ab), nachdem sie in Rohrabschnitte mit dem erforderlichen Durchmesser getrieben wurden (dazu wird ein etwa 30 cm tiefes Loch gegraben). Um den Brunnen vor Beschädigungen zu schützen, sollten alle Bauteile mit einer Schutzschicht überzogen und die Rohre gestrichen werden.
- Flüssiges Bitumen wird in die vorbereiteten Bohrlöcher gegossen. Nachdem es vom Boden durchdrungen ist, werden die Löcher zu 50 % mit Zementmörtel aufgefüllt. Erst dann werden die Rohrhalterungen eingesetzt. Diese dienen später als Brunnenstütze. Anschließend werden die Löcher vollständig mit Mörtel aufgefüllt. Sind die Rohraussparungen zu breit, wird der überschüssige Raum zunächst mit Schotter und erst dann mit Mörtel aufgefüllt.
- Um sicherzustellen, dass die Rohre waagerecht verlaufen, verwenden Sie eine Wasserwaage. Lassen Sie die Konstruktion anschließend einige Tage stehen, damit der Mörtel aushärten kann. Sobald er ausgehärtet ist, setzen Sie die Balken in die Rohre ein.
- Anschließend wird das Gerüst außen mit Brettern verkleidet. Diese können horizontal oder vertikal angebracht werden. Im ersten Fall müssen lediglich die Pfosten befestigt werden. Im zweiten Fall müssen vor Beginn der vertikalen Verkleidung auf jeder Seite zwei horizontale Balken befestigt werden.
Die Dachkonstruktion wird separat gefertigt und später auf dem fertigen Fundament montiert. Das Dach kann geschlossen sein oder mehrere Öffnungen aufweisen, mit einer oder mehreren Dachflächen, je nach gewählter Brunnenform. Technisch am einfachsten umzusetzen ist ein Pultdach. Dieses lässt sich auf interessante Weise gestalten, beispielsweise durch unterschiedlich große Dachüberstände. Für ein Dreiecksdach muss zunächst der Giebel vorbereitet werden. Anschließend wird die Konstruktion mit dem integrierten Dachmaterial verkleidet.
Der letzte Schritt besteht in der Fertigstellung des Brunnens hinsichtlich der Dekoration: Griffe, Ketten und Eimer.



