Jede Gartenarbeit ist zeitaufwendig und anstrengend. Am mühsamsten ist jedoch die Unkrautbekämpfung, die die ganze Saison über Aufmerksamkeit erfordert. Jätet man das Unkraut von Hand, wachsen die verbleibenden Wurzeln im gedüngten Boden nur noch weiter. Daher ist es am besten, spezielle Geräte zu verwenden, um das Unkraut samt Wurzel zu entfernen.

Rechen
Rechen werden üblicherweise zum Entfernen von Grasschnitt verwendet. Sie können aber auch bei der Unkrautbekämpfung hilfreich sein, insbesondere auf Rasenflächen. Sie eignen sich hervorragend zum Entfernen von kriechenden Pflanzen und solchen mit flachen Wurzeln. Die scharfen Zinken des Rechens nehmen diese Unkräuter auf, ohne den Rasen zu beschädigen, da Gräser ein starkes Wurzelsystem besitzen. Gegen Gänsedisteln oder Löwenzahn sind Rechen jedoch wirkungslos.

Wurzelentferner
Ein Wurzelzieher, wie der Name schon sagt, ermöglicht es, tief im Boden verankerte Unkrautwurzeln zu entfernen. Er ist in vielen Ausführungen erhältlich, darunter:
- eine längliche Schaufel – deren Ende spitz, stumpf oder gegabelt ist – mit Hilfe des Stiels drücken sie in der Nähe der Wurzel des zu entfernenden Unkrauts auf den Boden und ziehen es dann mit einem Haken aus dem Boden.
- V-förmige Gabel – ermöglicht einen festeren Halt der Wurzel;
- Korkenzieher – unter die Pflanze und die Wurzeln schrauben, dann herausziehen.
Es wurden neue, mit einer Fußstütze ausgestattete Versionen entwickelt. Das Gerät wird wie ein Pedal in den Boden gedrückt. Die Stahlzähne umschließen das Unkraut und ziehen es mit einer schnellen Bewegung heraus. Anschließend wird das Werkzeug durch eine Druckbewegung aus der entwurzelten Pflanze gelöst.

Das sind zwar nützliche Werkzeuge, aber sie eignen sich nur zur Bekämpfung einzelner Unkräuter.
Hacke
Eine Hacke ist hilfreich im Kampf gegen dicht beieinander stehende und zahlreiche Unkräuter.

Das Gerät entfernt nicht nur Unkraut, sondern lockert auch den Boden, zerkleinert Erdklumpen, sodass die Wurzeln von Nutzpflanzen atmen können, und zieht Furchen.
Sie sind in rechteckiger, dreieckiger und trapezförmiger Form erhältlich, mit Griffen unterschiedlicher Höhe. Zum Beispiel:
- Die sogenannte Gartenhacke hat ein dünnes Blatt und eignet sich zum Durchtrennen von Wurzeln. Die leistungsstärksten Modelle können sogar Kletten samt Wurzeln entfernen, dabei können jedoch die Wurzeln anderer Pflanzen beschädigt werden, weshalb Vorsicht geboten ist. Sie eignet sich gut zum Anhäufeln, beispielsweise von Kartoffeln, wenn Unkraut entlang der Furche zwischen den Pflanzen entfernt wird. Der Stiel sollte in diesem Fall groß sein, ähnlich wie bei einem Spaten.
- Eine Hacke – im Vergleich zu einer Hacke ist ihr Blatt schmaler und höher, aber immer noch dick. Sie wird weniger zum Jäten von Unkraut verwendet als zum Anlegen von Beeten oder Pflanzlöchern;
- Die doppelseitige Hacke ist am beliebtesten; auf der einen Seite hat sie eine scharfe Klinge, die an eine Hacke erinnert, und auf der anderen Seite einen kleinen Rechen, mit dem man den Boden auflockern und Unkraut zusammenrechen kann.
Nun sind neue Hackentypen aufgetaucht:
- Fokins Flachmesser – eine um 90 Grad gebogene Klinge, die einem scharfen Schürhaken ähnelt – ist am Griff befestigt;
- Pfeil- und Steigbügelklinge – bei der ersten ähnelt die Klinge einem Pfeil, bei der zweiten einem Steigbügel.
Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Sie alle verfügbaren Werkzeuge parat haben und jedes einzelne für seinen vorgesehenen Zweck einsetzen sollten. Zum Auflockern und Jäten zwischen den Pflanzen verwenden Sie eine Hacke mit kleinem Stiel und einen Rechen; zum Jäten zwischen den Reihen eine kräftige Hacke mit hohem Stiel. Und um einzelne Unkräuter mit tiefen Wurzeln zu entfernen, verwenden Sie einen Wurzelzieher – welches Modell Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen.

