Brunnera ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse. Die krautige Pflanze wurde von dem Schweizer Botaniker S. Brunner benannt. Während einer Reise auf der Krim war er von den Blüten fasziniert, die einen charakteristischen himmelblauen Farbton aufwiesen. Dadurch ähnelt die Brunnera dem Vergissmeinnicht.
Inhalt
Beschreibung
Brunneras zeichnen sich durch ein dickes Rhizom, große, breit herzförmige Blätter und behaarte, verzweigte Stängel aus. Die kleinen Blütenkronen sind in lockeren rispen- oder schirmrispenartigen Blütenständen angeordnet.
- Stempel und Staubblätter ragen nicht hervor.
- Die Früchte des Vergissmeinnichts sind kleine, trockene Nüsse. Sie erscheinen gegen Ende August.
- Die Höhe der mehrjährigen Pflanze variiert zwischen 45 und 55 cm. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Kleinasien und Sibirien.
- Die Blütenkronen der Brunnera schmücken den Garten einen Monat lang. Die Blütezeit ist April/Mai. Ein charakteristisches Merkmal ist der weiße Fleck im Inneren der Blüte.
- Die ausgewachsene Pflanze bildet niedrige Dickichte, die keiner aufwendigen Pflege bedürfen.
Zu den weiteren Vorteilen der Brunner-Sorte gehören ihre Winterhärte und ihre optische Attraktivität.
Brunnera macrophylla, Sibirische und andere Arten
Der Standort wird anhand der Sorteneigenschaften ausgewählt. Brunnera ist bezüglich der Luftfeuchtigkeit anspruchslos. Diese Pflanze eignet sich zur Verschönerung schattiger Gartenecken.
| Vielfalt | Beschreibung | Blätter | Blumen |
| Großblättrig (brunnera macrophylla) | Die Stängel sind behaart. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 50 cm. Sie ist im Kaukasus heimisch. | Herzförmig, raue Unterseite. | Durchmesser – etwa 7 mm. Endständige Blütenstände. Unter geeigneten Bedingungen können sie erneut blühen. |
| Sibirisch (brunnera sibírica) | Großwüchsig, die Höhe der Dickichte beträgt 60 cm. | Sie befinden sich an der Wurzel und zeichnen sich durch eine dichte Struktur und eine runzelige Oberfläche aus. | Die dunkelblauen Blütenkronen haben einen Durchmesser von 5 mm. Die rispenförmigen Blütenstände blühen mehrere Wochen lang. |
| Östliche (brunnera orientalis) | Niedrig wachsend, witterungsbeständig. | Elliptisch, Länge – 10 cm. | Unscheinbare Blütenkronen, die Vergissmeinnicht ähneln. |
Sorten der großblättrigen Brunnera
Diese mehrjährige Pflanze wächst schnell im Schatten. Die Sträucher behalten ihr dekoratives Aussehen auch nach der Blüte. Die silbrigen Blätter sind mit einem leuchtenden Rand, grünen Adern und helleren Farbtupfern verziert.
Das horizontale Rhizom besteht aus verdickten, fadenförmigen Anhängseln. Die Länge der Blattstiele hängt von der Größe der Blattspreiten ab. Der aufrechte Stängel erreicht eine Höhe von 60 cm.
Die Triebe sind an ihrer gesamten Oberfläche behaart. Blütenstiele entspringen den Blattachseln nahe der Blattspitze.
Die allgemeine Liste umfasst:
| Vielfalt | Blätter |
| Millennium Silber | Mit silbernen Punkten verziert. |
| Jack Frost | Weiß, mit einem schmalen Rand. |
| Langtrees | Dunkelgrün, gesprenkelt. Bläuliche Blütenstände. |
| Silberflügel | Geschnitzt, mit Silbergewebe überzogen. |
| Spiegel | Olivsilbern, mit fadenförmigen Adern verziert. Hellblaue Blütenkronen. |
| Königs-Lösegeld | Silberfarben, gekennzeichnet durch eine dichte Struktur. Zu den charakteristischen Merkmalen gehören ein breiter, milchiger Rand und ein elegantes, filigranes Muster. |
| Variegata | Das Zentrum ist hellgrün, die Blüten sind blassrosa, und es duftet nicht. |
| Hadspencreme | Breit, herzförmig, nicht länger als 15 cm, mit einem hellrosa Rand. |
Landung eines Brunner
Wildformen finden sich in Wäldern. Das liegt daran, dass Brunnera schattige und feuchte Standorte bevorzugt. In Regionen mit heißem Klima haben Gärtner deutlich größere Schwierigkeiten, geeignete Wachstumsbedingungen zu schaffen.
Die Pflanze benötigt nicht viel Sonnenlicht. Eine Pflanzung im Freien ist möglich, wenn sich ein Gewässer in der Nähe befindet. Lehmiger Boden ist ideal. Die Pflanzung sollte abends erfolgen.
Brunnera wird üblicherweise gleichzeitig mit der Teilung des Wurzelsystems gepflanzt. Der Strauch wird zunächst ausgegraben, der oberirdische Teil entfernt und das gereinigte Rhizom in einen mit Wasser gefüllten Behälter gestellt.
Jedes vorbereitete Pflanzloch sollte neben dem abgetrennten Pflanzenteil auch eine reife Knospe enthalten. Nach dem Einpflanzen muss die Brunnera gegossen werden.
Pflanztermine
Der Pflanzzeitpunkt hängt von der Sorte ab. Die Sibirische Brunnera wird in der zweiten Sommerhälfte gepflanzt. Großblättrige Sorten können im Frühjahr umgepflanzt werden. Bei richtiger Pflege öffnet die Brunnera ihre Blütenkrone im mittleren Frühling.
Landeregeln
Um sicherzustellen, dass sich der Aufwand für das Saatgut lohnt, müssen einige wichtige Nuancen berücksichtigt werden.
Dazu gehören unter anderem:
- Sonnenlichtmenge – für diese Pflanze genügt ein Standort, der nur in den Morgenstunden ultravioletten Strahlen ausgesetzt ist.
- Die Sibirische Brunnera bevorzugt schwere Lehmböden, während die Großblättrige Brunnera lockere Böden bevorzugt.
- Bei nicht sehr fruchtbarem Boden ist eine Düngung mit organischen und mineralischen Düngemitteln vor der Pflanzung unerlässlich.
- Um zu verhindern, dass die Sträucher zusammenwachsen, muss die Fläche vor der Vermehrung und dem Wiedereinpflanzen von Brunnera von Unkraut befreit werden.
- Das Wurzelsystem befindet sich in den oberen Bodenschichten, daher sollte das Auflockern des Bodens vermieden werden. Andernfalls lassen sich Schäden an den für die Nährstoffversorgung zuständigen Trieben nicht verhindern. Um ein Austrocknen des Bodens zu verhindern, sollten die Pflanzen gemulcht werden.
Gartenarbeit
Gärtner unterscheiden die verschiedenen Arten. Die großblättrige Brunnera behält ihr dekoratives Aussehen auch nach der Blüte. Die Sibirische Sorte hingegen benötigt eine aufwendigere Pflege.
Für diese Vergissmeinnichtart ist natürlicher Niederschlag in der Regel ausreichend.
Wird der Rückschnitt rechtzeitig durchgeführt, treibt die Pflanze in dieser Saison neu aus. Diese grundlegenden Maßnahmen werden durch rechtzeitiges Gießen, Düngen und Jäten ergänzt. Der Gesundheitszustand der Staude in der laufenden Saison hängt von den in der vorherigen Saison getroffenen Maßnahmen ab.
Vorbereitung auf den Winter
Brunneras sind sehr winterhart, daher ist ein zusätzlicher Schutz nicht unbedingt nötig. Vorbereitende Maßnahmen umfassen das Zurückschneiden und Mulchen. Für Letzteres benötigen Sie eine Mischung aus organischen Stoffen.
Forcing Brunners
Das Brunnera-Rhizom wird in einen mit Nährlösung gefüllten Topf umgepflanzt. Indem die zukünftigen Sträucher im Freien stehen gelassen werden, werden sie abgehärtet. Nach Einbruch der Kälte sollte die Pflanze in einen kühleren Raum gestellt werden.
Damit die Pflanze rechtzeitig blüht, muss der Gärtner bestimmte Bedingungen schaffen. Dazu sollte sie in einen warmen, hellen Raum gestellt werden.
Die Blüten, die gegen Ende des ersten Wintermonats erscheinen, deuten darauf hin, dass sich die Brunneras normal entwickeln. Wenn die Temperaturversuche erfolgreich verlaufen, werden die Blüten bis Neujahr erscheinen.
Reproduktion
Um ein neues Vergissmeinnicht zu ziehen, gibt es zwei Methoden. Die erste erfordert Samen, die zweite Rhizome. Letztere werden nach einem bestimmten Algorithmus geteilt.
Das Ergebnis sind mehrere Fragmente von jeweils mindestens 6 cm Länge. Voraussetzung dafür ist das Vorhandensein einer Knospe. Mit dieser Methode erscheinen im darauffolgenden Frühjahr Blütenstände.
Es wird empfohlen, Brunnera-Samen im Fachhandel zu kaufen. Die Anzahl der Sämlinge hängt von der Saatgutqualität ab. Diese Methode ist weniger empfehlenswert.
Zu den Nachteilen zählen der Zeit- und Geldaufwand sowie das Fehlen mütterlicher Eigenschaften. Die Vermehrung erfolgt nach der Blüte der Brunnera-Pflanzen. Im Frühjahr werden sie erst nach der Stratifizierung ausgepflanzt.
Schädlinge und Krankheiten
Pflanzen leiden häufig unter Mehltau und Braunfleckenkrankheit. Um die Gefahr zu bannen, sollten befallene Blätter entfernt werden. Brunnera-Rhizome können Mäuse anlocken. Fungizide wie Fitosporin-M, Bordeauxbrühe, Topaz und Fundazol können gegen Pilzkrankheiten eingesetzt werden.
Zur Schädlingsbekämpfung eignen sich Actellic, Karbofos, Aktara und Teerwasser. Für die Zubereitung des Teerwassers benötigen Sie 5 Tropfen des Hauptbestandteils und 10 Liter der Lösung. Gießen Sie die Blumen mit einer Gießkanne. Bei starkem Schädlingsbefall können Sie Insektizide einsetzen.
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Vergissmeinnicht sind Blumen, die sowohl bei Sommergästen als auch bei Stadtbewohnern Anklang finden. Mit der Sorte Brunnera lässt sich eine Wiese aus blauen, bläulichen und weißen Blütenkronen anlegen. Entscheidend ist dabei, den richtigen Zeitpunkt für die Blütezeit zu erwischen.
Pflanzen wachsen schnell. Wenn man sie im Hintergrund platziert, kommen Farne, Wacholder, Bärlauch und Elfenblumen besser zur Geltung. Die Staudenbepflanzung wird anhand der geplanten Landschaftsgestaltung, der landwirtschaftlichen Gegebenheiten und der Größe des Geländes zusammengestellt. Eine Skizze ist stets erforderlich.
Diese Blumen gehören zu den ersten, die nach dem Winter wieder austreiben. Da sie Schatten bevorzugen, werden sie in Steingärten, gemischten Rabatten und Alpengärten angepflanzt. Brunneras findet man auch in chinesischen und japanischen Gärten. Die Sträucher werden zur Ufergestaltung verwendet.
Die großblättrige Sorte wird in der Landschaftsgestaltung häufiger verwendet als die sibirische Sorte. Dies liegt an ihrem dekorativen Aussehen und ihrer Pflegeleichtigkeit. Diese Dickichte eignen sich für schattige Bereiche im Garten.
Geeignete Nachbarpflanzen sind unter anderem Herbstzeitlose (Epimedium), Christrose (Helleborus), Primel, Vielfarbige Wolfsmilch, Bärenzwiebel, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Tulpen und Narzissen.
Die Liste lässt sich durch Gartenpflanzen wie Lungenkraut, Funkien, Rogers, Astilben, Schwertlilien, Zierlauch und Trollblumen ergänzen. Ihre zarten Blüten und die geschnitzten, mehrfarbigen Blätter schmücken jedes Blumenbeet und jeden Weg.






