Die Astilbe ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Steinbrechgewächse. Ihr charakteristisches Merkmal, der fehlende Glanz ihrer Blätter, ist namensgebend.
Es gibt sowohl eine deklinierbare Form – „astilba“ – als auch eine indeklinierbare Form – „astilbe“ – weiblichen oder neutralen Geschlechts, je nach Quelle.
Inhalt
Beschreibung der Kultur
Die aus Japan stammende Astilbe bildet rispenförmige Blütenstände in verschiedenen Farbtönen. Ihr Strauch besteht aus großen, dunkelgrünen Blättern. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 2 Metern und umfasst etwa 400 Sorten und 40 Arten. Sie bildet eine Samenkapsel. Die Blütezeit ist im Sommer, und bei Kälte stirbt der oberirdische Teil der Pflanze ab, während die Wurzel den Winter überdauert. Exemplare können sowohl harte als auch weiche Wurzeln besitzen. Sie haben ein zentrales Rhizom, aus dem zahlreiche Ausläufer entspringen. Mit der Zeit sterben die unteren Ausläufer ab, während neue oben nachwachsen.
Astilbenarten
Es gibt 12 weit verbreitete Arten von krautigen Pflanzen, aus denen etwa 200 Sorten gezüchtet wurden.
| Gruppe | Beschreibung | Sorten, Blütenstände |
| Arends | Sie zeichnet sich durch kräftige, hohe Sträucher aus, deren geometrische Form an eine Kugel oder Pyramide erinnert. Die Blütenfarben reichen von Weiß bis Rot. Sie blüht länger als andere Gruppen (30–40 Tage). |
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| chinesisch | Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwas über einem Meter und zeichnet sich durch ihre kleinen Stängelblätter aus. Sie ist bekannt für ihre dichten Blütenstände, die bis zu 30 cm lang werden können. Es sind auch Zwergsorten mit kegelförmigen Blütenständen erhältlich. Sie benötigt volle Sonne. |
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| japanisch | Diese kleine Pflanze (bis zu 80 cm) blüht früher als andere Arten. Sie ist anspruchslos und wächst schnell an. Sie ist ausreichend winterhart für gemäßigte Klimazonen. |
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| Einfachblättrig | Sie benötigt ein feuchtes Klima und gemäßigte Temperaturen, und die Blütenstände verleihen kleinen Pflanzen (bis zu 50 cm) ein luftiges Aussehen. |
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Pflanzmethoden und Pflege
Die Bedürfnisse von Gärtnern sind unterschiedlich, und so variieren auch die Pflanzmethoden. Die Aussaat beispielsweise birgt viele Feinheiten, ermöglicht aber die Entwicklung neuer Sorten, während andere Methoden einfach sind und schnelles Wachstum garantieren, jedoch nur die Vermehrung von Jungpflanzen erfordern. Die Pflanze selbst ist jedoch nicht besonders anspruchsvoll, und nur wenige wichtige Punkte beeinflussen ihr weiteres Wachstum maßgeblich.
Vermehrung durch Teilung des Rhizoms
Dies ist die effektivste Vermehrungsmethode und wird häufiger angewendet als andere:
- Der Busch wird durch Herausziehen aus dem Boden entfernt, wobei ein kreisförmiger Bereich von 15–20 cm Durchmesser mitgesammelt wird.
- Dann werden sie herausgezogen und geschüttelt, bis die Wurzeln deutlich sichtbar sind.
- Anschließend wird der Steckling mit einem Stück Wurzel so abgeschnitten, dass er mindestens 4 Knospen aufweist.
- Das getrocknete Rhizom wird entfernt.
- Zwischen den gepflanzten Stauden sollte ein Abstand von 30 cm eingehalten werden.
In nur sechs Monaten wird die Pflanze blühen.
Aussaat
Diese Methode eignet sich zur Entwicklung neuer Sorten und ermöglicht den Anbau etablierter Sorten. Die Aussaat beginnt Anfang März mit der Vorbereitung eines speziellen Substrats. Dazu mischt man Torf und Sand zu gleichen Teilen und gibt die Mischung in ein tiefes Gefäß. Anschließend bedeckt man das Gemisch mit etwas Schnee und streut die vorbereiteten Samen darauf. Mit dem Schmelzen des Schnees wird der Boden feucht und mit Mikronährstoffen angereichert, sodass die Samen auf natürliche Weise keimen.
Sobald der Schnee vollständig geschmolzen ist, wickeln Sie den Behälter in eine Plastiktüte und stellen Sie ihn für einige Wochen in den Kühlschrank. Nehmen Sie die Samen erst heraus, wenn die Keimlinge erscheinen. Stellen Sie die Keimlinge dann an einen warmen (18–22 °C), hellen Ort, bis sie drei Blätter haben. Anschließend können Sie sie einzeln umpflanzen. Gießen Sie die Pflanzen mit einer Spritze direkt an die Wurzeln. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie Schaden nehmen.
Vermehrung durch Knospen
Diese Methode führt am schnellsten zum Ziel. Beginnen Sie die Behandlung spätestens im April, sobald die neuen Triebe erscheinen. Schneiden Sie die Knospen samt etwas Rhizom ab und desinfizieren Sie die Schnittstelle mit Holzkohle. Mischen Sie anschließend Torfmoos und Kies im Verhältnis 3:1. Um einen Treibhauseffekt zu erzielen, decken Sie den Topf mit Plastikfolie ab. Die Astilbe kann erst im September ins Freiland gepflanzt werden, da sie sich zunächst kräftig anwachsen muss.
Landeregeln
Die optimale Pflanzzeit ist vom späten Frühling bis zum Frühsommer. Vermeiden Sie einen Südstandort und wählen Sie stattdessen einen schattigen Platz. Die Pflanze gedeiht zwar auch in voller Sonne, stellt die Blüte aber früher ein. Ein Teich in der Nähe ist von Vorteil. Lehmiger Boden mit hohem Grundwasserspiegel ist geeignet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der pH-Wert des Bodens, der die Fruchtbarkeit direkt beeinflusst. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral; Werte darüber sind alkalisch, Werte um 5 sauer. Für die Pflanze wird ein leicht saurer pH-Wert (5,5–6,5) empfohlen. Die Standortvorbereitung umfasst das Umgraben und Düngen. Der Standort wird gründlich von Unkraut befreit und anschließend mit Mist gedüngt. Zwei Eimer pro Quadratmeter sind ausreichend. Die Pflanzlöcher werden bis zu 30 cm tief ausgehoben und jeweils mit etwas Holzasche und Mineraldünger gefüllt. Vor dem Pflanzen wird das Loch mit einer dünnen Erdschicht bedeckt, um Wurzelschäden zu vermeiden. Die Pflanzlöcher werden großzügig gewässert. Nach dem Pflanzen wird die Erde mit Torf abgedeckt.
Nachbehandlung
Mit der Zeit stirbt das Rhizom von unten ab und wächst nach oben. Dadurch wird die Pflanze nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Aus diesem Grund gehen Gärtner beim Anhäufeln besonders sorgfältig vor und achten zudem auf die Bewässerungshäufigkeit.
Bewässerung
Wenn sich Blütenstände bilden oder trockene Tage beginnen, ist es notwendig, zweimal täglich reichlich zu gießen.
Bei sachgemäßer Pflege im Freiland ist eine lange Lebensdauer der Pflanze (ca. 20 Jahre) gewährleistet, auch ohne Umtopfen. Dennoch wird ein Umtopfen alle 5–7 Jahre empfohlen.
Dünger
Im Frühjahr anwenden:
- Salpeter;
- Harnstoff;
- Düngen;
- Wurf.
Im Sommer werden blühende Pflanzen mit Kaliumdünger versorgt. Im Herbst, nach der Blüte, wird Phosphordünger ausgebracht (20 g Superphosphat pro Pflanze). Vor der Anwendung gekaufter Düngemittel wird dringend empfohlen, die Gebrauchsanweisung zu lesen, da Zusammensetzung und Konzentration je nach Hersteller variieren.
Vorbereitung auf den Winter
Um das Überwintern der Astilbe zu gewährleisten, werden ihre Triebe bodennah zurückgeschnitten. Die Fläche wird mit einer dünnen Mulchschicht abgedeckt. Dieses Vorgehen ist besonders wichtig für frisch gepflanzte Sträucher, da diese durch Teilung des Rhizoms vermehrt werden müssen. Die Pflanze wird durch Teilung zwar verjüngt, die Wurzel kann jedoch später aushärten, was eine Teilung praktisch unmöglich macht.
Krankheiten und Schädlinge
In gemäßigten Klimazonen gibt es relativ wenige Insektenarten (nur drei), die der Pflanze schaden können. Die übrigen Schädlinge kommen häufig im natürlichen Lebensraum der Astilbe vor. Um diese ungebetenen Gäste fernzuhalten, sollten die Pflanzen regelmäßig von Unkraut befreit und dichte Pflanzungen vermieden werden. Lässt sich ein Schädlingsbefall nicht vermeiden, sind umgehend Maßnahmen zu dessen Bekämpfung zu ergreifen.
Die Schaumzikade legt ihre Larven in die Blattachseln, wo sich bald schaumige Kügelchen bilden. Dadurch runzeln die Blätter und bekommen Flecken, und schließlich welkt die Pflanze. Zur Bekämpfung der Schaumzikade werden sowohl natürliche als auch chemische Methoden eingesetzt.
Die Klumpen werden mit Holzasche bestreut, wodurch die darin enthaltenen Larven vernichtet werden, oder sie greifen auf Methoden wie Karofos oder Aktara zurück.
Der Erdbeernematode schädigt nahezu alle Pflanzenteile – Knospen, Blätter und Blüten. Diese verformen sich daraufhin und entwickeln unschöne braune Flecken, was das Wachstum der Pflanze erheblich verlangsamt.
Ein Anzeichen für Wurzelgallennematodenbefall sind Wucherungen an der Wurzeloberfläche. In diesen Wucherungen lebt der Schädling, der oft noch klein ist. Im zweiten Jahr nach der Geburt ist der Nematode gut sichtbar. Er hemmt zunächst das Pflanzenwachstum und führt schließlich zum Absterben der Pflanze. Kontrollieren Sie die Pflanze vorsorglich häufiger; treten Symptome der Krankheit auf, muss die Staude entfernt werden. Jäten Sie regelmäßig, insbesondere im ersten Jahr nach der Geburt. Eine Behandlung mit Fitoverm wird empfohlen.
Top.tomathouse.com empfiehlt: Astilben in der Gartengestaltung verwenden
Die Pflanze kann für sich allein stehen und die Aufmerksamkeit vom Gesamtbild ablenken oder einen Teil einer Komposition ergänzen.
Astilben werden häufig zur Begrünung von Bäumen und Sträuchern verwendet, da die Staude ihnen Schatten spendet. Sie wirken besonders schön und natürlich in der Nähe eines künstlichen Teichs im Garten. Zusammen mit grünen Funkien gedeihen sie prächtig und bilden ein ästhetisch ansprechendes Ensemble. Dank ihres vielseitigen Wuchsverhaltens sind sie sehr beliebt: Kleinere Exemplare kommen gut zur Geltung, während zwei Meter hohe Sorten und Arten im Hintergrund eine gute Figur machen. Sie eignen sich hervorragend als Hecke, sind ideal für Beeteinfassungen und werden auch gerne in Töpfen oder zur Rasengestaltung verwendet. Einige Arten eignen sich sogar für Blumenbeete.
Farne und Geranien passen gut zu Astilben. Es gibt viele weitere Pflanzen, die wunderbar mit ihnen zusammen gedeihen und sie perfekt ergänzen.



