Achimenes gehört zur Familie der Gesneriengewächse (Gesneriaceae). Sie wächst in den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas sowie Brasiliens. Die Gattung umfasst über 50 Arten. Bei richtiger Pflege bildet die Pflanze auch in Innenräumen wunderschöne, üppige Blüten. Daher wird sie häufig zur Dekoration von Wohnungen und Büros verwendet.
Beschreibung von Achimenes
Achimenes ist eine krautige, ausdauernde Pflanze, die nicht höher als 30 cm wird. Die Stängel sind fleischig, verzweigt und dunkelgrün oder rot. Anfangs wachsen sie aufrecht, hängen aber mit zunehmendem Alter herab. Das Rhizom befindet sich oberirdisch und besteht aus Rhizomknollen, die mit feinen Schuppen bedeckt sind. In diesen Rhizomen speichern die Pflanzen Nährstoffe, die sie nach der Winterruhe nutzen.
Die länglichen Blätter an zugespitzten Blattstielen sind außen glatt und glänzend. Sie können dunkelgrün, rosa oder violett sein und weisen deutlich hervortretende Adern auf. Die Blattinnenseite ist mit feinen Härchen bedeckt.
Im späten Frühling bilden sich entlang des gesamten Stängels zahlreiche Blüten in den Blattachseln. Jede Blütenkrone besteht aus einer Röhre und fünf stark zurückgebogenen, gefüllten oder einfachen, an den Rändern geteilten Blütenblättern.
Die Blüten sind rötlich, rosa, gelb, schneeweiß und violett und erscheinen einzeln oder in Gruppen von 3–6. Sie erreichen einen Durchmesser von 3–6 cm. Die Blütezeit dauert bis Ende September. Bei Zimmerkultur kann die Pflanze zweimal blühen.
Achimenes-Varietäten
Beliebte Sorten:
| Name | Stängel (Triebe) | Blumen | Die Knospenzeit |
| Weiß | Gerade, mit grünen oder roten Trieben. | Klein, 1–1,5 cm. Die Außenseite ist milchfarben, das Innere rötlich. Die Blütenröhre ist gelb mit scharlachroten Streifen. | Sommer. |
| Ehrenberg | Aufrecht wachsend, dicht behaart und belaubt. Regelmäßiges Stutzen ist erforderlich. | Mittelgroß, außen lila, zur Unterseite hin allmählich in Rosa übergehend. Der Pharynx (die Kronröhre) ist leuchtend gelb mit rosa Sprenkeln. | Sommer - Herbst. |
| Ausgestreckt | Wächst nach oben, ist braun, seltener grün. | Rosa-lila, bis zu 2 cm. | Juni - August. |
| Aufrecht | Aufrecht, mittelgroß, rötlich gefärbt. | Scharlachrot, klein, bis zu 1 cm. | |
| Mexikaner | Stark verzweigt, wird als ampelöse Pflanze gezogen. | Bis zu 3,5 cm lang, lila, violett oder rosafarben mit einer schneeweißen Röhre. | Sommer - Herbst. |
| Bunt | Rötlich, aufrecht. | Burgunderrot, groß, bis zu 5 cm. Der Schlund ist gelb mit Flecken und verbreitert sich zum Ende hin. | |
| Longiflorum | Laubabwerfend, behaart, schwach verzweigt, bis zu 10-30 cm hoch. | Groß, bis zu 6,5 cm. Blau, rosa, grauviolett mit einem gelben oder schneeweißen Schlauch. | |
| Fransen | Herabhängend, bis zu 30 cm lang. | Bis zu 2 cm, weiß, mit Fransen an den Rändern. | |
| Nocturne | Die Triebe hängen herab und werden als ampelöse Pflanze gezogen. | Groß, bis zu 4,5 cm. Frottee, samtig, außen dunkelburgunderrot, innen heller. | Sommer. |
| Sabrina | Zuerst wachsen sie senkrecht nach oben, aber mit der Zeit hängen sie herunter. | Korallenrosa mit gelber Röhre. Klein, bis zu 2 cm. | Sommer - Herbst. |
Achimenes: Pflege und Kultivierung
Damit der Strauch gut gedeiht und blüht, müssen ihm bestimmte Bedingungen geboten werden:
| Faktor | Frühling/Sommer | Herbst/Winter |
| Standort | Jedes Fensterbrett außer nach Norden ausgerichteten, das vor der Mittagssonne geschützt ist. Auf einer Terrasse oder Loggia platzieren. | Zur Winterruhe in einen kühlen, dunklen Lagerraum bringen. |
| Beleuchtung | Helles Licht ist unerlässlich. Bunte Sorten vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung und sollten im Schatten stehen. Dunkelgrüne Sorten vertragen kurzzeitige UV-Strahlung. | Keine zusätzliche Beleuchtung verwenden; Ruhephase. |
| Temperatur | +22…+23 °C | +15 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 60–65 % Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie nicht die Pflanze selbst, sondern nur die Luft um sie herum. Sie können auch feuchte Blähtonerde in den Untersetzer geben, den Topf daraufstellen oder einen Luftbefeuchter verwenden. Gelangt Wasser auf die Blätter, bilden sich große dunkle Flecken. Der Strauch verliert dadurch sein dekoratives Aussehen. | |
| Bewässerung | Reichlich vorhanden, alle 3 Tage. | Wenn die Erde trocken ist, geben Sie kleine Mengen (2-3 Esslöffel einmal pro Woche) am Rand des Topfes hinzu. |
| Die Wassertemperatur sollte etwa 2 °C über Raumtemperatur liegen. Staunässe vermeiden. Gießen Sie direkt an die Wurzeln oder in eine Untersetzerschale, sodass Blätter und Triebe nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. | ||
| Topdressing | Drei bis vier Wochen nach dem Erscheinen der Keimlinge. Anschließend alle zwei Wochen Mineraldünger ausbringen. | Das ist nicht nötig. Der Busch ruht. |
Überweisen
Junge und ausgewachsene Pflanzen sollten jährlich umgetopft werden. Vor der Winterruhe werden die Rhizome nicht ausgegraben, sondern in der alten Blumenerde in einem dunklen Raum gelagert. Das Umtopfen sollte vor Beginn der Wachstumsperiode erfolgen.
- Verlegen Sie eine Drainage aus Kieselsteinen, Blähton oder Ziegelbruch.
- Füllen Sie 2/3 des Behälters mit einer Erdmischung aus Lauberde, Rasensoden und Sand (3:2:1).
- Nehmen Sie die Knollen aus der alten Erde und setzen Sie sie waagerecht in einen neuen Topf.
- Gießen Sie 5-10 mm Substrat darüber und wässern Sie vorsichtig.
- Mit Glas oder Plastik abdecken, um Gewächshausbedingungen zu schaffen, bis die Triebe erscheinen.
Reproduktion von Achimenes
Die Blume wird gezüchtet:
- Rhizome;
- Stecklinge;
- Samen.
Die erste Methode ist die einfachste und effektivste. Ein einzelnes Rhizom kann mehrere Triebe gleichzeitig hervorbringen, und die jungen Pflanzen behalten die Sortenmerkmale der Mutterpflanze.
Die Fortpflanzung erfolgt wie folgt:
- Die Knollen vorsichtig von den Wurzeln trennen.
- Auf der Oberfläche des zuvor angefeuchteten Bodens verteilen.
- Mit trockener Erde bis zu einer Tiefe von 2 cm bestreuen.
- Achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknet; halten Sie ihn bei einer Temperatur von +22 °C.
- Die Keimlinge erscheinen in 1-2 Wochen. Sobald die ersten Blätter sichtbar sind, pflanzen Sie die Triebe um.
Die Vermehrung durch Stecklinge erfolgt im Mai-Juni. Hier ist die schrittweise Anleitung zum Anpflanzen:
- Teilen Sie einen gesunden, voll ausgebildeten Zweig in drei Teile. Jeder Teil sollte mindestens drei Internodien aufweisen.
- Entfernen Sie die unteren Blätter, um eine bessere Wurzelbildung zu ermöglichen.
- Die Schnittflächen mit zerkleinerter Aktivkohle behandeln.
- Den unteren Steckling in einen Wurzelwachstumsbeschleuniger (z. B. Kornevin) stellen.
- In feuchtes, warmes Substrat pflanzen.
- Mit Frischhaltefolie oder einem Glasgefäß abdecken, um einen Treibhauseffekt zu erzielen.
- Nehmen Sie die Abdeckung täglich ab, um für Belüftung zu sorgen. Entfernen Sie Kondenswasser von den Wänden.
- Die ersten Wurzeln erscheinen nach 10-14 Tagen.
Die letzte Vermehrungsmethode gilt als die schwierigste und arbeitsintensivste, da die Samen der Pflanze sehr klein sind. Sie wird üblicherweise von Züchtern und erfahrenen Gärtnern angewendet. Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Im März die Samen mit einer kleinen Menge Sand vermischen.
- Streuen Sie die Mischung auf die zuvor angefeuchtete Erde.
- Man muss sie nicht einfach oben draufstreuen, sonst keimen die Sämlinge lange Zeit nicht.
- Mit Plastikfolie abdecken, um ein Gewächshaus zu schaffen.
- Die Folie täglich entfernen, um für Belüftung zu sorgen, und den Untergrund mit einer feinen Sprühflasche befeuchten.
- Die ersten Triebe erscheinen frühestens in einem halben Monat, vorausgesetzt, Sie sorgen für helles Licht.
- Pflücken Sie mindestens 3 Mal im Frühling.
Krankheiten und Schädlinge von Achimenes
Bei sachgemäßer Pflege wird die Pflanze selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Sind die Entwicklungsbedingungen für Achimenes nicht optimal, können folgende Probleme auftreten:
| Manifestation | Ursache | Eliminierungsmaßnahmen |
| Das Laub verfärbt sich gelb und wird kleiner. Die Knospen und Blätter verformen sich. | Chlorose aufgrund von Wasserhärte. |
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| Es bilden sich helle, runde Flecken, die mit der Zeit braun werden. | Ringflecken entstehen durch kalte Bewässerung, Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung. | Es gibt kein Heilmittel für die Krankheit. Um ihre Ausbreitung zu verhindern, müssen Sie Folgendes tun:
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| Das Grün verfärbt sich braun und fällt ab. Auf den Tellern ist ein gräulicher Belag sichtbar. | Grauschimmelbildung als Folge hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Temperaturen. |
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| Kleine (bis zu 0,5 mm) rote Insekten sind auf der Blattunterseite sichtbar. Mikroskopisch kleine Gespinste, gelbe Flecken und Punkte erscheinen auf dem Laub und verfärben sich schließlich braun. | Rote Spinnmilbe. Dieses Insekt bevorzugt trockene, warme Luft. | Medikamente anwenden:
Benachbarte Pflanzen sollten ebenfalls behandelt werden. Wiederholen Sie den Vorgang dreimal im Abstand von sieben Tagen. |
| Die Blätter rollen sich röhrenförmig ein, und Blätter, Blüten und Triebe verformen sich. Kleine, schwarze oder grüne Insekten können am Strauch beobachtet werden. | Blattlaus. | Chemikalien verwenden:
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| Bildung einer weißen, wachsartigen Schicht auf der Pflanze, flauschige Klumpen, die wie Watte aussehen. | Wolllaus (Haarlaus). |
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